Hafenschänke "Rübenkrug"
Der erste Hafenmeister war Ackerbürger Friedrich Zarpentin. Er errichtete um 1880 am Hafen ein Wohnhaus. Hier betrieb er einen kleinen Ausschank für die Schiffer, die im Hafen anlegten und die Fuhrleute, welche die Schiffsgüter transportierten. Vom Giebelfenster aus konnte der Hafenmeister bis zur Kanalmündung am Kummerower See schauen und die ankommenden Kähne rechtzeitig ausmachen. Im Volksmund nannte man die Hafenschänke bald "Rübenkrug", da sich hier im Herbst besonders viele Bauern und Fuhrleute von der anstrengenden Rübenverladung bei einem "lütten Sluck" etwas aufmunterten, bevor sie wieder den langen Rückweg nach Warsow, Lelkendorf oder Karnitz antraten.
Die Tochter von Friedrich Zarpentin, Karoline Zarpentin (geb. 2.9.1867 in Neukalen, gest. 9.7.1943 in Salem) war mit dem Fischer Karl Dieckmann (geb. 20.6.1862 in Verchen, gest. 2.10.1945 in Salem) verheiratet. Dieser übernahm etwa 1907 die Gaststätte von seinem Schwiegervater. Ab 1925 war er auch Hafenmeister.

Ansichtskarte um 1920: "Gastwirtschaft und Gartenlokal, Inh.: Carl Dieckmann".
Ab 1932 pachtete Wilhelm Tübbicke (geb. 18.10.1878) die Gaststätte. Etwas später kaufte er das Haus. Ab 1.10.1938 erhielt seine Frau Martha Tübbicke, geb. Nölte (geb. 18.10.1890) die Konzession für Gast- und Schenkwirtschaft. Am 1.1.1961 ging die Konzession an ihre Schwiegertochter Elise (genannt Lieschen) Tübbicke über. Aus Altersgründen wurde die Gastwirtschaft, die im Volksmund auch "Schwarze Hand" genannt wurde, am 31.12.1985 aufgegeben.





