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Gedenkstein Willi Schröder

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Gedenkstein für den Antifaschisten Willi Schröder in Schorrentin



(Baudenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes für Mecklenurg - Vorpommern)


 

Willi Schröder

 

   Willi Heinrich Ludwig August Schröder wurde am 9.2.1897 in Schorrentin geboren. Sein Vater war Ludwig Schröder, von Beruf Landarbeiter; seine Mutter Sophie, geb. Jenss.

   Willi Schröder besuchte zunächst die Dorfschule Schorrentin. Nachdem sein Vater als Hafenarbeiter in Rostock Arbeit fand, konnte er dort die Margaretenschule und später die Altstädtische Knabenschule besuchen.

   Im I. Weltkrieg erlitt er als Soldat schwere Verwundungen und verlor sein linkes Auge. 1918 beteiligte er sich aktiv an der Novemberrevolution und wurde Mitglied der USPD. 1924 wurde Willi Schröder zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, da er für die Errichtung einer Arbeiter- und Bauernmacht eintrat. Nach seiner Entlassung baute er als Gauführer des Roten Frontkämpferbundes die proletarische Schutz- und Wehrorganisation auf und nahm als Mitglied der KPD 1929 - 33 am Kampf gegen den Hitlerfaschismus teil. 1929 und 1932 war er Mitglied des Landtages von Mecklenburg-Schwerin und war dort einer der Vorsitzenden des sechsten Landtages. 1927 bis 1933 gehörte Willi Schröder ebenfalls dem Rostocker Stadtparlament an. Er sang gern im Arbeitergesangverein und spielte in der Schalmeienkapelle. Am 31.1.1933 sprach er in Rostock auf der Protestkundgebung gegen Hitlers Wahl zum Reichskanzler. Mit anderen leitete er den Widerstand gegen die Errichtung der faschistischen Diktatur in Mecklenburg, wurde 1933 verhaftet und 1935 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt in Dreibergen-Bützow.

   1937 wurde Willi Schröder in das KZ Sachsenhausen überführt, wo er bis an sein Lebensende gegen das dritte Reich kämpfte und den Widerstand organisierte. Er starb am 27.10.1944 im KZ Sachsenhausen.

 

Tafel am ehemaligen Schulgebäude in Schorrentin

 

Tafel am ehemaligen Schulgebäude in Schorrentin