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Zur Geschichte der Apotheke in Neukalen

 

Wolfgang Schimmel

 

   Seit 1795 gibt es eine Apotheke in Neukalen. 1795 kam der Kaufmann Johann Carl August Giffenig (geb. am 16.5.1768 in Ribnitz) nach Neukalen und erwarb ein Haus in der Malchiner Straße. Mit Unterstützung des Rates der Stadt richtete er hier die erste Apotheke in Neukalen ein. Er erhielt besondere Freiheiten und Rechte sowie ein Privilegium des Landesherrn. Am 25.9.1797 erwarb er das Bürgerrecht. In einer kleinen Stadt wie Neukalen war es allerdings unmöglich, nur von der Herstellung und dem Verkauf von Arzneimittel leben zu können. So handelte Giffenig nebenbei auch noch mit Essig, Wein, Limonade, Gewürze, Sämereien, Tabak, Pfeifen, Kerzen und anderen Dingen. Außerdem betrieb er etwas Landwirtschaft und hielt den Stadteber. Eine gewisse Konkurrenz stellten einige Schutzjuden dar, die teilweise auch mit Medizin, Bandagen usw. handelten (1807 z.B. Hirsch Salomon). 1803 ließ Giffenig das alte Haus abreißen und auf dem Platz ein neues Gebäude errichten, welches noch heute steht (Straße des Friedens 7).

 

   Der Kaufmann und Apotheker Giffenig hatte es nicht leicht in seinem Leben. Immerhin hatte er neun Kinder zu ernähren, und seine erste Frau war früh verstorben. Während der Franzosenzeit hatte er besonders viel zu leiden. Sein Geschäft lag direkt an der Hauptstraße, und jede durch die Stadt ziehende Truppe bediente sich hier umsonst. 1812 verkaufte er das Apothekerprivilegium an den Apotheker Heinrich Friedrich Hermes. Mit dem Geld konnte er noch einige Jahre als Kaufmann leben, mußte aber so um 1824 Concurs anmelden. Er starb etwa 1831. Sein Haus erstand der Hofrat Bölckow zu Gnoien und verkaufte es 1833 an den Ölmüller Jochim Christian Schröder.

 

   Der Kaufmann Heinrich Friedrich Hermes (geb. 18.1.1780 in Belitz) kaufte das Apothekerprivilegium dem Apotheker Giffenig ab, welches ihm am 5.6.1812 vom Rat der Stadt und vom Landesherrn dann auch offiziell verliehen wurde. Trinitatis 1812 lieh sein Vater, der Prediger Hermes zu Belitz, ihm die 1450 Reichsthaler zum Kauf des Hauses in der Mühlenstraße zwischen Madam Justus und Bäcker Mahns von den Kielmannschen Erben. Am 1.7.1812 zog der Apotheker Hermes mit seiner Familie in dieses Haus und richtete hier im Erdgeschoß eine Apotheke ein.

 

In diesem Haus war von 1812 bis 1860 die Apotheke untergebracht

 

In diesem Haus war von 1812 bis 1860 die Apotheke untergebracht
(Foto von 1983, das Haus wurde 1985 abgerissen)

 

 

   Auf Grund seiner hohen Verschuldung hob er am 16.8.1813 die bestehende Gütergemeinschaft mit seiner Frau Wilhelmine Louise Christiana, geb. Stüdemann auf. Es haftete danach jeder der beiden Eheleuten mit seinem eigenen Vermögen für die Bezahlung der von ihm selbst verursachten Schulden.

 

   Beim Apotheker Hermes war als Provisor Johann Struve beschäftigt, welcher schon beim Apotheker Giffenig in die Lehre gegangen war. Nachdem der Apotheker Hermes sein Examen beim Kreis Physicus Dr. Krüger bestanden hatte, durfte er auch Lehrlinge ausbilden. Er betrieb ebenfalls etwas Landwirtschaft, hielt nebenbei einen Stadteber und verkaufte auch andere Handelswaren.

   Bis 1830 waren die Apotheker in Mecklenburg zugleich Kaufleute, die besonders in den Kleinstädten auf den Handel angewiesen waren.

   Nach der vom Großherzog Friedrich Franz I. am 18.2.1830 herausgegebenen neuen Medicinal-Ordnung, welche die ältere vom 20.7.1751 außer Kraft setzte, wurde den Apothekern in Mecklenburg der Handel mit Weinen, Gewürzen und sonstigen Waren verboten; es sei denn, hierfür wäre ein abgesonderter Raum und ein eigener Aufwärter vorhanden. Von der Regierung in Schwerin wurden Listen herausgegeben, auf welchen die in Apotheken vorrätig zu haltenden Arzneimitteln verzeichnet waren und auch solche, die nur auf ärztliche Verordnung abgegeben werden durften. Regelmäßig führte der Kreisphysicus Revisionen in den Apotheken seines Bereiches durch. Dem Apotheker in Neukalen war es aber finanziell kaum möglich, die in den Revisionsprotokollen enthaltenen Mängel zu beseitigen. Jeder Apotheker oder Provisor mußte vor der Obrigkeit des Ortes seiner Niederlassung einen Eid ableisten.

 

   Bei der Rekonstruktion der Apotheke im Jahre 1964 fand man ein Bittgesuch des Apothekers Hermes, welches er 1835 an den Großherzog eingereicht hatte. Er bat in diesem Schreiben, daß er neben Arzneimitteln auch andere Waren wie Essig, Weine, Gewürze, Sämereien und so weiter anbieten dürfe. Sein Gesuch begründete er damit, daß er mit den täglich vier bis fünf anzufertigenden Rezepturen des einzigen ansässigen Arztes nicht den Verdienst hätte, den er brauche, um seine zahlreichen Kinder ernähren zu können. Er war bei Kontrollen durch den Kreisphysicus immer wieder mit den harten Vorschriften der neuen Medicinal-Ordnung von 1830 in Konflikt geraten.

 

   Der Magistrat erhielt 1839 folgendes Schreiben:

 

   "An den Magistrat zu Neukalden

   Paul Friederich von Gottes Gnaden Großherzog von Mecklenburg pp.

   Wohlgelahrter, Ehrsame, liebe Getreue! Zu eurer Nachricht und Nachachtung notoficiren Wir euch hiedurch, daß dem dortigen Apotheker Hermes bei der heutigen Bestätigung seines Apotheker - Privilegiums die fernere Betreibung des Gewürz- und Material-Waaren-Handels untersagt worden ist.

   Gegeben Schwerin, am 7. Februar 1839

   Großherzogl. Meckl.,zur Regierung verordnete

   Präsident, Geheime- und Räthe."

 

   Der Neukalener Magistrat setzte sich für seinen Apotheker ein und schrieb:

 

   "Dem Herrn Apotheker Herms hieselbst bezeugen wir hiedurch auf Verlangen: daß er, soviel uns bekannt, weder als Apotheker noch bey der Führung des ihm früher gestatteten Gewürz- und Materialhandels etwas verschuldet hat. Derselbe hat sechs noch unversorgte Kinder, und würde, angestellten Nachforschungen zufolge, seine Existenz, wenn ihm die Betreibung des Gewürz- und Materialhandels untersagt bleiben sollte, dadurch gefährdet werden.

   Neukalden den 4. May 1839

   Der Magistrat"

 

   Daraufhin wurde der Handel mit Gewürz- und Handelswaren weiter gestattet:

 

   "An den Apotheker Hermes zu Neukalden.

   Auf Ihren weitern Vortrag vom 7 Mai d. J. soll Ihnen nunmehr die Fortsetzung des Material- und Gewürzwaarenhandels unter der medicinalordnungsmäßigen Bedingung, zu diesem Zweck ein abgesondertes Zimmer und einen eignen Aufwärter zu halten, für Ihre Person dispensando gestattet sein.

   Schwerin, am 2 Juli 1839

   G. W. L. R."

 

   Apotheker Hermes richtete es nun so ein, daß auf der einen Seite des Flures eine kleine Durchreiche für den Verkauf der Medizin vorhanden war und auf der anderen Seite der Verkaufsraum für die verschiedensten Handelswaren. 1844 übernahm sein Sohn, Ernst Gustav Georg Hermes (geb.11.9.1814, gest. 2.4.1891) das Apothekerprivilegium.

 

   Um 1860 kaufte der Apotheker Hermann Reinhardt das Haus Nr. 171 (heute Markt 14). Er übernahm das Privilegium vom Apotheker Hermes, welcher danach als Kirchenökonomus tätig war. In dem Haus am Markt richtete Reinhardt nun die "Ratsapotheke" ein, wie sie in ihrer Ausstattung den älteren Einwohnern noch bekannt sein dürfte. Hermann Reinhardt wurde zum Senator gewählt und verpachtete deshalb die Apotheke an den Apotheker Rudolf Abt. Ab 1.1.1884 übernahm Reinhardt wieder die Apotheke und verkaufte sein Haus mit Apotheke an Dr. Hermann Friedrich Carl Christian Lönnies (geb. 3.2.1854 in Tribsees):

 

   "An den Magistrat zu Neukalen.

   Der Apotheker Reinhardt in Neukalen hat sein ihm eigenthümlich gehörendes Wohnhaus nebst der darin befindlichen Apotheken - Einrichtung und den vorhandenen Waren an den Apotheker Dr. Hermann Lönnies verkauft und zu Gunsten desselben auf seine Apotheker - Concession verzichtet. Letzterem ist darauf unter heutigem Datum die Concession zur Haltung einer Apotheke in Neukalen ertheilt.

   Der Magistrat zu Neukalen wird hierdurch beauftragt, den p. Lönnies sogleich nach erfolgter Uebernahme der Apotheke, nach dem beifolgenden Formular zu beeiden und über die Ausrichtung dieses Auftrages demnächst anher zu berichten.

   Schwerin, den 19. December 1884.

   Großherzoglich Mecklenburgsches Ministerium, Abtheilung für Medicinal - Angelegenheiten.

   Buchna"

 

   Die beigefügte Eidesformel lautet:

 

   "Ich gelobe und schwöre, daß ich nach allen meinen Kräften die Verpflichtungen meines Amtes und meiner Kunst mit Treue, Pünktlichkeit und Eifererfüllung, die Officin - Bedienten gleichfalls dazu anhalten und den das Apothekergewerbe betreffenden Vorschriften der Landes- und Reichsgesetze in allen Punkten nachkommen will.

   So wahr mir Gott helfe und sein heiliges Wort!"

 

   Die Ratsapotheke am Markt wechselte in den folgenden Jahren noch häufig den Besitzer, wohl ein Zeichen dafür, daß in Neukalen kein Reichtum zu erwerben war.

 

Annonce aus dem

 

Annonce aus dem "Neukalener Wochenblatt" von 1909

 

Apotheke um 1930

 

Apotheke um 1930

 

 

 

Apotheke 1960

 

Apotheke 1960

 

Die Apotheke am Markt 1981

 

Die Apotheke am Markt 1981

 

 

 

Die Rats - Apotheke Neukalen nach 1945

 

Herbert Michel

 

   Der letzte Apothekenbesitzer war Herr Apotheker Carl Creutz. Während des Kriegsendes im Mai 1945 wählte er durch Einnahme von Gift den Freitod.

 

   Danach wurde die Rats - Apotheke Neukalen als erste Apotheke im Kreis Malchin in staatliche Verwaltung übernommen. Die anderen Apotheken folgten erst später.

 

   Die damalige Landesregierung Mecklenburg setzte als ersten staatlichen Leiter Herrn Apotheker Ernst Mex ein. Unter schwierigen Bedingungen begann er seine Tätigkeit. Als Mitarbeiter hatte er zeitweise nur Hilfskräfte, denen er seine langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse vermittelte. Auch der bauliche Zustand der Apotheke war schlecht. Ständig herablaufendes Regenwasser hatte die Wand zum Nachbargrundstück völlig durchfeuchtet. So konnten die verquollenen Schubladen der alten Holzeinrichtung kaum noch bewegt werden. Die Materialkammer war nur über den Flur zu erreichen, andere Räume nur über den Hof.

 

 

Bitte um Torflieferung des Apothekers Ernst Mex vom 2.12.1949

 

Bitte um Torflieferung des Apothekers Ernst Mex vom 2.12.1949

 

 

   Im Jahre 1952 wurde Herr Apotheker Mex mit der Leitung der Apotheke in Dargun beauftragt. Zunächst beaufsichtigte er die Apotheke Neukalen noch mit. 1954 wurde dann die Apotheke Neukalen Zweigapotheke der Rats - Apotheke Malchin.

 

   Leiter der Zweigapotheke Neukalen war von 1954 bis zu seinem Tode im Jahre 1962 Herr Martin Gottschick. Herr Gottschick hatte das pharmazeutische Vorexamen abgelegt. Nach dem Tode von Herrn Gottschick wurde die Apotheke Neukalen von Mitarbeitern der Rats - Apotheke Malchin betreut. Herr Apotheker Hans Rademacher aus Malchin war als kommissarischer Leiter eingesetzt worden.

 

   Seiner Tatkraft ist es zu verdanken, daß nun ernsthafte bauliche Verbesserungen geschaffen wurden. Herr Rademacher hatte beim Rat der Stadt als Eigentümer des Apothekenhauses und Grundstückes eine vollkommene Rekonstruktion der Apothekenräume und eines großen Teiles des Hauses erwirkt. Diese Bauarbeiten wurden in den Jahren 1962 bis 1964 durchgeführt.

 

   Zunächst war eine vollständige Untermauerung im Erdgeschoß notwendig. Die Lehmfachwerkwände wurden durch massives Mauerwerk ersetzt. Die Kosten für diese Arbeiten wurden durch den Rat der Stadt bzw. durch den damaligen Rat des Kreises getragen.

 

   Aus dem ehemaligen Kohlenlager entstand ein modernes Laboratorium. Eine Zentralheizung mit Brikettfeuerung wurde eingebaut. Die Apothekenräume wurden durch Wanddurchbrüche so miteinander verbunden, um einen guten Arbeitsablauf zu erreichen.

 

   Die Arzneimittelversorgung wurde während der Bauarbeiten in einem Raum des damaligen Landambulatoriums durchgeführt

 

   Nach der Rekonstruktion der Neukalener Apotheke konnte diese wieder mit einem Apotheker besetzt werden und erlangte ihre Selbständigkeit zurück.

 

   So hatte ich die Möglichkeit, die Apotheke Neukalen am 1.10.1964 als staatlicher Leiter zu übernehmen.

 

   Zu Beginn meiner Tätigkeit wurde die noch von Herrn Rademacher bestellte Apothekeneinrichtung geliefert und aufgestellt. Damit waren für die damalige Zeit gute Arbeitsbedingungen geschaffen worden, und es begann ein neuer Abschnitt nach der schwierigen Nachkriegszeit.

 

 

 

Die Apotheke in Neukalen nach der Wende

 

Herbert Michel - 1995

 

 

   Zu Beginn des Jahres 1990 stand fest, daß es im vereinten Deutschland die staatlichen Apotheken der DDR nicht mehr geben wird. Für die ostdeutschen Apotheker bedeutete dies, daß sie sich in relativ kurzer Zeit eine neue Existenz schaffen mußten. Es gab nur die Möglichkeit, die bestehenden Apotheken von der Treuhand zu kaufen oder neue Apotheken zu gründen. Nur in wenigen Ausnahmefällen konnten ältere Apotheker als Verwalter einer Treuhand - Apotheke für kurze Zeit tätig sein.

 

   Diese grundlegende Umwälzung der Eigentumsverhältnisse brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Es wurde dann aber doch ein gangbarer Weg gefunden. So konnte ich nach einigen Verhandlungen ab November 1990 die Rats - Apotheke Neukalen privat übernehmen. Kurz danach erfolgte der Abschluß des Kaufvertrages zwischen der Treuhand und mir. An diesem Neubeginn stand die Frage, ob sich die Apotheke unter den neuen Bedingungen in dem kleinen Städtchen Neukalen mit geringer Einwohnerzahl wirtschaftlich stabil entwickeln wird. Diese Frage kann heute mit "ja" beantwortet werden.

 

   In diesem Zusammenhang möchte ich allen Patienten und Kunden aus Neukalen und der näheren Umgebung danken, die ihrer Apotheke auch nach der Wende die Treue gehalten haben.

 

   Gleicher Dank gilt den Apothekenmitarbeitern für ihren Aufbauwillen und den früheren Mitarbeitern, die sich inzwischen im Ruhestand befinden.

 

   Den größeren Anforderungen der neuen Zeit genügte die Apotheke nicht mehr. In den Jahren 1991/92 wurden im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten verschiedene Modernisierungen in den Betriebsräumen durchgeführt, insbesondere die Installation einer leistungsfähigen EDV - Anlage.

 

   Im Jahre 1993 konnte ich dann auch das Apothekenhaus kaufen. Zunächst war es nötig, das schadhafte Dach und die beiden Giebel zu sanieren. Diese Arbeiten wurden 1993/94 von der Neukalener Dachdeckerfirma Eberhard Zingelmann in guter Qualität ausgeführt. Probleme mit Baumaterial gehörten ja nun zum Glück der Vergangenheit an.

 

   Es sind noch weitere Modernisierungen in der Apotheke und Baureparaturen am Haus geplant. Die Aufträge werden zum großen Teil an Neukalener Handwerker vergeben.

 

    So hoffe ich, daß die Neukalener Apotheke ihre zweihundertjährige Tradition fortsetzen wird und auch in den kommenden Jahren - über die Jahrtausendwende hinaus - in der Lage ist, ihre Aufgaben für die Einwohner von Stadt und Umgebung zu erfüllen.

 

Die Apothekenbelegschaft 1995

 

Die Apothekenbelegschaft 1995
(von links: Barbara Schwarz, Wera Michel, Iris Weykenat, Herbert Michel, Adelheid Knittel. Es fehlt: Christine Michel)

 

 

Die Namen der Apotheker in Neukalen seit 1795:

 

Johann Carl August Giffenig              

1795 - 1812

 

Heinrich Friedrich Hermes                 

1812 - 1844

 

Ernst Gustav Georg Hermes              

1844 - 1858

 

Hermann Gustav Reinhardt               

1858 -     ?

 

Rudolf Abt                                           

?     - 1883

 

Hermann Gustav Reinhardt

1884

 

Dr. Hermann Lönnies                         

1885 - 1895

 

Ernst Bethe                                        

1895 - 1896

 

Hans Burmeister                                

1897 - 1898

 

Dr. Wilhelm Heinrich Carl Pogge        

1899 - 1900

 

Helmuth Breusing                              

1900 - 1902

 

Paul Hoffmann                                   

1902 - 1905

 

Johann Schneider                              

1906 - 1908

 

Wilhelm Draesel                                 

1909 - 1910

 

Erwin Bernecker                                

1911 - 1913

 

Otto Fick                                            

1914 - 1916

 

Erwin Bernecker                                

1917 - 1920

 

Carl Creutz                                         

1920 - 1945

 

Ernst Mex                                           

1945 - 1954

 

Martin Gottschick                               

1954 - 1962

 

Hans Rademacher

1962 - 1964

 

Herbert Michel                                   

1964 - 2004

 

Veronika Kaminsky                              

1.9.2004 - 31.7.2015

 

Franziska Martens

ab 1.8.2015