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De Kandelaber

 

Karl-Friedrich Lenz

 

Dezember 2011

 

   Düster wiert bi de Klös.

   Dat güng nich so wierer. Dat müst afennert warn. Eene grote Tosommenkunft aller mündigen Börger ut Niegenkolen wür afhollen. De einzige Frag wier, wie könn wi unsern Markt bi Nacht heller moken?

   Een Vörschlag wier, den Mohn ümmer an Häben to laten. Dat wier öwer ein Döntjes. Dat güng jo nu nich. Dor wier Petrus vör un de wull de himmlischen Gesetze nich ümstöten.

   De Lüd grüwelten wierer. De Meister ut de Schmä gew to bedenken, man künn en grotet Schmäfüer anbeuten un so den Markt bi Nacht heller moken. De Taustimmung höl sik in Grenzen, Dat väle Holt, un ümmer möt einer dorbie stahn um uptopassen, dat de Hüser kein Füer füngen, nee dat güng nich.

   Een ganz plitscher mokte den Vörschlach, een Iesenmast uptostellen un doran een por Petroleumlampen uptohängen. Dormit entstand nu de Dreizack up den Marktplatz. Alle wieren nu tofräden un de Schmidt bugte de Latücht. Bi de rasanten Entwicklung der Technik wür de Kandelaber up Gas umrüst un wür ok nie bugt. Fief Lampen schmeten nu ehr Licht up den Markt. Dat blew nu so orrig en por Johr so bi un de Kolschen wiern tofräden.

   Iesen rust un so ok de Kandelaber. Dorüm wür ne niege Konstruktion hensett. Ditmol ut Beton mit een lütten Vörgorn rüm. De Beleuchtung öwernehm nu de elektrische Strom.

   Wat müst de Kandelaber in al de Tiedt öwer sik ergohn laten. Hei stünn männig ein im Wech. Hei stünn ja ok mirren up den Markt. Männing ein Auto stöt bit Rückwartsführen ut de Parklück dorgägen oder een besapen Autolenker, de den Kandelaber duwwelt sehch, wull dortwischen dörch. Und rrums set hei fast. Un ümmer müsten de Lüd vom Stadthoff den Schaden werrer gaud moken.

   Doch hüttaudach wiern de Tage der Latücht all awtellt. De ganze Marktplatz, vör un achter de Kark, vör un achter dat Rathus un links un rechts wür allens upwäult un nie mokt. Dor, wo de Kandelaber steit, süll de niege Strat lang lopen. Hei müst also wech. Dor hülp ok nich dat bannig grote Fundament. De Stratenbuger mit ehr niege Technik stöten einfach allns üm, holten ok dat bannig grote Fundament herut. Nu ward dor de niege Strat lang lopen.

   Een nieger Kandelaber is in Utsicht stellt worn. Loten wie uns öwerraschen.

 

   Tüffelmond 2011

   Et is passiert. Wie hem en niegen Kandelaber. Hei steit nich mier up den ollen Flach, denn dan stün hei up de niege Strat. Hei is en beten dichter an dat Rathus rückt, dormit de Stadtobrigkeit beter en Licht upgeit un för uns Börger orich gaut regieren kan. Hei süht schmuck ut un de Lüd, de em bekiken, sünd tofreden un dat gift väl Lob. En lütt beten süht hei as de olle Kandelaber von vör 1960 ut. Öwer dat schad em nich. Mi geföllt hei ok. Nu in de düstere Johrestiet kan hei uns all orich Licht gäben un uns heimlüchten. De annern Stratenlüchten um den Markt passen ok tau den niegen Kandelaber un de Gestaltung des niegen Marktplatzes ward ne gelungene Sok.

   Sorgen hem de Lüd mit de Einmündungen der Wilhelm-Pieck-Strat un de Strat des Friedens. Kommen de groten LKW üm de Ecken, ohn anttauecken? De Taukunft ward dat lieren.

   So, nu is allns farig. De Kandelaber steit up de niege Stell un lücht bi Nacht. Hei belücht den niegen Markt, dat Rathus un de Kark mit de niege Anlag. Schön is allns anlecht un trecht mokt. De Arbeiters hem orrig maracht, dat se farig würn. Täuben wi af, wie lange de niege Kandelaber uthölt, bet hei in wiede Taukunft werrer nie mokt warn möt.

 

De Kandelaber üm 1931

 

De Kandelaber üm 1931

 

 

De Kandelaber bet 1964

 

De Kandelaber bet 1964

 

 

De Kandelaber ca. 1973

 

De Kandelaber ca. 1973

 

 

De Kandelaber am 13.11.2011

 

De Kandelaber am 13.11.2011

 

 

De niege Kandelaber steit (1)

 

De niege Kandelaber steit

 

 

De niege Kandelaber steit (2)

 

De niege Kandelaber steit

 

 

De niege Kandelaber

 

De niege Kandelaber

 

 

Weihnachtsmarkt 2011

 

Weihnachtsmarkt 2011