„Eine wirklich schöne Tür, was hat sie denn gekostet?“ fragte einer der Polizisten, die sich positioniert hatten, um der Einhaltung der Gurtpflicht in der Peenestadt nach zu helfen. „Ein Kleinwagen ist schon drin, oder? So 15.000 Euro?“
Und Pastorin Fenner bestätigte: „Ja, aber ganz so viel war es denn doch nicht. Mit 10.500,- sind wir dabei, viel Geld ist das aber auch.“
Und zum Glück für die Gemeinde wurden vor zwei Jahren Spenden gesammelt - das Jubiläum der Pflanzenbau Wagun AG bot einen guten Anlass, so der Firmenchef Herbert Wilke, Spenden für die Kirchentür zu werben und insgesamt wurden statt Geschenken ca. 7.000 Euro zusammengebracht. Eine große Summe, aber reicht es für eine neue Tür? Diese Frage stellten die Mitglieder des Kirchengemeinderates bei der Planung und die Antwort lautete: „Muss ja“.
Aber es musste nicht reichen, denn im folgenden Jahr erhielt die Kirchengemeinde erneut von der Pflanzenbau Wagun AG eine Spende von 2000,- aus Wagun und zusammen mit Spenden von Gemeindemitgliedern kamen so ca. 9.800 Euro zusammen - der Bau sollte beginnen.
Im vergangenen Jahr wurde die Tür noch als Traum beschrieben - erste Skizzen angefertigt und in der Kirchengemeinde beriet man über Form und Gestaltung. Die ortsansässige Bau- und Möbeltischlerei Egbert Neumann fertigte schließlich in den Wintermonaten 2014/15 die schwere Eichentür. Und dann kam der Frühling und mit ihm der Wechseltag: Am 24. März 2015 wurde die alte Tür herausgenommen und durch die neue ersetzt. Neu ist die Gestaltung mit einem Oberlicht. Hierfür musste im Turmraum ein Teil der Kastendecke geöffnet und durch einen Halbrundbogen ersetzt werden - eine Arbeit, die sich gelohnt hat.
Schauen Sie selbst – Die Johanneskirche sieht so aus, als wäre es nie anders gewesen – und das war unser Ziel.