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Die evangelischen Pastoren in Neukalen

 

    Bier, M. Urban
    (1594 - 1618)
    Pastor in Neukalen von 1594 bis 1618, vorher war er Kapellan an St. Marien in Parchim. 1645 wird "Orban Bier" als arm genannt. Er starb vor seiner Frau, denn im Visitationsprotokoll 1647 ist von der seeligen Urban Biers Witwe die Rede.

 


    Voigt, Joachim
    (1618 - 1631)
    Er stammte wohl aus Hamburg; immatrikuliert 1604, vor 1618 Pastor zu Sanzkow in Pommern (1607). Seine Frau war Elisabeth, geb. Konow, vermutlich aus der Malchiner Familie dieses Namens.



    Senst, Andreas
    (1632 - 1639)
    Sohn des Pastors Elias in Cammin, Pastor in Neukalen ab 1632, wurde Nachfolger seines Vaters in Cammin 1639 nach Sept. 14. Wegen noch nicht befriedigter Ansprüche an das Aerar nahm er den der Kirche gehörigen Kelch als Pfand mit sich. Sein Nachfolger bat die Visitatoren, an ihn zu schreiben, daß er ihn wieder herausgebe.



    Arnoldi (Arnd), Christoph
 
   (1639 - 1657)
    aus Gnoien, Bruder des Superintendenten Samuel in Güstrow, vorher Pastor in Levin 1626 Ostern. Zum Pastor in Neukalen voc. 1638 Mai 7, Amtsantritt 1639 nach Sept. 14, verstorben 1657, 59 Jahre alt. Er lebte in so kundbarer Armut, daß die Gemeinde ihm zugestand, sein Vieh ohne Hirtenlohn auf die Weide jagen zu lassen, doch so, daß diese Wohltat nicht auf den Nachfolger übergehen solle. Da der Uhrmacher des Ortes in den Kriegsunruhen gestorben war, übernahm Arnoldi es 8 Jahre lang, die Kirchenuhr in Gang zu halten, wofür ihm jährlich "die herkömmlichen 2 Gulden nicht versagt werden sollten." Er war verheiratet mit Ilsabe Frölich, Tochter des Pastor Joachim in Levin.



    Weisscheibe, M. Melchior
    (1658 - 1666)
    aus Alfeld im Braunschweigischen. Pastor in Neukalen ab 1658, wurde 1666 Sept. 1 propter scandala removiert (auf Grund eines Ärgernisses abgesetzt), nachdem er schon seit Juni 21 vom Amte suspendiert gewesen. Er ging nach Pommern, wo er zunächst als Hofprediger des Grafen Wrangel amtierte und später das mit dem Pastorat zu Altwarp verbundene Diakonat zu Neuwarp erhielt, eingeführt 1675 Juni 23, verstorben daselbst 1679. Verheiratet: 1. Witwe des Vorgängers, Ilsabe Frölich; 2. Marie Finck, die als Witwe den Nachfolger, M. Johann Elias Hesse zu Neuwarp (einen Sohn des Pastors Jeremias Hesse in Sülstorf) heiratete, verstorben vor ihrem zweiten Manne 1716 Aug. 1. Auch er hatte bei der Visitation 1662 hinsichtlich der Pfarreinkünfte viel zu klagen. Unter anderm wiederholte er eine schon von Arnoldi vorgebrachte Beschwerde, nämlich daß der Freitisch, den Pastor und Schulmeister von altersher auf dem Amtshause gehabt, in Abgang gekommen sei. Die Beschwerde war jedoch erfolglos; Beamte behaupteten, es sei das keine Gerechtsame gewesen, sondern aus des Amts gutem Willen geschehen.



    Schröder, Joachim
    (1666 - 1680)
    Sohn des Pastors Joachim an St. Jürgen in Rostock, vorher Pastor zu Schlemmin in Pommern 1661, Pastor in Neukalen ab 1666 nach Nov. 15, Präpositus 1671 Febr. 18, wurde Hofprediger in Güstrow 1680 Juli 25, Superintendent daselbst 1707.

 


    Helwig, M. Joachim Ernst
    (1680 - 1690)
    geb. zu Cölln an der Spree, Sohn des Pastors und Präpositus an St. Petri Jakob (und der Sabine Tieffenbach), vorher Konrektor in Rostock 1669, zweiter Pastor in Malchin 1678 Mai 15. Pastor in Neukalen ab 1680 Nov. 18, zugleich Präpositus, verstorben 1690 Nov. 10. Verheiratet 1671 Mai 1 mit der Witwe des Diakon. Ridemann an St. Marien und des Diakon. Schlutow an St. Nikolai in Rostock, Margarete Kathar. Sandhagen, geb. zu Rostock 1639 Juli, Tochter des Pastors Rembert an St. Nikolai, die zum dritten Mal Witwe wurde, verstorben 1705 bg. April 24 im 66. Jahr. Pastor Helwig war der Schwager des Neukalener Bürgermeisters Jochim Martens.

 


    Starck, Samuel
    (1691 - 1694)
    Schusterssohn aus Pyritz, vorher Pastor in Röcknitz - Dargun 1676, Pastor in Neukalen ab 1691 Juli 12, zugleich Präpositus, wurde Professor der Theologie in Rostock 1694 Juni 28, Pastor an St. Jakobi daselbst 1696.



    Mantzel, M. Johann
    (1694 - 1716)
    geb. zu Rostock 1643 März 22, Sohn des Kaufmanns und Ratsherrn Joachim (und der Ilsabe Schröder, Tochter des Kaufmanns und Kirchenvorstehers zum Heil. Geist Hans daselbst), Enkel des Pastors Joachim in Warnemünde und Bruder des Pastors Caspar in Jördenstorf, Professor der griechischen Sprache in Rostock 1674, Rektor in Güstrow 1681. Pastor solit. in Neukalen ab 1694 Juli 15, zugleich Präpositus, verstorben 1716 Nov. 17 im 74. Jahre. Verheiratet: 1.) 1674 Juli 8 mit der Witwe des Diak. Laurentius an St. Marien in Rostock, Marie Elisabeth Lindemann, Tochter des Archidiakonus M. Joachim daselbst. Bei der Trauung "machete Hr. Mag. Barclajus es so gar lang, daß der Bräutigam darüber in Ohnmacht fiel und niedersank". 2.) nach 1695 mit der Witwe des Pastors Glüer in Buchholz, Ilsabe Iven, verstorben 1714 Dez. 20. Sohn in Gr. Pankow; Schwiegersöhne Köppen-Thelkow und Plagemann-Altkalen. Ein zweiter Sohn, Joh. Christoph, wurde Pastor zu Mutzschen in Sachsen.



    Suckow, Jakob Sigismund
    (1717 - 1753)
    (von Suckow *) geb. zu Sternberg 1683 Juli 5, Sohn des Präpositus Johann. Eingeführt als Pastor in Neukalen 1717 Febr. 21, zugleich zum Präpositus ernannt März 6, verstorben 1753 Mai 25 im 70. Jahr. Er gehörte zu den tätigen Widersachern der Dargunschen und bereitete durch seine Gegnerschaft der Prinzessin Augusta viele Unbequemlichkeiten. Seine Frau verstarb vor ihm.

    * Er erwarb 1745 Sept. 10 die Reichsvikariatsanerkennung seines Adels. Er behauptete - was aber sehr unwahrscheinlich ist - seine Abstammung von dem alten Adelsgeschlecht von Suckow, das um 1500 ausstarb.


    Engel, Friedrich Conrad
    (1754 - 1756)
    getauft zu Bützow 1726 Mai 27, Sohn des Stadtsekretärs und Ratsherrn Joh. Gottlieb, Enkel des Pastors Martin in Qualitz und mütterlicherseits des Pastors Christian Haupt in Tessin. Pastor in Neukalen ab 1754 Aug. 25, eingeführt Sept. 13, wurde auf Veranlassung des Stadtrichters Bischof und des Superintendenten Quistorp, die beide gegen seine Wahl gewesen waren, weil sie gerne einen Kandidaten Adler aus Hamburg an seiner Stelle haben wollten, 1756 Dez. 14 von der Regierung removiert. Die Bürger Neukalens machten zu seinen Gunsten einen Tumult; da Engel selbst jedoch von Stettin aus, wohin er sich zu seiner Schwester begeben hatte, erklärte, er wolle nächstens weit von Mecklenburg wegreisen, so verlief die Sache im Sande. Er wurde zunächst Feldprediger beim Düringshofenschen Bataillon, dann 1761 Juni 21 Pastor zu Dramburg in Pommern, wo er bis 1762 Nov. 7 amtierte, und darauf Pastor und Präpositus zu Greifenberg in Pommern 1762 Nov. 28, verstorben daselbst 1795 Febr. 18 im 69. Jahr. Verheiratet mit: 1.) 1761 Mai 26 Marie Elisabeth Possehl, verstorben nach 10monatiger Ehe zu Dramburg 1762 März 18, 32 Jahre alt; 2.) 1762 Aug. 11 Witwe des Dramburger Bürgermeisters und Königl. Salzfaktors Martin Albrecht, Esther Eleonore Wagner, Tochter des Bürgermeisters Christian zu Dramburg, die auch seine Witwe wurde, verstorben zu Greifenberg 1795 April 15 im 79. Jahr.

 


    Böttger, Detlev
    (1757 - 1779)
    geb. zu Tondern in Schleswig 1712, Sohn des Weinhändlers Friedrich, vorher Pastor in Wessin 1751 Nov. 7. Erste Predigt in Neukalen 1757 Juni 24; als Pastor solit. in Neukalen eingeführt 1757 Sept. 11, emeritiert 1779, verstorben vor 1779 Okt. 7 (siehe Stadtbuch). Verheiratet: 1.) 1752 April 25 Kathar. Susanne Christine Lohrmann, Tochter des Losbäckers Salomon Christian zu Bützow, wohl Vaterbruderstochter des Pastor Joh. Gerhard Lohrmann in Kirch Grambow; 2.) Maria Amalie Berens, verstorben als Witwe zu Lübz 1794 Dez. 19. Ein Sohn, Magnus Friedrich, wurde Pastor zu Niepars in Pommern. Gegen Ende seiner Amtsführung, 1777 Dez. 14, entstand in den Ställen des Pfarrgehöfts infolge Verwahrlosung ein Feuer, durch das Pfarre und Küsterei nebst einer Reihe anderer Häuser und Buden "gänzlich in Asche gelegt worden sind". Bei dem Brande gingen sämtliche Pfarrschriften nebst den Kirchenbüchern verloren. Das neue Kirchenbuch legte der Nachfolger 1780 an; was Böttger seither aufgezeichnet hatte, war infolge der starken Abnahme seines Gedächtnisses so mangelhaft befunden und hatte soviele Lücken, "daß davon garnichts vollständiges und richtiges vorgezeigt werden kann".


    Schmidt, Johann Christoph
    (1780 - 1791)
    Sohn des Präpositus in Gnoien, Pastor in Neukalen seit 1780 Juni 18, wurde dritter Domprediger in Güstrow 1791 Okt. 23.


    Suderow, Georg Peter Christian
    (1791 - 1810)
    getauft zu Rostock St. Marien 1757 Dez. 4, Sohn des Eisenkrämers Joh. Rudolf, (und der Justine Wilhelmine Behrmann, Heirat: 1756 Juli 9), Hülfsprediger in Hohen Mistorf 1787. Pastor in Neukalen ab 1791 Okt. 23, Präpositus ab 1810 April 26, verstorben am Nervenfieber 1810 Aug. 28 im 53. Jahr. Nach dem Tod des Pastors Kielmann in Gorschendorf wurde Suderow 1808 März 6 als Pastor in Gorschendorf eingeführt und die beiden Pfarren zusammengelegt. Verheiratet:1791 Nov. 18 mit Amalie Katharina Haselberg, Tochter des Landsyndikus zu Greifswald. verstorben als Witwe zu Neukalen 1818 April 16, 52 Jahre alt. Schwiegersohn Wehner in Blankenhagen. Sohn: Hans Christian Suderow, geb. 1796 Okt. 3, verstorben 1800 Aug. 29.


    Brinckmann, Johann Rudolph
    (1811 - 1843)
    geb. 1763 Juli 8, getauft zu Schwerin Dom 1763 Juli 10, Sohn des Hofspornmachers Rudolph Heinrich, Bruderssohn des Präpositus Andreas in Rehna, vorher Kollaborator des Pastors Gamm in Teterow 1793 Juni 9, zweiter Pastor daselbst 1795 Aug. 23, erster Pastor 1807. Pastor in Neukalen und Gorschendorf ab 1811 Aug. 18, Präpositus 1823 Juli 18, vom Präposituramt entbunden 1838 Nov. 9, verstorben 1843 Nov. 21 im 81. Jahr. Verheiratet 1795 Okt. 1 mit Lucie Hedwig Simonis, getauft zu Lüssow 1761 Febr. 13, Tochter des Pastors Enoch Christoph, verstorben als Witwe zu Neukalen 1845 Mai 16 im 85. Jahr. 1875 lebten noch drei Kinder des Pastors Brinckmann im Alter von 75, 77 und 79 Jahren in ärmlichen Verhältnissen in Neukalen.


    Bröckert, Heinrich Wilhelm
    (1844 - 1850)
    geboren zu Waren 1800 Sept. 16, Sohn des Ackerbürgers Christian (und der Sophie Rhades). Rektor in Neubukow 1836. Pastor in Neukalen ab 1844 Okt. 27, verstorben an Halsentzündung 1850 Juni 21 im 50. Jahr. Verheiratet: 1.) 1836 Dez. 2 mit Wilhelmine Karoline Techel, geb. zu Neubukow 1813 Sept. 23, Tochter des Bäckers Peter, verstorben 1847 Dez. 28 im 35. Jahr; 2.) 1848 Juni 23 Charlotte Elisabeth Monich, geb. zu Altbukow 1825 Nov. 9, Tochter des Pastors Ernst Monich, verstorben nach fast 64jährigem Witwenstande zu Hermannsburg in Hannover 1914 Jan. 25 im 89. Jahr. Die 2. Ehe blieb kinderlos. Eine Tochter aus 1. Ehe lebte noch 1914 in Hermannsburg.


    Breuel, Friedrich Christoph
    (1851 - 1864)
geboren zu Malchow 1817 Nov. 14, Sohn des Tischlermeisters Friedrich (und der Sophie Barbara Fahrenholz), Hülfsprediger in Gülze 1851 Jan. 5. Pastor in Neukalen ab 1851 Juni 1, Amtsantritt Johannis 1851, verstorben am Lungenschlag 1864 Nov. 16 im 48. Jahr. Unverheiratet.


    Petersen, Johann Ludwig Friedrich Matthias
    (1865 - 1875)
    Holländereipächterssohn aus Alt Vorwerk bei Dassow, Pastor in Neukalen ab 1865 März 5, vorher Rektor in Waren, wurde zum Pastor in Lübow gewählt 1875 Mai 9. Letzte Predigt in Neukalen 1875 Mai 30.


    Klähn, Hermann Friedrich Theodor
    (1875 - 1882)
    Erbpächterssohn aus Lancken, Pastor in Neukalen ab 1875 Juni 20, vorher Hilfspastor in Brüel, zum Pastor in Plate gewählt 1882 Dez. 10. Abschiedspredigt in Neukalen am 2. Ostertag 1883. In 2. Ehe verheiratet mit Maria Albertine, geb. Krabbe. Kinder: Otto Karsten Diederich, geb.: 7.6.1876; Ida Maria, geb. 30.3.1878; Hermann Ludwig Rudolf, geb. 3.12.1879; Irmengard Helene, geb. 22.7.1881.


    Voß, Wilhelm August Julius
    (1883 - 1908)
    geboren zu Kuppentin bei Plau 1842 April 13, Sohn des Küsters und Lehrers Wilhelm (und der Charlotte Schulz aus Prenzlau), war eine Zeitlang Volksschullehrer und bereitete sich dann durch Privatunterricht auf das Gymnasium vor, Abitur Rostock 1870, Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Teterow 1877, an der Realschule zu Schwerin 1878, Rektor in Ribnitz 1880. Pastor in Neukalen ab 1883 Febr. 4, Amtsantritt April 1; in den Ruhestand versetzt, nachdem er im Sommer 1908 von einem Schlaganfall betroffen war, 1908 Michaelis, verstorben zu Doberan 1914 Jan. 14 im 70. Jahr. Er schenkte der Kirche eine Weinkanne und Oblatendose. Verheiratet: 1878 Aug. 14 mit Emma August. Dorothea Staudinger, geb. zu Eickhof bei Laage 1858 Mai 1, Tochter des Gutsbesitzers Carl, lebte als Witwe in Doberan. Ein Bruderssohn war der Pastor Ernst Voß in Basedow. Pastor Voß hinterließ keine Kinder.
 

 

    Hohmann, Wilhelm Friedrich Carl
    (1908 - 1937)
    geboren zu Schwerin Dom 1870 Mai 12, Sohn des Fuhrwerksbesitzers Adolf (und der Sophie Tapfer, Tochter des Kaufmanns Heinrich daselbst). Abitur Schwerin 1888 Ostern, stud. Erl. Grfsw. Lpz. Rost., Hauslehrer in Schönhölzig (Westpreußen), Neperstorf und Destedt (Braunschweig), Lehrer an der Bürgertöchterschule zu Schwerin ab 1897 Michaelis, Pastor in Kladow ab 1901 Dez. 15. Pastor in Neukalen ab 1908 Nov. 1; in den Ruhestand getreten ab 1937 Okt. 1. Verheiratet: 1902 Sept. 5 mit Marie Caroline Elisabeth Willers, geb. zu Gr. Gievitz 1876 März 16, Tochter des Pastors Gustav. Am 25.10.1937 zog er in die Bahnhofstraße 23.

   Kinder:

   1. Elisabeth, geboren am 13.2.1905

   2. Ilse, geboren am 1.4.1908

   3. Gertrud, geboren am 5.6.1912

   4. Elfriede, geboren am 12.3.1915

 

   Pastor Hohmann starb am 24.9.1940. Er wurde am 27.9. 1940 von der Kirche aus auf dem hiesigen Friedhof zu Grabe gebracht. Seine Witwe Marie, geb. Willers starb am 8.10.1954 in Laage.

 

 

Pastor Wilhelm Hohmann

 

Pastor Wilhelm Hohmann

 

 

    Joneleit, Willy Oskar
    (1937 - 1939)

    geboren 1906 Dezember 28 in Kobsteninken / Ostpreußen. Ausbildung im St. Johannisstift zu Berlin - Spandau vom 1.10.1926 bis zum 1.4.1930. Im Frühjahr 1930 legte er sein Examen als Gemeindediakon und Jugendpfleger der evang. Kirche ab und bestand außerdem das Examen als Religionslehrer an Volksschulen. Ab April 1930 war er Gemeindediakon und Jugendpfleger in Swinemünde, ab Juni 1934 wurde er vom Ev. Konsistorium zu Stettin mit der Verwaltung der Pfarre Völschow bei Demmin beauftragt, ein Jahr später auch für die Gemeinde Cartlow mit Plötz. Zum 1.10.1937 berief ihn der Oberkirchenrat zur Verwaltung in die Gemeinde Neukalen. Hilfsprediger Joneleit wurde am 20.10.1937 im Dom zu Güstrow ordiniert und am 7.11.1937 in die Gemeinde Neukalen mit einem feierlichen Gottesdienst eingewiesen. Joneleit war verheiratet mit der Tochter des Kaufmanns Carl Duden, Martha, geb. 13.8.1912. Sie hatten 2 Kinder. Als am 1. September 1939 der II. Weltkrieg ausbrach, wurde Pastor Joneleit ab 1.11.1939 zum Kriegsdienst eingezogen. In Folge dessen übernahm Pastor Hohmann wieder die volle Verwaltung der Pfarre Neukalen. Er blieb in dieser Tätigkeit, bis ein schneller Tod am 24.9.1940 seinem Leben ein Ende setzte. Pastor Joneleit geriet in amerikanische Gefangenschaft. Im März 1946 kehrte er nach Neukalen zurück und wurde für vierzehn Tage verhaftet. Daraufhin verließ er Neukalen und trat am 1.4.1946 eine neue Stelle in Mirow an.


    Reuter, Hans Ludwig Sylvester Fritz
    (1940 - 1945)
    Die Verwaltung der Kirchengemeinde Neukalen übernahm ab September 1940 der benachbarte Pastor aus Schorrentin Propst Reuter. Geb. zu Fresendorf bei Rostock 1895 Dez. 31, Sohn des Gutsbesitzers Fritz Reuter (und der Marie Barten, Tochter des Administrators Johann zu Rothspalk bei Klaber), Abit. Rostock 1914 Ost., stud. Rostock, dann Kriegsteilnehmer 1915 - 1918, als solcher dreimal verwundet, stud. weiter in Rostock und Tübingen, Predigerseminar Schwerin 1921 Ost., Hilfsprediger in Schwaan ab 1922 März 26; Pastor in Schorrentin ab 1923 Dez. 2, Amtsantritt 1924 Jan. 1. Verheiratet: 1922 Aug. 19 mit Elisabeth Mar. Emilie Freudenberger, geb. zu Karlsruhe in Baden 1898 Juli 1, Tochter des Oberpostinspektors und Rechnungsrats Wilhelm Freudenberger. Kinder: Dorothea, geb. 25.10.1927; Johanna, geb. 1.1.1929; Traugott, geb. 13.7.1931, gest. 12.5.1936; Maria - Elisabeth, geb. 2.10.1934. Pastor Reuter verließ die Pfarre am 29.4.1945 aus Furcht vor den Russen.


    Epp, Johannes
    (1945)
    Pastor Epp kam als Flüchtling im Juli 1945 von Westpreußen nach Schorrentin. Er stammte aus einer Mennariten - Familie in der Weichsel - Niederung und hatte dort in der Provinz Westpreußen einige Jahre eine Pfarrstelle verwaltet. Bis November 1945 betreute er die Pfarre in Neukalen. Er zog dann aber nach Berlin.


    Stern, Kurt
    (1945 - 1951)
    Ende 1945 wurde der frühere Superintendent Kurt Stern aus Neidenburg / Ostpreußen vom Oberkirchenrat zum Pfarrverwalter in Neukalen bestellt. Geb. 1889 April 14 in Ostan, Kr. Ortelsburg in Ostpreußen als Sohn des Mühlen- und Gutsbesitzers Karl Stern und dessen Frau Agnes, geb. Schrage (Pfarrerstochter). Seit 1893 lebte er in Orlaumühle, Kr. Neidenburg; Besuch des Gymnasium in Königsberg ab Herbst 1899. Nach der dort im September 1907 bestandenen Reifeprüfung bezog er die Albertus Universität in Königsberg, um Theologie zu studieren. Im Juni 1913 wurde er in der Schloßkirche in Königsberg ordiniert. Pfarrer in Puppen, Kr. Ortelsburg ab 1.4.1914; 1918 - 1926 Pfarrer in Pr. Schmückwalde / Peterswalde, Kr. Osterode; Pfarrer in Neidenburg ab 1.5.1926; nach 1939 Superintendent in Neidenburg.

   Wie Frau Jutta Winter aus Langwedel schreibt, hat Pastor Stern als Mitglied der bekennenden Kirche während des Krieges ein Widerstands-Netzwerk mit aufgebaut. Jüdische Flüchtlinge, die über die nahe polnische Grenze kamen, wurden von Gemeindemitgliedern (u. a. auch ihre Großeltern) versteckt und in Nacht- und Nebelaktionen zum nächsten Versteck Richtung Ostsee transportiert. Pastor Stern hat die Widerstandskraft der Gemeinde sehr gestärkt, und die Gemeinde hat sehr zusammengehalten und recht furchtlos agiert in der Zeit. Leider hat man nie erfahren, ob die Flucht der verfolgten Menschen auch gelang.

   Anfang November 1945 wurde Pastor Stern zusammen mit dem Rest der ostpreußischen Bevölkerung ausgewiesen und flüchtete nach Mecklenburg. Verheiratet seit dem 12.5.1941 mit Hildegard Rutkowski, Tochter des Pfarrer Rutkowski aus Proseken, Kr. Lyck in Ostpreußen. Pastor Stern übernahm die Pfarre Neukalen am 15.12.1945 und schied am 15.10.1951 aus dem Dienst der Mecklenburgischen Landeskirche, um das Amt eines Pfarrers in Kremmen in der Mark Brandenburg zu übernehmen. Am Sonntag, d. 14.Oktober hielt er seine Abschiedspredigt vor vollbesetzter Kirche.

 

Heimatbrief Neidenburg:

 

   Im ganzen Kreis Neidenburg bekannt, geachtet und respektiert war Kurt Stern, Pfarrer und Superintendent bis zur Vertreibung. Er wurde am 14. April 1889 in Ostau im Kreis Ortelsburg geboren und entstammte einer masurischen Familie, die viele Pfarrer in Ostpreußen gestellt hatte. (Sein Bruder, Ernst Stern, wurde später Superintendent in Ortelsburg.) 1893 erwarben seine Eltern das kleine, an der Alle gelegene Mühlengut Orlaumühle und wurden im Kreis Neidenburg ansässig. In Orlau besuchte Kurt Stern die Volksschule und später das Friedrichskollegium, das weithin bekannte Gymnasium in Königsberg; dort bestand er 1907 die Reifeprüfung. Es folgte - in alter Familientradition
- das Studium der Theologie an der Albertus-Universität in Königsberg. Nach der im Frühjahr 1911 bestandenen ersten theologischen Prüfung wurde Kurt Stern Vikar in Lyck und absolvierte anschließend ein Lehrjahr am Königlichen Domkandidatenstift in Berlin. 1913 bestand er die zweite theologische Prüfung und wurde am 23. Juni 1913 in der Schloßkirche zu Königsberg zum Predigtamt ordiniert. Nach kurzen Zwischenstationen wählte ihn im März 1914 die Gemeinde Puppen im Kreis Ortelsburg zu ihrem Pfarrer. Dort erlebte Kurt Stern im Spätsommer den Beginn des ersten Weltkriegs und den Einbruch der
russischen Truppen in Ostpreußen. Vier Jahre später wechselte er in die Pfarrerstelle Groß Schmückwalde/Peterswalde, Kreis Osterode, die er bis 1926 betreute. Peterswalde besaß zu dieser Zeit eine alte Holzkirche, die zu den schönsten in Ostpreußen zählte. Tatkräftig setzte sich Pfarrer Stern für die umfassende Renovierung dieser Kirche ein. 1926 bewarb er sich um die Pfarrstelle in Neidenburg und wurde dort als Pfarrer berufen. Er wirkte dort sehr segensreich; da er die masurische Sprache beherrschte, hielt er auch masurische Gottesdienste in vielen Gemeinden des Kreises ab. In den dreißiger Jahren ergaben sich immer häufiger Spannungen mit der herrschenden nationalsozialistischen Partei. Da Kurt Stern der Bekennenden Kirche angehörte, wurde er mißtrauisch beobachtet und sogar kurze Zeit in
sogenannte Schutzhaft genommen.
Hansgeorg Borchert, der amtierende Superintendent in Neidenburg, mußte gleich zu Beginn des zweiten Weltkrieges Soldat werden. Er ist 1942 als Oberstleutnant in Rußland gefallen. Daraufhin wurde Kurt Stern sein Nachfolger und blieb in diesem Amt bis zur Flucht am 18. Januar 1945, die für ihn und seine Frau aber schon in Gallinden im Kreis Osterode endete. Bedrängt von Russen und Polen, lebte er dort noch fast ein Jahr in dürftigen Verhältnissen; doch soweit es ihm möglich war, wirkte er dort weiterhin als Pfarrer. In der Nacht zum 30. Oktober 1945 hielt Kurt Stern mit den aus der Umgebung zusammengetriebenen und ausgewiesenen evangelischen Christen im Kornspeicher von Spudich in Osterode seine letzte Andacht auf ostpreußischem Boden.
   Nach der Ausweisung gelangte das Ehepaar in die kleine mecklenburgische Stadt Neukalen, Kreis Malchin, dort amtierte Kurt Stern als Pfarrer und ab 1951 in Kremmen in Brandenburg, wo er sein vierzigstes Ordinationsjubiläum erleben durfte. Dann gelang die Übersiedlung nach Westdeutschland. Seinen Wohnsitz nahm das Ehepaar in Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen, dort trat Kurt Stern in den Ruhestand. Am 12. Mai 1974 konnte er mit seiner Frau Hildegard, geb. Rutkowski, einer Pfarrerstochter aus dem Kreis Lyck, seine
diamantene Hochzeit feiern. (Hildegard Stern starb am 3. November 1976 im Alter von 83 Jahren.)
   Kurt Stern war ein treuer und gerngesehener Gast bei den Heimattreffen der Kreisgemeinschaft Neidenburg. Für den Neidenburger Heimatbrief schrieb er viele Jahre das geistliche Wort, das durchdrungen war von seiner Heimatliebe und seinem Glauben an Jesus Christus. Als er am 13. Oktober 1980 sein für den Heimatbrief bestimmtes geistliches Wort zur Post gebracht hatte, kehrte er von einem anschließenden Spaziergang nicht zurück. Trotz einer umfangreichen Suchaktion wurde er erst am nächsten Tag an einem Weiher durchnäßt tot aufgefunden. Er ruht auf dem Waldfriedhof Lüningheide bei Lemgo neben seiner Ehefrau und seinem früh verstorbenen Sohn.
Herbert Kalwa.



    Bischoff, Hans Walter
    (1952 - 1957)
    Fast ein Jahr war die Pfarre in Neukalen unbesetzt. Sie wurde vom Pastor Achim Peters in Schorrentin mitverwaltet. Am 28.9.1952 erfolgte die Einführung von Hans Walter Bischoff als Pastor in Neukalen; geb. am 6.10.1912 zu Königsberg in Preußen als Sohn des Lehrers Bischoff; aufgewachsen in Bromberg. Nach seinem Studium in Posen, Königsberg und Erlangen, erfolgte die Ordination am Reformationstage 1939 in der Kreuzkirche zu Posen. Ab 1.11.1939 wurde Pastor Bischoff als Hilfsprediger nach Grätz berufen. Nach Ausgabe des Räumungsbefehls verließ Pastor Bischof am Abend des 22. Januar 1945 mit einem Krankentransport als einer der letzten die Stadt Grätz. Unterwegs wurde er von der vorrückenden Front überholt, in Soldin interniert und zu Aufbauarbeiten nach Rußland gebracht. Im Raum um Stalino arbeitete er im Kohletagebau und auf einem Zimmereiplatz. Nach seiner Rückkehr im Januar 1946 stellte er sich der Kirchenleitung der Ev. luth. Landeskirche in Mecklenburg zur Verfügung, die ihn am 1.5.1948 mit der Verwaltung der Pfarre Cammin, Kr. Rostock beauftragte. Dem Ruf nach Neukalen folgend siedelte er dann am 27. September 1952 nach hier über und übernahm die Pfarre Neukalen ab 1.10.1952. Pastor Bischoff hatte am 1.4.1940 in der Kreuzkirche zu Posen die Tochter des Diakons und Landesposaunenwarts Max Köhler geheiratet: Margarete Köhler, geb. 23.3.1914 in Posen.

   Kinder:

   Barbara, geboren am 31.1.1941;

   Martin, geboren am 24.4.1942;

   Friedrich Johannes, geboren am 16.4.1945;

   Adelheid, geboren am 18.7.1947.

 

   Am 15.2.1957 beendete Pastor Bischoff seinen Dienst in der Neukalener Gemeinde unter Verlust der Rechte des geistlichen Standes. Er starb am 7.3.2000.


    Theuerkauf, Walther Eduard Joachim
    (1957 - 1959)

   Geboren am 24.5.1927 in Arnswalde als Sohn des Pastors Eduard Theuerkauf und der Hildegard, geb. Meyer. Reifevermerk Berlin 1948. Studium Kirchliche Hochschule Berlin-Zehlendorf, Zürich und Kiel. 1. theologische Prüfung am 20.7.1953 in Berlin-Brandenburg. Diakonische Tätigkeit im Hilfswerk der Evangelischen Kirche Berlin 1953. Predigerseminar in Blücher ab 20.2.1954. Beauftragt mit der Verwaltung der Pfarre in Kastorf ab 1.4.1954. Ordination am 19.4.1954. 2. theologische Prüfung am 25.10.1955, berufen 1.1.1956. Pastor Walther Theuerkauf wurde auf die Pfarre Neukalen vom 1.4.1957 bis zum 30.9.1959 berufen. Danach war er Pastor in Berlin-Johannisthal.

   Er heiratete am 8.2.1954 in Berlin die Kindergärtnerin Helga Berg, geb. am 18.10.1925 in Hamburg, Tochter des Lehrers Matthäus Berg und der Lissi, geb. Meyer in Bad Oldesloe.

   Kinder:

   1. Malte, geboren am 15.2.1955

   2. Henning-Roy, geboren am 9.12.1956

   3. Holger, geboren am 14.1.1958

 


    Beenken, Hermann
    (1959 - 1979)

   Geboren am 13.6.1912 in Ostrhauderfehn, Kreis Leer / Ostfriesland als Sohn des Kapitäns Hilmar Beenken und der Harmanna, geb. Roskamp. Abitur in Zeitz 1933. Theologiestudium in Greifswald, Tübingen, Göttingen und Rostock. 1. theologische Prüfung in Hannover am 4.3.1938. Zur Aushilfe in Stralendorf, Rostock Heiligen Geist und Neustadt-Glewe. 2. theologische Prüfung am 9.4.1940. Heeresdienst 1940 - 1946 (Leutnant). Ordiniert am 29.5.1944. Pastor in Alt Schwerin ab 16.2.1944, an der Güstrower Pfarrkirche II ab 1.6.1949, beauftragt mit der Verwaltung der Pfarre Rittermannshagen ab 15.5.1956.

   Am 8.5.1940 heiratete er in Rostock die Pfarrhelferin Else Dornbusch, geb. am 14.8.1914 in Rostock als Tochter des Zugführers Heinrich Dornbusch und der Else, geb. Schmidt.

   Kinder:

   1. Helmer, geboren am 12.12.1941 in Rostock, Maschinenbaumeister, verh. mit Jutta, geb. Dörfert

   2. Christiane, geboren am 1.3.1943 in Ahlbeck, Physiotherapeutin, verh. Boltze, Rostock

   3. Frithjof, geboren am 12.3.1948 in Malchow, Ingenieur, Neubrandenburg, verh. mit Brigitte, geb. Gemander

   4. Willbrord, geboren am 24.3.1955 in Güstrow, Doktoringenieur, verh. mit Claudia, geb. Rieck

   

   Nach kurzer Vakanz der Pfarrstelle in Neukalen wurde zum 1. November 1959 Pastor Hermann Beenken mit dem Dienst beauftragt, berufen am 1.4.1960. Propst des Gnoiener Zirkels ab 15.2.1965. 

   Am 1. November 1978 wurde Pastor Beenken wegen Überschreitung der Altersgrenze in den Ruhestand versetzt. Er versah aber mit Dienstauftrag des Oberkirchenrats seinen Dienst bis zum 27.Oktober 1979 weiter. An diesem Tag gingen die Amtsgeschäfte an den Kurator Herrn Hartwig Reeps aus Jördenstorf über.

 

Pastor Hermann Beenken

 

Pastor Hermann Beenken

 

 

    Waack, Dietrich
    (1980 - 1995)
    Geboren am 16.8.1930 in Schwerin als Sohn des Lehrers Willi Waack und der Charlotte, geb. Barten. Seine Schulzeit fiel in die Jahre 1937 bis 1946 in Schwerin. Es folgten vier Jahre in der Goetheoberschule in Bad Doberan. Abitur 1950. Das Theologiestudium in Rostock dauerte von 1950 bis 1955. 1. theologische Prüfung am 27.9.1955 in Rostock. Anschließend folgte das Vikariat in Crivitz vom November 1955 bis April 1956. Nach sechs Monaten Predigerseminar erfolgte die Ordination am 21.10.1956 in Zapel. 2. theologische Prüfung am 30.10.1957. Die geistliche Tätigkeit in Zapel erstreckte sich über die Jahre 1956 bis 1968. In diese Zeit fielen harte Auseinandersetzungen wegen der Jugendweihe und der Sozialisierung der Landwirtschaft. Vom 1.10.1968 bis Anfang 1980 war er als Pastor in Krakow am See tätig.

 

   Pastor Waack heiratete am 1.3.1957 in Rostock die Lehrerin Edith Siggelkow, geb. am 15.11.1928 in Wismar als Tochter des Lehrers Paul Siggelkow und der Magdalena, geb. Kiecksee. Seine Frau starb am 3.7.1991 in Neukalen.

   Kinder:

   Thomas, geboren am 19.8.1958 in Crivitz, Pastor in Friedland, verh. mit Regine, geb. Dietrich

   Martin, geboren am 11.5.1963 in Crivitz, Pastor in Cammin, verh. mit Maria, geb. Heinicke

 

    Die Pfarrstelle in Neukalen wurde Pastor Waack ab 1.5.1980 übertragen. Er schrieb u.a.: In die Zeit von April 1980 bis August 1995 fielen sehr schöne partnerschaftliche Beziehungen zur Kirchgemeinde Lahde bei Minden. Durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Veranstaltungen wurde das Gemeindeleben in hohem Maße bereichert. So gab es kirchliche Wochen und den Besuch eines russisch orthodoxen Erzbischofs German für einen ganzen Tag in Neukalen für die gesamte Propstei. 

    Seit 1986 entstanden enge Beziehungen zur schwedischen Gemeinde Norra Asarp, deren Pastor uns mehrmals besuchte. Dasselbe gilt für Kontakte nach Mariestad in Schweden. Im Mai 1990 erhielt die Gemeinde Neukalen Besuch von fünfzig Schweden. Die Neukalener fuhren dann mit einer ebensogroßen Gruppe nach Norra Asarp. Die "Wende" im Herbst 1989 wurde auch in Neukalen sehr intensiv durch die Gemeinde begleitet mit Friedensgottesdiensten, in denen verschiedene Gruppen aus Neukalen mitwirkten. Da Dietrich Waack Propst war, ergab sich hierbei auch eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Gruppen aus der Stadt Dargun.

 

   Propst der Propstei Gnoien ab 1.5.1986. Ende August 1995 beendete Propst Dietrich Waack seine pfarramtliche Tätigkeit in Neukalen und wurde ab 1.9.1995 in den Ruhestand versetzt.

 

 

Pastor Dietrich Waack

 

Pastor Dietrich Waack

 

 

    Kühn, Martin
    (1996 - 2001)

   Geboren am 13.7.1964 in Hoyerswerda als Sohn des Pfarrers Hans Kühn und der Sozialarbeiterin Barbara, geb. Hoffmann als 2. von vier Geschwistern. Nach dem Schulbesuch lernte er Baufacharbeiter mit Abitur in Erfurt (Abitur Juli 1984), absolvierte seinen Grundwehrdienst als Bausoldat, arbeitete zwei Jahre und begann 1988 sein Theologiestudium in Rostock, das er 1994 beendete. 1. theologische Prüfung in Rostock 1994. Vikariat in der Kirchgemeinde Eldena zwischen Ludwigslust und Dömitz von 1994 - 1996. 2. theologische Prüfung in Rampe / Schwerin im Juli 1996.

    Pastor Martin Kühn stellte sich in einem Familiengottesdienst am 11.8.1996 der Kirchgemeinde vor. Seinen Dienst begann er am 1.9.1996, nachdem die Kirchgemeinde Neukalen während der einjährigen Vakanz durch Pastor Goeritz aus Boddin betreut wurde. In der Kirchgemeinde eingeführt und ordiniert wurde er am 13.10.1996 durch Landessuperintendent Timm.

   Pastor Martin Kühn heiratete am 23.9.1987 in Potsdam die Krankenschwester Elisabeth Kayatz, geb. am 24.5.1960 in Waren, Tochter des Pastors Theodor Kayatz und der Carla, geb. Heltermann.

   Kinder:

   1. Jakob, geboren am 25.1.1988 in Potsdam

   2. Clara, geboren am 4.3.1991 in Rostock

 

 

   Pastor Martin Kühn beendete seine Amtstätigkeit in Neukalen am 12.10.2001.

 

Pastor Martin Kühn

 

Pastor Martin Kühn

 

 

    Oltersdorf-Kalettka, Annette
    (2002 - 2005)
    Die Ordination von Frau Annette Oltersdorf-Kalettka erfolgte am 1.6.2002. Sie verabschiedet sich nach dreijähriger Tätigkeit in einem Gottesdienst am 24.7.2005 aus Neukalen und wird die Kirchgemeinde Olbersdorf übernehmen.


    Höpfner, Johannes
    (2005 - 2011)
    Am 1.9.2005 begann Pastor Johannes Höpfner seine Tätigkeit in Neukalen. Er gab die Amtsgeschäfte am 12.7.2011 ab. Die Vertetung übernahm Pastor Hasenpusch aus Dargun.

 

 

     Fenner, Kathrin

     (ab 2012)

Geboren am 17.6.1978 in Schwerin, Abitur 1997, Freiwilliges Soziales Jahr 1998, Studium ev. Theologie 1998 - 2005, Vikariat in Rostock 2005 - 2008, verheiratet mit dem Apotheker J. Fenner, Ordination ins Ehrenamt 10.5.2009, Einführung in Neukalen am 28.5.2012 (Pfingsten), Promotion 2014.