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TuS Neukalen gewinnt gegen Völschow

Meldung aus Stadt Neukalen
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Bild zur Meldung: TuS Neukalen gewinnt gegen Völschow

Hallo Fangemeinde!

Wir waren noch sportlich unterwegs, jetzt etwas später unsere Sicht der Dinge zum Spiel der Ersten heute zu Hause gegen Völschow.

Vielen Dank an Luisa für die Bilder zum Spiel.

16.Spieltag KOL

TuS Neukalen : Sturmvogel Völschow 4:0

Angenehme Apriltemperaturen lockten heute 60 Schaulustige in die Gartsbrucharena. Diese sahen einen deutlichen 4:0 Heimsieg der favorisierten Peenestädter. Ganz unzufrieden konnten die Gäste mit den 94 Minuten jedoch auch nicht sein, haben sie doch dem Gastgeber alles abverlangt. Besonders im ersten Part spannten sie den Geduldsfaden der Neise-Elf stets von Neuem.

Der Sturmvogel zeigte sich defensiv sehr gut eingestellt. Mit zwei betonharten Abwehrriegeln ließen sie hinten nicht viel ernsthaftes zu. Der TuS gleich vom Startweg der Taktgeber auf der doch harten Spielfläche. So ein paar Viertelchancen hatten sie ja, doch immer rechtzeitig konnte die, vom starken Boll geführte Hintermannschaft der Gäste klären. So liefen die Minuten der Anzeigetafel so herunter und wir können ein wenig an den Rand schauen. Wir standen bestens und bekamen die wirklich unterhaltsamen Äußerungen vom SV-Keeper Junk und Coach Ahrendt mit. Erst kommunizierten sie per Pfeifton, dann mit Worten. Erster Beitrag vom Trainer über Neukalens Nummer 7, Paß. „Der kann nur mit links, glaub mir das!“. In der Situation richtig, in der Aussage falsch. Jener Paß hat 267 Ligatore in seinem Palmares, davon gut und gerne 100 mit rechts und auch den einen oder anderen seltenen per Kopf. Dieser Abstecher unsererseits sei erlaubt.

Zurück zum Spiel. Die Szenerie blieb, der TuS mit viel Ball, doch ohne die großen Szenen. Spruch Nummer zwei, diesmal vom nicht mehr ganz jungen Junk, sehr fürsorglich nach einem Foul von Ebert an seinen Mitspieler. „Das tut doch weh, der Platz ist doch so hart, Mensch!“ Der Gast kam jetzt auch besser in die Partie. Auffällig auf jeden Fall der junge Rupp, der sorgte für einige Entlastung für die Gäste. Der TuS hat weitere Annäherungen, Pfitzner gleich dreimal und auch Neise. Erfolg Fehlanzeige. Das machte Ahrendt doch etwas nervöser, er machte Kilometer an der Seitenlinie, auf den Hinweis des Spielleiters, kam ganz trocken: „Sorry, ich bin hyperaktiv“ und schob Richtung seiner Jungs hinterher: „Lasst sie bloß nicht ins Spiel kommen!“

Klappte auch ganz gut, nur nicht ganz. Pfitzner auf Rohde und der macht mit einer tollen Aktion das erlösende 1:0 (38.). Jetzt ist der Knoten geplatzt, dachten wir zumindest. Herrmann sichert Völschow mit einem 40-Meter Schuss den ersten offensiven Eintrag für die Gäste. (42.). Dann kann Junk einen Neise-Kopfball entschärfen und feuert gleichzeitig seine Jungspunde noch mal mit seinen hohen Abschlägen an (43.). Die hören auch darauf. Die letzten Sequenzen gehen an Völschow. Mit Stolz kommt nach einem Eckenpfiff die Aussage von Ahrendt, jetzt haben wir schon mal mehr Ecken. 2:3, und prompt folgte noch eine, 2:4. Die wurde mächtig gefährlich, Olm mit der Chnace zum Ausgleich, Disterheft klärt zur Ecke, 2:5 (45+2).

Halbzeit, knappe Führung für den Gastgeber, klare Eckenführung für die Gäste. Reicht, ab zum Kaffee bei Gisela, Danke. Natürlich durfte das Halbzeitfazit mit den Experten nicht fehlen. Da gab es an einigen Stellschrauben was zum nachjustieren.

Die passenden Schlüssel lagen in der Kabine, denn der TuS legte im zweiten Abschnitt gleich voll los. Der frische Völker scheitert an Junk (48.). Jetzt aber. Ebert serviert für Asmus, der macht ein linkes Ding, klasse, 2:0 (49.). In seinem 56. Punktspiel, sein 9. Tor.

Völker auf Pfitzner, 3:0 (53.). Geht doch, nein, es ging nicht so weiter. Völschow bekam die Riegel wieder geflickt. Die Partie verfiel wieder in den Status der ersten Hälfte. Manske noch mit einem Gästeversuch, vorbei (61.).

So rinnen die Minuten wieder die Anzeigetafel herunter. Aus dieser Lethargie wurde sie erst in der 82. Minute gerissen. Herrmann zu ungeschickt gegen Pfitzner, mit Folgen. Gelb/Rot für ihn und Elfmeter TuS. Pfitzner tritt an und trifft. Das passte Ahrendt gar nicht, denn Herrmann schleppte sich noch vom Platz, da kann man doch nicht anpfeifen. Lassen wir mal unkommertiert, der Elfer musste wiederholt werden. Da kennt sich Pfitzner ja schon aus, siehe Kummerow vor Ostern. Auch im zweiten Anlauf zieht Junk den Kürzeren, 4:0 (84.). Neukalen drängte auf das fünfte Tor. Paß, schade (87.), Pfitzner scheitert an Junk (91.). Pfitzner scheitert an Boll (92.).

Wie schon im ersten Part geht der Schlussakt an die Gäste. Gamradt hat die große Chance zum Ehrentreffer, scheitert an Disterheft. (94.). Letzterer bleibt in der Rückrunde aus dem Spiel heraus unbezwungen. Erst zweimal musste er hinter sich greifen, zweimal war es ein Elfmeter. Schluss. Ein extra Lob an das junge und gute Unparteiischen-Trio, gute Arbeit. Nicht ohne Fehl (wer ist das schon), aber ohne Tadel.

Danke an Völschow für dieses absolut faire Spiel und für die schönen Randnotizen.

Letztendlich ein klar verdienter Heimsieg, abhaken und sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren. Die ist wahrlich nicht leicht. Es geht Samstag früh an den Hagedorn. Dort wartet der Tabellenvierte Friedland als Aufgabe.

Jetzt aber genießen.

TuS: Disterheft, Schudek, Paß, Höfs, Rohde, Wolff, Dennis Pfitzner, Neise, Ebert, Düvier, Asmus, Völker, Zick, Müller

SV: Junk, Rupp, Herrmann, Höft, Boll, Olm, Manske, Hilgendorf, Dettmann, Zander, Gamradt, Nast, Stöwesand, Wiemer