Andreas Ulbricht
Robert Gilbert schrieb einst diese Zeilen für ein Lied in dem Klassiker “Die drei von der Tankstelle“:
„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund, auch wenn die ganze Welt zusammenfällt.“
Dieser gute Freund war Andreas Ulbricht nicht nur für viele Menschen, er war auch ein guter Freund unserer Peenestadt. Er liebte seine Heimatstadt von Kindesbeinen an, war stets mit dabei, wenn es hieß anzupacken. Im letzten Drittel seines viel zu kurzen Lebens bannte er das Leben dieser Liebe in Abertausende von Bildern.
Andreas und seine Kamera gehörten zum Stadtbild. Er war ein fotografischer Bildhauer der Neuzeit. Seine Bilder aus dem Stadtgeschehen hielten die Einheimischen auf dem Laufenden und für die Fortgezogenen war es die bildliche Verknüpfung mit der zurückgelassenen Heimat.
Andreas war über viele Jahre ein sehr aktives Mitglied der Neukalener Schützenzunft von 1692, war dort schon von der Aufarbeitung der Geschichte begeistert. Das war für ihn der Start in die eigene Karriere. Die Heimatforscher der Zukunft sollten es mit Bildern leichter haben und so begann sich "Andreas Ulbricht Photographie" mit Leben, mit Bildern zu füllen.
Seine gutmütige Art, seine Lebensenergie, sein Lachen, sein Optimismus, all das floß in seine Fotografien mit ein. Ob Sport, Heimat, Carneval, Häfen, Feste, Adventskalender, Restaurants und so vieles mehr. Bilder voll mit Leben.
Die Bedeutung seines sowas von zeitintensiven Hobbys werden die kommenden Generationen zu schätzen wissen. Dies ist sein Erbe, das sollten wir bewahren.
„Fotografie ist magisch, wie eine Zeitkapsel. Wie etwas, das den Moment am Leben erhält.“ (Lenny Kravitz)
Ganz viele dieser Momente aus unserer Heimat haben wir unserem guten Freund Andreas Ulbricht zu verdanken. Seine Bilder sind unsere Rückfahrkarte zu diesen und wir sollten diese Welt zusammenhalten.
Unterzeichnet Regina Ulbricht
Neukalen, den 18.12.2025