Tabaksanbau in Schlakendorf
Eigener Tabak zum Rauchen und Kauen wurde in Mecklenburg etwa ab 1700 angebaut. Mit dem Tabakanbau und der weiteren Verarbeitung beschäftigten sich anfangs besondere Fachleute, die als Tabacksplanteure bezeichnet wurden. Sie zogen von Ort zu Ort und gaben ihre Kenntnisse weiter. In Schlakendorf erfolgte der Anbau von Tabak seit dem Ende des 18. Jahrhunderts und verbesserte die Einnahmen des Pächters. Der "Tobacksplanteur" Timm in Schlakendorf starb am 18.8.1793. Seine Nachfolger im Beruf waren: Hans Ulrich (bis 1804), Friederich Paasch (bis 1814), Johann Friederich Rehberg (1814 ... 1819), Jürgen Christoph Lemcke (1818 bis 1819, vorher in Wienendorf), Christoph Ballerstädt (1813 bis 1818, dann zog er nach Schönkamp), Joachim Röhrdanz (1819 bis 1824), Johann Ahrnd, vorher in Thürkow (um 1822), Christoph Hückstädt (ab 1822, vorher in Küsserow) und weitere.
Der Glockenstuhl auf dem alten Kirchhof
Die frühere Feldsteinkirche in Schlakendorf besaß vor dem 30jährigen Krieg zwei Glocken. Bei den Verwüstungen in den Jahren 1637 und 1638 wurde eine Glocke geraubt. Vermutet wurden als Täter die Salemer Bauern, was sich aber nach dem Krieg nicht mehr aufklären und beweisen ließ.
Die Kirche, in welcher am 11.7.1704 noch eine Trauung - vielleicht eine der letzten - stattfand, verfiel in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts weiter. Der letzte Kirchenvorsteher, Jensen Ulrich starb am 12.11.1713. Als 1738 das Dach einstürzte, war es vollkommen um die Kirche geschehen. Die Steine verwendete man für andere Bauten. Zu dieser Kirche, später nur Kapelle genannt, gehörten Geldmittel aus Verpachtungen und kirchlichen Beiträgen, die vom Pastor in Neukalen unter dem Begriff "Schlakendorfer Kapellengeld" separat verwaltet wurden. Von diesem Geld erbaute man auf dem alten Kirchhof einen Glockenstuhl. Pastor Suderow berichtete 1797 über den Glockenstuhl:
"Durchlauchtigster Herzog,
Gnädigster Herzog und Herr!
Da die auf dem Schlakendorfer Kirchhofe befindliche, der Schlakendorfer Kapelle gehörige zum Begräbniß Läuten dienende Glocke schon seit mehreren Jahren gerissen, nun aber auch im vorigen Jahre der Glockenstuhl umgefallen ist, und da dieserhalb alles Läuten bey Begräbnißen unterbleiben muß, so wie auch das sonst bezahlte Glockengeld, für das pium corpus der Schlakendorfer Kapelle zum Schaden desselbigen aufgehört hat: so bitte ich Ew. Herzoglich Durchlaucht, als Höchsten Patron dieser Kapelle pflichtschuldigst und unterthänigst:
so wohl zur Umgießung der Glocke aus den Mitteln der Schlakendorfer Kapelle Höchstdero gnädigsten Consens zu geben, als auch huldigst zu geruhen, da die Einkünfte der Kapelle nur geringe sind zu dem Glockenstuhl das erforderliche Holz nach hiebey sub L. A angefügtem Anschlag des Amtszimmermeisters hieselbst fürstmildest zu schenken.
Schuldigermaaßen beziehe ich mich auf den sub L. B. angelegten mir gewordenen Bescheid des Consistorialraths und Superintendens Passow in Sternberg und ersterbe in tiefster Submission
Euer Herzoglich Durchlaucht
unterthänigster Knecht
Georg Peter Christian Suderow
Pastor
Nienkalden
den 2ten Februar 1797
A
Anschlag zu Einen Clocken Stuhl zu Schlackendorff
Waß dar fu Holtz zu gebraucht wird Fuß
2 Sohlen - a: Stück 12 Fuß. 10 und 12 Zoll 24
1 Dito - a Stück 15 Fuß 10 und 12 Zoll 15
2 Stender a Stück 10 Fuß 10 und 10 Zoll 20
2 Balcken a Stück 6 Fuß 8 und 8 Zoll 12
4 Sparrn a Stück 4 1/2 Fuß 7 und 7 Zoll 18
6 Sträben a Stück 10 Fuß 9 und 9 Zoll 60
4 Dito - a Stück 6 Fuß 8 und 8 Zoll 24
1 Holm auf die Clock4 Fuß 12 und 12 Zoll 4
5 Bretter zu die Clock zu verkleiden a Stück 10 Fuß L: 14 Zoll breit
N: Kalden Jochim Gesse
den 3ten November 1796 Zimmer Meister
B
Da die Glocke auf dem Schlackendorfer - zu Neukalden gehörenden - Capellen Kirchhof nicht nur gerissen; sondern, nach Anzeige des Pastoris Suderow daselbst, auch der Glockenstuhl selbst umgefallen ist, mithin gegenwärtig alle Glockengelder für jenes pium corpus Herzogl. Patronats cessiren; genannter Administrator aber, nach dieserhalb angestellten Erkundigungen, beides - wenn Serenissimus Patronus das zum neuen Glockenstuhl erforderliche Holz aus höchst Ihren Forsten verabfolgen zu lassen huldest geruhen - für Sechzig Reichsthaler wieder herzustellen hoffet: so ertheile ich demselben hiedurch - zur Erlangung des landesherrlichen Consenses - pflichtschuldigst das Zeugniß, daß ich jene Wiederherstellung des Geläutes nicht nur nothwendig und zweckmäßig finde, sondern auch das Aerarium jener Capelle - unter gewisser ehrfurchtsvollen Voraussetzung, daß die erforderlichen Holzmaterialien gnädigst werden berichtiget werden - vermögend sey, jene Ausgabe von = 60 Rthlr. N 2/3tel = zu seinem dereinstigen Vortheil zu beschaffen.
Sternberg am 26sten Januar 1797.
M. J. Chr. Passow.
Consistorialrath und Superintendent."
Es erfolgte nun der Aufbau eines neuen Glockenstuhls, die Glocke wurde umgegossen. 70 Jahre später hatte die neue Glocke einen großen Riß und schließlich keinen Klang mehr. Im April 1867 wurde die 94 Pfund schwere Glocke von dem Hofglockengießer Illies in Waren umgegossen.
Nachrichten ab 1800
Pastor Suderow berichtete am 20.5.1800 über seine Einkünfte aus Schlakendorf:
"Einkünfte der Filial - Pfarre zu Schlakendorf
Da in Schlakendorf außer einem Kirchhofe, wohin die Leichen von Schlakendorf und Carnitz begraben werden, einer kleinen Glocke und einem Glockenstuhle nichts vorhanden ist, was mit der Pfarre in Absicht des Einkommens in Verbindung stünde; so kann ich davon nichts specificiren."
Für 2 Hufen Landes auf dem Schlakendorfer Felde wurden ihm jährlich 8 Rthlr. vom herzoglichen Amt ausgezahlt. An Naturalien erhielt er vom Hof: 19 1/4 Scheffel Roggen, 21 1/2 Scheffel Hafer, 8 Stiegen Eier und 2 Schock Schafkäse. Als Pacht für eine ehemalige Katenwohnung, Wiese und Erlenbruch bekam er zu Michaelis 4 Gänse.
Auf Grund einer herzoglichen Verordnung vom 8.2.1802 sollten neue Gebäude nach Möglichkeit aus Ziegelsteinen oder Feldsteinen errichtet werden, um das immer knapper werdende Holz zu sparen. Deshalb beauftragte das Amt Dargun den Amtsziegler Blohm zu Dörgelin und den Ziegler Prehn zu Dölitz mit der Suche nach geeigneten Ziegeleistandorten im Amtsbereich.
Am 26.4.1802 berichteten die beiden Ziegler, daß es sich lohnen würde, auf Glasower und Kleverhofer Feldmark Ziegeleien einzurichten. Hier wäre für einen längeren Zeitraum gute Ziegelerde vorhanden. Daß auf der Schlakendorfer Feldmark Ziegelerde vorhanden war, war schon seit längerer Zeit bekannt. Da auch Torf zum Brennen, genügend Wasser und eventuell Gebäude für den Ziegler vorhanden waren, wollte das Amt hier eine Ziegelei einrichten. Mit dem Pächter Döhn, dessen Pachtzeit noch lange nicht abgelaufen war, konnte man sich aber auf Grund seiner hohen Forderungen nicht recht darüber einigen. So wurde dann die Ziegelei bei Glasow gebaut.
Über Einquartierungen während der sogenannten Franzosenzeit 1806 bis 1813 ist nichts bekannt. Die Dörfer Schlakendorf und Gülitz berechneten aber für diese Zeit 2132 Rthlr. N2/3 als Kriegskosten, die vor allem durch die Lieferung von Nahrungs- und Futtermittel entstanden waren.
Als "Holländer" wurden die Pächter der Milchwirtschaft bezeichnet, die auch meistens als Schäfer arbeiteten. In Schlakendorf gab es folgende Holländer:
Otto Friederich Hinrichs (um 1707)
Johann Petersen (1709 ... 1710)
Johann Joachim Heinrich Meyen (um 1782)
Joachim Philipp Groth (1784 ... 1786)
Jochim Lange (1786)
Hans Daniel Ulrich (1787 ... 1788)
Jacob Brunswich (1788 ... 1798)
Friedrich Schmidt (1799 ... 1803)
Johann Lemke (um 1802)
Daniel Däbel (1807)
Carl Brockmann (1807 ... 1819)
Hinze (um 1820)
Joachim Ludwig Präwe (1822)
Rehse (um 1825)
Simon (um 1828)
1838 gab es in Schlakendorf keinen Holländer mehr, der die Milchwirtschaft betrieb.
Ab Johannis 1843 waren die Einwohner von Schlakendorf nicht mehr mahlszwangspflichtig nach Neukalen. Sie durften ihr Korn auch nach Karnitz zur dortigen Windmühle bringen.
Schlakendorf Einwohner im 19. Jahrhundert
1815 lebten in Schlakendorf: der Pächter auf dem Hof
1 Holländer, zugleich Schäfer
1 Schmied
1 Statthalter
1 Vorhäcker
12 Katenleute
1 Handwerker im Backhause
2 Hirten
Bei der ersten umfangreichen Volkszählung in Mecklenburg 1819 wurden für Schlakendorf folgende Einwohner erfaßt:
1. Friederich Georg Ahlers, geb. 11.12.1782 in Rostock, fürstl. Pächter
2. Albertine Ahlers, geb. Peters, geb. 19.1.1791 in Malchin, seine Frau
3. Aug. Fr. Christ. Otto Ahlers, geb. 10.5.1811 in Schlakendorf, Sohn
4. Wilhelmine Sophie Ahlers, geb. 25.11.1813 in Schlakendorf, Tochter
5. Fried. Christ. Ahlers, geb. 28.4.1816 in Schlakendorf, Sohn
6. Otto August Ahlers, geb. 20.3.1818, Sohn
7. Albert Philipp Ahlers, geb. 17.5.1819 in Schlakendorf, Sohn
8. Lina Sponholz, geb. 19.5.1799 in Breesen, Erzieherin
9. Carl Jonathan Benjamin Sponholz, geb. 9.7.1783 in Neubrandenburg, Inspector
10. Ludwig Liss, geb. 11.7.1801 in Dargun, Schreiber
11. Johanna Schröder, geb. 5.9.1794 in Joerdenstorff, Wirtschafterin
12. Liesch Maria Schröder, geb. 26.12.1791 in Neukalen, Wärterin
13. Johanna Brun, geb. 24.10.1797 in Neukalen, dient
14. Dorothea Lürmann, geb. Aug. 1793 in Neukalen, Dienstmädchen
15. Sophia Thürckow, geb. 1795 in Kämmerich, Dienstmädchen
16. Carolina Neubauer, geb. Pfingsten 1796 in Dargun, Dienstmädchen
17. Anna Maria Wegner, geb. 24.6.1795 in Neukalen, Dienstmädchen
18. Friedericke Klasen, geb. Seemann, geb. 16.4.1769 in Leutz im Preußischen, Wittwe
19. Maria - Sophia Rehberg, geb. 29.9.1797 in Wattmannshagen, dient
20. Johann Peters, geb. 11.12.1800 in Schlackendorf, Knecht
21. Jochim Ott, geb. 29.9.1797 in Reschow [gemeint ist Retzow], Knecht
22. Christian Lüders, geb. Ostern 1786 in Hohen Mistorf, Knecht
23. Fritz Hammann, geb. 15.11.1796 in Cummerow im Preußischen, Kutscher
24. Fritz Peters, geb. Ostern 1804 in Schlackendorf, Reitjunge
25. Carl Johann Peters, geb. 20.10.1802 in Schlackendorf, Reitjunge
26. Otto Friederich Paepcke, geb. 23.12.1732 in Schlackendorf, Stallmeister
27. Louise Paepcke, geb. Aulerich, geb. 15.12.1742 in Schönkamp, dessen Frau
28. Christoph Friederich Niclas, geb. 14.11.1775 in Gr. Sprenz, Statthalter
29. Johanna Maria Niclas, geb. Künn, geb. 17.12.1781 in Bobbin, dessen Frau
30. Christ. Ludw. Niclas, geb. 30.3.1805 in Wattmannshagen, Sohn
31. Christoph Fried. Niclas, geb. 15.11.1807 in Thürckow, Sohn
32. Joh. Frieder. Niclas, geb. 30.1.1810 in Gr. Lunow bei Boddin, Sohn
33. Wilhelm Niclas, geb. 30.10.1813 in Schlackendorf, Sohn
34. Carl Wilhelm Niclas, geb. 27.8.1817 in Schlackendorf, Sohn
35. Joh. Friederich Stolt, geb. März 1764 in Neukalen, Katenmann
36. Marg. Elisabeth Stolt, geb. Rosenow, geb. 11.4.1769 in Vorwerck bei Demmin, dessen Frau
37. Joh. Stolt, geb. 29.9.1793 in Schlackendorf, Katenmann
38. Dorothea Stolt, geb. Kneez, geb. 1791 in Hohen Mistorff, dessen Frau
39. Maria Elisabeth Stolt, geb. 22.6.1817 in Schlackendorf, Tochter
40. Christoph Peters, geb. 8.7.1772 in Pechhütte bei Joerdenstorff, Katenmann
41. Trien Louise Peters, geb. Schulz, geb. 22.10.1782 in Schlackendorf, dessen Frau
42. Jochim Peters, geb. Jacobi 1806 in Schlackendorf, Sohn
43. Sophia Peters, geb. 10.7.1808 in Schlackendorf, Tochter
44. Gottlieb Peters, geb. 9.1.1810 in Schlackendorf, Sohn
45. Maria Dorothea Peters, geb. 9.1.1813 in Schlackendorf, Tochter
46. Johann Saevert, geb. 14.10.1789 in Neukalen, Katenmann
47. Sophia Saevert, geb. Möller, geb. 5.5.1790 in Pohnstorff, dessen Frau
48. Joh. Christ. Saevert, geb. 11.4.1814 in Buckow, Sohn
49. Christian Saevert, geb. 15.2.1816 in Pisede, Sohn
50. Friedericke Saevert, geb. 25.2.1819 in Schlackendorf, Tochter
51. Christoph Fried. Peter Schmidt, geb. 23.6.1792 in Hohen Demzin, Katenmann
52. Maria Schmidt, geb. Höppner, geb. 29.9.1791 in Raetschow [gemeint ist Retzow], dessen Frau
53. Maria Zörn, geb. 23.1.1813 in Raetschow [gemeint ist Retzow], Tochter
54. Joh. Joch. Theodor Schmidt, geb. 30.1.1816 in Schlackendorf, Sohn
55. Wilhelmina Elisabeth Schmidt, geb. 7.8.1819 in Schlackendorf, Tochter
56. Fritz Joost, geb. März 1812 in Raetzow [gemeint ist Retzwow], Sohn
57. Friedericke Ritzerow, geb. um Michael. 1793 in Neukalen, Mädchen
58. Joh. Wilhelm Köppen, geb. Fastnacht 1790 in Malchin, Katenmann
59. Maria Köppen, geb. Drevs, geb. Sept. 1791 in Freyenstein, dessen Frau
60. Carl Diederich Köppen, geb. Pfingsten 1814 in Pohnstorff, Sohn
61. Joh. Christian Köppen, geb. Fastnacht 1817 in Schlackendorf, Sohn
62. Georg Johann Eck, geb. 25.7.1774 in Teterow, Katenmann
63. Maria Eck, geb. Paepcke, geb. Ostern 1782 in Schönkamp, dessen Frau
64. Joh. Friederich Eck, geb. 25.12.1808 in Schlackendorf, Sohn
65. Sophia Elisabeth Eck, geb. 29.9.1810 in Schlackendorf, Tochter
66. Joh. Christ. Eck, geb. 24.10.1813 in Kämmerich, Sohn
67. Johann Krüger, geb. 1777 in Levetzow, Katenmann
68. Maria Elisabeth Krüger, geb. Levin, geb. 1777 in Cummerow, dessen Frau
69. Leonore Krüger, geb. Ostern 1806 in Cummerow, Tochter
70. Elisabeth Krüger, geb. 18.12.1812 in Schlackendorf, Tochter
71. Maria Krüger, geb. 25.8.1815 in Schlackendorf, Tochter
72. Johann Krüger, geb. Febr. 1811 in Cummerow, Sohn
73. Anna Krüger, geb. Ostern 1818 in Schlackendorf, Tochter
74. Johanna Sophia Krüger, geb. Ostern 1801 in Cummerow, Tochter
75. Joh. Hansen, geb. Ostern 1787 in Rossow im Strelitzschen, Katenmann
76. Anna Sophia Hansen, geb. Paepcke, geb. 1791 in Schönkamp, dessen Frau
77. Friedericke Dorothea Hansen, geb. 18.12.1812 in Schlackendorf, Tochter
78. Adolph Fried. Hansen, geb. 4.4.1819 in Schlackendorf, Sohn
79. Fried. Christoph Hering, geb. 28.2.1783 in Schlackendorf, Katenmann
80. Lene Maria Hering, geb. Burmeister, geb. April 1782 in Gorschendorf, dessen Frau
81. Christina Sophia Hering, geb. Ostern 1812 in Salem, Tochter
82. Joh. Frieder. Hering, geb. Ostern 1814 in Gorschendorf, Sohn
83. Ludwig Hering, geb. Fastnacht 1816 in Gorschendorf, Sohn
84. Johann Jochim Peters, geb. Fastnacht 1773 in Niendorf, Katenmann
85. Sophia Dorothea Peters, geb. Ehrichs, geb. Mai 1779 in Schlackendorf, dessen Frau
86. Georg Christian Peters, geb. 8.9.1807 in Salem, Sohn
87. Jürgen Christ. Peters, geb. Fastnacht 1813 in Salem, Sohn
88. Johann Friederich Peters, geb. 25.7.1816 in Dargun, Sohn
89. Ernst Christian Völcker, geb. um Martini 1781 in Joenack, Ochsenhirte
90. Trien Marie Völcker, geb. Trausen, geb. März 1779 in Joenack, dessen Frau
91. Sophie Völcker, geb. 22.6.1872 in Malchin, Tochter
92. Fritz Völcker, geb. Pfingsten 1814 in Malchin, Sohn
93. Johann Friederich Westphal, geb. 14.10.1791 in Klein Wüstenfelde, Katenmann
94. Eleonore Westphal, geb. Burmeister, geb. 17.10.1796 in Kützerhof, dessen Frau
95. Sophia Westphal, geb. 27.12.1817 in Küsserow, Tochter
96. Maria Neubauer, geb. Oktober 1802 in Küsserow, Dienstmädchen
97. Hellmuth Glamann, geb. 1.1.1796 in Alten Sammendorf, Kirchspiel Cummerow im Preußischen, Katenmann
98. Sophia Glamann, geb. Ahrens, geb. 1.1.1796 in Matendorff, Kirchspiel Belitz, dessen Frau
99. Johann Kagels, geb. 15.9.1816 in Remlin, Sohn
100. Sophie Glamann, geb. 15.7.1819 in Schlackendorf, Tochter
101. Dorothea Wiegert, verwitwete Möller, geb. 8.8.1784 in Levin, Katenfrau
102. Joch. Fried. Möller, geb. April 1809 in Kleverhof, Sohn
103. Johann Jochen Möller, geb. 23.1.1810 in Kleverhof, Sohn
104. Joch. Heinrich Möller, geb. Martini 1818 in Schlackendorf, Sohn
105. Joh. Jochen Peters, geb. 7.6.1775 in Schlackendorf, Katenmann
106. Trien Peters, geb. Wilck, geb. Januar 1788 in Schlackendorf, dessen Frau
107. Joh. Fried. Peters, geb. Juni 1809 in Schlackendorf, Sohn
108. Maria Dorothea Peters, geb. 15.9.1812 in Schlackendorf, Tochter
109. Joh. Hinrich Peters, geb. Mai 1816 in Schlackendorf, Sohn
110. Lene Stöffel, geb. 1.5.1783 in Teschow, Katenfrau
111. Maria Stöffel, geb. Ostern 1815 in Gorschendorf, Tochter
112. Trien Sophie Hammann, verwitwete Labau, geb. 24.6.1771 in Vorwerck bei Demmin, Witwe
113. Joh. Frieder. Labau, geb. 13.1.1804 in Neukalen, Sohn
114. Fritz Heinrich Labau, geb. Febr. 1808 in Schlackendorf
115. Moritz Fried. Hopp, geb. 14.5.1755 in Schönkamp, Katenmann
116. Johanna Maria Hopp, geb. Peters, geb. 28.11.1779 in Salem, dessen Frau
117. Jochen Rohrtanz, geb. 12.5.1780 in Nustrow, bei Basse, Tabacksplanteur
118. Maria Sophia Rohrtanz, geb. Bunge, geb. 30.10.1780 in Samow, bei Basse, dessen Frau
119. Joch. Frieder. Rohrtanz, geb. 11.10.1803 in Samow, Sohn
120. Maria Rohrtanz, geb. 11.11.1807 in Samow, Tochter
121. Johann Rohrtanz, geb. 16.10.1809 in Samow, Sohn
122. Friederich Rohrtanz, geb. 18.5.1816 in Randow, Kirchspiel Wotenick in Schwedisch Pommern, Sohn
123. Friedericke Rohrtanz, geb. 8.5.1818 in Randow, Tochter
124. Maria Stubben, verwitwete Rohrtanz, geb. 1745 in Plötz im Preußischen, Witwe
125. Jürgen Christoph Lemcke, geb. 23.12.1765 in Ruthenbey, Kirchspiel Lübz, Tabacksplanteur
126. Maria Lemcke, geb. Glewe, geb. 4.4.1789 in Gr. Pusserin, dessen Frau
127. Hinrich Lemcke, geb. August 1806 in Gr. Grabow, Kirchspiel Lüdershagen, Sohn
128. Sophia Lemcke, geb. 11.1809 in Gr. Grabow, Tochter
129. Ludwig Lemcke, geb. Ostern 1813 in Wienendorf, Kirchspiel Röcknitz, Sohn
130. Theodor Heinr. Lemcke, geb. 14.11.1815 in Wienendorf, Sohn
131. Wittwe Glewe, geb. 1727 in Pusserin, Witwe
132. Carl Brockmann, geb. 1.5.1764 in Appelhagen, Kirchspiel Thürkow, Holländer
133. Sophia Dorothea Brockmann, geb. Buchholz, geb. Mai 1770 in Lelkendorf, dessen Frau
134. Sophia Brockmann, geb. 25.7.1797 in Lelkendorf, Tochter
135. Friedericke Helene Sophia Brockmann, geb. 17.11.1802 in Schönkamp, Tochter
136. Jochim Brockmann, geb. 11.4.1806 in Schönkamp, Sohn
137. Johann Brockmann, geb. 15.9.1808 in Schönkamp, Sohn
138. Christian Brockmann, geb. 1.12.1758 in Nieckow, Kirchspiel Teterow, Ruhe im Alter
139. Johann Lückstaedt, geb. 1801 in Sührkow, Knecht
140. Maria Kluthen, geb. 1789, aus Strelitz, Dienstmädchen
141. Friederich Paschen, geb. 17.9.1757 in Wenschenhagen, Kirchspiel Hohen Mistor, Tabacksplanteur
142. Joh. Frieder. Ahrendt, geb. 1763 in Manxhagen, Kirchspiel Rambow, Arbeitsmann
143. Maria Elisabeth Ahrendt, geb. Zörn, geb. 1769 in Zierstorff, Kirchspiel Warnkenhagen, Arbeitsfrau
144. Dorothea Ahrendt, geb. August 1801 in Thürckow, Tochter
145. Heinrich Ahrendt, geb. 1804 in Thürckow, Sohn
146. Eva Schoknecht, verwitwete Wiegert, geb. 1739 in Altkalen, Ruhe des Alters
147. Johann Friederich Rehberg, geb. 1.9.1762 in Carow, Tabacksplanteur
148. Maria Dorothea Rehberg, geb. Graedner, geb. 1789 in Nehringen in Schwedisch Pommern, dessen Frau
149. Trien Marie Aulerich, verwitwete Wilck, geb. 2.1.1739 in Salem, Ruhe im Alter
150. Jürgen Hering, geb. 25.7.1748 in Hagensruhm, Oberstatthalter
151. Jochim Friederich Pläu, geb. Ostern 1803 in Neukalen, Gänsehirte
152. Johann Friederich Rode, geb. 1765 in Demmin, Botengänger
153. Ida Dudentreich, geb. von Sell, geb. 1759 in Schwerin, Spinnerin
154. Adam Wilhelm Bützow, geb. 14.6.1764 in Gehmkendorf, Schmied
155. Maria Bützow, geb. Klasen, geb. 30.5.1797 in Neukalen, dessen Frau
156. Maria Sophia Bützow, geb. 10.8.1815 in Neukalen, Tochter
157. Albertine Caroline Bützow, geb. 1.6.1817 in Schlackendorf, Tochter
158. Friedericke Dorothea Bützwo, geb. 31.7.1818 in Schlackendorf, Tochter
159. Caroline Sophie Höppnern, geb. Herbst 1804 in Malchin, Dienstmädchen
160. Maria Sophia Grass, geb. 14.8.1805 in Neukalen, Dienstmädchen
1843 lebten in Schlakendorf 17 Tagelöhner mit ihren Familien.
Nach der Volkszählungsliste von 1867 lebten in Schlakendorf:
Im Herrenhaus:
Carl Schlüter, Gutspächter, geb. 1813
seine Frau Louise Schlüter, geb. 1824
und die Kinder Marie Schlüter, geb. 1844
Anna Schlüter, geb. 1846
Minna Schlüter, geb. 1851
Louise Schlüter, geb. 1857
Ina Schlüter, geb. 1859
Otto Schlüter, geb. 1863
Louise Meier, geb. 1794 (Tante)
Heinrich Bürger, Wirtschafter
Ullerich Heiden, geb. 1846, Wirtschafter
Elisabeth Belitz, geb. 1850, Erzieherin
Sophie Bülow, geb. 1842, Meierin
Lisette Burmühl, geb. 1841, Herrnköchin
Ernestine Westphal, geb. 1844, Nähmädchen
nicht anwesend waren:
Louis Schlüter, geb. 1847 (in Petersdorf)
Carl Schlüter, geb. 1849 (in Oberhoff)
Fritz Schlüter, geb. 1853 (in Wismar)
Hermann Schlüter, geb. 1854 (in Wismar)
Auf dem Hofe wohnten:
Rike Schmid, geb. 1842, Stubenmädchen
Louise Schmid, geb. 1852, Kindermädchen
Marie Steffenhagen, geb. 1845, Köchin
Minna Behrend, geb. 1842, Milchmädchen
Minna Koch, geb. 1846, Milchmädchen
Sophie Lindholz, 1849, Milchmädchen
Christoph Seemann, 1843, Kutscher
Christian Vick, geb. 1823, Pferdeknecht
Fritz Peters, geb. 1824, Pferdeknecht
Fritz Schuld, geb. 1850, Pferdeknecht
Fritz Glasow, geb. 1847, Pferdeknecht
Carl Hansen, geb. geb. 1851, Pferdeknecht
Fritz Plave, geb. 1847, Pferdeknecht
Heinrich Kürmann, geb. 1847, Pferdeknecht
Heinrich Mamerow, geb. 1847, Pferdeknecht
Johann Kansier, geb. 1837, Knecht
Carl Hansen, geb. 1822, Kuhknecht
Johann Denzin, geb. 1801, Knecht
Heinrich Denzin, geb. 1855, Schulkind
Fritz Bauer, geb. 1812, Zimmergeselle aus Dargun
Katen Nr. 1, erste Wohnung, Tagelöhner Wilhelm Peters:
Wilhelm Peters, geb. 1836, Hausvorstand, Tagelöhner
Doris Peters, geb. 1836, Ehefrau
Marie Peters, geb. 1860, Tochter
Sophie Peters, geb. 1863, Tochter
Wilhelmine Peters, geb. 1866, Tochter
Auguste Peters, geb. 1866, Tochter unehelich von Marie Peters, die Schwester des W. Peters
Fritz Peters, geb. 1804, Vater des W. Peters
Sophie Peters, geb. 1806, Mutter des W. Peters
Marie Peters, geb. 1847, in Groß Markow
Katen Nr. 1, zweite Wohnung, Tagelöhner Carl Thies:
Carl Thies, geb. 1836, Hausvorstand, Tagelöhner
Johanna Thies, geb. 1839, Ehefrau
Marie Thies, geb. 1865, Tochter
Wilhelm Dorzin, geb. 1859, Kostgänger
Lina Röhrdanz, geb. 1849, Hofgängerin
Katen Nr. 2, erste Wohnung, Tagelöhner Johann Westpfahl:
Johann Westphal, geb. 1820, Hausvorstand, Tagelöhner
Sophie Westphal, geb. 1814, Ehefrau
Ludwig Westphal, geb. 1851, Sohn, Hofgänger
Wilhelmine Westphal, geb. 1858, Tochter
Sophie Schimmelpfennig, geb. 1794, Großmutter
Wilhelm Westphal, geb. 1843, in Schwerin
Katen Nr. 2, zweite Wohnung, Tagelöhner Carl Behrend:
Carl Behrend, geb. 1837, Hausvorstand, Tagelöhner
Marie Behrend, geb. 1837, Ehefrau
Gustav Behrend, geb. 1859, Sohn
Heinrich Behrend, geb. 1859, Sohn
Mina Behrend, geb. 1864, Tochter
Helmuth Behrend, geb. 1863, Sohn
Marie Behrend, geb. 1809, Großmutter
Katen Nr. 3, erste Wohnung, Tagelöhner Johann Peters:
Johann Peters, geb. 1809, Hausvorstand, Tagelöhner
Marie Peters, geb. 1814, Ehefrau
Sophie Peters, geb. 1842, Tochter, Hofgängerin
Johanna Peters, geb. 1844, in Malchin
Carl Peters, geb. 1852, in Salem
Katen Nr. 3, zweite Wohnung, Tagelöhner Ernst Schlund:
Ernst Schlund, geb. 1839, Hausvorstand, Tagelöhner
Marie Schlund, geb. 1844, Ehefrau
Rieke Schlund, geb. 1866, Tochter
Wilhelmine Schlund, geb. Oktober 1867, Tochter
Sophie Hering, geb. 1851, Hofgängerin
Katen Nr. 4, erste Wohnung, Tagelöhner Friederich Harm:
Friederich Harm, geb. 1820, Hausvorstand, Tagelöhner
Johanna Harm, geb. 1823, Ehefrau
Johann Harm, geb. 1851, Sohn, Hofgänger
Marie Harm, geb. 1856, Tochter
Sophie Harm, geb. 1858, Tochter
Johanna Harm, geb. 1860, Tochter
Louise Harm, geb. 1864, Tochter
Johann Stolte, geb. 1794, Großvater
Katen Nr. 4, zweite Wohnung, Schäfer Wilhelm Schuhmacher:
Wilhelm Schuhmacher, geb. 1828, Hausvorstand, Schäfer
Sophie Schuhmacher, geb. 1832, Ehefrau
Fritz Schuhmacher, geb. 1854, Sohn
Johann Schuhmacher, geb. 1856, Sohn
Marie Schuhmacher, geb. 1862, Tochter
Ernestiene Schuhmacher, geb. 1864, Tochter
Sophie Schuhmacher, geb. 1866, Tochter
Carl Kranz, geb. 1847, Knecht
Katen Nr. 5, erste Wohnung, Rademacher Johann Ladewig
Johann Ladewig, geb. 1843, Hausvorstand, Rademacher
Sophie Ladewig, geb. 1840, Ehefrau
Carl Ladewig, geb. März 1867, Sohn
Sophie Ladwig, geb. 1809, Großmutter
Sophie Meier, geb. 1843, Hofgängerin
Katen Nr. 5, zweite Wohnung, Tagelöhner Johann Thürkow
Johann Thürkow, geb. 1831, Hausvorstand, Tagelöhner
Johanna Thürkow, geb. 1831, Ehefrau
Christian Thürkow, geb. 1863, Sohn
Sophie Möller, geb. 1853, uneheliche Tochter
Wilhelm Möller, unehelicher Sohn
Katen Nr. 6, erste Wohnung, Tagelöhner Johann Müller:
Johann Möller, geb. 1812, Hausvorstand, Tagelöhner [auf der 1. Seite steht Müller, auf der 2. Seite steht Möller]
Sophie Möller, geb. 1822, Ehefrau
Carl Schuld, geb. 1837
Ernst Möller, geb. 1846, in Hagensruhm
Katen Nr. 6. zweites Hisch, Tagelöhner Adolph Hansen:
Adolph Hansen, geb. 1819, Hausvorstand, Tagelöhner
Elisabet Hansen, geb. 1824, Ehefrau
Wilhelmine Hansen, geb. 1854, Tochter
Fritz Hansen, geb. 1858, Sohn
Katen Nr. 6, drittes Hisch, Tagelöhner Fritz Thies:
Fritz Thies, geb. 1817, Hausvorstand, Tagelöhner
Marie Thies, geb. 1813, Ehefrau
Ludewig Peters, geb. 1830, Hofgänger
Katen Nr. 6, viertes Hisch, Tagelöhner Christian Steffenhagen:
Christian Steffenhagen, geb. 1806, Hausvorstand, Tagelöhner
Doris Steffenhagen, geb. 1807, Ehefrau
Sophie Steffenhagen, geb. 1846, Tochter, Hofgängerin
Wilhelm Rodemann, geb. 1856, Pflegesohn
Katen Nr. 7, erstes Hisch, Tagelöhner Wilhelm Behrend:
Wilhelm Behrend, geb. 1824, Hausvorstand, Tagelöhner
Marie Behrend, geb. 1825, Ehefrau
Wilhelmine Behrend, geb. 1858, Tochter
Carl Behrend, geb. 1864, Sohn
Elisabet Wessel, geb. 1846, Hofgängerin
Katen Nr. 7, zweites Hisch, Tagelöhner Joachim Scheel:
Joachim Scheel, geb. 1842, Hausvorstand, Tagelöhner
Friederica Scheel, geb. 1840, Ehefrau
Wilhelmine Scheel, geb. 1864, Tochter
Friederica Scheel, geb. 1867, Tochter
Christian Gip, geb. 1831, Hofgänger
Carl Denzin, geb. 1859, Kostgänger
Katen Nr. 7, drittes Hisch, Tagelöhner Fritz Westphal:
Fritz Westphal, geb. 1833, Hausvorstand, Tagelöhner
Marie Westphal, geb. 1839, Ehefrau
Carl Westphal, geb. 1856, Sohn
Sophie Westphal, geb. 1861, Tochter
Auguste Westphal, geb. 1864, Tochter
Marie Sodemann, geb. 1800, Schwiegermutter
Weitere Einwohnerzahlen:
1871: 128
1875: 95
1880: 124
1885: 112
Einwohner Schlakendorf 1888
Ballerstädt, W.
Brümmer, K., Arbeiter
Buck, C.
Demzin, W.
Gränert, J.
Grambow
Hartwig, W., Tagelöhner
Haut, J.
Hillbricht, A.
Müller, J.
Peters, C.
Schlapmann, F., Büdner
C. Schlüter, Gutspächter (seine Frau: Ina Schlüter, geb. Uhthoff
Schlüter, Ina
Schlüter, Louise
Schlüter, Luise, geb. Meyer
Schlüter, Minna
Schmull
Schröder, Johann jun.
Schröder sen.
Schumacher
Seemann, Statthalter
Wolff, H., Büdner
Wollenburg
Laut Volkszählung vom 1.12.1890 wohnten in Schlakendorf und Franzensberg:
Hof Schlakendorf Pächter Carl Schlüter
Schulhaus Lehrer Johannes Spindler
Wohnung 1 Tagelöhner Johann Schumacher
Kutscher Otto Dyck
Wohnung 2 Ortsarmer Wilhelm Peters
Tagelöhner Wilhelm Demzin
Wohnung 3 Wittwe Sophie Seemann
Statthalter Johann Müller
Wohnung 4 Kuhhirte Christofer Buck
Tagelöhner Jochen Wilk
Altenteiler Wilhelm Schmell
Wohnung 5 Tagelöhner Wilhelm Hartwig
Schäfer Wilhelm Schulz
Wohnung 6 Tagelöhner Friedr. Schulz
Wohnung 7 Tagelöhner Carl Hilbricht
Tagelöhner Carl Peters
Tagelöhner Wilhelm Ballerstädt
Schweinefütterer Johann Schröder
Wohnung 8 Tagelöhner Fritz Wollenberg
Ortsarmer Fritz Ballerstädt
Franzensberg
Büdnerei I Einlieger Ernst Graenert
Einlieger Carl Brümmer
Einlieger Johann Fürstenberg
Einlieger Carl Hillert
Büdnerei II Zieglermeister C. Thiessen
Einlieger Wilhelm Hauth
Einlieger Johann Graenert
Forsthof Franzensberg Rev. Förster Schickendanstz
Schluß - Resultat.
Anzahl der bewohnten Häuser: 13 (Schlakendorf: 10, Franzensberg: 3)
Haushaltungen: 28 (Schlakendorf: 20, Franzensberg: 8)
Anzahl der ortsanwesenden Personen:
männlich: 86 (Schlakendorf: 66, Franzensberg: 20)
weiblich: 66 (Schlakendorf: 53, Franzensberg: 13)
zusammen: 152 (Schlakendorf: 110, Franzensberg: 33)
Weitere Einwohnerzahlen:
1898 heißt es, daß in Schlakendorf 20 Feuerstellen sind
1910: 152 Einwohner (Schlakendorf + Franzensberg)
1933: 127
1939: 197
Befriedigung des alten Kirchhofes in Schlakendorf
Ursprünglich war der alte Kirchhof von einer Feldsteinmauer umgeben. Nach dem Einsturz der Kirche verfiel auch die Mauer. 1760 hatte der Amtmann Souhr die Erlaubnis erhalten, die restlichen Steine für Bauten des Pachthofes zu verwenden. Er sollte zwar dafür einen einfachen Zaun ziehen lassen, kam dieser Verpflichtung jedoch nicht nach. So blieb der Kirchhof ohne Befriedigung. 1819 wollte Pastor Brinckmann diesen unhaltbaren Zustand beenden. Niemand wollte die Kosten tragen. Endlich - 1839 - konnte man sich über die Bezahlung einigen:
"Auf das hohe Rescript vom 29sten October v. J. haben wir uns von den Beamten zu Dargun erst den Riß und die Anschläge von der Kirchhofs - Befriedigung zu Schlackendorf, wie sie solche projectirten, vorlegen lassen, und überreichen diese hieneben.
Nach den Acten ist der Kirchhof früher mit einer Steinmauer umgeben gewesen, aber so verfallen, daß die Steine davon zu herrschaftlichen Bauten verwandt sind.
Es leidet für diesen Fall daher wohl keinen Zweifel, daß wenn eine Befriedigung mit einem Kegelgraben nicht genügt und selbige entweder in einem Zaun oder in Staketten bestehen soll, das Holz - Material dazu zuerst und ein für alle Mal herrschaftswegen gegeben werden muß, und von der Gemeinde nichts weiter als die Kosten der Anfertigung und nachherigen Unterhaltung gefordert werden kann. Die Anlagen erbitten wir zurück.
Schwerin den 6. Febr: 1839.
Großherzoglich Mecklenb. Cammer- und Forst - Collegium"
"Auf den hohen Befehl vom 20. v. / 3. d. M. betreffend die Befriedigung und Vergrößerung des Kirchhofes zu Schlackendorf berichten wir ehrerbietigst, daß auch wir eine Befriedigung durch Kegelgraben und Hecken für zweckmäßig und genügend halten, daß aber zum Schutze der Hecke, welche, weil der Kirchhof, mitten im Dorfe liegt, vielen Anfechtungen ausgesetzt ist, diejenige Befriedigung, wenigstens für einmal, erforderlich seyn mögte, welche wir in Vorschlag gebracht haben
Dargun Großherzogliche Beamte
den 6 März 1839"
"An den Herrn Pastor Breuel zu Neukalen
Nach den hiesigen Acten betr. die Befriedigung des Kirchhofes zu Schlackendorf hat Schlackendorf 21 Ruthen, Carnitz 18 Ruthen von der Kirchhofsbefriedigung zu unterhalten; es ergiebt sich aber nicht, wo die 21 und resp. 18 Ruthen abgemessen sind. Soweit der Schlackendorfer Antheil geht, wird derselbe mit der Hecke im Jahr 1840 bepflanzt sein, ob auch der Carnitzer, ist aus den hiesigen Acten nicht zu ermitteln. Vielleicht kann der competirende Küster darüber Auskunft geben und ersuchen wir Sie, nach dessen oder sonst Ihnen zugänglichen Angaben eventual. auf dem beifolgenden Plan zu bezeichnen wie weit der Schlackendorfer Befriedigungsantheil geht, sowie darüber Auskunft zu geben, ob die Carnitzer und Schlackendorfer Leichen durcheinander bestattet werden, oder ob jeder Ort sein eignes Terrain hat, welches Sie dann gefälligst auf dem Plan unterschiedlich darstellen wollen. Der baldgefälligen Rückgabe des Anschlusses sehen wir demnächst entgegen.
Dargun am 7. Mai 1861.
Großherzogliche Beamte.“
1873 mußte das Tor vor dem Schlakendorfer Friedhof repariert werden.
Der neue Friedhof in Schlakendorf
1877 wollte der Superintendent Schmidt in Malchin den alten Kirchhof in Schlakendorf eingehen und die Schlakendorfer auf dem Neukalener Friedhof beerdigen lassen. Der Neukalener Magistrat lehnte das am 26.5.1877 ab. Pastor Klähn berichtete:
"Daß die hohe Verwaltungsbehörde die Schließung des alten Schlakendorfer Kirchhofes in Anregung bringen will, hat nicht allein mich, sondern mehr noch die dabei interessierten Ortschaften mit lebhafter Freude erfüllt. Die Schließung des Kirchhofes ist auch durchaus nothwendig nicht sowohl wegen seiner Lage mitten im Dorfe, als vielmehr deshalb, weil das Terrain so niedrig und naß ist, daß sogar in der trockensten Jahreszeit die Gräber sich theilweise mit Wasser füllen. Den Gräbern die nöthige Tiefe zu geben, ist jetzt nicht zu verlangen; sie werden höchstens 4 Fuß tief gegraben und auch bei dieser Tiefe schon enthalten sie soviel Wasser, daß die Särge zur Hälfte in dasselbe zu stehen kommen. - Ich habe mich nun mit dem Herrn Superintendenten Schmidt in Malchin, sowie mit unserem Magistrate und dem Besitzer von Karnitz, Herrn v. Levetzow Lelkendorf benommen und alle haben sich dagegen erklärt, daß die Schlakendorfer und Karnitzer Todten hier in Neukalen beerdigt werden. Der Herr Superintendent hat seine Ansicht eingehend motivirt, der Magistrat von Neukalen jedoch keine Gründe aufgeführt. Herr von Levetzow hat mir mündlich seine Ansicht mitgetheilt und mich ermächtigt zu erklären, daß er kein Interesse daran hätte, die Karnitzer Leichen nach Neukalen fahren zu lassen. So bleibt denn nichts anderes übrig, als einen Platz für einen neuen Kirchhof in Schlakendorf zu reserviren.
Ich meine auch, daß der Kirchhof in Schlakendorf bleiben muß; denn abgesehen davon, daß die drei Ortschaften Karnitz, Schlakendorf und Franzensberg dies als ein altes Recht beanspruchen können, die Leichen dieser 3 Ortschaften können in Neukalen nicht beerdigt werden, da unser Kirchhof voll ist und in nächster Zeit erweitert werden muß; auch steht zu hoffen, daß aus der Schlakendorfer Capellen - Casse, die schon ein Vermögen von über 3600 Mark hat, sicher die Capelle wieder erbaut werden kann. Deshalb richte ich an die hohe Verwaltungsbehörde die ergebene Bitte, auch für die später zu erbauende Capelle jetzt schon einen Platz zu reserviren. - Endlich ist es nicht zu verlangen, daß die Karnitzer, die schon einen so weiten Kirchgang haben, auch ihre Todten noch so weit wegbringen sollen, wegen eines Platzes für den neuen Kirchhof wird die hohe Verwaltungsbehörde nicht in Verlegenheit sein. Bei dieser Gelegenheit will ich nicht unerwähnt lassen, daß auch mit der Franzensberger Schule eine Veränderung vorgenommen werde. Ich glaube nicht, daß im ganzen Land ein Schuletablissiment unglücklicher liegt wie dieses. Früher waren auch die Gülitzer und Salemer Kinder dort eingeschult und man hat augenscheinlich das gemeinsame Schulhaus gerade in der Mitte von den bei dieser Schule interessierten Ortschaften errichten wollen, daher die unglückliche Lage. Dazu kommt, daß das Einkommen der Franzensberger Schulstelle so gering ist, daß der Lehrer mit Frau und Kindern unmöglich davon leben kann. - Aus diesen Gründen ist eine Verlegung des Schuletablissiments durchaus nothwendig. Man errichte entweder in Schlakendorf ein Schulhaus und dotirt die Stelle ausreichend, oder aber man lasse die Schule eingehen und die Schlakendorfer Kinder, denn von ihnen wird die Schule fast ausschließlich besucht, statt nach Franzensberg nach Neukalen gehen. Sind in Franzensberg schulpflichtige Kinder, so müßten diese dann ebenfalls die Stadtschule in Neukalen besuchen.“