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TuS Neukalen Landesklasse Saison 2015/16

Völschow

 

 

TuS Neukalen

Landesklasse

Saison 2015/16

 

20.Spieltag Landesklasse

SV Waren 09 – TuS Neukalen 2:1

Der TuS Neukalen kann den negativen Ergebnislauf auch am Samstag in Waren nicht stoppen. Hing die “Scheiße“ in der Vorwoche noch am Hacken hatte sie sich gestern schon bis zum großen Zeh vorgearbeitet. Der 2:1 Sieg der Müritzstädter geht in den Statistiken ein, ob verdient, gerecht und so, spielt dort keine Rolle. Einen Satz dürften aber beide Parteien unterstreichen. Die 96 Zuschauer bekamen auf einem top gepflegten Grün sehr gute Fußballkost geboten. Ein interessanter Kick, mit allen Raffinessen, eine kurzweilige Szenerie, dessen einzige Störungen vom nahen Hundeplatz ausgingen.

Die Gäste im zwanzigsten Saisonspiel mit der 20-zigsten Startformation, beide etatmäßigen Keeper nicht dabei, so gab es das Comeback von Streufert zwischen den Pfosten der Peenestädter. Fazit, verlernt hat er es nicht! Eine lange Anlaufzeit brauchten beide Teams nicht, hüben wie drüben erste zaghafte Torannäherungen. Den ersten Rausreißer verbucht der TuS. Paß serviert für Ludwigs, dem fehlt eine Zehlänge (17.). Dann die Gastgeber, Standard von rechts, zu kurze Abwehr und dann noch ins Zentrum, Neue bedankt sich, netzt zum 1:0 ein (20.). Ärgerlich. Waren wollte gleich nachwaschen. Timper, körperlich prädestiniert dafür, führte geschickt Regie. Aber mit Köhler’s Chance (30.) war das Vorhaben auch  erledigt. Rückkehrer Bendin bekam die Reihen wieder geordnet und nun setzte der Gast die Akzente. Ein Tor zur Belohnung sprang bis zum Pausenpfiff aber nicht heraus. Vielen guten Szenen fehlte, wie kann es anders sein, die Zehspitze zur Vollendung!

Der Start in den zweiten Abschnitt war ein spielerisch “verbissener“ Kampf in der neutralen Zone. Beide Abwehrreihen standen sicher. Nur ein Kopfball von Siegfried schaffte es auf den Zettel (55.). Dann schoben sich die Gäste wieder peu a peu in die Vorhand. Der Lohn folgte. Heinzi als flinker Ballholer, Wolff mit dem schnellen Einwurf, Flanke Paß und Ludwigs vollendet mit dem Kopf (65.). Beim 15.Saisontreffer des Routiniers ist Waren’s Torwart Herrmann ohne Chance. Nun wollten die Gäste nachlegen, drückten und bekamen die “Watschen“. Bülow, gerade 4 Minuten im Spiel, zieht aus 18 Metern einfach mal ab und das Leder rutscht durch Freund und Feind zum 2:1 für die 09-ner in die Maschen. Die Gästemoral vollkommen in Takt, sie stemmten sich dagegen. Müller im Pech. Zum Thema Müller noch eine Randnotiz. Ein Riesenlob an Warens 16-er Nickel. Man kann einen schnellen Mann auch mit legalen, fairen Mitteln stoppen. Fietes Knochen sagen Danke!

Noch 10 Minuten, Neukalen machte jetzt auf, hat etwas Glück (83.), dann aber ganz viel Pech. Paß scheitert aussichtsreich (83.), Ludwigs drischt das Spielgerät gegen das obere Aluminium (85.) und Müller fehlt eine Zehlänge um ans Leder zu kommen (87.). Ein Aufreger dann noch in der Nachspielzeit. Paß wird im Warener Strafraum regelwidrig gebremst, den kann man, den sollte man geben, auch zu diesem Zeitpunkt der Partie. Aber so ist Sport, so ist Fußball. Daran hat es letztendlich auch nicht gelegen. Auch in der Gefahr hin jetzt einiges ins Phrasenschwein hauen zu müssen, das Runde muß ins Eckige, alleine an der Tatsache hat es heute gelegen. Ich höre jetzt auf das wird mir zu teuer.  Alles gut bis auf das Ergebnis! Gratulation an Waren zum Sieg und an euer Umfeld,  so macht Landesklasse Spaß!

Waren: Herrmann, Wackerow, Neue, Loewenau, Köhler, Nickel, Schröder, Wagenknecht, Siegfried, Durke, Timper, Bülow, Lobing

TuS: Streufert, Schudek, Pfitzner, Mobby, Wolff, Bendin, Mieckley, Paß, Müller, Fründt, Ludwigs

 

19.Spieltag Landesklasse

SV Burg Stargard – TuS Neukalen  2:1

 

Nach drei Dreiern zu Beginn der Rückrunde gab es für den TuS Neukalen heute in Burg Stargard die dritte Niederlage in Serie. Dazwischen das Aus im Pokal. Das 2:1 am Quastenberg hatte aber auch klar seine positiven Seiten. Die mitgereisten TuS-Anhänger sahen eine deutliche Steigerung, ein klares Lebenszeichen des KUK-Teams. Das war gegen starke Gastgeber auch von Nöten. Stargard trat mit zuletzt drei Siegen mit viel Selbstvertrauen an.

Den Peenestädter’n fehlte so manch gesetzter Akteur, so zeigte sich die Startformation ziemlich durchgemischt. Und sie begannen den Kick erfreulich aggressiv, suchten die Räume und die Stargarder Defensive war gut beschäftigt. Deren Ordnung stimmte und so bekamen sie immer noch eine Zehenspitze dazwischen. Vorne blieben die Gastgeber eher harmlos, dann mußte auch noch ihr Goalgetter Thürsam (18 Tore) verletzt runter. Auf diesen Wege gute Besserung. Auf der anderen Seite wirbelt sich Müller durch die Abwehr, übersieht den freien Ludwigs und scheitert letztendlich am Stargarder “Oldie“-Torwart Hinz (18.). Nach dieser Szene kamen die Gastgeber besser ins Geschehen, schoben sich leicht in Vorhand. Der quirlige Suckstorff zeigte sich als Aktionator (21., 28., 32.), echte Torgefahr war dies aber noch nicht. Sollte aber nicht mehr lange dauern. Schnelle Balleroberung im Mittelfeld, zwei, drei Stationen, TuS- Keeper Burow mit ungünstigen Blick auf das Leder, dann sein Griff zur falschen Abwehrwaffe und drin war das Spielgerät (33.), 1:0. Die Gäste streiften diesen Rückschlag besser als zuletzt ab, suchten den schnellen Ausgleich. Erst zwei strittige Strafraumszenen, dann wird Chrenko  noch durch Discher ausgebremst (42.). Neukalen drückt. Nachspielzeit erster Part, Paß legt auf, Müller ist da, 1:1 (45.).

Während die Akteure den Halbzeitansprachen der Trainer lauschten, gab es am Quastenberg eine Himmelsdusche vom Feinsten. Die etwas verlängerte Ruhephase des Geschehens bekam den Stargarder bedeutend besser. Die Anfangsphase konnten sie sich klar auf ihr Konto schreiben. Suckstorff verzieht knapp, den anschließenden gefährlichen Eckball entschärft Burow. (49.). Sie drückten weiter, mit Erfolg, mit freundlicher Hilfe des TuS, das 2:1 durch den zweiten Stargarder Dauerläufer Stuth (51.). Danach bekamen sie bei den Gästen ihre Reihen wieder besser geordnet. Klein gab ein beachtliches Startelf-Debüt. Über den schwer bewachten Paß ging es jetzt auch wieder in die andere Richtung. Fründt scheitert an Hinz (66.). Klein versucht es mit der “Hand Gottes“, wird zurecht abgepfiffen (70.). Der faire Fight rutscht in die Endphase. Die 60 Zuschauer bangten mit ihren jeweiligen Teams. Mobby muss für seinen TuS auf der Torlinie retten (82.), gegenüber entschärft Hinz die letzte Chance des TuS durch Paß (88.). Auch Burow mußte noch einmal beherzt eingreifen, mit Erfolg (90+1.). Stargard bringt den knappen Sieg über die Zeit und klettert auf den vierten Tabellenplatz. Neukalen bleibt auf 8., fuhr ohne Punkte, aber mit der Gewißheit dass die Tendenz wieder nach oben geht, nach Hause.

Burg: Hinz, Kaiser, Discher, Mentzel, Wenzel, Lubiniecki, Bunning Suckstorff, Stuht, Weiß, Thürsam, Danielczyk, Thurow

TuS: Burow, Schudek, Mobby, Pfitzner, Wolff, Fründt, Klein, Paß, Müller, Chrenko, Ludwigs

 

 

18.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – NFC 93  0:2

 

Die unglückliche Pokalniederlage hat wohl doch mehr Spuren in den Köpfen der Neukalener Landesklassenelf hinterlassen. Ihr Spielfaden ist komplett von der Rolle. Fast nahtlos knüpften die Peenestädter, im Heimkick gegen den NFC 93, an die schlechte Leistung in Röbel an. Neubrandenburg siegte vor 105 Zuschauern verdient mit 0:2 und zieht in der Tabelle am TuS vorbei. Die Peenestädter rutschen kräftig, finden sich nach diesem Spieltag auf Rang 8. wieder. Aber da ist alles eng beisammen. Auf das Podium fehlen drei Punkte.

Für die Gastgeber begann das Geschehen, bei doch recht frischen Temperaturen, katastrophal. Auf der imaginären Stadionuhr hatte der Minutenzeiger gerade  seine zweite Bewegung hinter sich, da klingelte es schon im Burow-Gehäuse. Pfitzner mit dem Lapsus, die Gäste konsequent, Baganz ist zur Stelle, 0:1 (2.). Um es vor weg zu nehmen, von dieser Szene erholte sich der TuS nicht mehr. Fründt prüft den laufstarken Fehlhaber im NFC-Tor(6.). Mehr Arbeit hatte aber Burow, Aepinus führte gute Regie bei den Neubrandenburgern. Voigt scheitert (11.). Dann doch der TuS, zweimal mit Ludwigs (13., 18.), mit Pech vorbei. Da hatten die Gäste mehr Fortune. NFC 1,93 m Riese Baganz beschäftigte sie alle. Erst noch knapp daneben (24.), dann mit dem zweiten Nackenschlag, 0:2 (38.). Damit ging es auch in die Pause.

In den zweiten Part kam der TuS wesentlich besser rein. Paß und Mieckley mit Möglichkeiten (52., 56.). Es fehlten die verdammten Zentimeter. “Haste Scheiße am Haken, haste Scheiße am Hacken. Die können heute noch drei Stunden spielen, das wird nichts“ war der oft gehörte Tenor im Rund. So zogen sich die Minuten wie Kaugummis, zäh und ohne Erfolg. Der TuS stets bemüht, mehr nicht! Die Gäste verwalteten ihren Vorteil geschickt, brachten den schnellen Boye und lauerten auf Konter. Aber die blieben ohne Erfolg. Für die Highlights sorgte weiterhin Baganz. Einmal knapp daneben (64.) und dann die erste galante Schwalbe dieses Frühjahres (78.). Dafür gab es zur Belohnung Gelb. Das war den Gästen aber wohl Schnuppe. Voigt hat den letzten Riesen auf dem Fuß (86.), blieb aber erfolglos.

Für den TuS folgen die schweren Auswärtsspiele gegen Burg Stargard und Waren, zwei gute Möglichkeiten sich selber aus dieser Lage zu befreien.

TuS: Burow, Wolff, Ludwig, Mobby, Mieckley, Schudek, Pfitzner, Paß, Fründt,

         Müller, Ludwigs, Chrenko, Klein

NFC : Fehlhaber, Nehls, Voigt, Nolte, Küster, Aepinus, Schwarzenberg, Baganz,

         Kuternoga, Schultze, Henning, Boye, Wessel, Wawrik

17.Spieltag Landesklasse

PSV Röbel – TuS Neukalen 5:1

 

Bis auf den böigem Seitenwind waren die Voraussetzungen für ein Spitzenspiel im bestens präparierten Friesenstadion zu Röbel gegeben. Nur die Gäste aus Neukalen machten vor 145 Zuschauern dem ganzen einen Strich durch die Rechnung. Gegen den PSV (Power-Sterzel-Verein) zogen sie unter samstäglicher Nachmittagssonne mit 5:1 klar den Kürzeren. Der Gründe für diese Leistung der Peenestädter mag es einige geben, als Hauptverdächtiger stach die Motivation hinaus. Egal in welche Richtung sich das Spielgerät bewegte, die Gastgeber waren gefühlte drei Zentimeter motivierter, immer die Nuance eher am Leder.

Dabei fing der Kick so schlecht nicht an. Das Neukalener Trainertrio mußte krankheitsbedingt umbauen, doch nach der beidseitigen Abtastphase, ging es auf Augenhöhe zur Sache. Fründt verzieht knapp (7.), dann die 11.Minute. Dusel für den TuS, Gaulke gegen den Innenpfosten. Ein munteres Treiben, Erholungsphasen gab es beim Ballholen in den Weiten der Anlage reichlich. Gaulke rückte ein zweites Mal in den Fokus, zu spät gegen Müller, Strafstoß für den TuS. Paß nicht da, Vertreter Pfitzner tritt an, 0:1 für den TuS (22.). Für die TuS-Anhänger gab es ein Déjà-vu zur Vorwoche. Mit dem Jubel gerade so fertig, da klingelt es auf der anderen Seite. „ Eher aus dem Nichts“, aber Sterzel steht goldrichtig, 1:1 (27.). Und es sollte noch dicker kommen für den TuS. Drei Minuten später, Eckball PSV, der TuS im Tiefschlaf, Sterzel sagt danke und köpft gekonnt in die Maschen, starke Szene des “9“, 2:1 (29.). Ludwigs hat prompt die Antwort auf dem Fuß, nein nur das Gelenk, vorbei (32.). Die Szenerie verschob sich jetzt zusehends Richtung Röseler-Gehäuse. Ein wahres Eckenfestival erfüllt den Neukalener 16-er. Röseler ganz stark gegen Schmidt (36.), so retten sie sich in die Halbzeit.

Wer auf Neukalener Sicht auf Besserung hoffte, sah sich enttäuscht. Da fehlte heuer klar die Bindung zwischen den Räumen und in diesen tobten sich die Gastgeber nach Belieben aus. Die Kabinenansprache war schnell verrauscht. Der PSV war klar tonangebend. Der eingewechselte Lampe scheitert knapp (47.), wie es besser geht zeigt ihm wenig später Sterzel, wer sonst, 3:1 (51.), o weh.

Dann macht Kohl sein Ding (55.), 4:1. Neukalen nahm sich  eine richtige  “Schwimmviertelstunde“. Irgendwie bekamen sie aber festes Kunstgrün unter die Stollen und so pö a pö fanden sie zurück. Röbel drängte jetzt auf die komplette Revanche für die 0:7 Schmach in der Hinrunde. Interimscoach Richter hatte unter der Woche ganze Arbeit geleistet. Aber mehr als das 5:1 durch den fleißigen Gaulke (70.) gelang ihnen nicht. Denn eins sollte man nicht vergessen, die auf der anderen Seite verstehen auch was vom runden Leder. Es gelang wenig bis gar nichts, aber auf die Schlachtbank wollte keiner. So blieb es nur beim kleinen Debakel für den TuS (höchste Saisonniederlage), Röbel zieht mit dem besseren Budenverhältnis an den punktgleichen Neukalenern vorbei auf Platz3.

In einer Woche muß Röbel nach Waren und Neukalen empfängt den NFC 93.

TuS: Röseler, Wolff, Ludwig, Mundt, Mielke, Mobby, Schudek, Pfitzner, Müller, Fründt,

         Ludwigs, Chrenko, Klein

PSV: Gohlke, Kohl, Diercks, Knappe, Gaulke, Sterzel, Krolikowski, Klemmer, Lehmann,

         Schmidt, Johannsen, Sadra, Lampe, Rodi

 

 

 

16.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – Demminer SV 91  6:0

 

Eine eindrucksvolle Demonstration der Stärke, anders kann man den Auftritt des TuS Neukalen zu Hause gegen den Demminer SV nicht bezeichnen. Ohne das letzte Quentchen heraus zu kitzeln gelang Neukalen im zweiten Peene-Derby in Folge, ein auch in dieser Höhe verdienter 6:0 Heimsieg.

Das Wetter paßte, 140 Zuschauer präsentierte das Neukalener Trainertrio einige Neuerungen in der Startelf, das zentrale Defensivtrio bekam mit Burow, Mundt und Mielke neue Gesichter. Die Gastgeber waren vom Anpfiff an auf Betriebstemperatur, Demmin gleich unter Druck und nach vier Minuten auch schon im Rückstand. Schudek tankt sich auf rechts durch, Flanke, Ludwigs ist zur Stelle. “Mister 1:0“ schlägt erneut zu. Die Gäste dagegen taten sich schwer, ihr Goalgetter Riemann fehlte, einzig Fischer und Ahrendt versuchten Linie rein zu bekommen, mit mäßigen Erfolg, nur eine leichte Dämpfung des Druckes. Eigene Offensiverwähnungen blieben bis auf ein “Schüsschen“ von Blücher aus (16.). Dagegen bekam Demmin’s Schlußmann Schwartz ordentlich zu tun. Stark gegen Müller (14.) und Schudek (27.). Auf der Gegenseite sorgte Burow mit einem Fehlgriff der mittleren Art kurz für Aufregung, auch hier konnte Demmin keinen Nutzen draus schlagen (30.). Besser der TuS, Ludwigs als Vorbereiter, Paß ist mit dem Kopf zur Stelle, 2:0 (35.). Demmin meldet sich mit einem Kiessow-Schuß knapp über die Querlatte kurz ins Geschehen zurück (35.), zur “Belohnung“ gab es hinten aber den nächsten eingeschenkt. Knop und Blücher zu unentschlossen, Mieckley sagt Danke und bittet mit 3:0 (44.) seinen TuS zum Pausentee.

Zu Beginn des zweiten Abschnittes verlängerten beide Teams den gefühlten Kabinenaufenthalt um weitere 15 Minuten. Es geschah wenig bis gar nichts, Zeit einige Randnotizen unter dem Motto MMM anzuführen. Das erste M geht an Mundt für ein Stellungsspiel vom Feinsten, das zweite M heimst Mielke für seinen starken Sturmlauf ein. Dieser wurde nur durch die wedelnde Abseitsfahne gebremst, ehrlicherweise zu Recht. Und das dritte M geht an Müller, der sich einer ständigen Knochenbearbeitung durch die Demminer ausgesetzt sah. Zurück zu den Spielfakten. Ludwigs beendet diese Phase, scheitert aber noch an Schwartz (59.). Jetzt lief die Maschinerie wieder. Paß serviert, Ludwigs trifft, 4:0 (63.), 14. Saisontor. Es folgt das vielbeschriebene goldene Händchen eines Trainers. Der TuS bringt Chrenko (64.), die erste Ballberührung des Stürmers, 5:0, eiskalt (65.). Es konnte einem bange um die Gäste werden, diesmal Flanke Ludwigs, Paß zum zweiten Mal per Kopf, 6:0 (70.), Bude Nummer 16 für den Kapitän. Das sollte auch reichen, Demmin bekam den Laden wieder etwas besser in den Griff. Ahrendt sortierte seine Reihen, den Rest hielt Schwartz. Neukalen wollte zwar mehr, entblößte aus Beobachtersicht auch zu sehr seine Defensive. Ja klar. Sie wollten alle mal, aber so wird es erst recht nichts. So blieb es in einem lobenswert fairen Derby beim souveränen 6:0 für Neukalen. Der TuS klettert auf das Podium (3.), Demmin bleibt, wenn man die Tabelle dreht auch auf den dritten Rang, eben nur von hinten gesehen.

Für Neukalen geht es am kommenden Samstag zum Pokalhalbfinale nach Groß Plasten, in der Liga dann nach Röbel. Demmin erwartet nach Ostern den SV waren zum Heimspiel.

TuS: Burow, Wolff, Mundt, Mielke, Mobby, Mieckley, Pfitzner, Paß, Schudek, Müller, Ludwigs,

        Chrenko, Streufert

DSV: Schwartz, Schön, Blücher, Knop, Ahrendt, Fischer, Voskanian, Schult, Meinke, Kiessow,

          Burmeister, Ratschat, Evert

 

 

15.Spieltag Landesklasse

FSV Malchin II – TuS Neukalen  0:3

Zu hoch, aber völlig verdient gewinnt der TuS Neukalen beim Tabellenschlußlicht FSV Malchin II mit 0:3. 110 Zuschauer sahen zur Mittagszeit wenig Fußball, aber die Spannung  dieses Peene-Derby hielt warm, setzte unzähligen Reizpunkte. Deren Gesamtheit nieder zuschreiben würde den Rahmen sprengen.

Malchin, punktemäßig mit dem Rücken zur Wand, fand zunächst besser ins Geschehen, die Auftaktminuten gingen klar auf das FSV-Konto. Libnow und Stülpnagel mit Minichancen. Das schauten sie sich auf Neukalener Seite aber nicht lange an. Fründt (11.), Pfitzner (14.) und Schudek (16.) drehten an der Spielrichtung. Trotz hektischer Ballführung übernahmen die Gäste die Kontrolle der Partie. FSV-Oldie Winkelmann wollte da gerne mitmischen und drängte sich jetzt permanent in Szene. Bemerkenswert sein “Leo“-Trick gegen Mobby (25.), er blieb aber erfolglos. Das Leder wechselt schnell die Seite. Freistoß TuS, Bendin mit dem Kopf, Disterheft geschlagen, Winkelmann kratzt das Spielgerät von der Linie. Es folgt Ecke TuS, da war doch was in der Vorwoche, Paß tritt an und wieder ist das Ding direkt im schlecht behüteten FSV-Kasten, 0:1 (27.) für den TuS. Dieser Treffer brachte der Begegnung aber nicht die Ruhe. Wenig Spielzüge, unzählige, teils verbissene Zweikämpfe prägten den trotzdem fairen Kick. Vreydal scheitert zweimal in kurzer Folge an Röseler (31.,32.). Dann wieder der TuS, Müller vergibt (39.). Die letzte Notiz im ersten Part heimst Winkelmann ein. Röseler legte aber sein Veto ein und so ging es mit dem 0:1 in die Pause.

Die Ansprachen der Trainer brachten keine großartige Änderung des Geschehens. Wie schon im ersten Durchgang kommt der FSV besser aus den Startblöcken. Und was macht Winkelmann, per Traumpass bedient, drischt der Mann den Ball an den rechten Winkel des TuS-Gehäuses. Glück für die Gäste. Der Schwung des FSV verlor aber bald wieder an Fahrt, TuS-Kapitän Paß und Bendin verpaßten den zweiten Neukalener Treffer (56.,64.). Es folgte die Szene des Spieles. Ein körperliches und verbales Techtelmechtel zwischen Bendin und, wie kann es anders sein, Winkelmann. Der Unparteiische mischt sich ein. Ludwig, weit ab vom Geschehen, will mitreden, vergreift sich in der Wortwahl und bekommt vom Mann in Gelb den roten Karton gezeigt (69.). Die Beurteilung der Szene überlassen wir lieber den Verantwortlichen. Kurios, aber bitte nicht nachahmenswert, dem TuS bekam der Platzverweis deutlich besser. Ludwigs steckt durch auf Paß, Disterheft stark. Ecke TuS, Schudek von links, Bendin mit Urgewalt, Disterheft ohne Chance, 0:2 (71.). Libnow zeigte noch ein kurzes Aufbäumen (73.), dann wurde es tragisch. Utes wird von einem Paß-Ball unglücklich getroffen, geht zu Boden und mußte nachträglich sogar in medizinische Obhut. 10 Minuten Unterbrechung. Nach dem Wiederanpfiff, war die Luft raus. Ludwigs Jagd nach einem Tor beherrschte die Schlussminuten. Im dritten Anlauf sollte es ihm dann auch glücken, das 0:3 (83.) bedeutete die Entscheidung.

Ein Arbeitssieg für die Gäste, die tapfer kämpfenden FSV-ler standen mit leeren Händen da. Besser als ihr Tabellenplatz waren sie allemal. Neukalen schiebt sich im engen Mittelfeld des Tableaus auf Rang 4. Malchin muß am kommenden Wochenende nach Waren, der TuS empfängt am nächsten Sonntag Demmin.

TuS: Röseler, Wolff, Ludwigs, Mobby, Schudek, Bendin, Pfitzner, Müller, Paß, Fründt Ludwigs, Mielke, Mundt, Chrenko

FSV: Disterheft, Trostmann, Fritsche, Utes, Turtschan, Vreydal, Fürstenau, Wittmann, Stülpnagel, Libnow, Winkelmann, Westphal, Tamm

 

FSV Malchin

 

14.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – Victoria Neustrelitz  4:0

 

Das Fazit der Landesklassebegegnung Neukalen gegen Neustrelitz war schnell gefunden. Optimal für die Peenestädter, für die Gäste aus der Residenzstadt ging der Rückrundenstart in die Hose. Aus dem Vorhaben hier was zählbares mitzunehmen wurde nichts, die Gastgeber zeigten sich bestens gerüstet und die Friese-Elf war mit dem Ergebnis noch gut bedient. Am Ende gab es einen glatten 4:0 Sieg für den TuS.

Permanenter Nieselregen war lästiger Begleiter des Spieles, sorgte für durchaus komplizierte Platzverhältnisse. Wichtige Randnotiz dieses Spieles war die enorme Polizeipräsens in der Gartsbrucharena. Da hatten einige Chaoten etwas ankündigtet, der TuS mußte reagieren. Es blieb zum Glück ruhig. An dieser Stelle ein Dank an die Ordnungshüter.

Vor 80 tapferen Zuschauern übernahm der TuS sofort die Regie. Die Gäste zeigten gleich zu Beginn einige technische Kabinettstückchen, besonders Victoria‘s Müller, im phantasiereichen Ibrahimovic-Style, glänzte in dieser Kategorie (2., 4.). Auch die erste Offensiv-Notiz heimsten die Gäste ein, Arndt (8.). Den TuS brachte das aber nicht aus der Spur. Druck aus allen Mannschaftsteilen zwangen Neustrelitz zu Fehlern. Kapitän Paß marschiert durch die Victoria-Defensive, das Auge für Pfitzner, 1:0 (14.). Die Gäste schwammen im wahrsten Sinne des Wortes. Die TuS-Klammer war in Position. Eckball TuS, Co-Trainer Klein mit der Ansage: „der geht rein“ und was macht Paß, er verwandelt direkt, 2:0 (18.), stark. Neukalen ließ nicht locker, katastrophales Mißverständnis zwischen Müller und seinem Keeper Wulff, Nutznießer ist wiederum Paß, 3:0 (25.). Mit seiner 13. Saisonbude schiebt er sich auf Platz drei dieser Rangliste. Das Ding war noch gar nicht zu Ende notiert, da rappelte es zum Vierten im Victoria-Kasten.  Müller, 4:0 (26.), durchschnaufen. Die Partie nahm sich jetzt eine zehnminütige Schonphase. Der TuS nahm einen Gang raus und die Gäste konnten sich sortieren. Arndt’s Pfostenknaller beendete die Ruhe (37.), der Nachleger von Hellwig wird Beute von TuS-Torwart Röseler. Mehr bot die Victoria nicht an, rettete sich aber mit viel Glück mit diesem Resultat in die Teepause.

Die Szenerie verlor im zweiten Abschnitt deutlich an Geschmack. Der Kick war gedanklich durch, da kannst du als Verantwortlicher fachsimpeln wie du willst, das kriegst du nie ganz raus. Hellwig mit einem satten Solo fehlt am Ende die Kraft (46.), danach konnte sich der Stift für eine ganze Weile in der wärmenden Tasche verkriechen. Nach einer ruhigen Viertelstunde mußte er aber wieder arbeiten. Victorias Keeper Wulff bekam alle Hände voll zu tun und er machte jetzt einen sehr guten Job, entschärfte einige Hochkaräter, Fründt (60.), Paß (61.) und Chrenko (68.,71.), der Sieger hieß immer Wulff. Dem wollte sein Gegenüber nicht nachstehen. Röseler, zweimal stark gegen Arndt (80.,81.). So tickte die Uhr munter runter, die Tornetzte blieben bis zum Schlußpfiff der guten Unparteiischen schlaff hängen.

Ein gelungener Auftritt der KUK-Truppe, für die Neukalener geht es nächten Sonntag zum Ortnachbarn Malchin, die Victoria empfängt zu Hause Waren 09.

TuS: Röseler, Wolff, Ludwig, Mobby, Schudek, Bendin, Mieckley, Müller, Pfitzner, Fründt,

         Paß, Chrenko, Mundt, Streufert

Neustrelitz: Wulff, Tesmer, Müller, Friese, Hellwig, Mohr, Ackermann, Arndt, Abraham,

         Neustadt, Schulz, Kaiser, Schmidt

 

 

Testspiel Kickers JuS

 

 

 

 

 

Testspiel

Sievershäger SV 1950 – TuS Neukalen 5:2

Vom Testgegner lernen, ist ja in Ordnung, aber das sich die Neukalener Elf die Spielweise von Kickers JuS aus der Vorwoche so eingeprägt hatte, das sie diese heute mittag in Sievershagen 1 zu 1 umsetzen konnte, das war wohl eher ungewollt. Über den Auftritt der Peenestädter konnte man getrost die allseits bekannte “Depri-Decke“ ziehen, Ball doof, Wetter doof, Platz doof, einfach alles doof! Es war eine gebrauchte Leistung des KUK-Teams. Völlig verdient verloren sie gegen den Dritten der Kreisoberliga Warnow mit 5:2.

Ein lausiger Seitenwind machte den Testkick auf dem künstlichen Grün im Sportpark Lambrechtshagen nicht gerade angenehmer. Der Auftritt des TuS bereitete auch wenig Aufwärmendes. Recht gelassen gingen beide Teams ins Geschehen. Die erste echte Torszene bekam der TuS. Chrenko auf Bendin, dessen Heber geht übers Quergestänge. Dann waren die Gastgeber am Zug. Mieckley zu kurz, Kunstmann dazwischen, legt für Müller auf, 1:0 (13.). Danach tauchte Sievershagen ab, der TuS agiert aber zu harmlos. Einzig ein Pfitzner-Freistoß (20.) ragt aus dieser Phase heraus. Da waren die Rand-Rostocker effektiver. Konter, Neukalen klärt zur Ecke, die folgt, Barß wird unglücklich getroffen, Röseler geschlagen,Eigentor, 2:0 (32.). Die Gäste fanden aber eine Antwort. Diesmal Ecke TuS, Paß zieht ab und Chrenko ist mit dem Anschluß zur Stelle (35.). Damit war ihr Pulver aber auch schon verschossen und bevor es zum Nachtanken in die Pause ging, bekamen sie das dritte Ding eingeschenkt. Die unsortierten reihen wurden gnadenlos ausgenutzt. Gegen Langer bleibt Röseler noch Sieger, den Nachleger von Arndt muß er passieren lassen, 3:1 (45.), Halbzeit.

Der Beginn des zweiten Abschnittes war für Gäste etwas freundlicher. Neukalens Müller zunächst im Pech (55.), zwei Minuten später wird er von den Beinen geholt, Strafstoß TuS, Kapitän Paß mit dem erneuten Anschluß (57.).Sie hatten sich wieder ran gekämpft. Diesen Zustand wurde durch einen kollektiven Black-out jäh beendet. Eine Einladung vom Feinsten, der einheimische Müller nahm sie dankend an und verwandelte gekonnt zum 4:2 (60.). Ein, zwei gute Szenen erspielten sich die Peenestädter zwar noch, aber so richtig fanden sie nicht mehr ins Geschehen. Die eingangs erwähnte “Pfanni-Droge“ wirkte. Die Flügelzange der Gastgeber bekamen sie nie wirklich in den Griff. Durch Bamm gab es noch das 5:2 (86.). Das Neukalener Trainertrio suchte nach dem Schlußpfiff auch nicht lange nach irgendwelche Ausreden. Ein Testspiel, eine schlechte Leistung, Fehler erkannt, Punkt! Dem schließen wir uns an.

TuS: Röseler, Barß, Mobby, Mundt, Wolff,  Mieckley, Bendin, Paß, Pfitzner, Müller, Chrenko, Schudek, Schwarz, Streufert, Stach

Sievershagen: Niefeldt, Arndt, Kords, Kunstmann, Heinz, Westburg, Langer, Müller, Seebruch, Kuchel, Bamm, Heuer, Pätzold

 

 

 

Testspiel

TuS Neukalen - Kickers JuS  5:2

 

Das Wetter meinte es mit den beiden Sparringspartnern sehr gut. Der erste Freiluftauftritt vom TuS Neukalen und Kickers JuS wurde von feinster Februarsonne begleitet. Sie zeigte aber auch deutlich die Sorgenfalten auf den Trainergesichtern und diese waren nach 90 unterhaltsamen Minuten bei JuS-Coach Voigt deutlich tiefer. Der Landesligist unterlag den Peenestädtern deutlich und verdient mit 5:2.

Beide Teams kamen aus dem vollen Übungsmodus, nur das Neukalen die vortägige Trainingseinheit bedeutend besser wegstecken konnte. Anstoß zur Mittagszeit, die Reuterstädter verschlafen die Anfangsviertelstunde komplett. Zu zäh, zu behäbig, noch verständliche Abstimmungsprobleme. Der TuS dagegen gut formiert und gnadenlos. Mielke bedient Müller, das schnelle 1:0 (5.). Haack mit der Antwort auf dem Fuß, doch das Spielgerät gefährdet nur “Hausi‘s Imbiss“ (9.), bleibt ein Strohfeuer. Henkel im eigenen Strafraum zu ungestüm, Elfmeter TuS, Pfitzner tritt an, Gießelmann ohne Chance, 2:0 (13.).

Das Ding war gerade notiert, da rappelte es schon wieder im JuS-Gehäuse. Müller zum Zweiten, 3:0 (15.). Ein Feuerwerk der KUK-Jungs. Es dauerte eine weitere Viertelstunde bis sich die Voigt-Elf besser in Position bringen konnte. So gab es auch für Neukalens Keeper erwärmende Beschäftigung! Schröder aus der Distanz (31.) und Haack (38.) sorgten für selbige. Die letzte Szene des ersten Partes gehörte Paß, Solo über das halbe schwarz-grüne Darguner Spielfeld, Endstadion Gießelmann, Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt zeigten sich die Reuterstädter besser sortiert, betrieben mehr läuferischen Aufwand, machten ihr Defensivnetz engmaschiger. Der Kick wurde ausgeglichener. Den ersten Riesen verbuchte wieder der TuS durch Pfitzner (57.). Die Kickers hielten mit, Schuster scheitert aber ebenso (60.). Nebenbei wurde munter durch gewechselt. Die nächsten Notizen gingen an Streufert. Zunächst fehlten noch ein paar Zentimeter (71.), dann stand er nach einem Mundt-Freistoß goldrichtig, Kopfball, 4:0 (73.). So wollte der Landesligist sich aber nicht von der Spielfläche verabschieden. Sie investierten in der Schlußphase noch einmal. Mit Erfolg. Eckball JuS, der TuS bleibt gedanklich am Boden, Wildauer geht hoch und sagt Danke, nickt zum 4:1 ein (82.). Die Peenestädter hielten dagegen, der wiedergenesene Chrenko mit einem “verdeckten Schieber“ erzielt das 5:1 (85.). Den Schlußpunkt unter diesen Testkick setzt der Gast. Voss gelingt mit dem 5:2 die Ergebniskosmetik (89.).

Beide Trainerteams wissen nach diesem fairen Spiel um ihre Baustellen. Für die Neukalener geht es am nächsten Samstag zum Sievershäger SV, die Kickers testen dann in Teterow.

TuS: Röseler, Barß, Ludwig, Mobby, Mielke, Mieckley, Schudek, Fründt, Pfitzner, Müller,

        Chrenko, Paß, Mundt, Streufert, Ronny

JuS: Gießelmann, Völker, Schüler, Haack, Kokel, Schröder, Voß, Henkel, Tomaszewski,

        F.Kokel, Lüders, Below, Schuster, Runge, Wildauer

 

 

 

 

13. Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – SV Teterow 90  4:1

Die Zahl 4 hat der TuS Neukalen anscheinend nicht nur für den Pokal gebucht, auch wenn es in der heimischen Gartsbrucharena gegen die Bergringstädter geht, haben sie Gefallen an dieser Zahl gefunden. Das dritte Mal in Folge bekam die Landowski-Elf einen Viererpack in der Peenestadt eingeschenkt. Beim 4:1 Heimsieg des TuS prägten sich drei Fakten dem Berichterstatter des Landesklassenspieles besonders ein. Teterows Unvermögen aus einer spielerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen, Mielke als zweideutiger Held der Heimelf und der nervliche Ausraster von Teterows Keeper Groth. 150 Zuschauer wurden bei tristem Novembergrau für ihr Kommen mit einem spannenden, packenden Derby belohnt.

Teterow, momentan in Topform (5 Siege in Folge), begann den Kick sehr stark, setzte den TuS sofort unter Druck. Klasse Spielzüge und eine schnelle Führung. Bendin kommt grenzwertig zu Fall, der Kick läuft weiter, Ludwig sein Abwehrversuch zu kurz, landet bei Latzko und der läßt sich das Ding nicht nehmen, 0:1 (3.). Die Einheimischen brauchten noch etwas um ins Match zu kommen. Peters half ihnen, rutscht auf dem durchnässten Grün weg, Ludwigs allein auf Groth, Sieger der Teterower Schlußmann (9.). Die Szenerie beruhigte sich etwas, die lauffreudigen Gäste waren weiter tonangebend. Rzeszutek selber überrascht (21.) und Bosmann scheitert an Röseler (23.). Dann folgte Mielkes erster Streich. Langer Ball in den Teterower Strafraum, Groth kollidiert mit dem eigenen Mann, Mielke mit dem Kopf, 1:1 (27.). Der Keeper angeschlagen, macht aber weiter, und wie. Zunächst hat Hantke das 1:2 auf dem Fuß, dann fährt der TuS zwei blitzsaubere Attacken. Schudek (40.) und Ludwigs (42.) scheitern an Groth. Die letzte Szene des ersten Parts gehörte dem Gast. Rzeszutek verzieht.

Der Torjäger der Bergringstädter hatte auch die erste Szene im zweiten Abschnitt, das Quergebälk rettet den TuS (48.). Eine ereignisreiche Phase folgte, Torszenen hüben wie drüben und viele Zweikämpfe. Mielke rutschte einmal zu viel, bekam den gelb-rot gescheckten Karton (57.) und schwächte sein Team. “Jein“, Teterow läßt noch einen Riesen aus, dann ist es der TuS an der Reihe. Sie standen förmlich auf, legten selber noch eine Schippe drauf. Ludwigs gegen Groth, von beiden Klasse (63.). Weiter ging’s, Ludwigs butterweich auf Paß, der Kapitän mit dem Köpfchen, 2:1 (69.). Keine 60 Sekunden später, Ludwigs Befreiungsschlag wird zum Desaster für Groth, nein, er rappelt sich wieder auf und kratzt das Spielgerät noch von der Linie. Die Gäste drängten, die Peenestädter standen jetzt aber sehr gut und lauerten auf ihre Konter. Die Zeit lief den Bergringstädtern davon. Schroeder hat die beste Möglichkeit, Röseler pariert (86.). Eckball TuS, Bendin scheitert, Groth hat das Leder, aber seine Nerven nicht im Griff. Klassischer Blackout. Nachtreten, rote Karte, “stinksauer“, Elfmeter Neukalen, ein wahrhafter Bärendienst (88.). Der etatmäßige Schütze Paß war schon unten, Pfitzner trat gegen Neumann an, eiskalt, 3:1. Die Kiste war durch. Teterow hatte keine Zeit zur Erholung mehr. Barß verdient sich einen Scorerpunkt, gekonnt auf Pfitzner und der macht den Doppelpack (90.+3). Der Rest war Jubel pur. Der Sieg gegen die favorisierten Gäste ist ein würdiger Abschluss der Hinrunde für das gesamte Team.

TuS: Röseler, Mielke, Mundt, Ludwig, Wolff, Bendin, Mieckley, Pfitzner, Paß, Schudek, Ludwigs, Barß, Mobby, Müller

SV 90: Groth, Peters, Hantke, Neumann, Latzko, Gerdt, Seemann, Dabbert, Bosmann, Naujoks, Rzeszutek, Schroeder, Kagel, Dabbert

 

 

12.Spieltag Landesklasse

Concordia Zarnekow – TuS Neukalen  3:2

Der Tempel der Concordia (röm. Eintracht) bleibt für die Neukalener ein schwieriges Pflaster. Das wohl emotionalste Derby der Landesklasse lockte bei knapp 4°C über Null immerhin 180 Zuschauer auf dem grünen, wetterbedingten  Schmierteppich an der B110. Der 3. gegen den 7. des Tableaus, diese Konstellation hielt was sie versprach. In einem rassigen, gutklassigen Match setzte sich Zarnekow glücklich mit 3:2 durch. Die Hohngesänge nach dem Schlußpfiff sollte man ihnen zwar gönnen, das Recht des Siegers, nur sollte der Text überdacht werden. Die Anspielung via Karnevalsverein hatte nämlich einen faden Beigeschmack. Hatte doch der größte Jeck im weiten Rund, durch sein unkontrolliertes Herum wedeln mit seinem Winkelement der Concordia zwei Zähler in den Punktetempel gelegt. Aber der Reihe nach. Der TuS, personell nicht auf Derbyhöhe, mußte defensiv einiges umbauen. Das war gleich deutlich zu spüren. Der Start ins Geschehen geht klar an die Päpke-Elf. Der konnte aus den Vollen schöpfen, hatte alle Mann an Bord und sah sein Team am Drücker. Grabowski schneller als Barß, Glück für den TuS, Abseits (2.). Dann hat Kulartz das Leder, scheitert an TuS-Keeper Röseler. Der TuS kam endlich rein, Ludwigs (8.,10.) und Fründt (9.) mit Entlastung. Schoknecht per Kopf, Röseler sicher (13.). Wolff kommt auf halblinks ans Spielgerät, steckt durch auf Paß. Dieser hämmert die Pille unter’s Quergebälk, Salzwedel chancenlos, 0:1 (17.). Ein kurzweiliges Spiel. Zarnekow ist wieder am Zug. Und wie. Erst vergibt Schramm (21.), dann ist Goetzie zur Stelle, aus 16-Metern in den Winkel, klasse Tor, 1:1 (28.). Das hohe Tempo machte sich bemerkbar, beide Truppenteile nahmen etwas Fahrt heraus und schoben dieses Remis Richtung Pausentee.

Der zweite Abschnitt war noch keine zwei Minuten alt, da bekommt Ludwigs den Ball, Salzwedel entschärft das Ding (46.). Danach blieben die Gäste zu passiv, Zarnekow gewann wieder Oberwasser. Viele Techtelmechtel, Garz mit einem Solo (57.) Kulartz per Freistoß (61.), Endstadion Röseler. Tragisch, aber so ist Fußball, eben noch gefeiert, dann der “Depp“. Röslers verkorkste Spieleröffnung wird Beute von Schoknecht, 2:1 für die Gastgeber (67.). Der TuS angeknockt, ja, die Concordia legt nach. 3:1 durch Grabowski (71.). Die Peenestädter fingen sich wieder, so wollten sie hier nicht vom Platz schleichen. Sie kamen zurück in den fairen Fight. Ludwigs mit dem 3:2 (82.), sie waren wieder dran. Eine spannende Schlußphase nahm ihren Lauf. Neukalen löste den Flankenschutz auf, Torszenen auf beiden Seiten. Minute 89., Kapitän Paß ist zur Stelle schiebt den Ball Richtung Tor, Salzwedel geschlagen, sein Mitspieler befördert das Leder in seiner Vollständigkeit über die Torlinie. Die Arme der Gäste gehen jubelnd nach oben, die Köpfe der Zarnekower senkten sich, der “einträchtliche“ Ausgleich. Nein. Der “Linesmen“ und seine karnevalistische Einlage machten dem Berichterstatter einen Strich durch den Satz. Was der Mann da gesehen hat bleibt sein “jeckes“ Geheimnis. Ja, im Karneval ist alles erlaubt. Man muß es akzeptieren, mehr nicht. Neukalen drückte weiter, vergebliche Müh. Zarnekow brachte den Heimdreier über die Ziellinie und krallt sich am Podium fest, Respekt. Neukalen kommt tabellarisch nicht von der Stelle und am nächsten Sonntag wartet mit Teterow der nächste schwere Brocken. Danke an alle für ein gelungenes Fußballfest.

Zarnekow: Salzwedel, Schlizio, Garz, Kulartz, Schlapmann, Schoknecht, Goetzie, Bebenroth, Schramm, Dust, Grabowski, Gerth, P.Bebenroth

TuS: Röseler, Pfitzner, Ludwig, Mobby, Barß, Mieckley, Fründt, Wolff, Paß, Schudek, Ludwigs, Mundt

 

Landesklassen-Pokal Viertelfinale

Rot Weiß Wolgast – TuS Neukalen  2:4

Und täglich grüßt das Murmeltier (Danke Stefan)

Der TuS Neukalen bleibt seiner Linie treu, seit dem 3.Spieltag ungeschlagen und vier Tore im Pokal sind der Satz. Zum zweitenmal nach 2013 ziehen die Peenestädter in die Vorschlußrunde des Landesklassenpokals ein. 150 Zuschauer waren Zeugen eines auch in dieser Höhe verdienten 2:4 Auswärtssieges beim Tabellenzweiten der Staffel II Rot Weiß Wolgast. Da, wo sonst eigentlich nur die Crosser des TuS Neukalen am nahen Ziesaberg  glänzen, sorgte diesmal die Fußballabteilung für die Schlagzeilen. Ein mannschaftlich gesehen, ganz starker Auftritt des KUK-Teams. Traurig allein die Tatsache, daß der Top-Rasenplatz des Peenestadions unberührt blieb. Hier sollte der Einsatz von Fördermitteln überdacht werden! Das  ansehbare Geschehen fand auf einem künstlichen Grün aus dem vorherigen Jahrhundert statt, schade!

Die Gäste aus der Peenestadt begannen sehr stark. Mit dem böigem Wind und der tiefstehenden Sonne im Rücken tauchten sie im Minutentakt vor dem Zimmermann-Gehäuse auf. Paß (2.) und Mieckley (3.) blieben nur zweite Sieger. Mister „ schnelles Tor“ Ludwigs durfte als nächstes. Pfitzner legt auf, 0:1 (4.). Wolgast erwacht, die Szenen hat noch der Gast. Paß vergibt (8.). Jetzt war Feuer auf dem Kessel, ein munteres, rassiges Pokalspiel begann vollends. Der schnelle Anders hat den Ausgleich auf dem Schlappen (10.), scheitert ebenso wie wenig später Ludwigs (14.) am gegnerischen Keeper. Es folgt ein sattes Pfund von Schulz, Röseler ist dran am Spielgerät, nur dran, mehr nicht, dann ist er drin, 1:1 (21.). Die Gäste keineswegs geschockt, dominieren das Geschehen, nur ihre Effektivität läßt zu wünschen übrig. Die komplette Offensive des TuS durfte einmal (27., 33., 34.). In dem Punkt war Wolgast besser. Kohr ist zur Stelle und die etwas unverdiente Führung (36.). Diese nahmen sie auch mit in die Windpause, denn Ludwigs ließ auch den letzten Riesen vor dem Halbzeitpfiff liegen (41.).

Der zweite Part begann für die 80 mitgereisten Gästefans ergebnisberuhigend. Schudek’s Freistoß von links, streicht über Mieckley’s gepflegtes Kopfhaar, Zimmermann ist überrascht, 2:2 (48.). Die folgenden zwei Notizen gehen auf das Konto der Gastgeber. Der Beste der Rot-Weißen, Kohr, scheitert an Röseler (51.), Dorosjan trifft nur den Pfosten (55.). Neukalen reagiert, Ludwigs scheitert an Zimmermann (57.), Mieckley trifft nur den Pfosten (55.). Bei den “alten“ Kämpen im Rund machte der Spruch die Runde, wer das nächste Tor erzielt, der gewinnt! Und sie sollten Recht bekommen. Paß erobert das Leder, das Auge für Pfitzner, eiskalt, 2:3 für den TuS (67.). Die Chance zum Doppelpack lehnt er ab (69.), seine Fans durften kurz darauf trotzdem jubeln. Ecke Kapitän Paß, Bendin sträflich frei, ein Kopfball aus dem Lehrbuch, 2:4 (70.) Sollte da noch was anbrennen. Die freundlichen Gastgeber mit den letzten Reserven. Ein Lattentreffer durch Schneider, mehr kam da nicht mehr. Sie mußten sich dem Stärkeren beugen und der hieß am heutigen Tage TuS Neukalen. Die ließen noch den ein oder anderen Konter liegen, das wäre auch dem Guten zuviel gewesen.

Und außerdem, die 4 vor dem Komma, wie geschrieben und täglich grüßt das Murmeltier!

 TuS : Röseler, Mielke, Mobby, Ludwig, Wolff, Bendin, Mieckley, Pfitzner, Paß, Schudek,

          Ludwigs, Fründt, Barß, Mundt

Wolgast: Zimmermann, Piechochtka, Oehlert, Hogh, Adebar, Schulz, Kohr, Zok, Waschow,

          Anders, Mittelstädt, Schneider, Dorosjan

 

 

11.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – SV Chemnitz  1:1

130 Zuschauer lockte die sonntägliche Herbstsonne zum Landesklassenspiel Neukalen gegen Chemnitz. Sicherlich rechneten viele wieder mit einem spannenden torreichen  Spektakel. In Punkto Tore gab es heuer nur Magerkost, dafür schaffte es der Spannungsbogen fast bis zum Bersten. Am Ende von “glatt“ 90 Minuten trennten sich beide Teams mit 1:1. Für beide weder Fisch noch Fleisch. Die Peenestädter verpassen den Schupser nach oben und die Chemnitzer treten im Keller weiterhin auf der Stelle.

Die Gastgeber kamen sehr gut in den Kick. Gleich die erste Duftmarke hatte Erfolg. Mieckley steckt durch, Ludwigs bekommt das Leder, allein auf Dieckow, der ist chancenlos, 1:0 (4.). Ludwigs Torausbeute der Spielzeit erreichte somit die Zweistelligkeit. Und sie machten munter weiter. Chemnitz, ohne ihren besten Herrmann angereist, setzt auf Konter. Klinghöfer per Kopf, vorbei (7.). Der Gastgeber klar voraus, schöne Spielzüge, zu wenig Ausbeute. Das beste Ding versiebt Mieckley (9.). Die Gäste können sich vom  Anfangsdruck des TuS etwas befreien und schieben sich bei den Spielanteilen auf Augenhöhe. Die 123,5% Chance zum Ausgleich lässt Lietz aber aus (18.). Mit mehr Offensivpower sollte der Gast vor dem Burow-Gehäuse aber bis zum Pausenpfiff nicht mehr glänzen. Die heiklen Szenen gab es im Gästestrafraum. Fründt allein gegen Dieckow (19.), Mieckley mit seinem zweiten Versuch (20.), Ludwigs allein gegen Dieckow (31.) sowie Schudek’s Reinrutscher (40.), keinem gelang ein Treffer. Laut wurde es trotzdem in der Gartsbrucharena. Bei den Gästen ging es in einer interne Wertung um die Neubesetzung von Edvard Munch’s Meisterwerk “Der Schrei“. In loser Folge gaben die Herren Meyer, Kreienbrink, Borgwart und Lietz ihre Bewerbung ab.

Der Start in den zweiten Part ließ hoffen. Neukalen sehr druckvoll. Schudek zieht aus 20 Metern ab, Dieckow hat die Fingernägel noch dran, Quergebälk (46.). Die Herrlichkeit der Peenestädter blieb nicht von langer Dauer. Mit allzu komplizierter Spielweise ließen sie Chemnitz vollends ins Geschehen kommen. Lietz per Kopf (49.), vorbei. Das spielerische Niveau der Partie tauchte zunehmend unter die Grasnarbe ab, unnötige Hektik war jetzt vorherrschend. Da waren andere Qualitäten gefragt. Ein Fußball-K(r)ampf begann. Die Spannung lebte. Borgwart nutzt bei seinem direkten Freistoß die noch unsortierte Mauer der Peenestädter und läßt sich für den Ausgleich feiern (65.). Jetzt war Feuer drin. Mobby vertändelt das Spielgerät, Burow rettet ihm den “Hintern“ (68.). Auf der Gegenseite muß Krüger einen Pfitzner-Ball noch von der Linie kratzen (70.). Ecke TuS, Paß direkt, Dieckow schaufelt den Ball hinter der Linie weg, nur der “Linesmen“ hat es nicht gesehen (74.). Die nächste Szene gab es im TuS-Strafraum. Ungeschickter Abwehrversuch, Strafstoß Chemnitz. Klinghöfer tritt an, Burow ahnt die Ecke, hält, stark (80.). Oh Mann, was für ein Spiel. Pfitzner hat noch einen Riesen auf den Span, aber keine Feinjustierung, weit vorbei (85.).

Als neutraler Betrachter der Partie muß man das Remis als gelungen und verdient einstufen. Daß es für den Jeweiligen nicht zu mehr gereicht hat, dafür müssen sich beide Kontrahenten an die eigene Nase fassen.

Nachzutragen bleibt noch der Sieger der Chemnitzer Castingshow. Die Jury wählte Herrn Lietz zum Sieger. Glückwunsch.

TuS: Burow, Mielke, Mobby, Mundt, Wolff, Bendin, Mieckley, Fründt, Schudek, Paß,

         Ludwigs, Pfitzner, Ludwig, Barß

Chemnitz: Dieckow, Kreienbrink, Lietz, Meyer, Hübner, Streuling, Krüger, Borgwart,

                   Klinghöfer, Schüler, Jung, Pantermöller, Pienckos, Pantermöller

 

 

 

10.Spieltag Landesklasse

Union Wesenberg – TuS Neukalen   1:5

Die “schmalen“ 50 Zuschauer sahen bei prächtigem Herbstwetter im Wesenberger Waldstadion einen recht einseitigen Landesklassenkick zwischen der gastgebenden Union und dem TuS Neukalen. Am Ende  siegten die Peenestädter klar und deutlich mit 1:5, festigten ihre Tabellenposition und bauten die “Ungeschlagen Serie“ auf jetzt acht Spiele aus.
Schneller als ein Bolt die 100 Meter absolviert, gab es die erste Spielnotiz. Nach handgestoppten 9,3 sek. tauchte Ludwigs vor Union-Keeper Wulff auf. Der “gelernte Linksaußen“ der Wesenberger Alten Herren blieb Sieger. Im Protokoll der Partie sollte der “Aushilfstorwart“ der Unioner eine Hauptrolle spielen, am Ende das Grün als tragische Figur verlassen.
Der erste Part ist schnell beschrieben. Der Gast "Berghoch" überlegen. 1:13 Chancen, 25:75% Ballbesitz. Torausbeute auf beiden Seiten, null. Egal, wer sich auf Neukalener Seite versuchte, entweder vorbei oder der Torwart hatte den Handschuh dazwischen. Später agierten sie zu kompliziert, setzten die eigenen Vorgaben NICHT um. Alles im Detail aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Wesenberg zu schwach dies zu bestrafen, oder? Der flinke Roeder kann das Geschehen auf den Kopf stellen, paßt sich aber beim Auslassen den Gästen an (35.) und so ging das Szenario  torlos in die Pause.

Der zweite Abschnitt begann unverändert. Neukalen Mega dominant und erfolglos. Union taucht das zweite Mal vor dem Burow-Gehäuse auf. Roeder (49.) hätte wieder den Spielverlauf auf den …, hat er aber nicht. Paß läßt einen 120% liegen, schießt lieber Wulff berühmt (58.). O, weh das war nicht die Stunde des TuS. Aber dann, der Minutenzeiger hatte gerade seine Runde beendet, da gab es endlich Arbeit für den freundlichen Stadionsprecher. Foul an Schudek auf links, Freistoß, Kopfball Paß, Bendin ist da und drückt das Spielgerät über die Linie (60.). Erleichterung bei den rund zwei Dutzend mitgereisten TuS-Anhängern. Ihre Elf ließ lobenswerterweise auch nicht nach. Ludwigs scheitert zunächst noch an Wulff (63.), zehn Minuten später hilft Wulff  beim 9.Saisontor von Ludwigs, 0:2 (73.). Der Startschuß von turbulenten zehn Minuten. Union, mit dem Mute des Unterlegenen, gelingt der Anschlußtreffer durch Buchheim per Kopf nach einer vorangegangenen kuriosen Freistoßentscheidung (76.). Der Hoffnungsschimmer der Einheimischen hatte nur eine geringe Leuchtperiode, der Treffer war noch gar nicht verkündet, da stellt der Gast den alten Abstand wieder her. Der gute Wulff wird zum ungewollten Vorbereiter, Fründt sagt Danke und schiebt zum 1:3 in die Maschen (78.). Jetzt überschlugen sich die Notizen. 2 Minuten später, Czaplicki möchte auch auf die Scorrerliste, Eigentor Wesenberg, 1:4 (80.). Anstoß Union, der TuS erobert das Leder, Kapitän Paß, bei ihm lief es heut nicht rund, versiebt (81.). Die Szene  ungeschnitten.  Der Gastgeber kann sich nicht befreien, die nächste TuS-Welle rollt an, Abschluss Barß. Dieser Ball blieb  bis zum Schlußpfiff unauffindbar. Neues Leder, neues Glück, ja. Paß findet mit ihm die Justierung wieder, 1:5 (82.), Glückwunsch. Das war es auch. Noch zu erwähnen, Mundt’s Debüt im Defensivkern war gelungen und Mielke hat sich heuer sein Sonderlob verdient.

Union: Wulff, Hudak, Schulz, Wauter, Fenner, Roeder, Buchheim, Czaplicki, Kerkhoff, Pfeiffer, Becker, Müller, Krause

TuS: Burow, Mielke, Mundt, Mobby, Wolff, Bendin, Mieckley, Fründt, Schudek, Paß, Ludwigs, Barß, Streufert

 

 

9.Spieltag Landesklasse
TuS Neukalen – SV Waren 09 3:3

Man kann ja über Neukalen denken was man will, aber wenn jemand Hunger auf gute, spannende Fußballkost hat, ist die Gartsbrucharena in der Peenestadt die richtige Adresse. Der 9. Durchlauf der Landesklasse, diesmal war der SV Waren zu Gast und die 160 Zuschauer bekamen bei prächtigem Herbstwetter sämtliche “Hoch’s und Tief’s“ eines Fußballspieles geboten. Und wieder trat die Floskel ein, wer zu früh geht verpasst den Schluss. Das Gefühl des “besseren“ Endes hatten diesmal die Müritzstädter. Timper traf fünf Minuten vor Ultimo zum 3:3 Endstand. Der TuS klettert trotzdem im Tableau auf Rang 6., die Gäste bleiben auf der 9.
Der Kick beginnt mit einer ruhigen Findungsphase. Das Spielgerät wandert mit einem noch sachten Tempo in der neutralen Zone. Das sollte sich aber rasch ändern. Für das erste Raunen im Rund sorgten die Gäste. Dem “fitgespritzten“ Spielertrainer Schlüter fehlte eine Schuhgröße um an das Leder zu kommen (8.). Der Tanz war eröffnet. Ludwigs holt den “geschmeidigen Kuhfuß“ raus, hebelt damit Warens Defensive aus, Paß ist der Adressat und locht zum 1:0 ein (10.). Attraktiver Fußball auf beiden Seiten, jeder lauerte auf Fehler. Und die machten nun die Einheimischen. Erst können sie im Kollektiv gegen Köhler klären, dann schenken sie ihm im Kollektiv den Ausgleich, 1:1 Köhler (27.). Der TuS offensiver, Geburtstagskind Fründt macht Tempo bis zur “Kotzgrenze“ aber alles zu kompliziert, die beste Chance versiebt Paß (33.). Waren effektiver, profitiert von Neukalens verletzungsbedingter Unterzahl und geht mit gütiger Hilfe des TuS, wieder durch Köhler, mit 1:2 in Führung (35.). Der erste Part war durch.
Den zweiten begann Neukalen mit einem Doppelwechsel, Pfitzner und Mundt ersetzten die angeschlagenen Birr und Fründt. Neukalen jetzt klar bestimmend, die Gäste nur auf Verwaltung der Führung aus. Mundt auf Paß, vorbei (48.). Mieckley, knapp Abseits (52.), dann wieder Paß (54.). Sie kamen der Sache näher. Ludwigs auf rechts durch, legt quer und diesmal steht Paß goldrichtig, 2:2 (58.). Das achte Saisontor des Kapitäns. Sie wollten jetzt natürlich mehr. Hinten hatten sie die Warener Kontermaschine gut im Griff. Nächster Freistoß für die Peenestädter, wieder Mundt als Ausführender, diesmal präzise auf den Hinterkopf von Bendin, Warens Keeper Herrmann mit seinem einzigen Fehler, Neukalen hat das Ding gedreht und führt mit 3:2 (72.). Das Spiel der Gastgeber wurde dadurch aber nicht ruhiger, im Gegenteil, Waren gab seine Passivität auf, jetzt kamen sie beim TuS hinten ganz schön ins Schwitzen. Abkühlung gab es auch nicht durch Köhlers Flugeinlagen. Freistoß Loewenau, TuS-Keeper Röseler stark (78.). Aber auch er sollte einen, seinen Fehler dabei haben. Bei einem doch eher unmotivierten Rückpass ist Röseler der Situation sicherlich schon ein bis zwei Gedanken voraus, verliert dabei die Standfestigkeit und macht ungewollte Bekanntschaft mit dem grünen Belag. Nutznießer dieses “Ausrutschers“ ist Timper, der in aller Gemütsruhe zum Ausgleich einnetzen kann (85.). Der Sonntagskuchen war gegessen, mehr passierte nicht.
Der neutrale Besucher der Partie sagt das ist okay, der jeweilige Blick der Fangruppen durch die Sehhilfen war doch recht unterschiedlich. Auf jeden Fall ein Dank an beide Mannschaften, an die Fans beider Seiten und an die Unparteiischen für ein unterhaltsames Fußballspiel.
TuS: Röseler, Mielke, Birr, Mobby, Wolff, Bendin, Mieckley, Schudek, Fründt, Paß, Ludwigs, Mundt, Pfitzner, Schwarz
Waren: Herrmann, Schwerin, Neue, Schlüter, Loewenau, Köhler, Pomorin, Nickel, Siegfried, Zur Kammer, Timper,

 

 

 

8.Spieltag Landesklasse
TuS Neukalen – SV Burg Stargard 4:3

Um auf einen knappen Ausgang der Landesklassenpartie TuS Neukalen gegen SV Burg Stargard zu tippen brauchte man kein Prophet sein. Ein Blick in die Statistiken genügte, die letzten sechs Duelle gegeneinander waren alles enge Kisten. Aber für das was die 100 Zuschauer in der Gartsbrucharena bei Dauerniesel geboten bekamen, ist “eng“ eine zu "weite"Bezeichnung. 90 Minuten waren rum, ein 3:3 lag “mundgerecht“ auf der Pfeife von Schiri Marzak, da war es Mundt der der friedlichen Punkteteilung die Berechtigung versagte. Ecke TuS, sorry ich weiß nicht mehr wer, doch Paß wars, Ludwigs peitscht von hinten Mundt in Position. Der ist per Aussenriss zur Stelle, feiert seine erste TuS-Bude und wird zum Matchwinner für die Peenestädter.
Die Chronologie der Partie hat es in sich, der TuS dreimal im Rückstand, kämpft sich immer wieder heran und ist auf der Zielgeraden ein glücklicher 4:3 Sieger.
Beide Reihen gingen gleich in die Vollen, die Anfangsminuten gehörten aber mehr den Gastgebern. Die Gäste standen defensiv sehr geschickt, ließen nichts Ernsthaftes zu. Beim Thema Umschalten hatten sie klare Vorteile, da lief das Spielgerät geschmeidiger. Mit Belohnung. Mielkes Abwehr zu kurz, Stargard reagiert schneller und Thürsam locht zum 0:1 ein (10.). Der TuS muß wechseln, Pfitzners Leiste machte dicht, für ihn kam der flinke Müller. Der TuS ist um eine schnelle Antwort bemüht, hat aber kein Fortune und mit 50-jährigen Hinz im Stargarder Tor einen ganz starken Gegner (Respekt vor dieser Leistung). So schlitterte die Partie auf rutschigem Geläuf im wahrsten Sinne des Wortes voran. Begleitet von etlichen lautstarken Bemerkungen von beiden Trainerbänken. Neukalen vom starken Mieckley dirigiert verzeichnete eine Menge Torannäherungen, doch alles verpuffte, Fründt (36., 44.), Müller (38.), Paß 42.). Auf jeden Fall reichlich Gesprächsstoff für die Pausenansprachen.
Die erste Duftmarke im Zweiten Part geht auf das Konto der Stargarder. Diese wollten ihre Führung nicht nur verwalten, Röseler hält stark gegen Suckstorff (48.). Der Auftakt, nur der Auftakt zu einem Schlagabtausch. Reaktion auf der Gegenseite. Ludwigs auf Paß und der legt quer auf den freien Fründt, 1:1 (51.). Ein Zuckerpass von Weiss auf Thürsam bleibt ungenutzt (55.). Paß scheitert ebenso wie Müller an Hinz (56.,58.). Der Mann hielt alles was Höhe Tischkante auf sein Tor kam. 61.Minute, einziger krasser Fehler des Referees, Freistoß für die Gäste von der Strafraumgrenze, Thürsam direkt, 1:2 Stargard (61.). Das können wir auch sagt sich TuS-Kapitän Paß. Sein Winkel bedeutend schwieriger, direkter Freistoß, das Spielgerät vorbei an Freund und Feind schlägt neben Hinz zum Ausgleich ein (70.). Eine knappe Viertelstunde gedämpftes Tempo sollte folgen, Mobby hat Glück bei seinem Abwehrversuch, da gibt so mancher auch Strafstoß (78.). Dann nimmt das Ganze noch einmal Fahrt auf. Neukalens Trainertrio bringt Mundt und Wolff und gerät zum dritten Mal in Rückstand. Ein schmerzlicher Ballverlust, ein schneller Konter der Gäste und wie kann es anders sein, Thürsam öffnet mit seinem dritten Treffer die Tür zum Auswärtssieg (83.). Aber diese Rechnung hat er ohne die Krimiexperten der Peenestädter gemacht. Schluss ist erst wenn… (3,-Euro). Der TuS stemmt sich dagegen. Ecke Mundt, Kopfball Bendin, 3:3 (88.). Mundts erster Scorrerpunkt für den TuS und für den “Langen“ das zweite Saisontor. Es folgte noch die oben beschriebene Szene. Was für eine Finale, da stand so mancher “Mundt“ vor Staunen offen. Neukalen am Ende ein glücklicher Sieger, die Gäste müssen nach drei Siegen in Folge ohne Punkte die Heimreise zum Quastenberg antreten.

TuS: Röseler, Pfitzner, Birr, Mobby, Mielke, Bendin, Mieckley, Fründt, Paß, Schudek,Ludwigs, Müller, Mundt, Wolff
Stargard: Hinz, Thurow, Danielczyk, Libiniecki, Discher, Markewitz, Mentzel, Suckstorff, Stuht, Weiß, Thürsam, Dupke, Schreiber

 

 

Matchwinner

 

Landesklassenpokal Achtelfinale

TuS Neukalen – Pasewalker FV 4:2

Die Abschlusspartie des Achtelfinales im Landesklassenpokal stieg in der Neukalener Gartsbrucharena. Der Landesligaabsteiger Pasewalker FV zu Gast beim TuS Neukalen. Die 155 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten, für dieses Match hätte man getrost den doppelten Obolus verlangen können. Die Peenestädter blieben ihrer Linie treu, vier Tore in einem Pokalspiel sind der Satz, diesmal reichten sie zum hochverdienten 4:2 Heimsieg gegen die Vorpommern. Damit macht der TuS das Quartett aus der Staffel I im Viertelfinale komplett und wartet natürlich gespannt darauf was Fortuna ihnen in der nächsten Runde für ein Los beschert.

Ein bissiger Ostwind und eine wärmende Oktobersonne waren die äußeren Faktoren. Das beeinflußte aber maximal den Beobachtungspunkt der Zaungäste, den Spielern konnte es egal sein, weil die Szenerie schnell klar gestellt war. Der TuS zeigte keinerlei Respekt vor dem dritten der Staffel II, begann furios und ließ sich nicht vom Schaltpult der Partie verdrängen. Der Mann der “frühen “ Tore war zur Stelle. Klasse Ball in die Schnittstelle der Pasewalker Viererkette, Ludwigs mit einem gefühlvollen Heber über den chancenlosen Heblewski (was für ein Wortspiel) hinweg, 1:0 (5.) für den TuS. Und sie ließen nicht nach. Pasewalk zu kompliziert, jede Menge Ballkontakte, null Effektivität, kein Raumgewinn, die Peenestädter stochern dazwischen. Fründt scheitert am Keeper (9.). Dann doch die erste Aktion der Gäste, der TuS leicht unsortiert, Zuchowski daneben (14.). Es folgte ein Zungenschnalzer der gehobenen Art. TuS-Kapitän Paß verwandelt ein Eckball direkt ins Gästegehäuse, sehenswert und von verständlichen Flüchen von Heblewski in seiner Muttersprache kommentiert, 2:0 (17.). Sehenswerter Sport, ein jetzt richtig erwachender Gast trug dazu bei. Zuchowski zieht aus 18-Metern einfach mal ab, Röseler ganz stark auf der Linie. Ein munterer Schlagabtausch, den bekommt Pasewalk’s linker Abwehrmann Stieg deutlich im Gesicht zu spüren (35.), läßt sich notdürftig verarzten und hält durch, Respekt vom Berichterstatter, die Verletzungen sahen böse aus. Neukalen läßt zwischendurch einiges liegen, Paß (37.), Ludwigs (39.), wird dann fahrlässig. Fründt verliert das Spielgerät in der neutralen Zone an Dolgner, der marschiert durch die ganze Defensive hat das Auge für Hauck und plötzlich steht es nur noch 2:1 (42.). Eine brenzlige Phase für die Einheimischen, der Gast mit seinen besten Szenen, aber sie schaukelten das Ding unter der Leitung der guten Unparteiischen in Richtung Pausentee.

Das Neukalener Pausengetränk wirkte auf jeden Fall schneller und besser, nur mit der Feinjustierung haperte es noch. Sie kamen mit Volldampf in den zweiten Part. Mieckley (45.) und Paß (47.) müssen den Sack zu machen, scheitern aber am gut parierenden Heblewski. O weh, wenn sich das…, nein das passierte nicht. Sie haben sich momentan gesucht und gefunden, sie harmonieren quasi. Paß serviert für Ludwigs, der legt all seine Erfahrung in seinen Fuß und erhöht auf 3:1 (56.). Es kam doch dicker für die Vorpommern. Paß als Alleinunterhalter, 4:1 (60.), das Ding war durch, oder? Ja, klar. Die Gäste zwar spielerisch auf dem gleichen Niveau, vor dem Tor aber zu schwach, zu harmlos. Die TuS-Abwehr stand und hatte in allen Höhenkategorien Vorteile. Eine höhere Niederlage verhinderte der Gästekeeper unter anderem gegen Pfitzner (72.) und Ludwigs (74.). Pasewalks Vahl bewarb sich in den Schlussminuten mehrfach für die Aufnahme in die Schauspielschule. Ein gewisses Talent muss ihm bescheinigt werden. Es brachte insoweit Erfolg, dass die Gäste noch auf 4:2 heran kamen. Der TuS in Erwartung des Siegestaumels, auf mehreren Positionen unkonzentriert und Hauck krönte sich zum dritten Doppeltorschützen der Pokalpartie (88.). Ludwigs, Paß, Hauck, Pause, Ludwigs, Paß, Hauck, Ende, 4:2. Ein Satz und der Artikel wäre auch fertig gewesen.

Neukalen zieht verdient in die Runde der letzten Acht ein. Ein Dank an faire Gäste für ein gelungenes Fußballfest. So macht es Spaß.

TuS: Röseler, Mielke, Birr, Mobby, Pfitzner, Bendin, Mieckley, Fründt, Paß, Schudek, Ludwigs,Ludwig, Wolff, Mundt

PFV: Heblewski, Rachwalski, Stieg, Steinke, Zuchowski, Vendt, Vahl, Trutwig, Greskiw, Hauck, Dolgner, Brandt

 

ACHTELFINALE

HSG Uni Greifswald : SV Rollwitz                                                2:4

MSV Groß Miltzow : SV Nordbräu 78 Neubrandenburg              2:6

VfB Pommern Löcknitz : FV Aufbau Jatznick 47 e.V.                  3:0

MSV Groß Plasten : SV Sturmvogel Lubmin                              1:0

SV Blau-Weiß 50 Baabe : SV Siedenbollentin                            0:1

FSV Garz : PSV Röbel-Müritz                                                     2:3

FC Rot-Weiß Wolgast  : SG Reinkenhagen                                4:3

TuS Neukalen 1990 e.V. : Pasewalker FV                                  4:2

 

 

 

7.Spieltag Landesklasse 

 Neubrandenburger FC 93 – TuS Neukalen 4:4

Das Neukalener “KUK-Trainertrio“ hat klar das Zeug zum Eventmanager. Was sie momentan dem interessierten Publikum anbieten hat jede Menge Dramaturgisches an sich. Jegliche Absicht ist auszuschließen, denn auf die Gesamtheit der Darsteller haben sie bekanntlich keinen Einfluß. Der TuS zu Gast beim Neubrandenburger FC 93. Auf dem künstlichen Grün am Weidenweg gab es für den Berichterstatter reichlich “Schreibstoff“. Auch die 50 Zuschauer können sich nicht beschweren, für ihren Obolus bekamen sie eine Menge Brisanz geboten. Um es vorweg zu nehmen, es gab guten Fußball zu sehen. Beide Offensivreihen boten hochwertige Kost. 4:4 hieß es am Ende und unabhängig von den noch zu beschreibenden Ereignissen, ein gerechtes, verdientes Remis.

Bei goldenem Oktoberwetter erwischten die Gäste aus der Peenestadt den besseren Start. Personell nagt der TuS zwar momentan auf der letzten Stolle, aber die Startelf paßte, gleich Druck aus allen Teilen. Mit Erfolg, Paß schickt Ludwigs, NFC-Keeper Fehlhaber ohne Chance, 0:1 (3.). Dieser Treffer weckte die Neubrandenburger. Noch 3- 4 Minuten schütteln, dann waren die Gastgeber da und wie. Der starke Aepinus mit Seitfallzieher (7.) und Wessel (9.) ließen es ahnen, Ecke NFC, der TuS zu passiv, Voigt per Kopf, 1:1 (10.). Die Peenestädter von der Rolle. Schwierigkeiten mit der tiefstehenden Sonne inklusive. Der NFC gnadenlos effektiv. Doppelschlag von Baganz (15.,17.) und der TuS lag mit 3:1 hinten. Offensiv-Fußball vom Feinsten und bald auch wieder vom TuS. Der fing sich rasch. Hielt dagegen, Paß mit dem Anschluß (24.). Turbulente Phase. Chancen hüben wie drüben. Doch weder Ludwigs (29.), Wawrik (30.), Voigt (33.) oder Paß (38.) schafften es bis zum Pausenpfiff zu einer Ergebnisveränderung. 5 Tore in 20 Minuten, guter Fußball, was sollte da im zweiten Abschnitt noch kommen? Es kam dicke!

Eigentlich könnte der Berichterstatter gleich in die 87.Minute der Partie springen. In dieser stand es immer noch 3:2 für den NFC. Einige Fakten müssen aber noch erwähnt werden. Beide Teams mit vielen guten Spielzügen. Aepinus ans Quergebälk (60.). Paß hat ein Privatduell mit Fehlhaber, klarer Sieger der Keeper (54.,57.,62.,71.). Das waren aber auch die letzten positiven Schlagzeilen des Herrn Fehlhaber. 66. Minute, Fehlhaber, weit vor seinem Strafraum, mit ausgestrecktem Knie gegen Schudek, wenigstens Dunkelgelb, Schiri Koch läßt die Szene ungestraft. Die Gäste hatten gewechselt, Streufert war gekommen (69.) und dann der wiedergenesene Müller (81.). Der schnelle Müller brachte neuen Schwung und wurde jäh gebremst. 87.Minute, Tatort wieder 20 Meter vor dem NFC-Gehäuse. Fehlhaber wieder draußen, senst Müller förmlich um. Alle im “eingezäunten“ Rund, die faire einheimische Anhängerschar mit eingeschlossen, rechneten mit dem einzig Möglichen. Notbremse, Rote Karte, Freistoß TuS. Pustekuchen, nicht mit Herr Koch und seinem aufmerksamen Assistenten. Diese beurteilten die Szenerie anders und entschieden nach der fast zehnminütigen Behandlungspause auf Abstoß NFC. Wir verneigen uns vor soviel Courage seitens des Referees, verstehen werden wir es aber nimmer! Es ging weiter. Für den verletzten Müller kam Co-Trainer Ullrich mit seinen “45 Lenzen“ zum ersten, ungewollten, Einsatz in der Landesklasse. Sein “Chef“ bescheinigte ihm nach dem Abpfiff einen ordentlichen Einstand. Acht Minuten legte Koch oben drauf und die begannen für den TuS denkbar schlecht. NFC, zeitspielerfahren (sehr gute Einlagen vom langen Baganz), bekommt einen Eckball geschenkt, Voigt steigt am höchsten und wuchtet das Spielgerät in die Neukalener Maschen, starke Szene (90+2). Der Drops war gelutscht, nein, die Moral der Gäste war stärker. Sie kamen noch einmal zurück. Paß schickt Fründt, der zieht durch und schiebt ein, 4:3 (90+5). Alles stand, die Population grauer Haare und abgekauter Fingernägel stieg an. Der TuS kassierte in der Nachspielzeit drei „“lächerliche“ gelbe Karten. Aber damit bremste Koch sie nicht aus. Ecke Paß, Bendin mit dem Willen zum Erfolg, schiebt sich durch und köpft zum Ausgleich, 4:4 (90+8).

Danach war Schluß. Das reichte. Der TuS ist sicherlich der gefühlte Sieger. Wir wollen die Schlußszenerie nicht überbewerten, doch berichten müssen wir davon. Es war insgesamt ein klasse Fußballspiel, der NFC war ein spielstarker Gegner (der wieselflinke Boye war gegen Ludwig chancenlos, Sonderlob), sehr gut besetzt und wird in der Klasse noch eine gute Rolle spielen.

NFC: Fehlhaber, Wawrik, Voigt, Böttger, Brahimaj, Aepinus, Goercke, Wessel, Haupt, Baganz, Boye, Schultze, Schwarzenberg, Henning

TuS: Burow, Wolff, Birr, Mieckley, Ludwig, Mobby, Bendin, Fründt, Paß, Schudek, Ludwigs, Streufert, Müller, Ullrich

 

1.

MSV Groß Plasten

 

7

5

1

1

17 : 5

12

16

 

2.

PSV Röbel-Müritz

 

7

4

1

2

29 : 14

15

13

 

3.

SV Nordbräu 78 Neubrandenburg

 

7

4

1

2

14 : 8

6

13

 

4.

SV Burg Stargard 09

 

7

4

1

2

14 : 14

0

13

 

5.

SV Teterow

 

7

3

3

1

17 : 10

7

12

 

6.

Neubrandenburger FC 93 e.V.

 

7

3

2

2

17 : 14

3

11

 

7.

SV Concordia 1919 Zarnekow

 

7

3

2

2

15 : 13

2

11

 

8.

TuS Neukalen 1990 e.V.

 

7

2

3

2

22 : 17

5

9

 

9.

SV Waren

 

7

2

2

3

14 : 14

0

8

 

10.

Demminer SV

 

7

2

1

4

14 : 17

-3

7

 

11.

SV Union Wesenberg

 

7

2

1

4

6 : 20

-14

7

 

12.

SpVgg Victoria Neustrelitz

 

7

1

2

4

14 : 24

-10

5

 

13.

SV 1950 Chemnitz

 

7

1

2

4

11 : 22

-11

5

 

14.

FSV 1919 Malchin II

 

7

1

2

4

11 : 23

-12

5

 

 

6.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – PSV Röbel 7:0

Da rieben sich nicht wenige der 130 Zuschauer der Landesklassenpartie TuS Neukalen gegen PSV Röbel die Augen. Diesen Spielverlauf, insbesondere dieses Ergebnis, hatte wohl niemand auf seinem geistigen Stimmzettel. Einzig vielleicht Neukalens Trainer Kaczorak, der nach der desolaten Demmin-Leistung, seine Elf mit einer “Bring-Situation“ ins Spiel geschickt hatte. Mit einem unglaublichen 7:0 wurden die Müritzstädter auf die lange Heimreise geschickt. Ihre Mutation von der Tormaschine zur Schießbude der Klasse in den Hinterköpfen. Eine Menge psychologische  Arbeit für den sympathischen Gäste-Trainer Papke.

Unter der Herbstsonne der Peenestadt wurde die “Kennenlernphase“  ausgelassen, es ging gleich zur Sache. Die Einheimischen waren einen Tick aggressiver, hatten mehr Zug zum Tor. Mieckley setzt in der eigenen Hälfte zum Sturmlauf an, beißt sich durch und verdient sich einen fetten Scorerpunkt. Seine Flanke landet auf dem Kopf von Ludwigs, Schnippkoweit chancenlos, 1:0 (12.). Das sah schon mal gut aus, doch Röbel war noch da. Besonders ihr Kapitän Sterzel hatte einige vielversprechende Versuche. Diese verpufften und die Gäste wurden durch die heutige gnadenlose Effektivität der Neukalener bestraft. Binnen “neun“ Minuten zogen sie auf 5:0 davon. Zunächst ist Ludwigs aus abseitsverdächtiger Position erfolgreich, 2:0 (25.). Dann ging es ganz schnell. Schudek wird von den Beinen geholt, Strafstoss, Paß sicher vom Punkt, 3:0 (32.). Keine zwei Spielzüge später, der gute Fründt mit einem Heber, 4:0 (34.). Anstoß, der TuS bleibt drauf, Röbel von der Rolle, Ludwigs zum Dritten 5:0 (34.) und der Schreiber kam ins Schwitzen. Und sie luden die Gastgeber weiter ein. Besonders der robuste J.Knappe verlor hinten zu viele Zweikämpfe. Den Vergleich mit einem wendenden Mississippi-Dampfer war aus dem Publikum zu hören. Ganz so abwegig war dies in dieser Phase auch nicht. (Sorry) Die Papke-Elf rettete sich in den Pausentee und bekam eine saftige Standpauke desselben zu hören.

Viel besser sollte der zweite Durchgang für die Müritzstädter aber auch nicht werden. Ein deutliches Bemühen zur Besserung war zu spüren. Was sie aber unternahmen, der TuS hatte heute immer die bessere Antwort. Nachdem Ludwigs einen Viererpack verweigerte (46.), hatte Röbel seine große Chance. Erst Sterzel, dann Richter im Nachlegen, sie brachten das Leder nicht an Burow vorbei (50.). Null Fortune. Das hatte der TuS diesmal auf seiner Seite. Freistoß halblinks, knapp 20 Meter, Fründt tritt an, nutzt die Sonne, ein Schnippchen gegen Schnippkoweit, 6:0 und dann noch in der 66.Minute. Gerade war dies notiert, gab es den nächsten Torschrei in der Gartsbrucharena. Schudek schob sich mit seinem ersten Saisontor zum 7:0 in die Spielstatistik (68.). Ein fußballerischer “Rausch“. Die Gäste, keineswegs so schlecht wie das Ergebnis, versuchten Kosmetik, aber nichts gelang. Da war kein Durchkommen. Dabei blieb es dann auch, ein zu hoher, aber hochverdienter Sieg des TuS.

Bei allem Lob für die Offensive der Neukalener, dieses Spiel haben sie heute hinten gewonnen. Eine tadellose Leistung und schön das sie vorne auch mal getroffen haben. Mehr als 3 Punkte gibt es für diesen Sieg auch nicht, also abhaken, denn nächste Woche geht es zum schweren Auswärtskick beim NFC 93.

TuS: Burow, Mielke, Birr, Mieckley, Wolff, Bendin, Mobby, Paß, Schudek, Fründt, Ludwigs,

         Streufert, Müller

PSV: Schnippkoweit, Kohl, T.Knappe, J.Knappe, Richter, Gaulke, Sterzel, Krolikowski,

         Lehmann, Ewert, Johannsen, Mehl, Hacker

 

 

 

5.Spieltag Landesklasse

Demminer SV 91 – TuS Neukalen  3:3

Die Zahl 3 entwickelte sich heute zum roten Faden durch den Spielbericht über die Landeslassenpartie Demminer SV gegen TuS Neukalen. Nur eine drei wurde auf der Gästeseite vermißt, die für die Haben-Punkte. Der TuS, auf Grund der letzten Spielzeiten als Favorit eingeschätzt, durfte sich am Ende glücklich schätzen durch einen Pfitzner-Treffer in der 93.Minute, noch das 3:3 erreicht zu haben. Dadurch hielt die Neukalener Serie von jetzt drei Spielen ohne Niederlage. Ein schwacher Trost. Die Rahmenbedingungen der Partie waren auch nicht gerade rosig. Der Rasen im Stadion der Jugend würde in Teschow nicht mal als „Raff“ durchgehen. Das die Hansestädter hell-grüne Nummern auf grün-weißen Trikots trugen schmälerte ihren Wiedererkennungswert enorm.

Pünktlich zum Anpfiff setzte der Regen ein. Die 60 Zuschauer sahen zunächst einen druckvoll beginnenden Gast. Das zogen sie aber nicht lange durch und so schob sich Demmin recht bald auf Augenhöhe. Auch den ersten Big Point heimsten sie ein, Riemann scheitert an Röseler (8.). Bendin’s Antwort scheitert am Pfosten (10.). Das hohe Grün war bald durchnäßt, Nachteil Torhüter. Scharfer Freistoß der Gastgeber, Röseler bekommt das Spielgerät nicht unter Kontrolle und mit dem zweiten Nachwischen erzielt Steinert das 1:0 für den DSV (13.). Der Regen verzog sich, das Treiben wog nun hin und her, Vorteile gab es für keinen. Ein noch zartes Gewittergrollen in der Ferne, Fründt konsequent im Mittelfeld, das Auge für Paß, der legt quer und Ludwigs ist mit dem 1:1 zur Stelle (26.). Sieben gelbe Karten innerhalb von 14 Minuten sagen einiges zur Qualität dieser Phase. Als die Gedanken der TuS-Akteure wohl schon bei der sicherlich deftigen Halbzeitansprache des Trainertrios waren, nutzte dies der Gastgeber gnadenlos aus. Abseits hin oder her, drin war er, Riemann mit der 2:1 Pausenführung für Demmin!

So gab es ein noch lauteres Grollen aus der TuS-Kabine, als vom  Himmel. Nur wirklich hängengeblieben sind die Worte wohl nicht. Der Beginn des zweiten Partes, ein glatter Fehlstart für die Peenestädter. Nichts wollte gelingen und zu allem Überfluß fingen sie sich auch noch das 3:1 ein. Riemann kürte sich zum Doppeltorschützen (50.). Nun war Moral gefragt und die fanden sie auch. Spielerisch wollte es nicht klappen, also mußte es über den Kampf gehen. Aber in dieser Rubrik konnten die Einheimischen sehr gut mitreden. Sie stemmten sich förmlich dagegen, verteidigten ihre Leaderposition mit allen verfügbaren Kräften, Respekt. Bei 11 gegen 11 sollte nichts anbrennen, aber als sich zuerst ein Demminer (Nummer nicht erkennbar, siehe oben) und dann auch Ludwig mit Gelb-Rot von der Szenerie verabschiedeten, gab es mehr Platz. Den nutzten beide, nur mit unterschiedlichem Erfolg. Mielke wird im Demminer Sechszehner zu Fall gebracht, Strafstoß, Paß mit dem Anschlußtreffer (80.). Alles, Nichts, Oder, so hieß es in der Schlussphase. Der TuS rannte an, scheiterte aber spätestens am guten Schwartz im Demminer Kasten, Demmin konterte geschickt, beide ohne Erfolg. Einige Gastgeberfans (ich betone nur “einige“) schufen vom Verpflegungspunkt aus einen Nebenschauplatz der unschönen Art. Sie sahen das Geschehen, sicherlich alkoholbedingt nämlich schon dreidimensional. Gut das sich beide Teams und auch die guten Unparteiischen dadurch nicht provozieren ließen. So kam die dritte Minute der Nachspielzeit und der schon erwähnte Ausgleich durch Pfitzner.  Die einen erkämpften sich einen Punkt, die anderen verloren im Kampf zwei Punkte. Der Kampf endete Unentschieden, denn spielerisch hatte dieses Match unterstes Niveau, das dürfte auch den Zaungästen aus Röbel nicht entgangen sein.

DSV: Schwartz, Blücher, Knop, Ahrendt, Steinert, Fischer, Meinke, Voskanian, Schult, Wendt, Riemann, Burmeister, Taubenhain

TuS: Röseler, Mielke, Birr, Mieckley, Ludwig, Bendin, Fründt, Schudek, Pfitzner, Paß,

Ludwigs, Wolff, Streufert, Mobby

 

 

 

4.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – FSV Malchin II  2:2

 

Der TuS Neukalen  feierte am Samstag seinen 25.Geburtstag. Im Rahmen der Feierlichkeiten gab es das Derby gegen den FSV Malchin II. Trotz der ungewohnt frühen Anstoßzeit wurden die 200 Zuschauer bei freundlichem Spätsommerwetter mit einem Interessanten Kick belohnt. Die Kartenstatistik, mit 8 gelben und zwei gelb-roten Kartons zeugt von der Brisanz dieser Partie.  Aber es war ein umkämpftes, aber nicht unfaires Spiel. Am Ende trennten sich beide mit einem 2:2 Unentschieden.

Der erste Part begann mit einer respektvollen Abtastphase. Der FSV stand defensiv sehr tief, machte die Räume konsequent zu, suchte stets die intensiven Zweikämpfe. Dies funktioniert aber nicht all zu lang. Der TuS, personell angeschlagen, fand Mittel und vor allem Wege. Die lagen Außen. Pfitzner scheitert an Disterheft (10.). Sie kamen der Führung minütlich näher. Für das 1:0 sorgte der FSV dann selber. Einen Mieckley-Freistoß erwischt Wittmann bei einer unkontrollierten Körperhaltung und das Spielgerät trudelt am chancenlosen Disterheft ins Netz (22.). Fründt muß wenig später nachlegen (24.), dann brach die Neukalener Herrlichkeit jäh zusammen. Von 100 auf vielleicht 30, sie verloren den Faden und fanden diesen bis zum Pausentee nicht wieder. Die Gäste spürten dies, übernahmen die Initiative. Winkelmann wird noch von der Abseitsfahne gebremst (27.). Dann doch der Ausgleich. Ein inkonsequenter Abwehrversuch landet Haberkost vor den Füßen. Der nutzt die Gunst der Stunde und zirkelt das Leder an Röseler vorbei zum 1:1 (35.).

Die Neukalener Trainerbank reagierte, brachte Lange als Speerspitze. Dies schien zu funktionieren. Paß (52.) und Ludwig (53.) versiebten aber. Das konnten die Gäste auch (56.), nur das sie ihren zweiten Riesen nutzten. Ecke, Kopfball Rümker, 1:2 (61.). Das sah gut aus für die Malchiner. Nun sollte sich aber das Karten sammeln aus Durchgang eins rächen. Zunächst ging Westphal vor der Zeit duschen (65.). Das brachte mehr Platz auf dem Grün und den nutzte nun der TuS endlich wieder aus. Siehe da, man hatte den Faden wieder. Das brachte gute Möglichkeiten, der starke Mielke schob sich mehrfach in die Rolle des Vorbereiters. Die besten erfolglosen Chancen gingen an Mieckley (66.) und Pfitzner (69.). Die Gäste ließen aber auch nicht locker, Winkelmann hat die Entscheidung auf dem Kopf, nur die starke Rettungstat von Röseler hält den TuS weiter im Geschehen (76.). Dann verpaßt Ludwig den Ausgleich (80.). Die Blicke gehen immer öfter zum Zeitanzeiger. Den einen lief die Zeit davon, den anderen konnte sie nicht schnell genug sein. Minute 86. Der “Pechvogel“ des Tages Wittmann regelwidrig gegen Paß im Strafraum, vorzeitige Duscherlaubnis durch den Referee inklusive,  Elfmeter für den TuS.  Kapitän Paß tritt selber an, Disterheft ahnt die Ecke, kommt aber nicht ganz ran, der vielumjubelte Ausgleich (86.). Dann bekamen sie auch noch die Chance zum Sieg. Doch mit vereinten Kräften, vor und auf der Linie, hielten die Gäste ihren ehrlich verdienten Punkt fest.

Das der TuS zwei wichtige Zähler zu Hause liegenläßt geht eindeutig auf die eigene Kappe. Am nächsten Sonntag geht es zum Demminer SV.

 

TuS: Röseler, Mielke, Mieckley, Ludwig, Barß, Werner, Fründt, Pfitzner, Paß,

         Wolff, Ludwigs, Lange, Streufert

FSV: Disterheft, Trostmann, Haberkost, Anton Fürstenau, Wittmann, Rümker,

         Wagenknecht, Winkelmann, Westphal, Hewelt, Burmester

 

1.Runde Landesklassen-Pokal

HFC Greifswald – TuS Neukalen  0:4

 

Die Auslosung zur ersten Hauptrunde des Landesklassen-Pokals bescherte dem TuS Neukalen einen Auftritt im Hengstepark zu Greifswald. Gegen den dort beheimateten HFC setzten sich die Peenestädter hochverdient mit 0:4 durch. Eine famoser, geschlossener Auftritt der “KUK“-Truppe. Ein Blick in die Spielstatistiken würde unter der Rubrik “Ballbesitz“ noch eine gewisse Augenhöhe finden, in allem anderen waren die Gäste weit voraus.

Pünktlich zum Anpfiff des Geschehens trieb der böige Wind die Regenwolken Richtung Bodden weg. Mit diesem im Rücken, setzten die Hansestädter die ersten Akzente. Diesem Schwung ging aber schnell die Puste aus. Der TuS, mal wieder taktisch umformiert, fand zügig seine Linie. TuS-Kapitän Paß mit der ersten Notiz (5.). Der HFC hielt dagegen, Tischer mit einem Heber fehlte nur die Feinjustierung (9.).  Auf der anderen Seite der wieder genesene Schudek über rechts, Hereingabe, die TuS-Bemühungen zielgerichteter, Paß steht richtig, 0:1 (12.). Pfitzner kann zeitnah nachlegen, rutscht aber die berühmten Zentimeter vorbei (15.). Ein gutes Pokalspiel vor leider nur 40 Zuschauern. Bei den paar einheimischen Fans keimte Mitte des ersten Partes noch einmal die Hoffnung. Neukalens Pressing nahm sich eine kurze Auszeit. Drei gute Möglichkeiten durch Kröger (28.), Schmietendorf (32.) und Grzegorzewski (33.). Kein Erfolg. Bei den Gästen nahm sich Paß den Dreierpack alleine vor. Auch seine Ausbeute (34.,35.,36.) gleich Null. Noch kein Halbzeitpfiff. Grzegorzewski, Freistoß zentral aus 20-Metern, Röseler schneller unten in der Ecke, als er den Namen des Schützen je aussprechen wird. Pausenführung gesichert (41.).

Ja, die Chancenverwertung wird wohl das Hauptthema der Pausenansprachen gewesen sein. Gefruchtet hat sie aber nur auf der Gästeseite. Der HFC hat zwar wieder die ersten fünf Minuten für sich, das war es aber auch. Schudek legt auf und Ludwigs mit dem zweiten Kopfballtreffer seine Karriere zum 0:2 (51.). Die Szene war noch gar nicht vollständig protokoliert, da schlug es wieder im Holtz-Gehäuse ein. Diesmal Ludwigs als treibender Keil und Paß läßt dem guten HFC-Keeper ebenfalls per Kopf keine Chance (52.). 0:3, der Drops war gelutscht. Zu überlegen die Gäste. Es wurde munter gewechselt. Die drei Nachrücker fügten sich nahtlos ein. Bendin ungewohnt offensiv, Müller macht seinem Namen alle Ehre, von Pfitzner geschickt, 0:4 (65.). Und Barß hatte auch seinen Riesen (81.). Aber das wäre für die fairen HFC-Kicker von Trainer Höhne auch zu viel gewesen.

Einen sympathischen Verein durften wir kennenlernen, die aus dem wenigen was sie haben, viel gemacht haben. Respekt und Anerkennung unserseits. Wir drücken Euch für die Zukunft die Daumen.

Jetzt wünschen wir uns Fortuna mal  auf unserer Seite, ein Heimspiel wäre nicht schlecht und nicht gerade ein Gegner aus der eigenen Staffel. Ein Wunsch, nicht mehr.

TuS: Röseler, Mielke, Mieckley, Ludwig, Schudek, Mobby, Fründt, Paß, Pfitzner, Ludwigs,

         Müller, Bendin, Barß

HFC: Holtz, Tschirner, Menz, Kröger, Czerwinski, Hacker, Schmidt, Grzegorzewski, Tischer.

         Schmietendorf, Hoffmann, Zumkowski, Wodke

 

 

 

3.Spieltag Landesklasse

 Victoria Neustrelitz – TuS Neukalen 0:3

Dritter Spieltag der Landesklasse, der TuS zu Gast bei Victoria Neustrelitz. Ein Duell zweier Fehlstarter, beide ohne Zähler im Tabellenkeller der noch jungen Saison. Aufatmen und Schulterklopfen gab es am Ende nur bei den Gästen aus der Peenestadt. Mit einem 0:3 Auswärtssieg verließen sie bei sommerlichen Temperaturen das künstliche Grün.
Sportlich war ganz schön was los in der Residenzstadt, nahe dem Harbigstadion dröhnten die Crosser und neben der Anlage gab es ein Beachvolleyball-Turnier. Ob es an diesen Nebengeräuschen lag, der Kick begann ziemlich zäh, es gab nur einige "Halbchancen" zu notieren. Victoria (2.,4.), TuS (5.). Die flatternden Nerven bekam der TuS besser in den Griff. Mit einem wahren Eckenfestival nach einer Viertelstunde rissen sie die Partie in ihre Hände. Bis zur erlösenden Führung mußten sich die Gästefäns unter den 70 Zuschauern aber noch gedulden. 34. Minute, Kapitän Paß auf links Richtung Eckfahne, seine scharfe Hereingabe wird lang, länger, Ludwigs. Der "Achter" in echter Torjägermanier zum 0:1. Mehr gab es aus Durchgang Eins nicht mehr zu vermelden.
Die erfrischende Abkühlungsphase für beide ersatzgeschwächte Teams bekam den Peenestädtern sichtbar besser. Sie hatten deutliche Vorteile in allen Bereichen. Neustrelitz Keeper Kaiser wurde zum Hauptdarsteller des zweiten Partes. Auf Grund eines Augenfehlers mit Sonnenbrille im Victoria-Kasten, war er optisch zwar der coolste, aber sportlich gesehen die ärmste "Sau" auf dem Platz. In ihrem erfolglosen Bemühen den TuS-Riegel zu knacken, ließen sie Ihn zu oft hinten sträflich alleine. Erster Nutznießer dieser „Entblößung“ war Ludwigs. Der kampfstarke Streufert legt auf und Ludwigs vorbei an Kaiser, 3.Saisontor, 0:2 für den TuS (59.). Victoria ließ sich aber noch nicht hängen. Ihr stärkster, Hellwig, wollte das Ding noch drehen. Jener Hellwig hatte nach der dankbaren Getränkepause durch die Unparteiischen, auch die Anschlußchance, scheiterte aber am starken Röseler im TuS-Gehäuse (70.). Auf der anderen Seite scheitert Paß (72.), ehe sich die Gastgeber den Fehlschuß des Tages gönnten. Frei vor dem TuS-Tor drischt Zykatz das Leder in Richtung Nirwana von Neustrelitz. Damit war ihr Pulver auch verschossen. Neukalens Mittelfeldmann Pfitzner begann sein “Privatduell“ mit Kaiser (78.,79.,82.,88.). Sieger dieses internen Ausscheides blieb der Sonnenbrillenträger. Einmal kam er aber doch durch, Ludwigs mit dem dritten Scorrerpunkt und Pfitzner stellt den verdienten 0:3 Endstand her (86).

Ein kleiner, beruhigender Befreiungsschlag, denn  außer Lob gab es heute auch mal die nötigen Punkte. Nächste Woche geht es im Pokal zum HFC Greifswald.

TuS: Röseler, Wolff, Mieckley, Ludwig, Werner, Fründt, Pfitzner, Paß, Müller,

         Streufert, Ludwigs, Mundt

Victoria: Kaiser, Müller, Ackermann, Hellwig, Kuhnt, Witthuhn, Mohr, Kiel,

        Mertsch, Abraham, Neustadt, Schulz, Zykatz, Engelbrecht

 

2.Spieltag Landesklasse

 Nordbräu Neubrandenburg – TuS Neukalen 4:2

 

Zweiter Spieltag der Landesklasse,  die zweite Niederlage für den TuS Neukalen, diesmal gab es ein 2:4 bei Staffelneuling Nordbräu Neubrandenburg. Um so einen Saisonstart zu finden, muß der Statistiker bis ins Jahr 2008 zurück blättern. Dort gab es zuletzt zwei Pleiten zum Auftakt und wie es der Zufall so will, der damalige Gegner am 2.Spieltag, hieß Nordbräu Neubrandenburg (4:1).

Damals waren die Vier-Tore-Städter Bezirksligaabsteiger und Favorit, diesmal schien es  auf dem Papier eine Partie auf Augenhöhe zu werden. Um den Lohn dieser Einschätzung brachten sie die Neukalener selber. Aber der Reihe nach.

Eine perfekte Spielfläche und Sommerwetter hatten mehr als die nur 35 Zuschauer verdient. Vorweg, die ersten 40 Minuten des Duells gingen klar an Nordbräu. So irritierend die vielen Biersorten im Umfeld waren (Bierwagen: Carlsberg, Trikot: Lübzer, Name: Nordbräu), so deutlich die Vorteile der Einheimischen. Bei den Gästen stand Neuzugang Paul Röseler zum ersten Mal zwischen den TuS-Pfosten. Er begann auch gleich eine kleine “Privatfehde“ mit Nordbräu`s Urgestein Borchardt (3.,5.,7.,11.), Sieger jedesmal der Keeper. Auch gegen Garm (17.) ist Röseler zur Stelle und hält den TuS im Spiel. Das Beste zu diesem Zeitpunkt aus Gästesicht war das Ergebnis.  So peu a peu befreite sich der TuS etwas aus der Umklammerung, suchte die eigenen Stärken zu nutzen, stellte von Reaktion auf Aktion um. Noch blieb aber Nordbräu aktiver, erst zum Ende des ersten Partes erreichte der TuS die erwartete Augenhöhe. Fründt im Abschluß unkonzentriert (41.), dann Müller mit einem Riesen (45.). Doch auch NB-Keeper Mentzel zeigte sich gut aufgelegt und es ging torlos in die schattige Halbzeitpause.

In der schien das Neukalener Trainertrio die besseren Worte gefunden zu haben, ihre Elf präsentierte sich jetzt ebenbürtig. Nur Zielwasser stand wohl nicht auf der Getränkeliste von Mannschaftsleiter Waack. Fründt läßt wieder aus (49.). Der Stift des Berichterstatters gab seinen Geist gänzlich auf und mit dem Wechsel des Schreibers gab es die ersten Tore der Partie. NB schnell durch die Mitte, durchgesteckt und Reichelt trifft zum 1:0 (54.). Die Peenestädter keineswegs geschockt, Paß auf den freien Müller, Mentzel pariert (57.). Danach ein Guter Freistoß von Pfitzner, NB klärt auf der Linie (59.). Die Strafe sollte folgen. TuS-Innenverteidiger Ludwig gehen bei einem langen Ball die Zentimeter aus, Witt sagt danke und schiebt zum 2:0 ein (62.). Der TuS besiegt, nein. Müller ganz stark über rechts, Ludwigs ist zur Stelle, 1:2 (70.) (Randnotiz: Jener Ludwigs traf vor sieben Jahren zum damaligen Ehrentreffer) Doch wie gewonnen, so zerronnen. Freistoß aus 20 Metern für die Gastgeber. Witt tritt an. Aus instinktiver Angst vor dieser “Kanone“ öffnet sich die Neukalener Mauer und das Ding schlägt zum 3:1 in die Maschen (72.). Es ging munter hin und her. Der TuS vorbei (73.), dann Gesswein allein auf Röseler, der hält (77.), zwei Minuten später dieselbe Szenerie, diesmal trifft Gesswein, 4:1 (80.). Mit dem Mute der Verzweiflung schnappt sich Müller das Leder, tanzt durch die Nordbräu-Reihen und drischt es ins Tor, 2:4 (85.). Sollte da noch was gehen? 85. Minute, Marlow foult Müller, Strafstoß. Der etatmäßige Schütze Paß schon vom Feld, Ludwig eilt heran, traut sich und schießt. Der Ball landete nahe der Webastohalle, nur nicht im Tor(87.). Aus der Traum, nichts mit einem Punktgewinn auf der Zielgeraden. Die Einheimischen brachten ihren zweiten Dreier über die Ziellinie.

TuS: Röseler, Wolff, Mieckley, Ludwig, Mielke, Bendin, Mobby, Pfitzner, Müller, Fründt, Paß,

        Ludwigs, Chrenko, Barß

NB: Mentzel, Marlow, de la Barre, Matthes, Walter, Müller, Garm, Borchardt, Reichelt, Bürger, Rochow, Witt, Gesswein, Ganske

 

1.Spieltag Landesklasse

TuS Neukalen – MSV Groß Plasten 1:4

Zum Saisonauftakt der Landesklasse bekam der TuS Neukalen gleich einen ganz harten Brocken als Auftaktgegner. Der letztjährige Tabellenzweite Groß Plasten weilte in der Gartsbrucharena. Diese verließen sie nach 94 sehenswerten Minuten als verdienter Sieger. Mit 1:4 wiesen sie die Peenestädter in ihre Schranken. Der Spielverlauf hätte aber auch ganz andere Optionen ergeben können, dass es letztendlich für die Gastgeber nur für anerkennende Worte reichte, ist größtenteils Eigenverschulden.

 Der TuS begann vor 150 Zuschauern das Match sehr druckvoll. Fründt setzte die erste Duftmarke (2.). Die Gäste brauchten gut 10 Minuten sich einzuloten. Über ihren Neuzugang Lietzau schoben sie sich auf Augenhöhe. Das hatte jetzt was von Spitzenspiel. Neukalens Kapitän Paß bekommt das Leder am Sechszehner aufgelegt, sich drehen und den freien Mitspieler ignorieren war eins, er macht es gekonnt selber und der TuS führt 1:0 (14.). So hätte es weitergehen können, doch nahmen sich die Einheimischen selber den Wind aus den Segeln. Langer Ball der Gäste. Die Neukalener Defensive beobachtet staunend den Flug des Spielgerätes, Reaktion Fehlanzeige, der eh schon riesenhafte Lietzau sagt Danke und köpft zum Ausgleich ein(20.). Der TuS brauchte gut 10 Minuten zur Erholung, hatte Glück das Purlinski die Phase nicht nutzte (26., 28.). Damit aber dann auch genug, der TuS machte sich wieder frei und ihm gehörte die Schlussviertelstunde des ersten Partes. Erst Mobby, dann Mieckley, zweimal hieß der Sieger Plasten‘s weiterer Neuzugang Torwart Wegener (30., 31.). Dann folgte die erste von zwei spielprägenden Szenen. Paß mit dem Ball am Fuß Richtung Wegener, Wackerow mit der Notbremse, verdient glatt Rot, Freistoß an der Strafraumgrenze, der Gefoulte tritt an, ein Hammerschuß und eine noch bessere Parade des Ex-Warener’s Wegener (41.). Anerkennung von allen Seiten.

Gästetrainer Schimmel muß eine treffende, hoch motivierende Halbzeitansprache abgeliefert haben. Was seine Jungs im zweiten Part auf das Grün legten nötigt den verdienten Respekt ab. Der zweite Part begann mit gegenseitigem Belauern. Der TuS tat sich reiflich schwer mit der personellen Überlegenheit.  Noch schwieriger wurde es für die Kaczorak-Truppe, als die Konter-Maschine Wala zum ersten Mal zuschlug,  gnadenlos und effektiv, 1:2 (49.). Neukalen bäumte sich auf. Szene  Nummer zwei stand an. Paß, allein auf Wegener, er bekommt das Leder an ihm vorbei, nur nicht rein. Innenpfosten, raus (60.). Wer weiß….?.   Es folgten noch zwei Möglichkeiten durch Müller und Pfitzner mit dem gleichen negativen Erfolg. Plasten konnte es besser. Wieder Wala über rechts, ganz stark, 1:3 (75.). Da gingen die Blicke der Einheimischen schon Richtung Rasen, aber von aufgeben keine Spur. Nur gelingen wollte, sollte ihnen heute nicht’s. Im Gegenteil, hinten gab es noch einen eingeschenkt. 1:4 durch Hödl (90+3).

Sicherlich ein verdienter Sieg der Gäste, gerade wegen der 50 Minuten in Unterzahl. Das der Sieg zu hoch ausgefallen ist, war der Tenor beider Trainer. Der eine hatte eine angenehme Rückreise, der andere weiß sicherlich wo er die Hebel ansetzen muss. Diesen Gegner jetzt als Maßstab für alles zu nehmen wäre wohl der falsche Weg.

TuS: Burow, Mielke, Mieckley, Ludwig, Wolff, Bendin, Mobby, Fründt, Paß, Pfitzner, Müller,

         Ludwigs, Chrenko, Sievert

MSV: Wegener, Lietzau, Sugint, Disteler, Wala, Purlinski, Dreyer, Haupt, Wackerow,

          Krohn, Bachert, Kuphal, Görtz, Hödl

 

 

 

Landesklassen-Cup

TuS Neukalen – SV Teterow 90  4:0

Fortuna hat es so gewollt, während sich das Gros der Landesklasse noch einen Vorbereitungstest könnte, wurde es für den TuS Neukalen und den Gästen aus der Bergringstadt Teterow schon am Samstag ernst. Die 1.Runde im Pokal bescherte den 100 Zuschauern bei angenehmem Nieselwetter gleich dieses brisante Derby. Wie schon beim Finale der letzten Spielzeit hieß der Sieger auch diesmal, TuS Neukalen. Das der Endstand mit 4:0, verdient, aber zwei Tore zu hoch ausgefallen war, da waren sich beide Trainerseiten einig.

Der Beginn der Partie war ziemlich unaufgeräumt. Beide Reihen belauerten sich argwöhnisch, da war viel zweifelnder Respekt zu erkennen. Diese Phase ging doch klar an die Gäste. Den nur sporadischen Bemühungen der Peenestädter,  setzten sie einiges mehr entgegen. TuS-Keeper Burow stark gegen Kagel (13.). Jener Kagel servierte das Spielgerät zwei Minuten später butterweich auf den Kopf von Gerdt (15.). Den muß er machen war der Tenor der mitgereisten Gästeschar. So peu á peu verdrängten die Gastgeber die 90-ziger vom Regiestuhl. Die Flügelzange Fründt und Müller wurde besser in Szene gesetzt. Müller auf links durch, Neumann mit der “Sense“, Strafstoß. Der Schütze vom Dienst, Paß tritt an, Teterows schon angeschlagener Torwart Markwart mit dem richtigen Riecher, taucht rechtzeitig ab und pariert großartig (33.). Er hatte noch gar nicht alle Glückwünsche seiner Mitspieler verarbeitet, da stand er wieder im Brennpunkt. Pfitzner hat das Auge für Müller. Der läßt sich nicht zweimal bitten und netzt zum 1:0 ein (34.). Das Spiel bekam mehr und mehr den Begriff “Derbyfight“. Das gute Schiedsrichterkollektiv in Gelb hatte die Karte selber Farbe für die “Hitzköpfe“ reichlich parat. Unfair war der Kick aber auf keinen Fall. Neukalens Lattenlupfer (44.) schaffte es noch vor dem Pausentrunk in den Notizblock.

Zu Beginn des zweiten Abschnittes mußte Teterows Trainer Landowski reagieren, für Markwart kam Schroeder ins Gästetor. Der bekam auch gleich Arbeit, rettete gegen Paß Kopfball (49.)den knappen Rückstand. Danach boten die Teams den Zuschauern eine recht ausgeglichene Phase. Echte Torgefahr war beidseitig Mangelware. Schudek’s Kabinettstückchen beendete diese “Lethargie“, nur Schroeder hatte was gegen dieses “Tor des Monats“ (62.). Dann noch mal die Gäste, doch Neumann läßt aus (71.). Und was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, es war das vorletzte ernsthafte Lebenszeichen der Bergringstädter. Der 15-minütige Schlußakkord gehörte den Gastgebern. Paß’s  Freistoß wird noch abgewehrt, Bendin ist zur Stelle, staubt ab zum 2:0 (75.). Weiter ging’s, Müller dreht den Spieß um, bedient Pfitzner und der macht das 3:0 (81.). Den Schlußpunkt unter dieses Spiel setzte verdientermaßen Müller mit einem Heber zum 4:0 (87.). Der letzte Vermerk der Partie, ein Lattenschuß (89.) sei den fairen Gästen gegönnt.

Eine frühe Duftmarke des TuS, die man aber auch auf Grund von Personalien, weder über- noch unterbewerten sollte. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so gehen die sechs Augen des Trainertrios schon Richtung nächsten Sonntag. Der dortige Gegner Groß Plasten hatte sein “Spion“ schon an der Seitenlinie postiert.

 

TuS: Burow, Wolff, Ludwig, Mieckley, Schudek, Bendin, Mobby, Pfitzner, Fründt, Müller, Paß, Streufert

SV 90: Markwart, Peters, Hantke, Neumann, Latzko, Gerdt, Seemann, Kagel, Dabbert, Bossmann, Naujoks, Schroeder, Weber, Schimnick

Teterow

Testspiel 2.8.2015

TuS Neukalen – Gnoiener SV 24   1:2

Wer sich am heutigen Nachmittag gegen einen Törn auf dem Kummerower See und für den Besuch der Gartsbrucharena entschieden hatte, wurde hinreichend belohnt. Beim letzten Testkick vor dem scharfen Saisonstart boten der einheimische TuS Neukalen und der Landesligist Gnoiener SV den rund 90 Zuschauern ein ansehnliches Spiel. Neben der Vertiefung des Bräunungsgrades gab es gute Fußballkost gratis. Das die Gäste aus der Warbelstadt den Platz als 2:1 Sieger verließen hatte von allem etwas. Sie spielten doch die etwas feinere Klinge, hatten über die gesamte Dauer etwas mehr Spielanteile. Sie hatten Fortuna auf ihrer Seite, sie hatten bedeutend mehr Spielerpotential zur Verfügung und im Schlußakkord der Partie profitierten sie mächtig von der Abschussschwäche der Peenestädter.

Die Partie begann ohne größeres Abtasten. Der TuS hatte den ersten Big Point. Müller serviert auf Pfitzner, SV-Keeper Franke klebt auf der Linie, der Weg war frei, doch das Spielgerät verspringt und landet somit in den Katakomben der Anlage (4.). Der Reigen war eröffnet. Jetzt war Gnoien am Zug. Millert scheitert an Burow (8.), danach scheitert Lewerenz (19.). In dieser Phase glich das Geschehen einem Tennismatch. Aktionen hüben wie drüben. Fründt bedient Paß, Erfolg Fehlanzeige (21.). Dann doch die Führung der Gäste aus einer deutlichen Abseitsstellung heraus. Millert war es schnuppe und schob zum 0:1 in die Maschen (27.). Es folgte die stärkste Phase der Gäste. Das sah schon nach was aus. Der ansonsten gute Schiri Hoth machte seinen “Fehler“ wieder gut, verweigerte den Gästen einen klaren Elfmeter (30.). Zum Ende des ersten Partes spielte sich der TuS wieder frei, hatte durch Birr’s Kopfball eine sehr gute Ausgleichschance (38.). Da waren die Gäste konsequenter. Der direkte Gegenstoß über drei Stationen bringt ihnen durch Ehlert das 0:2 (39.). Burow mußte noch einmal glänzen, dann ging es in die erfrischende Halbzeitpause.

Gnoien’s Trainer Schmiedeberg konnte kräftig durchwechseln, brachte zu Beginn des zweiten Abschnittes gleich 5 frische Kräfte. Darunter auch Neuzugang Appiah. Ein klasse Spieler, zuletzt dreifacher Torschütze beim Test gegen Grimmen (4:1). So viel er aber auch in den TuS-Reihen wirbelte, sie standen gut hinten, es fand sich immer ein Bein oder ähnliches um seine Aktionen zu stoppen. Ohnehin bot sich dem schwitzenden Zuschauer eine ausgeglichene Szenerie. Neukalen verlangte dem Landesligisten alles ab. Appiah hatte zunächst die besten Szenen, blieb aber heute ohne Torerfolg (65., 72.). Das war es aber auch mit der Gnoiener Herrlichkeit. Je mehr sich der Spielzeiger dem Ende näherte, um so mehr drehte der TuS noch einmal auf. Pfitzner wurde zum Drehpunkt der Schlussminuten. Entweder bediente er die schnellen Fründt (77.) und Müller (82.) oder er legte für Routinier Ludwigs auf (80.). Prima Pässe, doch ohne Ausbeute. Wie es funktioniert zeigte der zweite “6“, Mobby, auf die eher rustikale Art und Weise und der Anschlußtreffer war da (83.). Ludwigs hatte sogar noch das Remis auf den Fuß, aber es sollte nicht sein. Ob nun gerecht oder nicht, das sollte hier und heute zweitrangig sein. Auf jeden Fall war es ein guter, fairer Test für beide Teams und gute Fußballkost für den Zuschauer.

Danke!

 

TuS: Burow, Schudek, Ludwig, Birr, Müller, Bendin, Mobby, Fründt, Pfitzner,

         Paß, Ludwigs, Streufert, Barß, Hildebrandt

Gnoien: Franke, Jahr, Peter, Lewerenz, Millert, Ehlert, Klipps, Hoda, Prengel,

               Gugat, Taschkuhn, Lembke, Krizsun, Brusch, Appiah, Balz, Obeng

 

 

 

Testspiel 25.7.2015

TuS Neukalen – Sievershäger SV 1950  2:2

 

Ungewohnter Betrieb für einem Samstagnachmittag in der Neukalener Gartsbrucharena. Die Landesklassenelf des TuS hatte den letztjährigen Verbandsligisten Sievershäger SV 1950 zum Testspiel zu Gast. Die knapp 50 Zuschauer sahen ein interessantes, von vielen taktischen Feinheiten geprägtes Spiel. Über die schmale Personaldecke klagten bei böigem Wind beide Trainerlager. Die Verantwortlichen des TuS zogen nach dem Schlußpfiff ein ähnliches Fazit wie in der Vorwoche, beim Sieg gegen Völschow. Eine Stunde guter, aber eben nicht effektiver Fußball, danach verlieren sie, schwere Beine vom Vortagstraining hin oder her, ihre Linie. Das sollte für die Verantwortlichen aber kein unlösbares Problem sein. Am Ende gab es ein aus neutraler Sicht gesehen gerechtes 2:2 Unentschieden.  

Die vom Unparteiischen Matthies geleitete Partie hatte ganz unspektakuläre 25 Anfangsminuten. Dem Kenner des Rasenschachs wurde einiges geboten, der Anhänger von Torraumszenen mußte sich lange gedulden. Die Gäste setzten den ersten Stich, doch ihre Nr.9 serviert das Leder direkt in die Fänge von TuS-Keeper Gampe (26.). Der Startpunkt war gesetzt. Jetzt waren die Peenestädter am Zuge. Über Pfitzner und Bendin gelangt das Spielgerät zu Ludwigs, der scheitert erst am glänzend reagierenden Gästekeeper, im Nachwischen gelingt ihm dann doch die 1:0 Führung (30.). Eine ganz starke Phase der Einheimischen folgte. Der nächste „eintrainierte Spielzug“ scheitert erst im finalen Abschluß durch Pfitzner (33.). Es ging munter weiter. Bendin, Ludwigs und als Vollstrecker Kapitän Paß waren die Stationen des 2:0 (36.). Kurz vor der Pausenanalyse drängte sich auch der Gast noch einmal ins Geschehen. Beim Auslassen dieses Riesen (41.) hatte der Wind sein „böiges“ Händchen mit im Spiel.

Zu Beginn des zweiten Abschnittes stand Neukalens Schlußmann Gampe im Brennpunkt. Erst testete ihn Nr.44 (47.), dann bat der Schiedsrichter, zu einem eher fragwürdigen Foulelfmeter. Schwach geschossen von Nr.6, Gampe ahnt die Ecke und hält. Es folgt der Nachschuß und den fischt der Keeper großartig heraus. Verdienter Szenenapplaus (49.). Die Vorteile der Gastgeber schwinden, Sievershagen kommt mit ihrer starken Nr.9 immer besser ins Match. Auf TuS-Seite setzt Schwarz mit seinem Pfostenknaller den nächsten Akzent (52.). Fünf Minuten später, der nächste Elfer für die Gäste, diesmal verdient und diesmal auch verwandelt, 2:1 (57.). Ludwigs verpaßt das 3:1 (65.). Die Beine der TuS-Spieler wurden sichtbar müde, beim Gast waren es eher die Arme. Neukalen verlor deutlich den Faden und die Gästetrainer haben für die nächste Trainingseinheit, Einwurfübungen in ihr Buch geschrieben. Ansonsten drängte der jetzige Kreisoberligist auf den Ausgleich und bekam ihn auch. Der TuS im Vorwärtsgang, leichter Ballverlust, ein Sahnekonter der Gäste und es steht 2:2 (87.). Paß hat die letzte Aktion der Partie auf dem Stiefel, aber zu einem konzentrierten Abschluß fehlten die Körner. Das kommt noch, was heuer noch kam, war nur noch der Schlußpfiff von einem ordentlichen, fairen Testkick beider Teams.

 

TuS: Gampe, Mielke, Mieckley, Ludwig, Schudek, Bendin, Mobby, Pfitzner, Paß,

         Ludwigs, Müller, Schwarz, Hildebrandt

Gampe hält Elfmeter

 

 

Testspiel   (19.7.2015)

TuS Neukalen – Sturmvogel Völschow  4:2

 

Zufriedene Trainergesichter auf beiden Seiten waren das Ergebnis des Testkicks zwischen TuS Neukalen und dem Kreisoberligisten Sturmvogel Völschow. Einige Abstriche am 4:2 Heimsieg machte aber das Neukalener Trainertrio “KUK“ (Kaczorak, Ullrich, Klein), haderte besonders mit der katastrophalen Chancenverwertung und mit der noch fehlenden Paßgenauigkeit ihres Teams. Doch gerade für letzteres waren die äußeren Umstände nicht gerade optimal. Dauerregen machte aus dem gepflegten Grün ein eher rutschiges Geläuf.

50 hartgesottene Zuschauer fanden trotzdem den Weg in die Neukalener Gartsbrucharena. Sie bekamen unter ihren Regenschirmen vom neuen Trainertrio  zwar keinen ganz neuen TuS zur Gesicht, aber doch eine merklich geänderte taktische Ausrichtung ihrer Elf. Gute Ansätze, die reifen, die wachsen müssen. Vorweg sei notiert, daß die Gäste aus Völschow ein sehr guter, fairer Testspielpartner waren. In dieser Verfassung sollten sie in der kommenden KOL-Saison eine gute Rolle spielen können.

Die erste Notiz des Geschehens heimsten sie auch ein. Renner prüft TuS-Keeper Gambe (5.). Der besteht den Test und mit der Herrlichkeit der Gäste war es erst einmal vorbei. Der TuS übernahm für die nächste halbe Stunde die alleinige Regie. Druck aus allen Mannschaftsteilen, das sah schon gut aus. Ecke Schudek, Kopfball Birr, 1:0 (11.). Der laufstarke Pfitzner über links Richtung Grundlinie, quergelegt, Müller kriegt die Fußspitze ans Leder, 2:0 (15.). Es blieb wenig Zeit für Völschower durch zu atmen. Welle auf Welle zog in Richtung, von Mirko  Lewerenz gehüteten, Gästegehäuse. Aber sie ließen aus, scheiterten am Keeper, am Grün oder an sich selber. Richtung Pausenpfiff des guten Referees Seep, kam Völschow wieder besser in die Szenerie. Lange Bälle hinter die TuS-Reihen, zumeist vom Dargun-Rückkehrer Ricardo Lewerenz gespielt, brachte eigene Torgefahr. Doch weder Renner (34.), noch Pentzlin (42.) konnten Nutzen daraus ziehen.

Das “trockene“ Halbzeitgespräch ließ den TuS wieder an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Auch das mit der Chancenverwertung schien besser zu klappen. Paß auf Pfitzner und der alleine gegen den übrigen Rest, er bleibt Sieger und der TuS führt 3:0 (49.). Das war es, oder. Noch nicht ganz. Müller bedient Paß und der Kapitän erhöht auf 4:0 (58.). Damit war ihr Zielwasser aufgebraucht. Geheime Quellen munkeln, die Gäste hätten sich den Rest gemopst. Spaß beiseite. Sie kamen auf jeden Fall wieder besser zum Zug. Schultz scheitert noch am gut reagierenden Gambe (61.), dann war auch er geschlagen. Pentzlin gekonnt zum 4:1 (62.). Und weil es ihm so gefiel, gleich noch einmal, wieder Pentzlin, 4:2 (74.). Damit hatte der Torreigen aber auch sein Ende, denn auch die Flasche Zielwasser der Gäste war alle. So übertrafen sich in der Schlußphase der Partie beide Teams im Auslassen von so mancher guten Möglichkeit. Einzelheiten darüber würden den Rahmen sprengen und so gibt es nur noch den Schlußpfiff zu vermelden. Die Spieler zog es im “Juli“ unter die warme Dusche, ist schon kurios.

 

TuS: Gambe, Mielke, Birr, Mobby, Wolff, Bendin, Pfitzner, Müller, Paß, Mieckley,

         Schudek, Fründt, Sievert, Ludwigs

 

Völschow: Lewerenz, Wode, Lewerenz, Renner, Schultz. Pentzlin, Campean, 

                    Mielke, Marx, Baum, Ullrich, Winter, Schröder, Goede