Veranstaltungstipps

 

Ehrenbuch der Peenestadt Neukalen

 

 

2025

Ulbricht, Andreas

 

Andreas Ulbricht

 

   Robert Gilbert schrieb einst diese Zeilen für ein Lied in dem Klassiker “Die drei von der Tankstelle“:

   „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.

Ein Freund bleibt immer Freund, auch wenn die ganze Welt zusammenfällt.“

   Dieser gute Freund war Andreas Ulbricht nicht nur für viele Menschen, er war auch ein guter Freund unserer Peenestadt. Er liebte seine Heimatstadt von Kindesbeinen an, war stets mit dabei, wenn es hieß anzupacken. Im letzten Drittel seines viel zu kurzen Lebens bannte er das Leben dieser Liebe in Abertausende von Bildern.

   Andreas und seine Kamera gehörten zum Stadtbild. Er war ein fotografischer Bildhauer der Neuzeit. Seine Bilder aus dem Stadtgeschehen hielten die Einheimischen auf dem Laufenden und für die Fortgezogenen war es die bildliche Verknüpfung mit der zurückgelassenen Heimat.

   Andreas war über viele Jahre ein sehr aktives Mitglied der Neukalener Schützenzunft von 1692, war dort schon von der Aufarbeitung der Geschichte begeistert. Das war für ihn der Start in die eigene Karriere. Die Heimatforscher der Zukunft sollten es mit Bildern leichter haben und so begann sich "Andreas Ulbricht Photographie" mit Leben, mit Bildern zu füllen.

   Seine gutmütige Art, seine Lebensenergie, sein Lachen, sein Optimismus, all das floß in seine Fotografien mit ein. Ob Sport, Heimat, Carneval, Häfen, Feste, Adventskalender, Restaurants und so vieles mehr. Bilder voll mit Leben.

   Die Bedeutung seines sowas von zeitintensiven Hobbys werden die kommenden Generationen zu schätzen wissen. Dies ist sein Erbe, das sollten wir bewahren.

   „Fotografie ist magisch, wie eine Zeitkapsel. Wie etwas, das den Moment am Leben erhält.“ (Lenny Kravitz)

   Ganz viele dieser Momente aus unserer Heimat haben wir unserem guten Freund Andreas Ulbricht zu verdanken. Seine Bilder sind unsere Rückfahrkarte zu diesen und wir sollten diese Welt zusammenhalten.

                                                Unterzeichnet Regina Ulbricht

   Neukalen, den 18.12.2025

Zingelmann, Eberhard, Dachdecker

Eberhard Zingelmann

 

   Verneigt EUCH tief und soweit es geht, vor einem der über Euch “steht“!

   Treffender kann man nicht auf das Lebenswerk vom Neukalener Urgestein Eberhard Zingelmann zurückblicken.

   Das “über Euch steht“ hat natürlich symbolischen Charakter, das bringt der Hauptteil des Lebensinhalts von Eberhard nun mal mit sich. Der Meister der Dächer!!! Es gibt nur ganz wenige Dächer in unserer Peenestadt, auf dem der Meister nicht gewerkelt hat. Ein Fachmann vor dem Herrn, von dem auch wir anständig was gelernt haben. Apropos Herrn, ja auch die Kirche war sein zu Hause, war er doch ewig im Kirchenrat der evangelischen Kirche und auch das Gotteshaus selber ist durch seine bzw. die Arbeit seiner “Jungs“ mit einer schicken Dachhaut versehen. Immerhin gibt es die Dachdeckerfirma Zingelmann seit 1898 in unserer Stadt. Wo hat dieser Mann alles mitgewirkt, dies aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Nur einige Beispiele. Zum runden Leder kommen wir zum Schluß. Da war die Turnerei. Eberhard war ein Geräteturner par Excellence, bescheinigt vom Turnvater Neukalens, Herr Albrecht. Wir müssen auf jeden Fall sein Wirken im Schützenverein von Neukalen erwähnen. 2006 wurde der Meister zum Schützenkönig. Zu erwähnen sind da noch 30 Jahre Männerchor Neukalen mit Eberhard als musikalischer Dachdecker. Und dann ist da noch der Fußball, die große Leidenschaft von Eberhard. Immer, wirklich jede Minute, die ihm Arbeit und Familie ließen, hat er mit diesem Hobby verbracht. Sei es als Spieler oder bis zu letzt als Fan. Er hat Generationen über das Grün laufen sehen und man staunt, wie viele Gesichter oder Namen hatte er drauf. Wenn wir was wissen wollten aus grauen Vorzeiten oder Namen auf alten Bildern brauchten, es gab wirklich kaum ein besseren als den Meister!

   Wir fassen zusammen:

   Sie waren auf fast allen Dächern unserer Heimatstadt, Sie haben geturnt, Sie haben Fußball gespielt, Sie waren Schützenkönig und Sie haben immer geholfen, wo Hilfe gefragt war. SIE sind SIE und das ist GUT so!!! Sie waren ein Neukalen Original.

                         Unterzeichnet von Jörg und Thomas Zingelmann

Neukalen, den 18.12.2025

Eintragung TuS in das Ehrenbuch (15.6.2025)

TuS Neukalen

 

   Der TuS Neukalen stand mal nicht auf dem Grün im Fokus, sondern bekam vor dem altehrwürdigen Rathaus die höchste Ehrung der Peenestadt zugesprochen, den Eintrag ins Ehrenbuch.

   In Anwesenheit der Neukalener Stadtvertreter, von Bürgermeister Rico Zoschke und ganz vielen Fans trugen sich 25 Spieler, Trainer und Betreuer namentlich unter folgenden Text ein!

   “Du gewinnst nie allein. An dem Tag, an dem Du was anderes glaubst, fängst Du an zu verlieren.“ (Mika Pauli Häkkinen)

Genau so ist es. Eine Mannschaft ist mehr als die Summe seiner Spieler, was zählt ist das Zusammen für das gemeinsame Ziel.

   Diesen Tugenden haben den TuS Neukalen I in dieser Saison ans große Ziel geführt. Dank der besten Spielzeit der Vereinsgeschichte sicherten sie sich die Meisterschaft in der Kreisoberliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesklasse. Nach dem freiwilligen Rückzug der Elf aus dem Landesfußball 2019, begann eine fünfjährige Phase des kontinuierlichen Neuaufbaus. Mit akribischem Fleiß, ganz viel Unterstützung aus allen Bereichen und natürlich jede Menge Training, ging es in all dieser Zeit zur Sache. Rückschläge gab es zu Genüge, sorgten für einige kleine Kurven auf dem gesteckten Weg. Das Ziel blieb aber im Fokus des ganzen Teams.

   Andersrum stand die Mannschaft ständig im Fokus ihrer Fangemeinde. Eine enorme Anzahl an Menschen steht hinter diesem ausgewogenen Team aus Jung und Alt, reisen mit, fiebern mit, feiern mit, leiden mit. Der TuS Neukalen ist seit Jahren ein wichtiges Aushängeschild der Peenestadt und die erste Elf ist seit langer Zeit ein vorbildlicher Botschafter unserer Heimatstadt.

   Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen, das Schönste an Teamarbeit ist, dass Du immer andere an Deiner Seite hast!

   Neukalen, den 15.6.2025

 

 

2022

20221215 Ehrenbürger Willi Voß
Willi Voß

 

 

Willi Voß

 

   Ein Mann muss drei Dinge im Leben tun: Ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen. Das ist eine oft daher gesagte Lebensmetapher; eine Aussage, die auch sehr viele Männer umsetzen. Wahre Größe zeigt "Mann", wenn er diese Dinge auch hegt und pflegt. Ganz besondere Menschen übernehmen diese Ziele, diese Sorgfalt für ihren Heimatort. Viele Häuser ergeben eine Stadt, viele Kinder erfüllen diese mit Leben und ganz viel Natur macht es lebenswert. Dafür stand in Neukalen seit Jahrzehnten der Name Willi Voß. Über 40 Jahre war er kommunalpolitisch aktiv, die letzten 14 Jahre als ehrenamtlicher Bürgermeister. Er holte mit viel Enthusiasmus und Bürgernähe Neukalen Ende der 2000-er Jahre aus dem "Nach-Wende-Schlaf". Eine der prägenden Eigenschaften von Willi Voß war sein Motivationstalent. Er konnte, wie kaum ein anderer, die Menschen um sich herum mitnehmen. So entstanden gemeinsam neue Ideen, neue Projekte, ein neues Neukalen. Die Namenszusätze Peenestadt und Erholungsort werden auf immer eng mit seinem Namen verbunden sein. Sein Wirken stellt ihn auf eine Stufe mit Ludwig Mau, der Neukalen ab 1847 in über 40 Jahren Bürgermeisterzeit auch in eine neue Zeit führte. Er hatte noch viel vor. Der Tod riss ihn urplötzlich mitten aus dem Leben und er hinterließ zwei trauernde Familien - die eigene und seine Stadt Neukalen. Das Leben geht weiter, Neukalen geht weiter und das auf einem Weg, dessen Fundament zu einem gewissen Teil von Willi Voß gesetzte wurde. Unvergessen bleiben die Gespräche mit Willi Voß. Egal wie schwer das Problem auch war, am Ende stand immer eine Lösung. Auf die Frage, was Neukalen so besonders macht, kam von ihm die klare Antwort: "Das WIR zählt."

   Neukalen, den 15.12.2022

 

 

2020

Ehrenbuch 2020 Wolfgang Schimmel
Wolfgang Schimmel

 

 

Wolfgang Schimmel

 

   „In der Regel liest der Mensch nichts lieber, als Berichte darüber, wie das, was ist, im Laufe der Zeit in der eigenen Heimat und in der näheren Umgebung geworden ist.“

   Johann Baptist Hafen, 1869

   Diese Zeilen können wir mit bestem Wissen in dieses Buch schreiben. Es geht um Wolfgang Schimmel. Dieser Mann ist das Gewissen unserer Heimatstadt, präzise geschrieben, das geschichtliche Wissen von Neukalen.

   Der Wert unseres Ortschronisten ist unschätzbar, sein Lebenswerk ist schon zu Lebzeiten aller Ehren und Verneigungen wert. Ob dies, das ,jenes, welches, dieses, warum, weshalb, wieso, wer nicht fragt bleibt… Wolfgang hat nicht nur gefragt, er hat geforscht, er hat hinterfragt, zu allem was in und um Neukalen in den letzten Jahrhunderten passiert ist und hat es für die Nachwelt nieder geschrieben. Mit 30 Jahren, genau 1975, begann er seine nunmehr 45-jährige Schaffenszeit, aus Interesse wurde Neugier, aus Neugier wurde Leidenschaft und so ruht sein Stift bis heute nicht. Seine Fakten, Berichte und Recherchen füllen die beliebten Heimathefte, füllen Unmengen an Ordnern, füllen ein ganzes Zimmer, füllen ein halbes Haus. Ein bescheidener Mann, der den Hintergrund liebt, der sich stets immer als ein Teil eines Ganzen, eines Vereines sieht, ein Mann der Vorbild ist, ein Mann der hilft ohne zu fragen.

   Danke, das es Dich gibt!

 

 

 

2019

Ehrenbuch 2019 Günter Plagens
Günter Plagens

 

 

Günter Plagens

 

   Der kleine “schwarze“ Trompeter von Neukalen rückte spätestens am 30.10.1990 ins Rampenlicht der Neukalener Geschichte. Am Abend dieses Tages wurde Günter Plagens ins Bürgermeisteramt gewählt. Er war das 32. und letzte hauptamtliche Stadtoberhaupt der Peenestadt. Seine gemütliche Volksnähe blieb über die 12 Jahre seiner Amtszeit sein Markenzeichen! 1975 trat Günter in die CDU ein, war seit 1978 deren Ortsvorsitzender. Ab der Kommunalwahl 1979 saß Günter mit im Stadtparlament, war zunächst beim Wohnungswesen, dann für das Gesundheits- und Sozialwesen zuständig. Als Bürgermeister begleitete, gestaltete er den Aufbruch nach der Wende maßgeblich mit. Viele städtebauliche Erneuerungen brachte er auf den Weg. Das Wohl und Wehe seiner Stadt lag ihm immer nahe am Herzen. „Probleme schnell erfassen, umfassend beraten und einer praktikablen Lösung zuführen“, so lautete stets seine Devise (Nordkurier (1.11.1990). Der Mann der Tat, der der Bürokratie nie was abgewinnen konnte, trat im Juni 2002 im Zuge der Amtsfusion zurück und ließ sich gesundheitlich angeschlagen in den Ruhestand versetzen. Aber so richtig ruhig wurde es für den bürgernahen Günter nicht. Er blieb bis heute im Sinne seiner Heimatstadt immer am politischen Ball dran. Sein Platz in der Geschichte unserer Stadt ist ihm sicher!?

 

 

2018

Ehrenbuch 2018 Herbert Wilke
Herbert Wilke

 

 

Herbert Wilke

 

   “Wir brauchen für unsere Stadt einen engagierten, umweltbewußten und energischen Bürgermeister, der die Neukalener Geschicke in die Hand nimmt.“ Diese Worte sprach Leonore Gleichmann im Mai 1990. Diese Person wurde Herbert Wilke. Er war mit über 500 Stimmen der klare Sieger der ersten freien Wahl am 9.6.1990 in Neukalen und stellte sich diesem Amt. Das Mitglied des DBD tat dies ehrenamtlich, blieb seiner Tätigkeit als Abteilungsleiter der LPG (P) Wagun treu. Bis zum 30.10.1990 blieb er als oberster Bürger der Stadt. Danach schuf er mit seinen “Leuten“ eine Firma, die Pflanzenbau AG Wagun. Ein Vorzeigebetrieb, ein “Familienbetrieb“, der tief verknüpft ist. Herr Wilke ist seit Jahrzehnten ein vielseitig engagierter Bürger unserer Stadt, ist Mitglied der Stadtvertretung, der Jagdgenossenschaft, bei der Raiffeisenbank, der Kirchgemeinde und, und, und. Ein Mann der immer ein offenes Ohr hat, der hilft, der Ratschläge und Erfahrungen weitergibt. Die Familie Wilke hat auch ein großes Herz für Kinder. Ein Zeichen dafür sind die 2016 gestifteten Spielplätze in Schlakendorf und in der Gartsbrucharena. Auch das saftige Grün dieser Anlage geht zu einem massiven Anteil an diese Familie.

   „Freude kann man nur haben, in dem man Freude macht“

 

 

2017

Ehrenbuch 2017 Peter Rathfisch
Peter Rathfisch

 

 

Peter Rathfisch

 

   Die Stadtvertreter hatten beschlossen ein Ehrenbuch der Peenestadt anzulegen und kein besserer als Peter hatte es verdient sich als Erster darin zu verewigen. Und dies mit folgenden Worten: Albert Schweitzer sagte: „Das schönste Denkmal, was ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen.“ Ein Mensch, der dies für eine Stadt erreicht hat, verdient seinen Platz im Buch dieser Gemeinde! So ein Mensch ist Peter Rathfisch, in einfachen Worten, ein Neukalener Original, mit Schorrentiner Wurzeln. Ein Mann nach dessen Rat man fragt, der diesen auch gibt, ausgestattet mit so viel Lebenserfahrung, gefestigt durch viele Höhen und Tiefen, sei es privat, gesellschaftlich oder auch gesundheitlich, ein Vorbild! In der Jugend ein begeisterter Radsportler, im Berufsleben ein begeisterter Lehrer. Generationen haben von ihm das Einmaleins der Musik vermittelt bekommen! 30 lange Jahre Chef vom Männerchor, 30 Jahre Freude für das musikalische Ohr! Alles aufzuzählen, der Reigen wär zu lang!! Es ist ein lobenswertwerter Brauch: „Wer etwas Gutes bekommt, der bedankt sich auch!“ Diesen Worten des Bürgermeistern ist nichts mehr hinzu zufügen! Es war uns eine Freude den Stolz und die Überraschung im Gesicht so eines “alten Hasen“ zu sehen. Danke Peter!