Am 1. Oktober 2004 übergab Frau Hildegard Schmidt ihre Hafengaststätte mit Motelbetrieb an ihre Tochter Christiane Orlowski nebst Ehemann Roman.
Aus der Presse
“Freie Erde" vom 15.6.1983:
Mit Neukalener Fahrgastschiff auf Kaffeefahrt
Bei herrlichem Sonnenschein und guter Stimmung unternahmen die Rentner des VPKA mit ihren Ehegatten mit dem Fahrgastschiff "Karl-Heinz" aus Neukalen eine herrliche Fahrt auf dem Kummerower See. Erste Station war der "Moorbauer", wo wir unser Mittagessen einnahmen. Anschließend folgte eine Rundfahrt bis zur Aalbude und zurück nach Neukalen, wo es bei Kaffee und Kuchen sowie Eisbechern sehr lustig zuging. Wir möchten es nicht versäumen, der Gaststätte "Moorbauer" und dem Café "Lüttes Eck" in Neukalen für die gute Bedienung zu danken.
Ein besonderes Dankeschön gilt dem Ehepaar Schmidt, das uns mit der Umwelt bekannt machte und gut mit Getränken versorgte. Auch dem Genossen Riemer ein Lob für die gute Organisation, die tadellos klappte. Es war für uns alle ein gelungener Ausflug.
Schrödter
“Freie Erde" vom 7.9.1984:
Kreuzfahrten auf dem Kummerower See auch alltags
"Leinen los" hieß es vor einigen Tagen wieder, als Peter Schmidt aus Neukalen zu einer Kreuzfahrt auf den Kummerower See einlud. Mit seinem Schiff "MS Karl-Heinz", das etwa 60 Personen befördern kann, bringt er sonntags vormittags und nachmittags vielen Urlaubern und Einheimischen die landwirtschaftlichen Reize unserer Heimat etwas näher. So wurde auf dem Schiff bei guter Musik und freundlicher Bewirtung die Zeit nicht zu lang, dafür sorgte Frau Schmidt. Kein Wunder, daß die Nachfrage an Karten oftmals größer ist als das Angebot. Jedoch nicht nur an Wochenenden kann dieses Schiff zu Ausflugsfahrten genutzt werden. Herr Schmidt ist auch an Wochentagen bereit, Brigaden und Reisegruppen eine Fahrt mit seinem Schiff zu ermöglichen. N. Fellechner
"Freie Erde" vom 13.3.1986:
Peter und Karl-Heinz
Vom Großvater hat er ihn geerbt, den Hang zum Wasser, sagt Parteifreund Peter Schmidt, Käpt´n der „Karl-Heinz“. Großvater Schmidt war Fischer auf dem Kummerower See, und das steckt dem Enkel im Blut. In Warnemünde heuerte er in jungen Jahren bei der Fischerei an, bevor der heute 43jährige einen privaten Fuhrbetrieb gründete.
Auf einem Transport fand er dann im Ueckermünder Hafen das arg ramponierte und außer Dienst gestellte Fahrgastschiff, das auf die Verschrottung wartete. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, lacht der schwergewichtige Hüne, denn schon wenig später tuckerte der rostige „Seelenverkäufer“ peeneaufwärts gen Neukalen. Das Gespött der Leute war vielzüngig, Peter Schmidts Sohn gar wurde in der Schule Karl-Heinz - so der Name des Schiffes seit altersher - gerufen. Der Wiederaufbau war der einfachste wahrlich nicht. Dennoch, die Mühen haben sich gelohnt, der Kummerower See ist seit Anfang der achtziger Jahre um eine Attraktion reicher. In der Saison verkehrt das Schiff nach festem Fahrplan, oft werden die 50 Plätze für Brigade- und Betriebsausflüge gemietet. 4000 Gäste etwa kommen jährlich an Bord, und die Stimmung ist jedesmal enorm - so steht´s in den Gästebüchern sogar tschechisch - wenn Peter und „Karl-Heinz“ so richtig in Fahrt kommen.
“Freie Erde" vom 15.1.1988:
Mit "Karl-Heinz" unterwegs
Einige Fragen an Fuhrunternehmer Peter Schmidt, Neukalen
Herr Schmidt, noch dauert es einige Wochen, bis Sie wieder mit "Karl-Heinz" zu lustigen Seefahrten einladen ...
Peter Schmidt: Da unser Fahrgastschiff nicht beheizbar ist, müssen wir uns schon bis Mai gedulden. Dann aber geht es wieder in die vollen.
Ist die Nachfrage so groß?
Peter Schmidt: Wir haben schon jetzt wieder Bestellungen, insbesondere von Brigaden und Betrieben, so daß wir in der Saison nicht über zu wenig Arbeit zu klagen brauchen.
Welchen Service bietet Ihr Unternehmen eigentlich?
Peter Schmidt: An Bord gute Unterhaltung und ein umfangreiches Getränkeangebot. Da unsere Fahrten mehrstündig sind, haben wir auch an das leibliche Wohl gedacht. Dazu arbeiten wir sehr eng mit dem "Moorbauern" und Verchener Gaststätten zusammen.
Nun will der Mensch bei so einer Tour nicht nur essen und trinken ...
Peter Schmidt: Wissenswertes über den See und die Landschaft wird gratis geliefert, und an Humor wird auf der "Karl-Heinz" auch nicht gespart.
Das macht neugierig. Kann man als Familie auch mal mitfahren?
Peter Schmidt: Ja, während der Sommerferien. Jeden Sonntag um 13.30 Uhr stechen wir in See nach Verchen. Dort geht es um 18 Uhr wieder zurück, so daß man bequem den Malchiner Zug schaffen kann. Wegen der großen Nachfrage sind Vorbestellungen unter Neukalen 433 günstig. B. P.
“Freie Erde" vom 9.7.1988:
Fröhliche Dampferfahrt, Erlebnis für Rentner
Veteranen aus Dargun und Neukalen gut von der MS "Karl-Heinz" über den Kummerower See gebracht
Gemeinsam unternahmen die Rentner vom Klub der Volkssolidarität Dargun und "Treff" Neukalen eine Wasserfahrt mit MS "Karl-Heinz" ab Neukalen. Von maritimen Melodien beglei-tet, gelangten wir bald auf den Kummerower See. Es lag leichter Dunst auf ruhigem, blankem Wasser. Wir steuerten den "Moorbauer" an der Peene an, wo wir ein gutes Mittagessen nach Wahl verzehrten. Danach nahmen wir Kurs auf Verchen. Unser Kapitän, Peter Schmidt, hatte uns unterwegs viel zu erzählen über Historisches, Geographisches, über die Fischerei und das Naturschutzgebiet dieser Gegend. Auch die Lachmuskeln wurden gut betätigt. Wir machten in Aalbude fest. Dort stand "Onkel Fritz" (nach Ferienlager Trittelwitz), ein Bus aus Zeitz, für uns bereit. So gelangten wir vorzeitig bei der Gaststätte an; aber wir wurden freundlich empfangen. In den modern ansprechend ausgestatteten Räumen wurden wir zum Kaffee mit vorzüglicher Konditorware und Eisbecher freundlich bedient. Nun wanderten wir zurück nach Aalbude; für die "Fußkranken" stand ein PKW bereit. Mit MS "Karl-Heinz" landeten wir alle gesund und munter wieder in Neukalen. Dieser Tag war für uns Veteranen ein Erlebnis. Wir hatten bei gutem Wetter ein Stück unserer schönen Heimat näher kennengelernt. Vielen Dank den Orga-nisatoren Frau Krüger, Frau Rosi Kröger, Kapitän Peter Schmidt und Frau.
M. Wöllert, Dargun
“Freie Erde“ vom 28.4.1989:
Beliebt
"Leinen los!" heißt es nun bald wieder für das Fahrgastschiff "Karl Heinz", das zu Ausflugsfahrten auf den Kummerower See einlädt. Schiffseigner Peter Schmidt, Ehefrau Hildegard und Decksmann Dieter Kraak geben sich viel Mühe, damit die Seefahrten jedesmal recht lustig werden. Zirka 50 Gäste finden Platz an Bord. Übrigens, auf dem MS "Karl Heinz" gibt es das kleinste "Örtchen" in einem öffentlichen Verkehrsmittel der Republik.
“Nordkurier" vom 9.5.1990:
Ein Motel an der Peene
Fuhrunternehmer und Fahrgastschiffer Peter Schmidt erweitert sein Gewerbe
Als wir vor einiger Zeit in Neukalen waren, wurde noch eifrig an den Fundamenten der zehn Bungalows gebaut. Peter Schmidt, der sich mit seinem Fuhrbetrieb und der Fahrgastschifferei wohl auch über die Grenzen unserer Region hinaus bereits einen Namen gemacht hat, erweitert damit sein Gewerbe. Künftig sollen in den Bungalows - übrigens 4,80 mal 3,60 Meter groß sowie mit Toilette und Waschbecken ausgerüstet - 40 Touristen eine Übernachtung finden. Damit kommt der Familienbetrieb Schmidt, in dem noch zwei Kollegen helfen, vielen Wünschen entgegen, hörte Peter Schmidt auf seinen Charterfahrten - übrigens mit einem breiten Serviceangebot wie Kaffeetrinken an Bord oder Fischessen beim Moorbauern - doch oft bedauernde Worte über fehlende Übernachtungsmöglichkeiten. Das soll nun ein Ende haben. Wer künftig nach Neukalen kommt, um eine Schifffahrt hinaus auf den Kummerower See zu erleben, kann sich mehr Zeit nehmen, auch die nähere und weitere Umgebung dieser Stadt zu erkunden. Sein Echo finden wird das Motel sicher auch bei Bootsurlaubern. Immerhin kann man über den Kummerower See sozusagen in alle Welt fahren, und wer noch eine große Tour vor sich hat, wird eine solche Übernachtungsmöglichkeit bestimmt gern nutzen.
S. Pagenkopf
Nachtrag: Gestern morgen erreichten wir telefonisch Frau Schmidt, um uns nach dem Stand der Arbeiten zu erkundigen. Sieben Bungalows wurden inzwischen aufgebaut, die Innenarbeiten haben begonnen. Noch bleibt also so einiges zu tun, um auch mit dem neuen Motel in dieser Saison einen guten Start zu haben.
nordkurier wünscht viel Erfolg! S. P.
"Nordkurier" vom 26.11.1990:
Hotel mit Gaststube am Hafen
Als Peter Schmidt noch vor einem halben Jahr über seine ehrgeizigen Pläne am Neukalener Peenehafen erzählte, hielt manch einer die beschriebene Bungalowsiedlung mit Gastronomie wohl eher für Seemannsgarn. Inzwischen haben in den kleinen, aber komfortablen Unterkünften schon etliche Feriengäste wie Geschäftsleute preiswerte Übernachtung gefunden.
Seit einigen Tagen betreibt Peter Schmidt nun auch seine kleine Gaststätte „Am Hafen“. Jeden Tag ab 16 Uhr hat die mit zahlreichen Schifffahrtsutensilien eingerichtete Gaststube geöffnet. Am Wochenende auch über Mittag. Und jeden Abend ist „Am Hafen“ auch ganz schön etwas los, zumal der Gasthof der Kleinstadt noch geschlossen hat. An ein Imbißangebot ist bereits gedacht, vor allem für die Bungalowgäste.
Wenn auch Schmidts Hotel in der kalten Jahreszeit nicht ausgebucht sein wird, für die nächste Urlaubssaison empfiehlt sich die Beherbergung am Neukalener Hafen als Alternative für die teuren Hotels der Umgebung.