Neukalener Brücken

 

Wolfgang Schimmel

 

 

Im Stadtgebiet von Neukalen gibt es heute vier Brücken über die Peene, über die hier berichtet werden soll.

 

 

Die Hauptbrücke

 

   Als die Stadt Neukalen 1281 gegründet und in den Folgejahren planmäßig angelegt wurde, war der Neubau einer Brücke über die Peene aus mehreren Gründen eine vorrangige und wichtige Angelegenheit.

 

   Vor dem nördlichen Stadtausgang gab es - noch heute gut erkennbar - die sumpfige Peeneniederung. Es wurde also ein breiter Damm vom Stadttor bis in Höhe des heutigen Warsower Weges aufgeschüttet, um so eine Straße und zwei Brücken anlegen zu können. Die erste stadtwärts belegene kleinere Brücke 1) war so eingerichtet, daß sie das fließende Wasser auf zwei Mühlenräder leiten konnte. Eine zweite größere, etwa 50 m weiter stadtauswärts angelegte Brücke 2), erlaubte die Regelung des Wasserflusses, um einen guten Betrieb der Mühle gewährleisten zu können. Bei Hochwasser wurde hier der Durchfluß geöffnet und bei Niedrigwasser entsprechend geschlossen. Durch diese Einrichtung war ein guter Betrieb der Wassermühle möglich, die sich zwischen den beiden Brücken auf der östlichen Seite des Dammes befand 3).

 

   Für die Instandhaltung dieses bedeutsamen Peeneüberganges forderte das herzogliche Amt einen Brückenzoll, welcher von den durchziehenden Händlern am Stadttor bezahlt werden mußte. In den Anfangsjahren mag das Geld auch richtig für Reparaturen und Neubauten verwendet worden sein. Bald aber merkte der Amtsinhaber, daß sich mit den Zolleinnahmen zusätzlich Geld beschaffen ließ. Jedenfalls klagten die Bürger 1692 vor einer fürstlichen Kommission, daß seit einigen Jahren der Zoll erhöht worden sei 4). Dadurch würde der armen Bürgerschaft, welche früher in Malchin und Gnoien auf den Märkten zollfrei gewesen sei, großer Schaden geschehen. Die Frachtwagen von Sülz 5), dem Fischland und anderen Orten fuhren an Neukalen vorbei und nahmen andere Routen. Neukalener Gastwirte, Kaufleute und auch die Handwerker beklagten sich über fehlende Einnahmen.

  Die Kommissionsmitglieder bemerkten dazu, daß das Amt so lange im Besitz der vermeintlich gesteigerten Zollhebungen bleiben soll, bis Bürgermeister und Rat ein anderes Recht erwiesen haben. Das war aus alten Akten aber nicht ersichtlich, und so änderte sich nichts.

   Die Neukalener Bürgerschaft versuchte es vier Jahre später noch einmal, gegen den gesteigerten Zoll vorzugehen. Sie beschwerte sich am 6. Februar 1696 beim Hof- und Landgericht über den Amtsinhaber Otto Friedrich von Thun, doch scheint diese Klage ebenso wenig wie das erste Mal Erfolg gehabt zu haben:

   „Was den Zoll betrifft, so ist anzumercken, daß es vor diesem muß ein Brücken geld genant worden, und läßet man dahin gestellet seyn, quo jure den Herrn Hoffmeister Thun befugt sein, desfals einen rechten Zoll anzulegen, in dem derselbe vor diesem nur 15 Gulden getragen, nunmehro aber bis auf 30 Gulden verhöhet worden. Wie dann auch ebenfals die Stadt darunter sehr leydet, weil die Zufuhren von fremden Städten, dadurch sehr entzogen werden, wie solches beygehend Attestat. sub Lit. H bezeuget, so muß die Stadt auch von solchen genandten Brückengeld participiren, weil sie den gantzen Damm im stande erhalten muß, und an egard des Dammes solches Brücken, oder Damm geld introduciret ist.“

 

   Das angeheftete Attestat. sub Lit. H aus Sülz (Bad Sülze) lautete:

   „Als wan berichtet ist worden, daß die Hochfürstl. Beamten, mit Bürgermeister und Rath der Stadt Neuenkahlden vor einige Zeiten, wegen des Neuen Kahldischen sols 6) einige neuligkeit gehabt, und derowegen eine weitläuftigkeit unter Sie mit veruhrsachet, da wir auch vormals wie auch an itzo von denen Neuenkaldischen im Wirthshäusern befraget, wie man so langsam die Reisen durch Neuenkahlen nehme, worauf wir diese antwort gegeben das, weil man vor Uhralters ein ½ Virtel Sültzer maß vor einen Jeden Wagen an Stadt eines Brückengeldes gegeben oder nur gefordert worden; nunmehro innerhalb einigen Jahren der Zoll so hoch gestiegen und ein Zoll bret ausgehenget, derowegen wir genöhtiget worden, wegen des hohen gesteigerten Zohls eine andere Paschase zu suchen und auf die bequemsten Unkosten und geringsten beschwerungen zu zu fahren, behten derowegen die Stadt Neuen Kahlden bey der jetzigen vorhabenden Commission in vorigen Stand zu bringen, und wir hinführo bey den alten Brücken geld verbleiben mögen. Solches wir krafft dieses attestiren, actum Sultz den 8 Octobr: Ao 1696.”

 

   Eine Zollabgabe, ursprünglich als Brückenzoll, später als Landzoll bezeichnet, wurde weiterhin vom Torwärter am Mühlentor eingefordet. Erst mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 entfiel dieser Zoll 7).

 

   1785 waren die beiden Brücken am Damm in Richtung Dargun so schadhaft, daß sie neu aufgebaut werden mußten. Schon damals dachte man daran, die größere Brücke aus Feldsteinen zu erbauen. Man fürchtete dann aber die hohen Kosten, da es in unmittelbarer Nähe nur wenige Feldsteine gab und eine weite Anfuhr als zu teuer eingeschätzt wurde. So schrieb der Neukalener Magistrat am 24.8.1785 an die herzogliche Cammer in Dargun:

 

   „In dem von uns unterm 30ten April submissest exhibirten Etat vom Amte Nienkalden zum laufenden Jahrgang haben wir pflichtmäßig schon bemerckt, daß die beiden Brücken vor der Stadt Nienkalden zu Verhütung eines Waßer Durchbruchs neu gebauet werden muß und des Behufs sind auch zugleich 150 Rthlr. Bau Kosten darin abgesezzet. Wir hatten aber hiebei die Absicht, eine Brücke vergehen und die andere massiv fertigen zu lassen; auch nach möglichster Zubereitung im Winter, solchen Bau erst künftigen Frühjahr zu perfiniren. Allein die seit lezten verwichenen Frühling bishieher erfolgten vielen Regen - Güsse veranlassen oft solche heftige Fluthen, daß wir wegen Durchreißung des Dammes beständig in Sorge und Gefahr stehen, mithin darauf Bedacht seyn müßen, hier schleunig Vorkehr zu treffen, wodurch einer Gefahr aufs sicherste vorgebeuget.

   Da alles noch vor Winter fertig seyn muß; so ist dies das beste, die erste Brücke mit ihrem Grundwerck und Seiten Flügeln von Holz wieder zu bauen. Wir haben dem Endzweck darüber mit Zuziehung des Oberförsters Prillwitz und des Zimmer Meisters Gesche eine genaue cal Untersuchung angestellet wobei sich zugleich ergeben, daß so ein massiver Bau allhier theils in Absicht des Mangel an hinlängl. Feldsteinen, theils in Betracht deren Anfuhr wo nicht ganz unmöglich, doch wenigstens überaus kostbar seyn würde.

   Von den zu einer hölzernen Brücke hingegen erforderlichen Materialien und Kosten haben wir sofort einen hoffentlich treffenden Anschlag formiret, welchen wir hieneben sub A. in Unterthänigkeit vorlegen. Der obgenannte Zimmer Meister will unter Verpfändung des Seinigen diesen Bau aufs Tüchtigste zu beschaffen übernehmen; und weil dergleichen Wasser - Bauten allemal im Tagelohn am besten gerathen: so ist der beiliegende Anschlag darauf eingerichtet. Inzwischen kann vieleicht an den Kosten noch ein beträchtliches erspart werden. Dies läßt sich bei Tagelohns - Arbeiten nie so genau vorher wissen. Sollte aber die angeschlagene Summe würcklich, mithin 100 Rthlr. mehr als im Etat abgesezzet ist, darzu auf gehen: so werden nachhin Ew. HDL finita Liquidatione, das mehrverwandte von dem Register Ueberschuß aus Herzogl. Renterey zuschiesen zu lassen in Gnaden geruhen. Nur in Ansehung der Fuhren und Hand - Dienste, welche der Amtmann Döhn vermöge des 25ten §phi seines Pacht - Contracts zu leisten, schuldig ist, wird es sehr auf Promtitude ankommen weshalb Ew. HDl. wir zugleich ganz unterthst. bitten, demselben solche Verbindlichkeit auch in Absicht dieser Amtsbaute per speciale Rescriptum ernstlich einzuschärffen. Uebrigens beruhet alles auf Höchstderoselben gdste Bewilligung, die wir und allenfall den hohen Anweisungs Befehl für den Oberförster Prillwitz aufs baldigste in der ienigen tiefsten Ehrfurcht entgegen sehen, womit wir Zeit Lebens verharren

   Ew. pp“

 

   Zimmermeister Joachim Gesche hatte einen Kostenvoranschlag über 237 Reichtaler und 20 Schilling eingereicht. Amtmann Döhn mußte zum Bau der „Brücke nebst Arche und Seiten Schälung“ am ehemaligen Mühlenteich auf drei Wochen sechs Tagelöhner schicken. Es waren die Einlieger Anders, Hünerjaeger, Freier, Krus, Peters und Päpst aus Warsow. Die alte Brücke wurde nun abgerissen und eine neue vom Zimmermeister Gesche erbaut, die 173 Reichstaler kostete. Sie war Johannis 1786 fertig.

   Das Holz der alten Brücke und das übrig gebliebene Holz der neuen Brücke wurde zusammen mit zwei alten Wellen der früheren Mühlenräder für 8 Reichstaler 47 Schilling verkauft.

   1809 mußte die Brücke rapariert werden. Die Kosten trug das herzogliche Amt in Dargun.

 

   "Hochwohl und Wohlgebohrne

   Höchstzuverehrende Herren!

   Die große hölzerne Brücke vor dem Mühlenthore unserer Stadt ist jezt in sehr schlechten Zustande und bedarf nothwendig einer Hauptreparatur an der Waßerschälung. Eben so bedarf die kleine steinerne Brücke der Reparatur des Geländers. Da Conventionsmäßig die Großherzogliche Cammer diese Besserungen und Bauten zu beschaffen hat, so bitten wir gehorsamst: diese Besserungen bald beschaffen zu lassen.

   In diesem Herbste muß nothwendig beides gebessert werden, da es unmöglich ist, daß ohne noch größeren Nachtheil der Groß-Herzogliche Cammer und ohne Gefahr derjenigen, welche diese Brücken passiren müssen, die Reparatur bis zu zukünftigen Frühjahr ausgesezt werden kann.

   Wir beharren in der Erwartung einer gütigen Gewährung unseres Gesuchs, als Ew: Hochwohl- und Wohlgebohren gehorsamste

   Bürgermeister und Rath hieselbst

   Petri   FrDolberg  OFSchumacher

   Neukalden den 29 Septbr 1816“

 

   1817 waren die Reparaturen an den Brücken erledigt. Johann Friedrich Müller, u. a. Landzollberechner, war mit der geleisteten Arbeit nicht zufrieden und schrieb:

„Ew Wohlgeboren

   benachrichtige ich, daß die hiesige Brücke endlich in diesen Tagen fertig wird, bekommen die Zimmerleute Tagelohn so ist es unerhört wie sie faul gewesen sind, in Verdung 8) ist es gleich, warum sieht der Meister nicht auf seine Leute; etwaß mehr Holz wie anschlagsmäßig, ist dazu verbraucht, da sich noch manches beim Abbrechen schadhaft fand; nun ist aber höchst nothwendig, daß der Damm auf beiden Seiten der Brücke gelegt wird, sonst fahren sich die Bohlen am Aufsatz in wenig Wochen wieder weg, muß das Amt es machen lassen und Sie wollen es, so werde ich so gleich einen Maurer dabei kriegen, der ohngefähr 2 Tage daran zu arbeiten hat. Das Schneidelohn für das Holz so wie auch das Tagelohn für die Leute welche beim Rammen mitgeholfen, habe ich verlegt und werde es Ihnen in Rechnung bringen.

   Mit vorzüglicher Hochachtung bin ich

   Ihr gehorsamster

   JFMüller

   Nienkalden den 22ten Novbr. 1817“

 

   Im Juni 1820 mußte erneut eine größere Reparatur durchgeführt werden.

   Am 29. April 1822 kam der Lelkendorfer Holländer mit seinem Fuhrwerk über die Peenebrücke. Die Pferde scheuten aus irgend einem Grund. Das Brückengelände gab nach, und Pferde und Wagen, samt dem Kutscher, stürzten aus einer Höhe von fast drei Meter in das Wasser der Peene. Glücklicherweise ist weder ein Hals- noch ein Beinbruch hierbei vorgekommen, nur der Wagen war kaputt. „Es könnte aber doch einmal geschehen, daß ein anderes Mal die Hälse der Stürzenden weniger fest sitzen, als die des Lelkendorfer Holländers und seiner Pferde“, schrieb Bürgermeister Petri dazu.

   Es gab immer wieder Schriftverkehr zwischen dem großherzoglichen Amt in Dargun und dem Neukalener Magistrat, wer für die Brücken und damit für die Reparaturkosten zuständig ist. Da die Wassermühle mit den Brücken nach der Stadtgründung vom herzoglichen Amt erbaut worden war, gehörten die Brücken auch nach der Stilllegung der Wassermühle immer noch dem Amt und dieses mußte die Reparaturkosten tragen.

 

   „Ew Wohlgeboren Wunsch zu folge habe ich mich hier erkundiget wer den Damm vor der hiesigen Brücke legen muß und von dem hiesigen Maurermeister Börmel erfahren, daß er den Damm vor ohngefähr 6 Jahre gelegt und die Bezahlung vom Großh. Amt erhalten hätte, zu der Zeit wird also doch wohl etwaß von dieser Verpflichtung sich in den Akten gefunden haben. Es gehören zur Ausfüllung an der neuen Bewehrung 12 Fuder Sand welche Sie wohl am Montag durch die Warsower Bauren herfahren lassen, denn ich versichere Sie, wenn im Dunkeln ein Wagen von der Mitte des Dammes abkommt, so ist er ohne Rettung verlohren, die Sache ist also wirklich zu beeilen, ich muß am Montag nach dem Niendorffer Forst um dort eine Holz Auction abzuhalten, werde aber in meinem Hause die Anweisung zurücklassen, wo die Bauren die Erde hin fahren sollen, so bald sie sich melden. Im Marckt werde ich wohl das Vergnügen haben Sie zu sehen um Ihnen mündlich die Versicherung der Achtung geben zu können womit ich bin Ihr gehorsamster

   JFMüller

   Neukalden, den 29ten Novbr. 1822

 

   Die sogenannte Hohe Brücke vor dem Mühlen Thore hieselbst steht bei dem jetzigen ungewöhnlich hohem Wasserstande in großer Gefahr. Schon hat das Wasser einige Löcher unmittelbar vor der Brücke in den Damm gerissen und sich durch veraltete Bretter hinter das Bollwerck gedrängt. Eins, dieser Löcher und zwar dasjenige, welches Reisenden schon jetzt gefährlich werden könte, - haben wir zwar mit Dung und Steinen ausgefüllt, aber wenn Sturm und Regen und hohe Fluth noch einige Tage so wie bisher anhalten, so ist nichts leichter möglich, als daß der Damm vor der Brücke ganz einstürzt, ja der Nachtheil könnte durch vollständiges Durchreißen des Dammes sehr bedeutend werden. Dies würde ausser den vermehrten Reparatur - Kosten noch das hervorbringen, daß die Passage auf sehr geraume Zeit ganz gesperrt wäre, denn bei diesem hohen Wasserstande ist der Interims - Weg über die jetzt schon unter Wasser stehende Feld - Brücke durchaus unbrauchbar. Wir ersuchen daher um schleunige Reparatur des jetzigen Schadens, wenn auch interimistisch nur so weit, daß keine Gefahr mehr für den Augenblick, und bis dahin zu besorgen ist, daß bei niedrigem Wasserstande eine tüchtige Dauer versprechende Reparatur gemacht werden könne.

   Wir erwarten die Gewährung unserer Bitte um so mehr, als wir schon im Sommer dieses Jahres auf die schlechte Beschaffenheit der inneren Seiten - Brücken - Planken aufmerksam gemacht haben.

   Neukalden 27. December 1824

   Bürgermeister und Rath

   Petri

 

   Wohlgebohrner Herr

   Höchstgeehrter Herr Amtsverwalter,

   Oftmalige Bitten, die ich diesen Sommer hindurch an unseren DHerrn Beamten, um die Reparatur der über die Peene führenden Brücke gemacht habe, sind unerhört geblieben. Jezt ist sie unpassable, und fast für jedes Fuhrwerck gefährlich, ich mache Ihnen diese Anzeige augenblicklich durch einen Bothen, und werde die Brücke bis zur Besichtigung vom Großherzogl. Amte, für jedes Fuhrwerck schliessen lassen.

   Nehmen Sie die Versicherung meiner Hochachtung

   gehorsamst OFSchumacher

   Neukalden

   den 22ten October 1824“

 

   Landbaumeister P. Leitner unterbreitete 1825 einen Vorschlag zum Bau einer neuen Brücke mit massiven Seiten aus Feldsteinen. Nach seinem Plan sollte die andere kleine steinerne Brücke eingehen:

   „Pro Memoria

In Folge des Auftrags des Großherzoglichen Amts habe ich die auf Amts Teritorie belegenen 2 Brücken vor Neu Kalden wovon die eine dicht vor dem Thor und die andere unweit davon ueber die Peene liegt untersucht und gefunden daß, die 1ste Brücke welche massiv mit Mauersteinen gewölbt ist, wegen der vielen von der Nässe verweichten Gewölbsteinen so sehr schlecht ist, daß selbige mindestens in künftigen Jahre neu zu erbauen nöthig würde.

   Die 2te Brücke ueber der Peene ist von Holz mit 3 Jochöfnungen, und ist das Holzwerck in den Balken, Holmen, Ständern und besonders in den hölzernen Stirnschälungs und Flügelwänden, so sehr schlecht daß, keine Reparatur mehr anwendlich ist, sondern, neu zum künftigen Frühjahr zu erbauen nöthig sein wird. 

   Da der Bau dieser beiden Brücken und Erhaltung derselben einen bedeutenden Kosten Aufwand verursachte, und nach meinem Dafürhalten es recht gut angeht wenn die 1ste massive Brücke ganz einginge; so habe ich dieserhalb mit dem Herrn Senator Schumacher in Neu Kalden conferirt und derselbe hat mir eröfnet, daß der dortige Magistrat gar nichts gegen den Eingang dieser Brücke dawieder hätte, doch machte derselbe sich zur Bedingung, daß wenn das Großherzogliche Amt die massiven Seitenwände des Dams und das Straßenpflaster wieder in Stand setzten und zu beiden Seiten des Dams ein massives Geländer, soweit als das herrschaftliche Territorium ginge, fertigten der Magistrat solches für die Zukunft in Stand zu halten übernehmen wollte. Da aber alljährlich zum Frühjahr eine so sehr bedeutende Quantität Wasser in der Peene zuströmt daß selbiges durch die zu enge Brückenöfnung ueber der Peene nicht durchfließen könnte, sondern solches durch die 1ste massive Brücke mit durchgeflossen wäre, und beim Eingang dieser Brücke der Straßendamm daselbst in Gefahr kommen könnte; so müßte er auch die Bedingung hinzufügen, daß zur Verhütung möglichsten Unglücks die neu zu erbauende Brücke über der Peene um 1 Joch von 10 Fuß Breite erweitert würde.

   Da nun das Großherzl. Amt die 10 1/2 Fuß hohen kostspilig zu unterhaltende Schalungswände doch in Stande halten muß, so nach meinem Dafürhalten, zur Ersparung fernerer Unterhaltungskosten, und ueberhaupt auch wegen geringere Baukosten, es anzurathen diese gemachte Bedingungen einzugehn.

   Wenn nun diese Brücke ueber die Peene neu erbauet wird, so würde ich es doch nicht für zweckmäßig halten selbige wieder eben so wie die jetzige ist mit Hölzernen Bollwerk zu erbauen, zumal da selbige mindestens 10 1/2 Fuß hoch werden müßen, und das Holzwerck in und über der Erde gar zu bald wieder vergeht, weswegen daher in nicht gar lange Zeit abermalige große Reparaturkosten entstehen, sondern vielmehr, der Dauer und Ersparung des dazu erforderliche eichen Holzes wegen ist es gerathener diese Bollwerkswände massiv von Feldsteinen zu erbauen, wozu sich das Stein - Material in den herrschaftlichem Territorie Salem oder Schönkamp hinreichend vorfindet; die 4 Joch Oefnungen unter der Brücke könnten, der Kostenersparung wegen, alsdan von Holz erbauet werden.

   Noch bemerke ich gehorsamst, daß, da die Passage während des Baues der Brücke nicht gehemmt werden kann, eine Nothbrücke auf der Westseite der Brücke zu fertigen nöthig wird, wozu jedoch ein großer Theil des Holzes von der alten Brücke genommen werden kann. Es würde freilich sehr wünschenswehrt sein wenn der Bau dieser Nothbrücke unterbleiben und die Passage über die daselbst vor einigen Jahren erbaute Feldbrücke über die Peene gehen könnte, allein nach geschehener Untersuchung und Erkundigung trägt diese Brücke die nur von schwachen Holz, auf moddigen Grund erbauet ist, und wo die Brückenpfähle nur 10 Fuß lang mit einer Handramme eingeschlagen sind, keine große Lasten und Frachtwagen.

   Ein Großherzogl. Amt bitte ich nun gehorsamst um Erstattung des Berichts an das Hohe Collegium mit der Anfrage bei selbiges, ob diese Schälungsmauer massiv oder wieder von Holz gemacht werden soll, damit ich die Veranschlagung nach der hohen Bestimmung besorgen kann.

   Zur interemistische Reparatur dieser Brücke würden erforderlich sein:

30 Fuß eichen Holz   8 - 8 Zoll stark

  6 Ständer eichen Holz   9 - 9 Zoll und

12 Stück eichene Schelborten a 14 - 16 lang

   In der vorzüglichsten Hochachtung verbleibe

   ergebenst

   P. Leitner

   Dargun den 20sten August 1825“

Zeichnung von einer neu zu erbauenden Brücke über der Peene bei Neukalden (Landbaumeister P. Leitner, 1825)

"Zeichnung von einer neu zu erbauenden Brücke über der Peene bei Neukalden"

(Landbaumeister P. Leitner, 1825)

 

 

   Wie aus den folgenden Schreiben zu ersehen, war 1827 ein Neubau der hohen Brücke geplant:

 

   „An die h. Gl. Cammer

Dargun d. 11. April 1827

Bei dem Bau der großen Peenebrücke vor der Stadt Neukalden, auf dessen hohe Bewilligung wir heute ehrerbietigst angetragen haben, sind, der größeren Durchlässigkeit wegen, massive Steine, und Schälungswände projectirt, und es kömmt daher darauf an, auf welche Weise die erforderliche Feldsteine am vortheilsten und leichtesten anzuschaffen und zur Stelle zu bringen sind. Auf dem Neukaldeschen Stadtfelde finden sich nur wenig Steine und größtentheils nur auf den Ackerstücken der Bürger. Abgesehen nun davon, daß hier auf keinen Fall der ganze Bedarf zu erhalten sein würde, und selbst das Wenige von den Ackerstücken nur erst dann zu erhalten sein würde, wenn selbige vom Korn entblößt sind, so würde man doch immer nur durch Ankauf dazu gelangen können. Auf der Feldmark des Dorfes Salem fehlt es an Feldsteinen nicht, allein hier vertheuert die Entfernung von einer halben Meile die Kosten des Transports, und doch wird nichts andres übrig bleiben, als sie von dort zu holen. Hiebei aber treten folgende Verhältnisse ein. Die Dorffschaft Salem besteht nur aus 4 Hauswirthen, welche noch Extradienste ableisten, und würde daher mit ihren wenigen Gespannen eine graume Zeit auf den Transport zubringen müssen, wenn ihr derselbe in Catendienste aufgegeben würde, und in Betreff ihrer schwachen Pferde, welche auf eine halbe Meile nicht stark bleiben werden können, würde dieser Transport jedenfalls sehr kostbar werden. Noch mehr würde dies bei der Dorfschaft Warsow der Fall sein, welche zwar aus 6 Hauswirthen besteht, aber noch schwächere Pferde hat, und beinahe eine Meile von Salem entfernt ist. Alle übrigen Amtsdörfer sind noch weiter entfernt und können also gar nicht in Betracht kommen, ungeachtet wir sie in dieser Gelegenheit aus baarem Verdienst gerne benutzen ließen. Nach einer sorgfeltigen Prüfung aller dieser Verhältnisse haben wir daher einen Versuch gemacht, mit den Ackerbürgern in Neukalden die Anfuhr zu verdingen. Es gibt davon nämlich in Neukalden eine nicht unbedeutende Zahl und ihre zum Theil nur schlechten Pferde, sind an schwere Fuhren gewöhnt. Mit einem dieser Ackerbürger Namens Otto nun haben wir unter Vorbehalt hoher Genehmigung nach mehrmaligen Verhandlungen folgenden Accord geschlossen:

 

   1. Er übernimmt die Herbeischaffung aller zu der größeren oder sogenannten hohen Brücke erforderlichen Feldsteine.

   2. ihm werden diese Steine auf der Feldmark Salem an paßlichen Stellen angewiesen, und er besorgt alsdann nicht allein das Ausbrechen, sondern auch bei den größeren Steinen das Sprengen derselben.

   3. Er bedingt aber dahin, daß die Anfuhr vor der Erndte verlegt und beschafft werden müsse, und verpflichtet sich dann dafür zu sorgen, daß die Arbeit nie durch Mangel an Steinen aufgehalten werden solle.

   4. Sollte es sich nach vollendetem Bau ergeben, daß zuviel Steine angefahren wären, so wird es nicht verlangt, daß er diese zurücknehme, sondern er erhält auch dafür seine Bezahlung.

   5. Für das Ausbrechen, Sprengen, Aufladen, Anfuhr und Abladen der Steine erhält er a Cubikfuß 2 Rthlr. 9 Schilling, und wird bei der Berechnung der cubische Inhalt der Mauer, für welche der Maurer Bezahlung erhält, auch für ihn angenommen, ohne daß für die durch Mörtel und Spalten Zwischenräume Etwas in Abzug gebracht wird. Bei den etwa zuviel angefahrenen Steinen wird der cubische Inhalt eines jeden Steines besonders ausgemittelt und jeder Cubikfuß ebenfalls mit 2 Rthlr. 9 Schilling bezahlt.

   6. Zur Anfuhr und zum Ausbrechen der Steine erhält er das Holz zu 6 Schlenken und 12 Hebbäumen gegen das Stämmlohn, holt sich dasselbe aber selbst an, wenn es im Franzensberger und nicht in einer entfernten Forst angewiesen wird.

   Unser Versuch, einen wohlfeilen Accord zu erreichen sind fruchtlos geblieben, und wir können den obigen auch nicht unbillig finden, wenn wir die Entfernung, aus welcher die Steine geholt werden müssen, den Abnutz der Wagen, der Knechte, die Kosten des Lauf Lohns und Sprengens u.s.w., berücksichtigen, und das Gewicht des Cubikfußes Steine in der verschiedenen Mischung im Durchschnitt zu 150 Pfund und höchstens 16 Cubikfuß auf eine Fuhre nehmen. Ob diese Annahme richtig sei, müssen wir der höheren Einsicht überlassen, und bitten nur eventualiter um die hohe Genehmigung des Accords und um die hohe Verordnung zur Verabreichung des Holzes zu den Schlenken und der Hebebäume.

   Hiernächst wenden wir uns zu einem anderen ehrerbietigsten Vorschlage, welcher uns der Beachtung nicht unrecht scheint, weil er eine Ersparung, wenn auch endlichst nicht von Gelde, doch an Holz, zum Gegenstand hat.

   Es befindet sich nämlich unterhalb der hohen Brücke eine Feldbrücke, welche seit einigen Jahren auch für schwere Fuhrwerke eingerichtet ist. Durch Benutzung dieser Brücke würden die Materialien und Kosten der veranschlagten Nothbrücke erspart werden können, und wir haben Hoffnung von dem Magistrat zu Neukalden die Zustimmung zur einstweiligen Benutzung dieser Brücke zu erlangen, wenn wir autorisiert werden, zur Ausbesserung des Weges, welcher über selbige führt, und welcher durch das Befahren mit schweren Fuhrwerken leiden würde (zumal er ohnehin jetzt nicht dazu geeignet ist), eine vorbelassene Summe entweder aus der Baucasse, oder aus der Fuhr Casse zugestehen. Die Größe dieser Summe, welche auf keinen Fall die Kosten der Nothbrücke übersteigen müßte, würde durch eine nähere Behandlung, zu welcher wir uns ohne höhere Anweisungen (?) nicht berechtigt gehalten, möglichst billig auszumitteln sein, und erbitten wir dafür auch hierüber die hohe Resolution so ehrfurchtsvoll, als wir ersterben des Gh. Cammer Collegis ...

 

   An die Beamte zu Dargun, und

   den Landbaumeister Leitner zu Plau.

   Auf den Vortrag der Beamten zu Dargun und des Landbaumeisters Leitner zu Plau vom 11ten hujus, wird der Bau der neuen Brücke über die Peene vor der Stadt Neukalden, hiedurch bewilliget, und sind die veranschlagten Kosten respec. mit AchthundertDreiundVierzig Rthlr. 43 Schilling N 2/3 und EinhundertundDreizehn Rthlr. 19 Schilling N 2/3 falva liquidatione aus der Amts - Casse zu bestreiten. Da die Haltbarkeit des Belags der Brücken gewinnen wird, wenn sie überdämmet werden, so hat er, der Landbaumeister, die dazu erforderlichen Abänderungen noch zu treffen, überhaupt aber die, unmittelbare Leitung des Baues zu übernehmen.

   Der zurück erfolgende Riß ist demnächst zu reexhibiren.

   Schwerin, den 21ten April 1827.

   Zum Großherzogl. Mecklenbl. Cammer Collegio Allerhöchst verordnete Director, Vice - Director und Räthe.“

 

   Obwohl die Zustimmung zum Neubau der Brücke aus Schwerin vorlag, wurde der Bau aus Kostengründen immer wieder verschoben, und es blieb bei notdürftigen Reparaturen. Der Neukalener Magistrat schrieb dazu:

 

   „Aus glaubhaften Nachrichten erfahren wir, daß der Bau, der sogenannten Hohen - Brücke vor dem Mühlenthore hieselbst, welchen Hohe Großherzogliche Cammer in diesem Jahre intendiret hat, für jetzt nachbleiben soll.

   Wir kennen die Ursachen nicht, und äussern nur unser Bedauren über den Aufschub.

   Wenn aber einmal der, so hochnothwendige Neu - Bau aufgeschoben seyn soll und muß, so ist eine durchgreifende, höchst schleunig zu besorgende Reparatur unerläßlich.

   Zwei Löcher, in welchen Pferde, Wagen, Kühen, Menschen etc höchst unglücklich hätten seyn können, haben wir bereits, praeliminaviter et interimistive, aber nur schwächlich ausbeßern lassen, und behalten uns deshalb eine Liquidation (welche von keinem großen Belange seyn wird) bevor, aber jetzt werfen sich wieder neue Löcher, neue schadhafte Stellen auf, und die erste schwere Fuhre, kann unglücklich seyn für sich, und die Passage ganz unfahrbar machen.

   Wir ersuchen um schleunigste Abhülfe, und um Sicherstellung der Passage. - Wir würden uns im Entstehungs - Falle genöthiget sehen, die Wege - Commission aufmerksam auf diesen Punct machen zu müßen, als welche gemäß, dem Gesetze gemäß, nicht verfehlen würde, sofort die Brücke, welche schon mehrfach von Ihr getadelt worden ist, tüchtig repariren, und die Kosten (die vergrößerten) vom Großherzoglichen Amte Dargun beitreiben zu lassen.

   Wir versichern unsere Achtung

   Neukalden 12 Mai 1827

   Bürgermeister und Rath

   Petri   OFSchumacher   HFWillgohs

 

   Wir verkennen es nicht, daß das Großherzogliche Amt Dargun Namens hoher Cammer seit längeren Jahren schon theils unaufgefordert, theils von uns ersucht, mehrere Reparaturen an den Brücken hat vornehmen laßen, welche hart vor dem Mühlenthore hiesiger Stadt liegen, welche unter den Namen - Hohe Brücke und - Steinerne Brücke - bekannt sind, und welche in baulichen Zustande zu erhalten zur Competenz hoher Cammer gehöret.

   Wir verkennen es auch nicht, daß vor wenigen Tagen, wiederum eine Reparatur dort vorgenommen ist, durch welche allerdings für das Sommer halbe Jahr 1829 in Hinsicht auf den Vordamm gesorget worden, aber eben so wenig erwarten wir, daß das Großherzogliche Amt die bisher vorgenommene Reparaturen für hinlänglich halten werde.

   Schon das Bedürfniß einer jährlich wiederholten Reparatur zeigt es, daß das ganze Werk auf schwachen Füßen steht und nimmer wird es lange noch dauern können, selbst wenn jährlich daran gebauet und gebeßert wird.

   Wahr ist es zwar, ein hölzernes Haus läßt sich 1000 Jahre lang erhalten, wenn man immer einschiebt, verkalkt, versohlt, verstreicht etc und so also natürlich auch eine kleine Brücke, und wir müßen es uns gefallen laßen, daß unsere Brücken aussehen, wie sie mögen, wenn sie nur paßirbar sind, und dürfen wir es nur als Wunsch laut werden laßen, daß der in wenigen Jahren ganz unerläßliche Neubau bald vorgenommen werde, aber das können wir doch verlangen, daß die Brücken paßirbar sind.

   Es ist höchstwahrscheinlich dem Herrn Commissario der Wegebesichtigung zufällig die schlecht gewordene Beplankung der hohen Brücke nicht ansichtig geworden. Der nothwendige Vordamm ist besorgt, aber schwerlich hält diese Brücke ohne weitere Reparatur nicht noch ein Jahr aus, denn schon giebt es Stellen, auf derselben, welche man bequem mit einem gewöhnlichen Spatzierstock durchstoßen kann, und das ist doch ein bischen zuviel für 4 bis 5000pfündige Lasten von Salzfahrern, welche hier fast täglich durchkommen.

   Wir erwarten daher vom Großherzoglichen Amte die nothwendige neue Beplankung der Brücke, wenigstens auf den schadhaften Stellen sobald thunlich und obendrein, daß die gehörigen Anstalten zum völligen Neubau, welcher sodann Jahrelang alle Reparatur hinter sich läßt, getroffen werden.

   Fürs Erste wird ein ziemlich bedeutendes Flickwerk in den Oberplanken unerläßlich sein, und wir dürfen hoffen, daß unser Wunsch, die Hohe Brücke gut repariret zu sehen, um so mehr beachtet werden werde, als wir seit Jahren sehen, ab und zu bei kleinen Fehlern aus der Casse unserer Stadt, ohne Verbindlichkeit dazu zu haben, kleinere Reparaturen, sey es durch Vordämmen, Riegel einsetzen und Ausflicken von Planken, vorgenommen.

   Wir schliessen diese Zuschrift mit der Versicherung unserer nachbarlichen Ergebenheit.

   Neukalden 10 Juny 1829

   Bürgermeister und Rath

   Petri   OFSchumacher   HFWillgohs

 

   An die Beamte zu Dargun

   Zur Reparatur der Peene Brücke vor Neukalden wurden die veranschlagten Kosten von Einhundert und Siebenzehn Rthlr. 20 Schilling N/3 zu denen die Differenz des Kaufpreises der Ziegel zum Brenn- und Zählgeld hinzukommt, aus der Dargunschen Amts - Casse Liquidatione salva auf den Fall bewilligt, daß selbige bereits im Etat pro 1832/33 berücksichtigt worden. Sonst werden sie auf die Renterei angewiesen werden, weshalb Beamte sich binnen 14 Tagen hierüber zu erklären, zugleich aber die betreffende Bewilligungs - Verordnung vom 21. April 1827 nebst dem damals retradirten Baurisse zurückzugeben haben.

   Wegen der Holzmaterialien ist die abschriftlich angeschloßene Verordnung erlassen.

   Schwerin den 6. Aug. 1832.

   Großherzoglich Mecklenburgsche Cammer.

   Flotow

 

   G. P. M.

   Wir danken für die gefällige Notiz, daß die hohe Brücke hieselbst endlich einmal radical gebeßert werden soll, und sind wir in jedem Augenblik erbötig die Straße zu sperren und solche auch während des hoffentlich so schnell als möglich zu beendenden Baues auf einen Nebenweg und über eine Nebenbrücke zu legen.

    Dies hat zwar seine eigene Schwierigkeiten, sowohl für die hiesigen Bürger als für Durchreisende, aber sehr gerne wollen wir uns der damit verbundenen Mühe, die Stadt der damit verbundenen Kosten und für die Bürger und die Reisenden damit verbundenen Last unterwerfen, wenn nur endlich einmal die hohe Brücke in einen tauglichen Stand gesetzt wird.

   Wir freuen uns über den Entschluß des Großherzoglichen Amts, und werden beide Hände, so viel an uns ist, dazu bieten daß das häßliche Monitum gehoben werde und empfehlen uns ergebenst

   Bürgermeister und Rath

   Petri   OFSchumacher

   Neukalden den 20. October 1832

 

   Zum Großherzoglichen Amte Dargun

   Allerhöchstverordnete Herren.

   An der vor dem hiesigen Mühlenthore belegenen Brücke, welche über die Peene führt, ist ein mehrere Fuß tiefes Loch entstanden, welches fortwährend sich vergrößert und wodurch die Passage sehr gefährlich wird. Da einem Großherzoglichen Amte die Reparatur der schadhaften Stelle obliegt; so ersuchen wir darum ganz ergebenst: aufs Schleunigste die zu solcher Ausbesserung erforderlichen Vorkehrungen zu treffen.

   Hochachtungsvoll des Großherzoglichen Amts ergebenste zum Magistrat - Verordnete.

   Görbitz   OFSchumacher

   Neukalden den 17 Februar 1837

 

   Die neue Pflasterung der Mühlenstraße hieselbst erfordert die Erhöhung des Dammes auf einige Ruthen ausserhalb des Darguner Thores und zwar namentlich des bekanntlich schlechten Dammes auf der kleinen, dicht vor dem Thore belegenen, zum Großherzoglichen Amte Dargun gehörigen Brücke.

   Wir erlauben uns daher ergebenst anzufragen, ob wir die Erstattung dieser wohl keine 5 Rthlr. betragenen Kosten der neuen Pflasterung der gedachten Brücke aus der Amtskasse zu hoffen haben.

   Neukalden 6. Januar 1853.

   Bürgermeister und Rath

   LMau

 

   Auf das geehrte Anschreiben vom 17ten d. M. betreffend die Pflasterung der kleinen vor dem hiesigen Mühlenthore belegenen Brücke, erwiedern wir, daß da die Mühlenstraße beim Thore in Folge der neuen Pflasterung etwa 18 Zoll höher gelegt wurde, die Aufreissung des Pflasters auf der unmittelbar vor dem Thore befindlichen kleinen Brücke durchaus erforderlich ward, und die Wiederherstellung desselben sub spe rati bereits beschafft ist, indem sonst die Passage gehemmt sein würde.

   Was die gewünschten Beweisthümer hinsichtlich der Erhaltung der fraglichen beiden Brücken anbetrifft, so werden sich solche in der dortigen AmtsRegistratur eventualiter in der Registratur hoher Großherzoglicher Kammer zur Genüge vorfinden, wenn gleich das Durchlesen der alten hundertjährigen Acten etwas mühselig sein mag.

   Neukalden 23 Januar 1853

   Bürgermeister und Rath             LMau“

 

   Die beiden Peenebrücken vor dem Mühlentor wurden 1853 durch die Zimmermeister Benduhn und Stühm auf Kosten des Amtes Dargun repariert.

 

   „Bei dem ausserordentlich niedrigen Wasserstande in der Peene hat sich ergeben, daß in derselben unter der zum Großherzoglichen Amte Dargun gehörigen vorm hiesigen Mühlenthore belegenen s. g. hohen Brücke zahlreiche Pfähle, wie auch die hölzernen Spundwände zum Theil 2 Fuß aus der Erde hervorragen und dadurch den Abfluß des Wassers hindern. Da wir zu deren Fortschaffung nicht berechtigt sind, der Wasserlauf dadurch aber im hohen Grade gehemmt wird, so ersuchen wir das Großherzogliche Amt zu Dargun ergebenst gefälligst baldigst zur Beseitigung dieser Pfähle und sonstigen Holzwerkes unter der hohen Brücke die behufigen Verfügungen zu erlassen, zumal die Ablassung des Teterower Sees bevorsteht und dadurch eine bedeutende Wassermasse in die Peene abfließen muß.

   Neukalden den 7 Julius 1857

   Bürgermeister und Rath

   L. Mau“

 

   1859 brach der Zimmermeister David Stühm die große Peenebrücke teilweise ab. Im November 1859 war er mit der aufwendigen Reparatur fertig. Allerdings war die Brücke zwei Jahre später schon wieder an einigen Stellen schadhaft.

 

   Der längst überfällige Neubau der Peenebrücke wurde immer wieder verschoben; einmal aus Kostengründen, aber auch, weil die Brücke am Hafen für den wichtigen umzuleitenden Fahrzeugsverkehr über die Peene zu schwach war.

   In Vorbereitung des Straßenbaus von Neukalen nach Dargun sollte dann aber doch eine neue Brücke erbaut werden. Der Neukalener Magistrat schlug vor, die kleinere Brücke dicht am Mühlentor in diesem Zusammenhang eingehen zu lassen. Das herzogliche Amt in Dargun hatte Einwände:

 

   „Die vor dem hiesigen Mühlenthore befindliche, zum Großherzoglichen Amte Dargun gehörige kleine Brücke kann jetzt entbehrt werden, wodurch die jährlichen Erhaltungskosten gespart werden.

   Falls das verehrliche Großherzogliche Amt zu Dargun hierauf eingehen will, dürfte sich eine Besichtigung an Ort und Stelle wohl empfehlen um das Nähere mit uns zu besprechen.

   Neukalen 16 Junius 1862

   Bürgermeister und Rath                L. Mau

 

   Resp. dem Magistrat zu Neukalen.

   Auf die uns in dem geehrten Schreiben vom 16. d. M. betreffend die Fluthbrücke an dem dortigen Mühlenthore gemachte Praeposition sind wir nicht in der Lage eingehen zu können, da nach dem Erachten des Baubeamten diese kleine Brücke keineswegs entbehrlich ist. Vielmehr hat dieselbe den Zweck, bei eintretendem Hochwasser einen Theil der andrängenden Wassermasse abzuführen und dient also zum Schutz der Hauptbrücke.

   Wenn die Erreichung dieses Zweckes, der bei der Construction der alten Hauptbrücke nicht außer Acht gelassen werden darf, in den letzten Jahren dadurch illusiorisch gemacht ist, daß die Durchflußöffnung der kleinen Brücke durch Ablagerung von Bauschutt und Dünger seitens der Stadtbewohner verstopft worden ist, so müssen wir hieran das ergebenste Ersuchen schließen:

   Ein verehrl. Magistrat wolle dafür Sorge tragen, daß die Brückenöffnungen unverzüglichst durch Entfernung dieser Hindernisse wieder frei gelegt werden.

   D. 28 / VI 62.“

 

   Im Zusammenhang mit dem Bau des Neukalener Hafens gab es auch Überlegungen, einen Kanal vom Hafen bis nach Teterow zu ziehen und dazu die neue Brücke entsprechend einzurichten:

 

   „Da des Terrains wegen keine gewöhnliche Klappenbrücke gebaut werden kann, sondern des Canalbaues wegen auf eine Thorzugbrücke Bedacht zu nehmen ist, so wird meines Erachtens die Canalbaucomité bei der Anlage die Mehrkosten gegen eine gewöhnliche Chausseebrücke tragen, ebensowohl bei der demnächstigen Unterhaltung der Brücke nach demselben Verhältniß participiren müssen.

   Dargun den 23 April 1864“

 

   Die Darguner Amtsverwaltung schlußfolgerte 1864 aus der Meinung des Districtsbaumeisters:

   „... daß des Terrains wegen allerdings mit Rücksicht auf das Canalbau Project in der neu zu erbauenden Chaussee eine Thorzugbrücke erforderlich werden würde, da die Anlegung einer gewöhnlichen Clappenbrücke zum Durchlassen der Masten bei dem Verhältniß des Wasserstandes zu der Höhe des Plenums, in welchem die Brücke angelegt werden dürfte, nicht thunlich erscheint. Derselbe hat dabei zugleich seine Ansicht weiter dahin ausgesprochen, daß da, abgesehen von dem Canalbauprojekt nur eine einfache Chausseebrücke entstehenden Mehrkosten von den Canalbaucomité zu tragen sein dürften, welches ebensowohl bei demnächstiger Unterhaltung der Brücke nach demselben Verhältnisse wird zu participiren haben.

   Dieser Ansicht müssen wir gegenüber den Bitten des Vertrags für jetzt und mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Stand des Chausseeprojects uns lediglich anschließen, indem wir die angeführten Billigkeitsgründe, durch welche eine Uebernahme des ganzen Baues der Thorzugbrücke hoher Cammer auf ihre alleinige Kosten auszuführen zugemuthet wird, nicht als zutreffend anzuerkennen vermögen. Hauptinteressentin bei dem Canalbau ist jedenfalls die Stadt Neukalen. Deren geringe Bereitwilligkeit zur Förderung des Chausseebaues hoher Cammer bekannt ist...“

 

   Das Projekt, von Neukalen bis Teterow einen Kanal zu ziehen, kam nicht zur Ausführung.

 

   1866 wurde die Chaussee nach Dargun fertiggestellt. Im Zuge dieser Maßnahme wurde die große Peenebrücke vor dem Mühlentor abgerissen und ganz neu aufgebaut, während die kleinere Brücke vollkommen beseitigt wurde.

 

   Die hölzerne Peenebrücke aus dem Jahre 1866 stand bis zum 29.4.1956. Dann wurde sie abgerissen, da sie dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gerecht wurde. Während der Bauzeit mußten alle Fahrzeug über die Brücke am Hafen umgeleitet werden.

 

   Am 5.4.1957 erfolgte die Einweihung der neuen, 12 Meter breiten, Zweibogenbrücke für den öffentlichen Verkehr. Als erstes fuhr Bürgermeister Heinz Boek mit Vertretern der beteiligten Baufirmen im städtischen PKW über die Brücke.

Ansichtskarte (von 1910 oder etwas früher)

Ansichtskarte (von 1910 oder etwas früher)

 

 

Ansichtskarte (1912)

Ansichtskarte (1912)

 

 

Ansichtskarte (1924 oder etwas früher)

Ansichtskarte (1924 oder etwas früher)

 

 

Ansichtskarte (1925)

Ansichtskarte (1925)

 

 

Ansichtskarte (1943 oder etwas früher)

Ansichtskarte (1943 oder etwas früher)

 

 

Auf der 1866 erbauten Brücke

Auf der 1866 erbauten Brücke

 

 

Die 1866 erbaute Brücke

Die 1866 erbaute Brücke

 

 

Die 1956-1957 erbaute Brücke. Links die Pferdewagenwäsche

Die 1956 / 1957 erbaute Brücke. Links die Pferdewagenwäsche.

 

 

Ansichtskarte von 1964

Ansichtskarte von 1964

 

 

Die Zweibogen - Peene - Brücke (1)
Die Zweibogen - Peene - Brücke (2)

Die Zweibogen - Peene - Brücke

 

 

Die Peenebrücke (2008)

Die Peenebrücke (2008)

 

 

Die Brücke am Hafen

 

   Wie lange die alte Brücke aus der Slawenzeit, die etwa vom „Forsthof“ in Richtung Denkmal und weiter verlief 9), noch bestanden hat, ist unbekannt. Im Laufe der Zeit nach der Stadtgründung Neukalens ist sie jedenfalls verschwunden, ob durch natürlichen Verfall, Kriegseinwirkungen oder Feuer ist nirgends überliefert. Als vom herzoglichen Amt in der Nähe des heutigen Hafens eine einfache neue Brücke errichtet wurde, bezeichnete der Volksmund diese in Erinnerung an die vergangene Brücke aus der Slawenzeit als „Fallbrücke“ 10). Irgendwann konnte man mit dem Begriff „Fallbrücke“ aber nichts mehr anfangen und sprach immer mehr von einer „Feldbrücke“, was jedoch auch keinen richtigen Sinn machte.

 

   Ende des 16. Jahrhunderts hat es die Brücke am Standort der heutigen Hafenbrücke auf jeden Fall bereits gegeben, denn es wurde ein Damm vom östlichen Ausgang der Amtstraße zu dieser Brücke hin angelegt 11).

 

   Nach der Verlegung der herzoglichen Amtsverwaltung von Neukalen nach Schlakendorf 1756 wurde die „Feld - Brücke“ mit dem davor und dahinter liegenden Weg vom Amt an die Stadt übergeben. Nun hatte die Stadt für den Erhalt dieser Brücke zu sorgen. Sie mußte immer wieder ausgebessert werden. 1847 heißt es in einem Ratsprotokoll: „Man erkannte die Nothwendigkeit der Reparatur dieser bereits in schlechten Zustande befindlichen Brücke und soll solche, wenn möglich, noch in diesem Jahre beschafft werden.“

 

   1891 beschloß der Magistrat „die Pflasterung der Strecke am neuen Bollwerk des Hafens, so wie der Strecke von dem Damm bis zur Waage 12) nach der Feldbrücke mittelst halber Kopfsteine zu pflastern.“

 

   1894 wurde die Feldbrücke nach einem Entwurf des Zimmermanns Benduhn neu gebaut. 1921 mußte der Bohlenbelag erneuert werden.

 

   1933 wurde die Feldbrücke am Hafen abgerissen und vom Zimmermeister Fritz Keding neu erbaut.

   Als die alte Hauptbrücke 1956 für einen Neubau abgerissen werden mußte, wurde der Verkehr über die Brücke am Hafen geleitet. Die Brücke war breit genug für kleine LKW, Pkw und Pferdefuhrwerke. Allerdings war nach der Umleitung der Bohlenbelag so stark verschlissen, daß er erneuert werden mußte. Diese Brücke von 1933 bestand bis 1986. Dann war sie so marode, daß sie gesperrt und im Herbst 1986 abgerissen werden mußte.

   Ein Neubau war nicht so einfach und verzögerte sich; Geld und Material fehlte. Peter Schmidt, Besitzer der Hafengaststätte, war mit diesem Zustand sehr unzufrieden. Er ergriff die Initiative. Aus dem Armee-Objekt der Nationalen Volksarmee (NVA) in Basepohl besorgte er eine Fußgängerbrücke, die einmal für militärische Zwecke gebaut worden war, aber nicht mehr gebraucht wurde. Im Mai 1987 begannen der VEB (K) Bau Malchin, die Kreisstraßenmeisterei, der Schmiedemeister Günter Brinkmann und Peter Schmidt mit dem Aufbau dieser Brücke. Der Schüler André Lipka erledigte die Anstricharbeiten. Am 1. September 1987 wurde die neue Brücke über die Peene gelegt und für den öffentlichen Fußgänger- und Fahrradverkehr freigegeben. Sie hielt 30 Jahre. 

 

   Auf Grund ihres schlechten Zustandes wurde sie am 20.3.2017 gesperrt und abgenommen. Bereits am 12.5.2017 erfolgte die Freigabe einer neuen Brücke, welche nach den Plänen des Bau-Ingenieurs Horst Henke errichtet worden war.

 

Auf dieser Ansichtskarte von 1900 ist rechts oben die alte Brücke am Hafen zu sehen, welche 1933 abgerissen wurde

Auf dieser Ansichtskarte von 1900 ist rechts oben die alte Brücke am Hafen zu sehen. welche 1933 abgerissen wurde.

 

 

Dieser Entwurf zum Neubau einer Brücke am Hafen stammt vom Juni 1929 (1)
Dieser Entwurf zum Neubau einer Brücke am Hafen stammt vom Juni 1929 (2)
Dieser Entwurf zum Neubau einer Brücke am Hafen stammt vom Juni 1929 (3)

Dieser Entwurf zum Neubau einer Brücke am Hafen stammt vom Juni 1929.

 

 

Blick zur Brücke am Hafen (1980)

Blick zur Brücke am Hafen (vor 1945).

 

 

Die Brücke am Hafen (um 1955)

Die Brücke am Hafen (um 1955).

 

 

Die Feldbrücke am Hafen (um 1960)

Die Feldbrücke am Hafen (um 1960).

 

 

Die Feldbrücke am Hafen (1965)

Die Feldbrücke am Hafen (1965).

 

 

Die Brücke am Hafen (1980)

Die Brücke am Hafen (1980).

 

 

Abriss der alten Brücke am Hafen in Herbst 1986

Abriss der alten Brücke am Hafen im Herbst 1986.

 

 

Die 1987 erbaute Brücke am Hafen (Foto von 2004) (1)
Die 1987 erbaute Brücke am Hafen (Foto von 2004) (2)

Die 1987 erbaute Brücke am Hafen (Foto von 2004).

 

 

Einweihung der neuen Hafenbrücke am 12. Mai 2017

Einweihung der neuen Hafenbrücke am 12. Mai 2017.

 

 

Die Fußgängerbrücke

 

   Diese Brücke wurde um 1900 eingerichtet. Sie führte zur früheren Badeanstalt an der Peene und war anfangs nur ein einfacher schmaler Übergang ohne Geländer. 

   1912 richtete sich der „Gemeinnützige Verein“ an den Magistrat und bat „die Brücke von der Bleiche über die Peene verbreiten und auf beiden Seiten mit einem Geländer versehen zu lassen. Wie die Brücke augenblicklich ist, bildet sie für Kinder und nicht schwindelfreie Personen eine Gefahr, den Beweis kann Herr Gärtner Brümmer bringen, er hat im vorigen Jahre drei oder vier Personen, die von der Brücke ins Wasser gefallen waren, aufs Trockene gebracht, ein Kind ist dabei in größter Lebensgefahr gewesen.“

   Noch im selben Jahr wurde eine sichere Fußgängerbrücke hergestellt, die zuletzt 2009 gründlich erneuert wurde.

 

 

Ansichtskarte, etwa 1935

Ansichtskarte, etwa 1935.

 

 

Der alte Birkenweg zur Fußgängerbrücke (1955)

Der alte Birkenweg zur Fußgängerbrücke (1955).

 

 

Die Fußgängerbrücke (1955)

Die Fußgängerbrücke (1955).

 

 

Ansichtskarte, 1956

Ansichtskarte, 1956.

 

 

Auf der Fußgängerbrücke (um 1958)

Auf der Fußgängerbrücke (um 1958).

 

 

Die Fußgängerbrücke (um 1960)

Die Fußgängerbrücke (um 1960).

 

 

Die Fußgängerbrücke (1963) (1)

Die Fußgängerbrücke (1963).

Die Fußgängerbrücke (1963) (2)

Die Fußgängerbrücke (1963).

 

 

Die Fußgängerbrücke (1979)

Die Fußgängerbrücke (1979).

 

 

Die Fußgängerbrücke (1998)

Die Fußgängerbrücke (1998).

 

 

Die Fußgängerbrücke (2009)

Die Fußgängerbrücke (2009).

 

 

Die Eisenbahnbrücke

 

   Diese Brücke wurde 1907 für die Eisenbahnlinie  Malchin - Dargun  zur Überbrückung der Peene gebaut. Laut Kostenvoranschlag sollte ihr Bau 13000 Mark kosten. Seit der Stilllegung der Bahnstrecke Malchin - Dargun 1996 gibt es hier keinen Zugverkehr mehr.

Die Eisenbahnbrücke (2008)

Die Eisenbahnbrücke (2008).

 

 

Die Eisenbahnbrücke (2013)

Die Eisenbahnbrücke (2013).

 

 

 

1) Die aus einem Mauersteingewölbe bestehende kleinere oder vorderste Brücke wurde 1866 im Zusammenhang mit dem Straßenbau nach Dargun beseitigt. 1730 ist von einer hintersten und einer vordersten Brücke die Rede.

2) Standort der heutigen Hauptbrücke,  früher „Hohe Brücke“ genannt.

3) Heute befindet sich hier das Anglerheim.

4) Zu dieser Zeit waren Otto Friedrich von Thun Hauptmann und Balzer David Grell Amtmann in Neukalen.

5) Salzfahrer aus Bad Sülze.

6) Zoll.

7) Für die Zolleinnahmen in Neukalen waren zuständig: Bürgermeister Friederich Bischoff (bis 1785), Bürgermeister Joachim Christian Bischoff (ab 1785 bis 1801), Johann Friedrich Müller (ab 1801 bis 1849), Christian Wiedow (ab 1850 bis 1852), Augustus William Danne (ab 1852 bis 1856), Wilhelm Paschen (ab 1856 bis 1864), Ludwig Vollrath (ab 1864 bis 1871).

Torwärter und Zolleinnehmer am Mühlentor waren: W. Gülzow (1797 bis 1815), Johann Christian Gütschow (ab 1815 bis 1838+), Carl Friedrich Runge (ab 1838 bis 1842+), Georg Friedrich Wilhelm Stumpf (ab 1843 bis 1866+).

 8) Objektlohn.

  9) Siehe Beitrag „Die Neukalener Gegend zur Slawenzeit“.

10) 1654: „bey der Fallbrücke“, 1720 "Wiesen bey der Fallbrücken". Es hat wohl zur Slawenzeit hier eine Fallbrücke bestanden. 

11) 1695: “felbrügge dam”.

12) Nach der Einrichtung des Hafens in den Jahren 1863 bis 1866 gab es hier auch eine Waage für die Verwiegung der Fuhrwerke.