Nach dem Gesetz über die Zusammenlegung der Roggen- und Weizenmühlen in Deutschland mußte jede Mühle ein Jahresgrundkontingent erhalten. Dieses Jahresgrundkontingent wurde nach der erzielten Durchschnittsvermahlung in den Jahren 1924 bis 1930 errechnet. Nach erfolgtem Umbau und Ausstattung mit den modernsten Müllereimaschinen war eine Tagesleistung von 8 Tonnen durchaus vorhanden. Die Klostermühle erhielt aber nur ein Kontingent auf der Grundlage der in den Jahren 1924 bis 1930 erzielten Tagesleistung von 2 Tonnen. Bei dieser Sachlage bedeutete das zugeteilte geringe Grundkontingent natürlich, daß keine Lebensfähigkeit für die Mühle vorhanden war. Außerdem war das Untergebäude für eine hohe Mahlleistung wohl zu schwach ausgelegt.
In den Jahren 1931 und 1932 wurden nur jeweils etwa 150 t Futterschrot hergestellt. Die Walzenstühle wurden nicht in Betrieb genommen. Kerstenhann, der nicht mehr recht an das Gelingen seines Vorhabens glaubte, wollte die Mühle verkaufen. Er erhoffte sich vom Verkauf noch einen kleinen Gewinn, da er selber kein Geld in den Bau gesteckt hatte. Jedoch niemand nahm die Mühle. So mußte er 1932 seine Fehlkalkulation einsehen und Konkurs anmelden, da er den noch ausstehenden Geldbetrag von etwa 25 000,- RM nicht bezahlen konnte. Die Firma Gebr. Jehmlich hatte sich das Eigentumsrecht an den Maschinen bis zur Abzahlung vorbehalten. Vom Januar 1933 bis März 1934 wurde deshalb ein Prozeß geführt, der mit einem Vergleich endete, so daß es dann zur Zwangsversteigerung kam. Kerstenhann verließ Neukalen und zog nach Hamburg.
Im Zwangsversteigerungstermin am 23.3.1934 erhielt die Stadt den Zuschlag für das Mühlengrundstück (Grundbuch Neukalen, Blatt 1835 Nr. 1883) für 35 000,- RM. Die Maschinen wurden ausgebaut und 1935 an verschiedene Abnehmer verkauft. Den Rohölmotor kaufte der Müller Paul Harder 1936 zum Preis von 500,- RM.
Die Stadt verkaufte das Grundkontingent, bestehend aus 312 t Roggen und 90 t Weizen pro Jahr für 10 000,- RM an die Firma F. Helm, Stadtmühle Gnoien, G.m.b.H.
Zum Mühlengrundstück gehörten noch ein Wohnhaus, zwei Ställe und eine Waschküche. Dieses wurde 1935 an den Landwirt Karl Klasen verkauft.
Die Räumlichkeiten der "Klostermühle" vermietete die Stadt für verschiedene Zwecke. So lagerte der Kornhändler Hartwig Fischer im Januar 1935 hier Getreide, und der Bauer Gustav Krüger nutzte die Garage und den Stellplatz. 1936 wurde die "Klostermühle" als Speicher für Leinsaateinlagerung durch die Meckl. Flachsröste - Gesellschaft m.b.H. genutzt. Den unteren Lagerraum mietete ab 1.4.1939 die Firma Fischer & Co für eine monatliche Miete von 15,- RM. Am 26.7.1943 kaufte der Kaufmann Hartwig Fischer die "Klostermühle" für 8600,- RM.
Nach 1945 diente das Gebäude der BHG als Annahmestelle für Getreide und der LPG, welche es schließlich für 8000 Mark erworben hatte, als Getreidelager.
1993 gab es die Idee, das Gebäude als Hotel zu nutzen. Der Plan kam aus Kostengründen nicht zur Ausführung.
2003 wurde dieses Gebäude, welches sich nicht gut in das Stadtbild einfügte, keineswegs alt oder kulturhistorisch wervoll war und eine recht unrühmliche Vergangenheit aufwies, abgerissen. An dieser Stelle ist ein größeres Garagengebäude errichtet worden.