Neukalener Schulgeschichte(n) Teil 7
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 ging die Zuständigkeit für die Schulen in der ehemaligen DDR von der zentralen staatlichen Kontrolle auf die einzelnen Bundesländer über. Mecklenburg/Vorpommern entwickelte sein eigenes Bildungssystem und Schulgesetz. Für die Neukalener Stadtverwaltung war die Schulausbildung nun zu einem Kostenfaktor geworden, da sie als Schulträger für die Bereitstellung der schulischen Infrastruktur, wie Gebäude und Ausstattung, verantwortlich war.
Zum Schuljahr 1990/91 wurden 21 Schülerinnen und Schüler eingeschult.

Das Lehrerkollegium 1991
1 Dietrich Siebert, 2 Peter Birke, 3 Ingrid Hecht, 4 Monika Kroll, 5 Hiltrud Birke, 6 Margret Wilke, 7 Heike Ernemann, 8 Volker Krüger, 9 Ilona Wagner, 10 Renate Ninerza, 11 Karl-Friedrich Lenz, 12 Bärbel Lenz, 13 Karin Reetz, 14 Manfred Marquardt, 15 Andrea Nehls, 16 Gudrun Fälchle, 17 Bruno Pottschul, 18 Daniela Hartleben, 19 Manfred Bölter, 20 Peter Rathfisch, 21 Gisela Heier, 22 Antje Holz, 23 Hannelore Kersten.
Im Dachgeschoß des Hauses Rektorstraße 13 kam es am 3.3.1992 zu einem Brand, so daß die Turnhalle durch den entstandenen Brand- und Wasserschaden nicht mehr nutzbar war. Der Sportunterricht mußte bis auf weiteres in der ehemaligen Möbel-Konsum-Verkaufsstelle in der Straße der Freundschaft 26 stattfinden.
Ab 1. September 1992 wurde der Hort der Neukalener Schule geschlossen und in die kombinierte Kindereinrichtung verlegt. Es sollten dadurch finanzielle Mittel eingespart werden. „Das Hortgebäude an der Schule wird zur vorunterrichtlichen Betreuung genutzt werden und weiterhin für die Schülerinnen und Schüler der unteren und mittleren Klassenstufen zugänglich sein. Die Neukalener Schulküche wird ebenfalls mit Wirkung vom 1. September geschlossen sein.“
Das Hortgebäude, die Schulküche und der Essenraum wurden laut Vertrag vom 1.2.1993 von der Stadt an die AWO bis zum 31.12.1998 zur Nutzung als Freizeitzentrum übergeben.
Für über eine Million Mark wurde die Turnhalle saniert und ab 8.3.1993 wieder für den Schulunterricht genutzt. Man dachte aber zu dieser Zeit schon daran, eine neue Sporthalle zu errichten.
Nordkurier vom 30.6.1993:
„Letzter Schultag ist heute für Neukalens langjährigen Schulleiter Peter Birke. Zum neuen Schuljahr muß er das Chefzimmer der Schule verlassen, als Lehrer wird er aber weiter an der Einrichtung tätig sein. Ein halbes Jahr Ortssekretär der ehemaligen Einheitspartei (SED) wurde Birke zum Verhängnis.“
Als sein Nachfolger wurde vom Kultusministerium Schwerin Manfred Bölter, bis dahin Lehrer in Neu Panstorf, eingesetzt.
Nordkurier 2.8.1993:
„Die Aufnahme der Schulanfänger an der Neukalener Realschule mit Haupt- und Grundschulteil findet am Sonnabend, dem 14. August, um 9.30 Uhr in der Aula (Speiseraum) statt, teilte die Schulleitung jetzt mit. Die Eltern werden gebeten, die Schultüten mitzubringen. Im Anschluß an die Schulaufnahme steht ein Fotograf für Einzel- und Gruppenaufnahmen zur Verfügung.
Der Unterricht für die Klassen 1 bis 10 beginnt offiziell am Montag, dem 16. August, um 7 Uhr. Von 7 bis 7.45 Uhr erfolgt die Ausgabe der Stundenpläne und Freiexemplare. Außerdem nehmen die Klassenleiter die Zeugnisse entgegen. Ab 7.55 Uhr beginnt dann mit der zweiten Stunde der planmäßige Unterricht. Der Verkauf der Schulbücher erfolgt in Neukalen am 5. August in der Zeit von 9 bis 18 Uhr.“
Nordkurier vom 7.12.1993:
„In der Realschule Neukalen blieb gestern ein Klassenzimmer leer. Die Schüler der Klasse 7 waren nicht zur Schule gekommen. Am Sonntag Abend hatten die Mädchen und Jungen von ihren Eltern erfahren, daß für sie eine ganze Woche lang der Unterricht ausfallen soll.
„Wir möchten betonen, daß unser Schritt kein Streik ist. Wir betrachten unsere Entscheidung als Notwehr!“ heißt es in einem Offenen Brief, den die Eltern gestern u. a. an den Landrat, das Kultusministerium und den Bildungsausschuß des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern schickten.
Die Eltern haben Angst, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Vor einigen Tagen war es, als drei Jungen von ihren Mitschülern so brutal verprügelt wurden, daß sie ärztlich behandelt werden mußten. Einer der Schüler erlitt eine Gehirnerschütterung und ist immer noch krankgeschrieben. Er war zusammengeschlagen worden, nachdem er den Sportlehrer zu Hilfe gerufen hatte, als ein Schüler schon am Boden lag. Diese Schlägerei war der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Serie von Gewalttätigkeiten, die von zwei Schülern der Klasse ausgehen. Sie sind schon mehrfach sitzengeblieben und deshalb älter als ihre Mitschüler und diesen auch körperlich überlegen. Selbst die Lehrer sehen sich tätlichen Angriffen durch die beiden Schüler ausgesetzt, daß sie von den beiden geduzt werden, ist an der Schule fast schon etwas Normales.
„Unsere Kinder lernen im Unterricht nichts mehr, sie gehen nur noch als Statisten in die Schule und als Freiwild“, klagt eine Mutter in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Ihren Namen möchte sie nicht nennen.
Auf mehreren Elternversammlungen und auch bei einem Treffen mit dem Schulrat hatte man vergeblich versucht, eine Lösung zu finden. Eine Woche Schulverbot für die beiden Störenfriede hatte ebenso wenig bewirkt wie die Drohung einer Umschulung. Wegen der neunjährigen Schulpflicht müssen wir die beiden wohl noch bis zum Sommer des nächsten Jahres ertragen, war nach Auskunft der Eltern die Meinung des Schulleiters, der gestern gegenüber unserer Zeitung zu keiner Stellungnahme bereit war.
„Wir sehen nur einen Ausweg: für die beiden Jungen muß Einzelunterricht erteilt werden“, so die Eltern gegenüber unserer Zeitung. Dieser Forderung wollen sie mit ihrer Aktion in dieser Woche Nachdruck verleihen.
Den Vorschlag, Einzelunterricht zu erteilen, hatte der Neukalener Schulleiter vor einer Woche bereits Schulrat Karl-Georg Hartwig unterbreitet. Hartwig gestern im Gespräch mit unserer Zeitung: „Ich habe den Antrag an die obere Schulaufsichtsbehörde im Kultusministerium weitergegeben. Hier muß entschieden werden.“ Zugleich hatte der Schulrat den Neukalener Schulleiter beauftragt, ein Konzept für den Einzelunterricht zu entwickeln. Und Hartwig weiter: „Ich hoffe, daß noch in dieser Woche für alle Schüler der 7. Klasse der Unterricht wieder läuft.“
Wer würde sie nicht verstehen, die Eltern, die aus Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder diese nicht mehr in die Schule schicken. Die Gewalt im Klassenzimmer und auf dem Schulhof hat in Neukalen derartige Formen angenommen, daß die Eltern sich zu dieser „Notwehr“ gezwungen sahen. Und das, obwohl der Schulleiter auf den möglichen Straftatbestand verwiesen hatte, der eintreten würde, wenn die Schüler nicht zum Unterricht kommen. Daß in seinem Hause die Sicherheit der Schüler nicht mehr gewährleistet ist, scheint er in jenem Augenblick offenbar großzügig übersehen zu haben.
Seit zwei Jahren haben die Eltern auf die zunehmende Gewalt in der Klasse aufmerksam gemacht. Kein Wunder, daß sie jetzt der Meinung sind, Schulleitung, Schulaufsichtsbehörde und Jugendamt hätten nur darauf gewartet, daß sich die Situation derart zuspitzt, um dann handeln zu können. Es ist offen, ob der nun angestrebte Einzelunterricht die Lösung ist. Zeit, diesen von den Eltern seit längerem vorgeschlagenen Versuch zu wagen, war es allerdings längst.“
Nordkurier vom 9.12.1993:
„Ab heute ist die 7. Klasse wieder vollzählig
Neukalener Realschüler waren wegen gewalttätiger Mitschüler ab Montag nicht zur Schule gegangen.
Heute sitzen alle Schüler der Klasse 7 wieder auf ihren Schulbänken in der Neukalener Realschule. Die Eltern, die den Schulbesuch ihrer Kinder ab Montag wegen der Gewalttätigkeiten zweier überalterter Mitschüler verweigert hatten, haben gestern in einer Zusammenkunft diesen Beschluß gefaßt – die zwei Störenfriede in der Klasse erhalten ab sofort Einzelunterricht.
Zur Kritik des Kultusministeriums, es habe erst am Dienstag von der Angelegenheit erfahren, befragte unsere Zeitung Schulrat Karl-Georg Hartwig.
Der Schulrat rekapitulierte anhand von Protokollen die Zusammenhänge. Am 18. November hatten auf Einladung der Elternvertreter der Klasse 7 Eltern, Schulrat, Schulleiter und Vertreter des Jugendamtes beraten. Den zwei prügelnden 15jährigen Mitschülern, seit langem Stein des Anstoßes für Schüler, Eltern und Lehrer, sollte in Gesprächen noch einmal ihre Außenseiter-Position klar gemacht werden. Man wollte ihnen Gelegenheit geben, die Beweggründe für ihr Verhalten darzulegen bzw. sich einen Lehrer als Vertrauens- und Kontaktperson zu wählen.
Am 29. November. zwischenzeitlich hatte die letzte, sich gravierend auswirkende, Prügelei stattgefunden – wurde in einer weiteren Zusammenkunft der Schulleiter von den Elternvertretern gebeten, unverzüglich beim Kultusministerium Einzelunterricht für die zwei prügelnden Schüler der Siebenten zu beantragen.
Besagten Antrag erhielt der Schulrat durch einen Boten am 30. November. Am 1. und 2. Dezember war er in Klausur in Waren zur Schulrätedienstberatung. So gelangte der Antrag am Freitag, dem 3. Dezember in seine Hände. Hartwig befürwortete ihn. Aus dem Ministerium erfuhr er am 6. Dezember durch ein Telefonat, daß der Antrag eingetroffen sei. Am selben Tag hatte er in eigener Verantwortung den Schulleiter beauftragt, ein Modell für Einzelunterricht zu entwickeln.
Das ist jetzt geschehen. Zu zweit wird den beiden Außenseitern vorerst Unterricht erteilt. Der Aufwand zu diesem Schritt ist enorm. Das Ministerium billigt die Maßnahme, will „die Angelegenheit weiter auf höchster Ebene begleiten“.
Das erfuhr der Schulrat vom Nordkurier.“
Nordkurier vom 18.12.1993:
„In der Diskussion zum Offenen Brief, der sich mit dem Thema „Gewalt an den Schulen“ auseinandersetzt, bekräftigten die Abgeordneten (auf der Stadtverordnetenversammlung), daß sie die eingeleiteten Maßnahmen der Eltern zum Schutz ihrer Kinder unterstützen. Das Ehepaar Dettmann teilte in diesem Zusammenhang mit, daß sich die Situation in der betroffenen 7. Klasse seit der Herausnahme der Schläger verbessert hat.“
Der feierliche Akt der Aufnahme der Schulanfänger für das Schuljahr 1994/95 erfolgte am 27.8.1994 im Anglerheim. Der Unterricht begann am 29.8.1994 ab 7.30 Uhr.
Im September 1994 wurde das Werkenraumgebäude wegen des bevorstehenden Turnhallenbaues leergeräumt und im November 1994 abgerissen. Dafür richtete man das Gebäude für den Schulgarten als Werkenraum ein.
Landwirtsschaftsminister Martin Brick überbrachte am 14.10.1994 den Zuwendungsbescheid für die Finanzierung des geplanten Turnhallenneubaus. Die Gesamt-Investition der Turnhalle auf dem Gelände des Schulhofes soll laut Bürgermeister Günter Plagens 1,942 Millionen Mark betragen: „Vom Land werde das Projekt mit einer Million Mark gefördert, so daß der Eigenanteil der Neukalener Stadt bei rund 900 000 Mark liegt.“
Hausordnung der Realschule Neukalen (mit Haupt- und Grundschulteil)
Ziel der Hausordnung ist es, das Zusammenleben und –arbeiten aller an der Schule Tätigen zu regeln.
Es ist erforderlich,
daß alle Mitglieder der Schulgemeinschaft einander respektieren,
daß ein freundlicher Umgang gepflegt wird,
daß eine gemeinsame Verantwortung und Zuständigkeit für die Belange der Schule empfunden wird und
daß Lehrer, Schüler und Mitarbeiter ihren Pflichten genügen.
Handlungen einzelner finden dort ihre Grenzen, wo sie die Rechte und Interessen anderer einschränken.
I. Der Tagesablauf in der Schule
1. Es ist alles zu unterlassen, was den Unterrichtsablauf stört.
2. Der Unterricht wird nach folgenden Zeitplan erteilt:
1. Std. 7.30 Uhr - 8.15 Uhr
2. Std. 8.25 Uhr - 9.10 Uhr
3. Std. 9.30 Uhr - 10.15 Uhr
4. Std. 10.30 Uhr - 11.15 Uhr
5. Std. 11.30 Uhr - 12.15 Uhr
6. Std. 12.25 Uhr - 13.10 Uhr
7. Std. 13.55 Uhr - 14.40 Uhr
3. Die Eingangstüren werden 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn geöffnet und zum Eintritt für die Schüler unter Aufsicht des Lehrers freigegeben.
4. Der Unterricht wird pünktlich mit dem Klingelzeichen durch den Lehrer begonnen und beendet.
5. Alle Klassen, deren Unterricht später beginnt, dürfen erst mit Pausenbeginn das Schulgebäude betreten. Auswärtige Schüler können sich ordentlich in einem freien Raum aufhalten.
6. Während der Unterrichtsstunden dürfen Lehrer nicht gestört werden.
7. Nach Unterrichtsschluß verlassen die Schüler die Gebäude und den Schulhof ordnungsgemäß. Alle persönlichen Sachen werden mitgenommen.
8. In der Regel werden die Gebäude und der Schulhof um 16.00 Uhr abgeschlossen. Bei späteren Veranstaltungen sorgt der verantwortliche Lehrer für ein ordnungsgemäßes Verschließen der Schule.
II. Ordnung während der Pausen
1. Die Aufsicht während der Pausen und vor Unterrichtsbeginn wird durch den Aufsichtsplan geregelt.
2. Über die Lüftung der Räume in den Pausen entscheidet der Lehrer.
3. Alle Schüler verlassen in den Hofpausen die Schulgebäude. Die Kontrolle erfolgt durch den Lehrer.
4. Die Räume werden in den Hofpausen verschlossen. Die Fachräume (Phy, Bio, Ch) werden nur mit den Lehrer betreten.
5. Bei schlechtem Wetter entscheidet die Aufsicht über Haus- oder Hofpause. Das Klingelzeichen ertönt dreimal. In Hauspausen führen alle Lehrer entsprechend dem Stundenplan Aufsicht durch.
6. Unerlaubtes Entfernen vom Schulhof ist nicht gestattet. Schüler können nur mit schriftlichem Einverständnis der Eltern das Schulgelände in einer möglichen Freistunde und in der Mittagspause von 13.10 Uhr bis 13.55 Uhr verlassen. Ausnahmefälle sind vorher mit dem Klassenleiter oder der Aufsicht zu klären.
7. Jeder Schüler hat den Aufforderungen und Hinweisen des Lehrers zu folgen.
8. Jeder Lehrer und Schüler achtet auf Sauberkeit im gesamten Schulbereich.
9. Die Toiletten müssen ordentlich verlassen werden. Sie dürfen nicht für den Aufenthalt in den Pausen genutzt werden.
10. Alle Schüler suchen selbständig nach der Kurz- bzw. Hofpause die Unterrichtsräume auf. Die Garderobe wird an die Haken auf den Fluren gehängt.
11. Zu den Sportstätten gehen die Schüler bereits in der Pause davor. Die Grundschüler gehen mit ihren SportlehrerInnen.
12. Das Rauchen auf dem Schulgelände ist verboten.
13. Jeder aufsichtsführende Lehrer ist in seinem Bereich dafür verantwortlich, daß
- die Pausen in Ruhe und Ordnung verlaufen,
- der Schulhof nicht verlassen wird,
- mutwillige Beschädigungen unterbleiben bzw. im Protokoll erfaßt werden.
III. Verhalten bei Alarm bzw. Evakuierung
1. Alarm ist durch das fortgesetzte Klingelzeichen (kurz, kurz, lang, kurz, kurz, lang ...) gegeben, bei Ausfall der elektrischen Anlage durch dauerndes Läuten der Handglocke.
2. Auf das Alarmzeichen wird der Unterricht sofort unterbrochen. Der Lehrer führt geordnet die Schüler auf den Hof. Er überzeugt sich von der Vollständigkeit seiner Klasse.
3. Die Klassen benutzen im Katastrophenfalle folgende Ausgänge:
a) altes Gebäude - R 1, 8, 9, 10 - Eingangstür und Mädchentoilette
- R 3, 4, 5, 6, 7 - Ausgangstür und Jungentoilette
- R 2 - Kellerausgang
- R 17 - Hauptausgang
b) neues Gebäude - R 11, 12, 13 - hinterer Ausgang des Gebäudes
- R 14, 15, 16 - Hofeingang des Gebäudes
c) Pavillon - R 18, 19, 20 - Ausgang
4. Büchertaschen, Garderobe etc. verbleiben im Klassenraum!
IV. Schlüsselordnung
1. Schlüsselausleih erfolgt nur an Lehrer und Erzieher im Sekretariat nach vorheriger Absprache mit Eintragung ins Schlüsselbuch.
2. Außer Schulschlüssel dürfen keine weiteren Schlüssel verwendet werden.
3. Die Fachraumschränke sind ständig unter Verschluß zu halten. Sicherheitsschlösser sind nur durch Lehrkräfte zu öffnen.
4. Tor- und Hausschlüssel sind für Veranstaltungen, die nach 18.00 Uhr stattfinden, bei der Sekretärin in Empfang zu nehmen.
V. Sondervorschriften
1. Für die Turnhalle werden gesonderte Ordnungen in Anwendung gebracht.
2. Ausfallstunden werden nur über Lehrer oder durch Aushang bekanntgegeben. Jeder Lehrer informiert sich am Vertretungsplan oder in der Schulleitung.
3. Alle Schüler haben ihre Wertsachen vor Diebstahl zu sichern (z.B. kein Geld o. ä. in der auf dem Flur abgehängten Oberbekleidung).
4. Alle Besucher der Schule haben sich im Sekretariat zu melden.
5. Unterrichtsgänge sind der Schule mitzuteilen. Schulwanderungen bzw. Klassenfahrtenbedürfen der Genehmigung des Schulleiters.
6. Geräteausleih erfolgt nur in Ausnahmefällen gegen Quittung im Sekretariat.
7. Die Einhaltung dieser Hausordnung ist für alle Schüler, Lehrer, Erzieher und technischen Mitarbeiter verbindlich.
Neukalen, d. 18.01.1995 H. Westenhoff
Schulleiter
Am 3.4.1995 war Baubeginn für die neue Turnhalle. „Vor rund 50 Schülern nahmen Schulleiter Hermann Westenhoff und Bürgermeister Günter Plagens den Spaten in die Hand und gaben damit den Platz zwischen Jugendklub und Schule frei für die ersten Baubetriebe.“
An der Schule wurden im Frühjahr 1995 insgesamt 310 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.
Der Unterricht für die Klassen 2 bis 10 begann am 10.8.1995 um 7.30 Uhr. Die Aufnahme der Schulanfänger erfolgte am 12.8.1995 in der (alten) Turnhalle und Schulbeginn für die 1. Klasse war am 14.8.1995.
Abfahrtszeiten der Schülerbusse:
Karnitz 6.45 Uhr, Schlakendorf 6.50 Uhr, Ankunft in Neukalen 6.55 Uhr.
Warsow 7.00 Uhr, Schönkamp 7.08 Uhr, Schorrentin 7.10 Uhr, Ankunft in Neukalen 7.20 Uhr.
Nordkurier vom 14.8.1995:
„Die Toilettenanlage der Neukalener Schule wird ab nächster Woche repariert. Erst für das kommende Jahr kündigt Bürgermeister Plagens die totale Sanierung des Sanitärtraktes sowie der Heizungsanlage an. „Mit den Nachtspeicheröfen haben wir viel Ärger. Die haben einen großen Energieverbrauch“, meint Plagens. Die Sanierung wird nach seiner Aussage bis zu 350 000 Mark kosten. Die Fördergelder sind beantragt.“
Im September 1995 wurde das Schwimmbecken auf dem Hof der Neukalener Schule einplaniert, da die Sanierung für die Stadt finanziell nicht mehr tragbar war.
Nordkurier vom 22.12.1995:
„Einstimmig verabschiedeten die Neukalener Stadtvertreter auf ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr den Schulentwicklungsplan.
Hauptamtsleiter Peter Sonnenschmidt wies noch einmal auf die Bedeutung der Realschule mit Haupt- und Grundschulteil für Neukalen hin. Die Schule sei für die Stadt „überlebens-wichtig“. Leute, die nach Neukalen ziehen wollen, fragten als erstes nach einer Schule im Ort. Laut Schulentwicklungsplan umfaßt die Grundschule (Klasse 1 – 4) derzeit sieben Klassen mit 136 Schülern, Die Orientierungsstufe (Klasse 5 – 6) drei Klassen mit 55 Schülern, die Realschule (Klassen 7 – 10) vier Klassen mit 84 Schülern und die Hauptschule (Klassen 7 – 9) zwei Klassen mit 23 Schülern.
Gemeinsam mit dem Amt für Regionalplanung des Kreises Demmin erarbeitete die Stadt eine Aufstellung der Schülerzahlen bis zum Jahre 2010. Nach dieser Statistik wird sich die Schülerzahl bis 2010 um mehr als die Hälfte reduzieren. Dennoch soll das bisherige Schulsystem bis zum Jahr 2005 bestehen bleiben. Die Stadt hofft durch Eigenheimbau und den Ausbau des Gewerbegebietes, die Einwohnerzahl in der Stadt und den Ortsteilen zu stabilisieren oder zu erhöhen. Für die Sanierung des Schulgebäudes hat die Stadt laut Schulentwicklungsplan 1996 beim Land Fördermittel in Höhe von 900 000 Mark beantragt. Die neue Turnhalle der Stadt kostet insgesamt 1,9 Millionen Mark, wobei Neukalen die Hälfte der Summe tragen muß.“
Nordkurier vom 6.5.1996:
„Grünes Licht für die vorgezogene Sanierung von Heizung und Sanitärtrakt der Neukalener Schule hat laut Bürgermeister Günter Plagens das Innenministerium erteilt. Damit sei allerdings keine Zusage für die beantragten 165 000 Mark Fördergelder verbunden. Die Stadt will jetzt sofort mit der Ausschreibung der anstehenden Arbeiten beginnen. Unter anderem müssen 56 Nachtspeicheröfen entsorgt werden.“
Nordkurier vom 23.7.1996:
„Gestern Vormittag nahm die kreisliche Bauaufsichtsbehörde gemeinsam mit Vertretern der Neukalener Stadtverwaltung die neue Turnhalle der Stadt ab. Wie der Hauptamtsleiter der Verwaltung Peter Sonnenschmidt mitteilte, seien keine technischen oder baulichen Mängel festgestellt worden.
„In der Nacht zu Freitag wurde noch der Hallenboden verdichtet“, berichtete Sonnenschmidt. „Am Montag beginnen dann kleinere Restarbeiten.“ Dazu würden unter anderem das Aufbauen von Sportgeräten und das Befestigen von Sitzbänken gehören. „Außerdem sollen in den nächsten Wochen der Bereich um die Halle aufgeräumt und die Außenanlagen hergerichtet werden“, kündigte Neukalens Hauptamtsleiter an.
Mit zahlreichen Gästen soll am Donnerstag, dem 1. August, dann die feierliche Eröffnung der Sportstätte stattfinden. Laut Sonnenschmidt sind für diese Veranstaltung die ersten Einladungen bereits verschickt worden.“
Zum Schulbeginn am 1.8.1996 wurde um 10 Uhr die neu erbaute Schulsporthalle feierlich eröffnet:
Nordkurier vom 2.8.1996:
„Es war ein weiter Weg, bis das leuchtend gelbe Band am Eingang der neuen Sporthalle in Neukalen durchschnitten werden konnte. Nach vielen Bau-Verzögerungen hatten die Stadtväter ihr Ziel erreicht – pünktlich zum Schuljahresbeginn weihten sie gestern das Gebäude feierlich ein.
Zu den Gästen, die Hauptamtsleiter Peter Sonnenschmidt und Bürgermeister Günter Plagens vor der Halle begrüßen konnten, gehörten neben Lehrern und Schülern sowie Vertretern der Partnergemeinden Appen und Recke auch Landwirtschaftsminister Martin Brick (CDU) und Herbert Greupner (CDU), stellvertretender Landrat aus Demmin.
Trotz „böser Absicht des damaligen Bauleiters und Planungsbüros“ hätten es die Neukalener geschafft, den Bau in einem Jahr und vier Monaten zu einem guten Ende zu bringen, unterstrich der Hauptamtsleiter in seiner Begrüßungsansprache. Seit August letzten Jahres hatten die Neukalener die Sporthalle in Eigenregie weitergebaut. Die Anstrengungen, welche den Neukalenern während der Bauzeit so manch schlaflose Nacht bereitet hatten, waren gestern vergessen angesichts der Freude über das neue Gebäude. In der 27 x 15 Meter großen Halle können sich die Kinder während ihres Sportunterrichtes nun endlich richtig austoben.
„Die andere Halle in der Rektorstraße war so klein, jetzt haben wir endlich Platz und können viel mehr machen“, meinten dazu Christoph und Matthias aus der sechsten Klasse der Neukalener Realschule. Seine Freude sei einfach „riesengroß“, beschrieb auch Bodo Hecht, Sportlehrer an der Realschule sowie Vorsitzender des Neukalener Sportvereins. Seit 23 Jahren sei er nun Lehrer an der Neukalener Einrichtung und ebenso lange wünschte er sich schon eine neue Turnhalle. „Die Bedingungen für den Schulsport haben sich durch die neue Halle grundlegend verbessert. Und für die Vereine ergeben sich jetzt neue Möglichkeiten“, fügte er hinzu. Ausgerüstet ist die Halle mit modernen Sportgeräten. Von der großen Tribüne aus können Zuschauer Veranstaltungen verfolgen. Nach der Übergabe des symbolischen Riesenschlüssels, den Schulleiter Hermann Westenhoff aus den Händen des Bürgermeisters entgegennehmen konnte, wechselten sich in der Halle die Redner am Pult ab. Schulrat Hans-Georg Hartwig betonte, die Halle werde dazu beitragen, den Schulstandort Neukalen zu sichern. Ein großes Lob sprach Hartwig den beiden Sportlehrern Inge und Bodo Hecht aus. Stadtvertretervorsteher Manfred Specht sprach einen Wunsch an, der den Neukalenern noch am Herzen liegt: „Es wäre schön, wenn wir einen Parkplatz vor der Halle bekommen könnten“.
Beifall ernteten nicht nur die Redner. Auch die Tanzeinlage der Mädchen – Sportballettgruppe erfreute die Besucher.“

Schulleiter Hermann Westenhoff zerschnitt das gelbe Band vor dem Eingang der neuen Sporthalle, auf die die Neukalener lange gewartet hatten.

Auch Robert Herkenhoff (links), Direktor der Neukalener Partnergemeinde Recke, war unter den Gästen, die bei der Einweihungsfeier in der neuen Sporthalle begrüßt werden konnten. Er überreichte Bürgermeister Günter Plagens zwei Bälle – „einen für mich und einen für Herrn Sonnenschmidt“, teilte der Bürgermeister das Gastgeschenk gleich auf.

Der ganze Stolz der Stadt Neukalen und ihrer Schulen gilt der kürzlich zum Schulbeginn fertiggestellten Turnhalle. Damit das neue Bauwerk auch außerhalb des Schulsports genutzt werden kann, will die Stadtvertretung jetzt eine Nutzungsordnung erarbeiten.
Nordkurier vom 7.10.1996:
„Seit der Einweihung der neuen Turnhalle zu Beginn des Schuljahres 1996/97 habe sich nach Auskunft von Neukalens Stadtoberhaupt Günter Plagens die Zahl der Sportgruppen, die sich dort sportlich betätigen wollen, auf nunmehr bereits 14 erhöht.
Neu hinzugekommen seien dem Bürgermeister zufolge hauptsächlich Frauensportgruppen, die in der neuen Turnhalle unter fachkundiger Anleitung ihre Übungsstunden absolvieren.“
Viel Geld wurde weiter in die Schulgebäudesanierung gesteckt. 1997 wurde die Heizung im Hauptgebäude erneuert, 1998 in den anderen Gebäuden.
Nordkurier vom 2.8.1997:
„Die Handwerker führen derzeit das Regime im Hauptgebäude der Neukalener Schule. So waren sie gestern noch dabei, im Keller der Einrichtung eine neue Heizungsanlage zu montieren.
„Die zurückliegenden Ferienwochen wurden dazu genutzt, um noch die ausstehenden Fenster zu erneuern und die neue Heizung zu installieren“, erklärte der Leiter des städtischen Bauamtes, Roland Jennerjahn. Während die Bauarbeiten in der Schule weitestgehend abgeschlossen sind, kommen jetzt der Hausmeister und die Reinigungskräfte zum Zuge. Denn schließlich sollen bis zum Ertönen des ersten Klingelzeichens im neuen Schuljahr am Donnerstag kommender Woche die Spuren der Fensterbauer und Heizungsmonteure weitestgehend beseitigt sein. Jennerjahn ist sich dabei sicher, daß in diesem Zusammenhang einem reibungslosen Schulbeginn nichts im Wege stehen wird.
Der Einbau einer neuen Heizung machte sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung schon seit längerer Zeit erforderlich. „Unsere Schule wurde bis vor kurzer Zeit noch mit alten Nachtspeicheröfen beheizt, was jedoch aufgrund der Asbesthaltigkeit dieser Öfen nicht mehr zulässig war“, so der Bauamtsleiter weiter. So sei die alte Anlage in den vergangenen Wochen gegen eine Gasheizung ausgetauscht worden. Leider habe man sich bei der Sanierung auf die beiden Vorhaben Fenster und Heizung beschränken müssen. „Eigentlich war eine Komplettsanierung der Schule vorgesehen. Doch für die veranschlagten rund zwei Millionen Mark kam nicht die notwendige Förderung zustande“, ließ Roland Jennerjahn weiter wissen.

Das Lehrerzimmer im Hauptgebäude der Neukalener Schule wird nach den Bauarbeiten wieder auf Vordermann gebracht. Neu malern und tapezieren wollen es die Lehrer allein.
Die durch die jetzigen Arbeiten zustande gekommenen Kosten werden seinen Worten zufolge durch eine Sonderbedarfszuweisung in Höhe von rund 210 000 Mark und durch Mittel der kommunalen Investpauschale in Höhe von 96 500 Mark beglichen. Mehr sei zur Zeit nicht drin. Geplant sei als nächstes, den Sanitärbereich der Schule zu erneuern.
Wann das Nebengebäude eine neue Heizung erhält und noch weitere notwendige Arbeiten, wie zum Beispiel an Fußböden im Treppenhaus oder die malermäßige Instandsetzung der Räume in Angriff genommen werden, hängt nach Meinung Roland Jennerjahns davon ab, welche Gelder dafür in Zukunft bereitgestellt werden können.“
Nordkurier vom 19.11.1997:
„Unter den Eltern von schulpflichtigen Kindern in der Kleinstadt brodelt es. Anlaß für den Unmut bilden die ihrer Meinung nach andauernden unzumutbaren Zustände in den drei Gebäuden der Neukalener Haupt- und Realschule mit Grundschulanteil, unter denen die Kinder unterrichtet werden. Mit Hilfe einer ins Leben gerufenen Initiative bemühen sich die Eltern jetzt, Änderungen zu bewirken.
„Die Schule befindet sich in einem teilweise nicht zu verantwortenden baulichen Zustand, so daß wir um die Sicherheit unserer Kinder besorgt sind“, gibt Susanne Gültzow, Sprecherin der Neukalener Elterninitiative, die Bedenken der Mütter und Väter wieder. Die nach ihren Ansichten längst überfälligen Renovierungsarbeiten durch die Stadt als Träger der Schule ließen weiter auf sich warten. Um ihrem Drängen Nachdruck zu verleihen, richteten die Eltern jetzt ein mit rund 60 Unterschriften unterzeichnetes Schreiben an Neukalens Stadtvertretervorsteher Manfred Specht (FDP), in dem auf die einzelnen Mißstände detailliert aufmerksam gemacht wird.
So konnten sich die Eltern im Rahmen von Renovierungsarbeiten in diesem Schuljahr einen Überblick über den Zustand der drei Schulgebäude machen. So fragen die Eltern, ob die Treppe im Hauptschulhaus sowie die elektrischen Anlagen den Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Weiterhin wird auf die „katastrophalen sanitären Anlagen“ hingewiesen. Die Eltern erlebten, daß ihre Kinder morgens vor Schulbeginn nichts mehr trinken, um so die Benutzung der Toiletten zu vermeiden. Weiterhin kritisiert werden abbröckelnder Putz, lockere Fußbodenbeläge und feuchte Wände. Die beabsichtigte Sanierung des Rathauses in Millionenhöhe stößt auf das Unverständnis der Eltern und sie verlangen deshalb eine Umverteilung der Mittel.
Daß es sich bei Schule und Rathaus um zwei verschiedene Paar Schuhe handelt, darauf macht der stellvertretende Stadtvertretervorsteher, Ansgar Bartoschek (CDU), aufmerksam. „Das Rathaus liegt im Sanierungsgebiet, die Schule aber nicht. Beides wird gefördert, jedoch aus unterschiedlichen Töpfen“, so der Stadtvertreter. Die Vorhaben könnten aufgrund des knappen Neukalener Haushaltes und der erforderlichen Eigenanteile nur über Jahre verteilt in Angriff genommen werden.
„Das komplette Sanierungsprogramm für die Schule umfaßt zwei Millionen Mark - bei 50prozentiger Förderung“, verdeutlicht Neukalens Bauamtsleiter Roland Jennerjahn. Bürgermeister Günter Plagens (CDU) zufolge wurden bisher für die Sanierung und Modernisierung der Schule mehr als eine halbe Million Mark aufgewandt. Zuletzt 260 000 Mark für den Einbau einer neuen Heizung. Die jetzt ausgeschriebene Sanierung der Sanitäranlagen soll zu Beginn des kommenden Jahres erfolgen und spätestens im März abgeschlossen sein.“
Nordkurier vom 4.12.1997:
„Eine gewisse Empörung war aus den Worten von Stadtvertretervorsteher Manfred Specht (FDP) herauszuhören, als er von einem Schreiben der Sprecherin der Neukalener Elterninitiative, Susanne Gültzow, sprach, die darin den Zustand der örtlichen Haupt- und Realschule mit Grundschulteil anprangert. „Es wird verlangt, daß die Mittel zur Rathaussanierung auf die Schule umgelegt werden“, unterrichtete Specht auf der jüngsten Stadtvertretersitzung die Abgeordneten. „Außerdem hat Frau Gültzow vor, ihr Schreiben dem Schweriner Kultusministerium und dem Bundesrechnungshof zuzusenden.“
Manfred Specht, der sich vom Zustand des Schulgebäudes selbst überzeugt hatte, gestand ein, daß die genannten Beanstandungen in einigen Punkten zutreffen würden. Er erinnerte aber mit Nachdruck daran, daß die sanitären Einrichtungen – ein Hauptkritikpunkt der Elterninitiative – bis März 1998 erneuert werden sollen. Auch plädierte der Stadtvertretervorsteher dafür, nicht zu vergessen, was die Stadt bereits in die Schule hineinsteckte. „Seit 1991 sind in die Neukalener Schule rund 744 000 Mark geflossen“, rechnete Specht vor, nachdem er die Summe für jedes Jahr aufgeschlüsselt hatte. „Nimmt man die im kommenden Jahr geplanten 300 000 Mark hinzu, liegen wir schon bei über einer Million“.
Bürgermeister Günter Plagens (CDU) setzte noch eins drauf, indem er auf die Sporthalle hinwies, die ja letztlich vor allem dem Schulsport diene. Auch das Umfeld der Bildungseinrichtung sei hergerichtet worden. Das alles hätte enorme Summen verschlungen.
„Bei allen Wünschen, die bestehen, sollte immer die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt berücksichtigt werden“, meinte Manfred Specht und fügte hinzu: „Ich denke auch, der Hausmeister sollte wesentlich mehr für kleinere Reparaturen herangezogen werden. Damit würde sich das Bild der Mängel schon verändern.“ Eine Umschichtung der Sanierungsmittel für das Rathaus auf die Schule lehnte der Stadtvertretervorsteher ab: „Auch die sanitären Anlagen im Rathaus müssen dringend saniert werden.“ Ein Aufschub sei unmöglich.“

Allein für die Rekonstruktion des Sanitäranbaus der Neukalener Schule sieht der diesjährige städtische Vermögenshaushalt Ausgaben in Höhe von 215 000 Mark vor.
Nordkurier vom 27.2.1998:
„Im Sanitäranbau der Neukalener Haupt- und Realschule mit Grundschule sind jetzt die Fliesenleger angerückt. Die Anlagen in dem Häuschen werden gegenwärtig nach einem zuvor von der Stadtvertretung gefaßten Beschluß umfassend saniert. Der katastrophale Zustand der alten Sanitäranlagen hatte unter anderem auch den Unmut einer Neukalener Elterninitiative heraufbeschworen. Für die Sanierungsvorhaben, die in diesem Jahr in der Neukalener Schule erfolgen sollen, sieht der städtische Haushaltsplan 1998 rund 310 000 Mark vor. Von dieser Summe werden allein schon 215 000 Mark auf die Sanierung des Sanitäranbaus entfallen. Mit der Fertigstellung der neuen Toiletten rechnet Neukalens Bürgermeister Günter Plagens spätestens Mitte März.“

Fliesenleger der Neu-Panstorfer Firma Sager-Bau geben dem Sanitärgenäude von Neukalens Haupt- und Realschule mit Grundschule den ersten Feinschliff. Mitte März können dort die ersten Pausengeschäfte erledigt werden.
Nordkurier vom 27.2.1998:
„Im Sanitäranbau der Neukalener Haupt- und Realschule mit Grundschule sind jetzt die Fliesenleger angerückt. Die Anlagen in dem Häuschen werden gegenwärtig nach einem zuvor von der Stadtvertretung gefaßten Beschluß umfassend saniert. Der katastrophale Zustand der alten Sanitäranlagen hatte unter anderem auch den Unmut einer Neukalener Elterninitiative heraufbeschworen. Für die Sanierungsvorhaben, die in diesem Jahr in der Neukalener Schule erfolgen sollen, sieht der städtische Haushaltsplan 1998 rund 310 000 Mark vor. Von dieser Summe werden allein schon 215 000 Mark auf die Sanierung des Sanitäranbaus entfallen. Mit der Fertigstellung der neuen Toiletten rechnet Neukalens Bürgermeister Günter Plagens spätestens Mitte März.“

Becken mit automatischer Spülung und wassersparende Hähne gehören zur Ausstattung der neuen Toilette der Schule in Neukalen.
Nordkurier vom 17.4.1998:
„Nach dem ersten Pausenklingeln nach den Osterferien war das Gedränge auf den Fluren der Neukalener Schule gestern morgen besonders groß. Anstehen vor der Toilette. Schulleiter Hermann Westenhoff hatte alle Schüler zur Besichtigung der neuen Sanitäranlagen aus den Klassenräumen geholt. Automatische Spülung und wassersparende Hähne mußten natürlich sofort ausprobiert werden.
„Ein langgehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Immer wieder hat uns der Zustand der Sanitäranlagen in der Schule bewegt und es wurden Veränderungen gefordert“, meinte später Bürgermeister Günter Plagens, der mit Lehrern, Eltern und Vertretern der am Bau beteiligten Firmen im Lehrerzimmer mit Sekt auf die Sanierung anstieß.
„Unser Wunsch ist es, daß die Schüler die Anlage pfleglich behandeln“, appellierte Plagens an die Lehrerschaft, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. „Ich habe den Lehrern noch einmal gesagt, sie sollen mit allen Klassen sprechen und nicht zulassen, daß etwas beschädigt oder verunreinigt wird“, antwortete Schulleiter Westenhoff. 300 000 Mark hat der Umbau der Toiletten nach Auskunft von Günter Plagens gekostet. 80 Prozent dieser Summe seien Fördergelder.
Auch nach dem Abschluß dieser Teilsanierung bleibe in der Schule noch viel zu tun, stellte Stadtvertretervorsteher Manfred Specht fest und erwähnte die Fortsetzung der Heizungsarbeiten, die Erneuerung der Treppe oder Investitionen in den Klassenräumen. Ob all diese Arbeiten allerdings noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden können, stehe noch nicht fest, so Bürgermeister Plagens.“

1 Viola Bölter, 2 Doris Mehl, 3 Bärbel Lenz, 4 Hiltrud Birke, 5 Gisela Heier, 6 Manfred Bölter, 7 Monika Kroll, 8 Karin Reetz, 9 Volker Krüger, 10 Ilona Wagner, 11 Heike Ernemann, 12 Bodo Hecht, 13 Antje Holz, 14 Renate Ninerza, 15 Gerold Ziemke, 16 Hermann Westenhoff, 17 Gudrun Fälchle.
1998 standen keine weiteren finanziellen Mittel für die Sanierung des Schulgebäudes zur Verfügung.
Zu Beginn des Schuljahres 1998/99 mußte man feststellen, daß neun Computer, welche im Computerkabinett der Schule für den Unterricht bereitstanden, geklaut wurden.
Am 22.8.1998 erfolgte die Aufnahme von 15 Schulanfängern.
Nordkurier vom 19.5.1999:
„Von der Stadtverwaltung erfolgte jetzt nach den Worten von Bürgermeister Günter Plagens die Ausschreibung für den nächsten Bauabschnitt bei der Schulsanierung. „Nachdem als vorerst letzte Maßnahme das Sanitärgebäude erneuert wurde, sollen nun in der Schule die Aufgänge, die Treppen sowie die Fußböden erneuert werden“, erläuterte das Stadtoberhaupt den Umfang der Arbeiten. Bis zum 10. Juni soll nach dessen Worten die Entscheidung über die Vergabe der Leistungen in Höhe von rund 300 000 Mark gefallen sein. Die Arbeiten selbst sollen in den kommenden Sommerferien erledigt werden.“
Nordkurier vom 27.7.1999:
„Wir wollen die Ferienzeit optimal nutzen“, betonte kürzlich Neukalens Bauamtsleiter, Ronald Jennerjahn, in Bezug auf das Hauptgebäude der örtlichen Schule. Während der schulfreien Zeit wird das Treppenhaus der Bildungseinrichtung nebst Flure grundlegend saniert. Im Mittelpunkt der Baumaßnahme steht dabei der Einbau einer neuen Stahltreppe. Sie wird künftig gegenüber der einstigen Holztreppe den Schülern mehr Sicherheit bringen und den gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz Rechnung tragen. Zudem soll sie innerhalb des Hauses auch als Fluchtweg dienen, der optimal auf das Gebäude zugeschnitten ist.
Nach Abschluß der Baumaßnahme, so der Bauamtsleiter weiter, wird es durch die neue Treppe auch verschiedene Möglichkeiten geben, das Dachgeschoß in das Nutzungskonzept des Hauses einzubeziehen. Grundlegendes Ziel ist es jedoch, zunächst bis zum 23. August diese Sanierung planungsgemäß abzuschließen.
Auch soll gewährleistet werden, daß die sechs Baufirmen in nahtlosen Übergängen mit ihren Arbeiten beginnen können.
Außerdem sollen Vorbereitungen für die weitere Rekonstruktion der einzelnen Fachkabinette in den kommenden Jahren getroffen werden. Im künftigen Haushalt wird die Sanierung der Kabinette nämlich erneut auftauchen, hieß es weiter.
Die Gesamtkosten für Bau und Planung dieses Vorhabens werden sich nach Abschluß der Sanierung voraussichtlich auf 380 000 Mark belaufen. Finanziert werden sie dabei aus Haushaltsmitteln der Stadt sowie aus der kommunalen Investitionspauschale, erläutert der Bauamtsleiter.“
Nordkurier vom 19.8.1999:
„Nur noch wenige Tage bleiben den im Hauptgebäude der Verbundenen Haupt- und Realschule mit Grundschule Neukalen tätigen Handwerkern, um mit ihren Arbeiten dort pünktlich zu einem Ende zu kommen. Die zurückliegenden Ferienwochen wurden unter anderem dazu genutzt, im Schulgebäude eine neue Treppe einzubauen und die Flure zu den Unterrichtsräumen neu zu gestalten.
Ob allerdings beim ersten Klingelzeichen zum Beginn des neuen Schuljahres in der kommenden Woche am Donnerstag, dem 26. August, die Neukalener Schüler ihr Hauptgebäude dann nicht mehr als Baustelle vorfinden, ist derzeit noch ungewiß. „Denn den Handwerkern bleibt wirklich nur noch wenig Zeit bis zur geplanten Fertigstellung“, schätzte gestern Schulleiter Hermann Westenhoff ein.
Vorgesehener Übergabetermin sei am kommenden Montag, dem 23. August. Doch beim Blick ins Innere des Hauptgebäudes überkommen einem zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch Zweifel, dass dieser Termin wirklich eingehalten werden kann. Hermann Westenhoff gab sich dennoch optimistisch, in dem er den Bauleuten ein flottes Arbeitstempo bescheinigte. „Wir müssen sehen, welchen Stand die Arbeiten in der kommenden Woche erreicht haben und uns dann, wenn erforderlich, Gedanken über den bevorstehenden Schulbeginn machen“, so der Lehrer weiter. Den jetzt im Hauptgebäude bewerkstelligten Einbau einer Stahltreppe und die Rekonstruktion der Flure bezeichnete der Schulleiter als schon seit Jahren zwingend erforderlich. Die von zig Schülergenerationen abgewetzten hölzernen Treppenstufen und Dielen stellten zunehmend eine Unfallgefahr dar. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 380 000 Mark.“
Nordkurier vom 26.8.1999:
„Der Start des neuen Schuljahres kann heute in der Verbundenen Haupt- und Realschule mit Grundschule Neukalen ebenso vollzogen werden, wie es schon in den vergangenen Jahren der Fall gewesen ist. Dennoch werden sich die im Hauptgebäude unterrichteten Schüler vielleicht über die neuen Flure und das völlig umgestaltete Treppenhaus wundern und womöglich noch diesen oder jenen vorbeieilenden Handwerker ausweichen müssen.
„Denn die zum Schuljahresende begonnenen Sanierungsarbeiten konnten nicht wie geplant pünktlich beendet werden, was sich aber nicht wie befürchtet auf den Schulbetrieb auswirken wird“, stellte gestern Schulleiter Hermann Westenhoff gegenüber unserer Zeitung fest. „Wir haben 13 Klassen zu unterrichten und jede von ihnen wird heute und auch zu den nächsten Unterrichtstagen bis zum Abschluss der Umbauarbeiten in der kommenden Woche einen Raum zur Verfügung haben“, so der Schulleiter weiter. Wegen des Einbaus einer neuen Stahltreppe im Hauptgebäude und den damit zur Zeit noch verbundenen Restarbeiten sei das Hauptgebäude nur bedingt nutzbar.
Vom Stand der Baumaßnahme in der städtischen Schule machte sich gestern unmittelbar vor dem Beginn des neuen Schuljahres auch Stadtvertretervorsteher Manfred Specht (FDP) ein Bild. „Ich denke, was hier in den zurückliegenden Wochen geschaffen wurde, kann sich durchaus sehen lassen. Auch wenn der für die Arbeiten abgesteckte Zeitplan etwas überschritten werden muss“, betont Specht. Wichtig sei für ihn vor allem, dass mit dem Abriss der alten Holztreppe eine echte Gefahrenquelle für die Schüler beseitigt werden konnte. Schulleiter Hermann Westenhoff nutzte sie Stippvisite des Stadtvertretervorstehers unter anderem auch dazu, um ihn auf weitere erforderliche Baumaßnahmen in der Schule aufmerksam zu machen. „So wurde jetzt die Elektroanlage so verlegt, dass als nächstes vielleicht die Klassenräume erneuert werden könnten“, meinte der Schulleiter zu Manfred Specht.“
Nordkurier vom 1.9.1999:
„Die geburtenschwachen Jahrgänge setzen nunmehr auch an der Verbundenen Haupt- und Realschule mit Grundschule Neukalen deutliche Zeichen. Bei der Einschulungsfeier am zurückliegenden Sonnabend konnten durch die Schulleitung lediglich zwölf ABC-Schützen für das neue Schuljahr 1999/2000 begrüßt werden.
Das Dutzend neuer Erstklässler war nach Auskunft von Schulleiter Hermann Westenhoff gerade ausreichend, um an der Neukalener Grundschule auch im neuen Unterrichtsjahr noch eine erste Klasse bilden zu können, doch gelang dies nach Auskunft der stellvertretenden Bürgermeisterin Irmtraut Schufft nur mit einer Sondergenehmigung durch das Schulamt des Landkreises.
Der Rückgang der Grundschüler in Neukalen zeichnete sich indes bereits im Vorjahr ab. Schon 1998 wurden an der Grundschule Neukalen nur noch 16 Kinder eingeschult. Zudem besuchen laut Irmtraut Schufft 18 Kinder aus Neukalen andere Schulen im Landkreis Demmin.“
Nordkurier vom 1.3.2000:
„An der Neukalener Haupt- und Realschule mit Grundschule ist eine außergewöhnliche Abwanderung von Schülern vor allem aus dem Grundschulbereich zu verzeichnen. Darauf machte der Vorsitzende des städtischen Finanzausschusses, Ansgar Bartoschek (CDU), aufmerksam. Seinen Angaben zufolge würden derzeitig 23 Kinder an Schulen in anderen Städten, darunter in Malchin, Dargun oder sogar Demmin unterrichtet. „Gymnasiasten sind hier ausgenommen“, so Bartoschek weiter. Über die Ursachen der Abwanderung sei man noch im Unklaren. Die Neukalener Schule besuchen derzeit 282 Schüler.“
Erst nachdem der gewendelte neue Aufgang vom Erd- in das erste Obergeschoss fertiggestellt war, stellte man fest, daß eine Wendeltreppe in öffentlichen Gebäuden unzulässig ist. „Der ausführende Betrieb und der Projektant liegen derzeit noch im Streit, bei wem der Fehler zu suchen ist. Jetzt sollen Rechtsanwälte die Sache klären“, so Bürgermeister Günter Plagens dazu. Eine Ausnahmegenehmigung der Unfallkasse ermöglichte es dennoch, die Treppe im Schulgebäude zu nutzen. Allerdings mit Einschränkungen. Die Neukalener Schüler wurden belehrt, wegen der Wendelung nur den äußeren Bereich der Stufen zu nutzen. Die mit dem Bau der Treppe beauftragte Firma lehnte die erforderlichen Nachbesserungen ab und machte für den Fehler das Planungsbüro verantwortlich. Ein Umbau sollte rund 30 000 Mark kosten. Die Stadt ging in Vorleistung, und so wurde im März 2001 die Treppe von einer Malchiner Firma vollkommen umgestaltet.

Die jetzt völlig veränderte Treppe in der Neukalener Schule.

Die Einschulung der 12 ABC-Schützen für das Schuljahr 2000 / 2001 fand am Sonnabend, dem 2. September 2000 statt.
Damit fehlte erneut 1 Kind zur vorgegebenen Stärke von 14 Grundschülern in der ersten Klasse. Es mußte deshalb wieder von einer Sonderregelung Gebrauch gemacht werden.

Klassenlehrerin Gudrun Fälchle zeigt ihren künftigen Schützlingen den Unterrichtsraum.
Klasse 9 H (2001).
Im Januar 2001 gab Bürgermeister Günter Plagens auf der Stadtvertretersitzung bekannt, daß der kreisliche Schulentwicklungsplan die Existenz einer Verbundenen Haupt- und Realschule mit Grundschule unter Umständen in Frage stellt. Es könnte eventuell nur noch die Grundschule weiter bestehen bleiben. „Das Problem ist, dass die Geburten in Neukalen und seinen Ortsteilen die Sterbefälle nicht mehr wettmachen können. Seit 1990 zählten wir 313 Sterbefälle, jedoch nur 135 Geburten“, gab Günter Plagens bekannt. Auch im Hinblick auf ihre Einwohnerzahl mußte die Stadt Neukalen nach Angaben des Bürgermeisters in den zurückliegenden zehn Jahren Einbußen hinnehmen. Zählte man in der Stadt und ihren Ortsteilen 1990 noch 2512 Einwohner, so waren es per Dezember 2000 nur noch 2380.
Vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg/Vorpommern war ein Sonderprogramm zum Erhalt kleiner Grundschulen auf dem Lande beschlossen worden, um Grundschulen zu erhalten, die nicht die Mindestschülerzahl von 14 für die Eröffnung einer ersten Klasse aufbringen konnten. Am 22.1.2001 stellte Bürgermeister Günter Plagens einen entsprechenden Antrag, der am 16.2.2001 positiv beantwortet wurde:
„Sehr geehrter Herr Plagens,
nach Eingang und Prüfung der eingereichten Unterlagen wird dem o. g. Antrag vorbehaltlich mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Schulentwicklungsplan des Landkreises Demmin durch entsprechende Fortschreibung den künftigen Erhalt der Grundschule Neukalen ab kommendem Schuljahr für den Planungszeitraum 2001 – 2006 (mindestens für vier Schuljahre) ausweist und somit die Voraussetzungen zur Teilnahme am Programm „Grundschule auf dem Lande“ gemäß Verwaltungsvorschrift „Die Arbeit in der Grundschule“ erfüllt sind.
Zum Schuljahr 2000/01 wurde der Einrichtung einer untermaßigen eigenständigen Eingangsklasse mit zurzeit 13 Schülern zugestimmt. Somit wird bei Einschulung der 7 schulpflichtigen Kinder, abweichend von der Regelung gemäß Verwaltungsvorschrift „Die Arbeit in der Grundschule“, Punkt 7.4, zum Schuljahr 2001/02 eine Schülerzahlkonstellation in den Jahrgangsstufen 1 und 2 vorhanden sein, die die Bildung einer Kombiklasse 1 / 2 bereits zu diesem Schuljahr erforderlich macht.
Da der Unterricht in bestimmten Fächern jahrgangsgemischt erteilt wird, ist dies durch die Schule personalplanerisch vorzubereiten.
Ab Schuljahr 2001/02 wird der Grundschule die Zusatzbezeichnung „Kleine Grundschule auf dem Lande“ zuerkannt.
Der Schule wünsche ich in ihrer weiteren Entwicklung viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag Heinz Nickel“
Diese Zusage stand im Mittelpunkt einer Schulkonferenz, die Neukalens Schulleiter Hermann Westenhoff noch vor den Osterferien einberief. Am 21.3.2001 tagte dann der Neukalener Stadtausschuss für Schulen, Kultur, Sport, Jugend und Soziales zur Grundschulproblematik. Allerdings stand der Diskussion um die negative Entwicklung entgegen, daß 15 Hauptschüler aus Neukalen ein Angebot der Blumenschule in Malchin nutzten, um dort den erweiterten Hauptschulabschluss zu erlangen. Sie zogen es vor, sich in der Nachbarstadt unterrichten zu lassen. Die Verbundene Haupt- und Realschule mit Grundschule in Neukalen zählte im März 2001 199 Schüler. Zu Beginn des neuen Schuljahres sollen es nur noch 156 sein.
Die Abgeordneten unserer Stadt waren sich darin einig, den Schulstandort Neukalen so lange wie nur möglich zu erhalten. Diesen Standpunkt vertrat man auch in der Stellungnahme zum Entwurf des kreislichen Schulentwicklungsplans. Der stellvertretende Stadtvertretervorsteher Ansgar Bartoschek (CDU) rief zuvor noch einmal in Erinnerung, welche Anstrengungen seitens der Stadtverwaltung in den zurückliegenden Jahren unternommen wurden, den Schulstandort Neukalen zu fördern. Und dies trotz der sich schon damals abzeichnenden Tendenz rückläufiger Schülerzahlen. „Es wurde jedenfalls ein Stand erreicht, der einen vernünftigen Unterricht hier in Neukalen zulässt“, so Bartoschek. Als Beispiele nannte er im Rahmen der Schulsanierung durchgeführte Baumaßnahmen, die Schaffung neuer Sanitäreinrichtungen und den Bau einer neuen Turnhalle. Laut Bürgermeister Günter Plagens seien in den zurückliegenden fünf Jahren rund 3,2 Millionen Mark in die Neukalener Schule geflossen. Die aus Schwerin bereits vorliegende Zusage, die Grundschule in Neukalen ab dem Schuljahr 2001/2002 als „Kleine Grundschule auf dem Lande“ weiterführen zu können, sichere laut Bartoschek zumindest den Fortbestand dieser Schulart, „wenn auch für ungewisse Zeit“.
Nordkurier vom 12.12.2001:
„Der Neukalener Schulelternrat wandte sich am 17.7.2001 mit einem Schreiben und einer Unterschriftensammlung an das Schulamt der Demminer Kreisverwaltung „mit der Bitte, noch mal zu prüfen, ob es nicht auch eine andere Möglichkeit gibt als die Schließung der Schule Neukalen“. In dem Brief wurde weiter darauf verwiesen, dass durch den Turnhallenneubau sowie einer Reihe von Sanierungsmaßnahmen sehr viel Geld in die Schule geflossen sei. „Dies soll jetzt einfach alles umsonst gewesen sein“, fragten die Eltern und schlugen zum Erhalt des Schulstandortes Neukalen die Zuteilung solcher Orte wie Salem, Gorschendorf, Wagun, Schwarzenhof und Kützerhof vor. Eine Antwort auf das Schreiben hat es nach Angaben der Warsowerin Berit Schoknecht, einem Mitglied des Schulelternrates, bis heute nicht gegeben.“

In der Diakonie-Kita "Bunte Arche" werden zurzeit 45 Kinder betreut. Die Stadt Neukalen würde sich allerdings über mehr Geburten freuen (1.6.2001).

Im Hauptgebäude von Neukalens Schule wird derzeit ein Klassenraum von Grund auf erneuert (24.7.2002).

1 Hermann Westenhoff, 2 Bodo Hecht, 3 Gisela Heier, 4 Herr Dyriv, 5 Bärbel Lenz, 6 Karin Reetz, 7 Doris Mehl, 8 Antje Holz, 9 Heike Ernemann, 10 Anke Kläre, 11 Volker Krüger, 12 Gudrun Fälchle, 13 Ilona Lemke, 14 Monika Kroll.

Ehemaliger Schulpavillion (28.4.2003).
Nordkurier vom 24.7.2002:
„Bei der diesjährigen Einschulungsfeier am Sonnabend, dem 17. August, wird Schulleiter Hermann Westenhoff diesmal einige ABC-Schützen mehr als noch im vergangenen Jahr begrüßen können. Denn nach Angaben von Ellen Schmidt vom Amt am Kummerower See wurden in Neukalen für das neue Schuljahr immerhin zehn Kinder angemeldet.
„Für das Schuljahr 2001/2002 waren es nur sieben Kinder“, weiß Ellen Schmidt. Von einem Aufwärtstrend in Sachen Schülerzahlen könne ihren weiteren Angaben zufolge jedoch bei weitem keine Rede sein. Die geburtsschwachen Jahrgänge setzen Neukalen auch weiter zu und zum Erhalt des Schulstandortes ist die Kleinstadt an der Peene nach wie vor auf die Variante einer „kleinen Grundschule auf dem Lande“ angewiesen. Beschlossene Sache ist hingegen, die Schulart Verbundene Haupt- und Realschule in Neukalen auslaufen zu lassen. Demnach wird es laut Ellen Schmidt mit Beginn des Schuljahres in wenigen Wochen an der Schule keine 5. Klasse mehr geben. Die lediglich zehn Schüler dieser Klassenstufe werden dann an Malchiner Schulen unterrichtet.
Dessen ungeachtet wird im Hauptgebäude der Neukalener Schule über die Ferienzeit saniert. Auch wenn sich die Arbeiten dazu auf lediglich einen Klassenraum konzentrieren. Die Ausschreibung der Leistungen war wenige Wochen vor Ferienbeginn vorgenommen worden. In dem betreffenden Klassenraum wird ein neuer Fußboden verlegt, die Elektroinstallation erneuert und auch neu gemalert.“
Seit dem Schuljahr 2002/2003 stand der Schulpavillion mit seinen drei Klassenzimmern leer. Er wurde laut einem Erbbaupachtvertrag von der Schützenzunft als Vereinshaus übernommen.
Malchin und Dargun warben um Schüler aus Neukalen. Eine Entscheidung sollte die Stadtvertretung im September finden. Auch die Eltern der Neukalener Schüler sollten dabei mitreden. So besichtigten 60 Eltern die Schule in Dargun.
Am 16.8.2003 erfolgte die Einschulung von 13 Schülerinnen und Schüler.
Nordkurier vom 27.9.2003:
„Die Stadt will den Einzugsbereich ihrer Regionalschule zugunsten Darguns ändern lassen. Bis auf die Gegenstimme des CDU-Abgeordneten Willi Voß stimmten alle anderen Neukalener Stadtvertreter auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend für einen gleichlautenden Beschlussvorschlag der FDP-Fraktion.
Dies heißt im Klartext, dass mit dem Schuljahr 2004/05 Kinder aus Neukalen ab der 5. Klasse die Regionalschule Dargun und nicht wie bislang die Marcus-Schule in Malchin besuchen sollen. Neukalens Antrag bedarf allerdings noch der Zustimmung durch den Kreistag. „Die Schule Neukalen wird es ab 2004 im weiterführenden Bereich nicht mehr geben. Wir haben hier dann nur noch die Grundschule. Das ist die traurige Gewissheit“, erläuterte die Vorsitzende des Neukalener Schul- und Kulturausschusses, Bärbel Lenz, den Abgeordneten die Situation.
„Wir haben es uns nicht leicht gemacht, eine Entscheidung zu finden“, resümierte Bürgermeister Ronald Krüger (CDU) und erinnerte an die Besuche der betreffenden Schulen in Dargun und Malchin durch Neukalener Stadtvertreter. Den Dargunern hielt Krüger zugute, dass sie von sich aus an Neukalen herangetreten seien. „Man bot uns den Schulbesuch und den Tag der offenen Tür an, in Malchin mussten wir erst nachfragen.“ In der Begründung ihres Beschlusses führen die Neukalener an, „dass die Größe des Einzugsbereiches der Marcus-Schule vermuten lässt, dass infolge der geplanten Auflösung der Blumenschule und der Regionalschule Gielow hohe Schülerzahlen in den betreffenden Klassen erreicht werden. Der im Vergleich zu Malchin kleinere Einzugsbereich der Regionalschule Dargun habe zur Folge, dass sich hier die Schülerzahlen in den Klassen verringern. Dies verbessere die individuelle Betreuung der Schüler, Stundenausfälle könnten leichter ausgeglichen werden. Zudem existiere schon jetzt ein Schulbusverkehr von Stavenhagen kommend nach Dargun.
Der Hinweis von Rico Zoschke (CDU), dass man sich mit der Entscheidung für Dargun eigentlich vom Bereich des Amtes Am Kummerower See entfernen würde, spielte in der weiteren Diskussion zum Thema „Schulentwicklung“ keine Rolle.“
Auf der Stadtvertretersitzung am 30.10.2003 faßten die Abgeordneten einstimmig den Beschluß, daß es mit dem Ende des Schuljahres 2003/2004 keine Regionale Schule in Neukalen mehr geben wird. Weiterhin wurde beschlossen, für die „kleine Grundschule auf dem Lande“ in Neukalen eine Verlängerung zu beantragen.
Am 22.5.2004 weihte die Schützenzunft nach Umbauarbeiten den ehemaligen Schulpavillon als Vereinshaus ein.
Nordkurier vom 26.6.2004:
„Am letzten Schultag gestern flossen reichlich Tränen. Denn künftig wird es still um die Regionalschule in der Stadt Neukalen. Nicht deshalb, weil die Schüler wie anderenorts auch von ihren Lehrern in die wohlverdienten Ferien entlassen wurden. Vielmehr schloss sich in Neukalen ein großes Kapitel langjähriger Schulgeschichte, für die das 1862 eingeweihte markante Gebäude steht. Die Regionalschule Neukalen gibt es nicht mehr, ihre rund 80 Schüler und auch sechs der acht Lehrer wechseln mit dem kommenden Schuljahr nach Dargun, oder, wie der scheidende Schulleiter Hermann Westenhoff beim gestrigen Abschlussmeeting sagte: „Heute gehen mehr als zukünftig kommen.“
Diese Worte kennzeichnen gleichzeitig die Misere, in der die Schule in den zurückliegenden Jahren steckte und die sich auch im Schulentwicklungsplan des Landkreises Demmin wiederspiegelt: Die zu wenigen nachrückenden ABC-Schützen konnten die Zahl der abgehenden Zehntklässler bei weitem nicht mehr kompensieren. Per Beschluss einigten sich Neukalens Stadtvertreter dann darauf, ihre Schüler künftig nach Dargun zu schicken. Den letzten Schultag und vor allem die von Schülern der 9. Klasse in der Turnhalle gestaltete Ausstellung zur Schulgeschichte nutzten daher viele Neukalener, sich noch einmal in der Schule umzuschauen und in Erinnerungen zu kramen. Unter ihnen Peter Birke, der vor Hermann Westenhoff für mehr als 20 Jahre Schulleiter in Neukalen war. Die dienstältesten Lehrer an der Regionalschule Neukalen waren übrigens die Biologie- und Chemielehrerin Bärbel Lenz sowie der Sport- und Geschichtslehrer Bodo Hecht. Beide traten vor 31 Jahren am 1. September 1973 in den Schuldienst. „Ich dachte, ich könnte hier in Rente gehen. Nun muss ich doch noch woanders hin“, sagte Bodo Hecht, der in seinen Fächern in Dargun weiter unterrichten wird.
Die Schließung der Regionalschule bedeutet allerdings nicht, dass Neukalen in der Schullandschaft künftig nur noch ein weißer Fleck ist. Der Stadt bleibt die kleine Grundschule mit rund 40 Kindern erhalten. Bürgermeister Ronald Krüger (CDU) betonte, alles daran zu setzen, damit diese Einrichtung am Ort bleibt.“

Das Neukalener Lehrerkollegium bei seiner Verabschiedung am letzten Tag des vergangenen Schuljahres.

Der Unterricht für die rund 30 Neukalener Grundschüler erfolgt künftig nach einem neuen Konzept.
Nordkurier vom 7.7.2004:
„Mit der Eigenständigkeit der „Kleinen Grundschule auf dem Lande“ in Neukalen zum Beginn des neuen Schuljahres am 9. August startet die Einrichtung gleichzeitig mit der Umsetzung eines neuen Konzeptes. Es wurde vom Grundschul-Kollegium erarbeitet und es verfolgt die Entwicklung hin zu einer „Gesunden Schule“. Mit der Schließung der Regionalschule steht der Grundschule nunmehr das gesamte alte Schulgebäude zur Verfügung. „Zur Umsetzung des Konzepts sind allerdings noch einige bauliche Veränderungen erforderlich“, berichtete Bürgermeister Ronald Krüger. So sei beispielsweise die Einrichtung eines Schülercafés vorgesehen. Denn laut Konzept orientiert man sich in Neukalen bei der Vermittlung des Unterrichtsstoffs künftig an der Aufnahmefähigkeit von Grundschülern. Und die ist anhand von wissenschaftlichen Studien während der Zeit zwischen 9 und 11 Uhr optimal. Gesundheitsfördernd soll sich ein ruhiger Einstieg der Kinder in ihren Schultag auswirken. So wird es an Neukalens Grundschule eine so genannte Komm-Zeit geben. Das bedeutet, dass den Kindern freigestellt wird, das Gebäude zwischen 7.10 und 7.30 Uhr zu betreten, Während dieser Zeit können sie sich individuell oder in Gruppen in den Klassenräumen beschäftigen, oder sich in dem neuen Schülercáfe aufhalten. Hier kann nach der ersten Stunde auch gefrühstückt werden, ebenso ist eine Milchversorgung geplant. In Sachen Unterricht wird den Kindern ein Mitbestimmungsrecht eingeräumt. Künftig werden an Neukalens Schule auch sportlichen Aktivitäten eine große Bedeutung beigemessen. Die Stadt denkt dabei an die Reaktivierung des alten Sportplatzes gleich hinter der Schule.“
Mit Beginn des neuen Schuljahres 2004 / 2005 am 1.8.2004 begann für rund 80 Regionalschüler aus Neukalen der Unterricht in Dargun. Von den Neukalener Lehrern unterrichteten nun Heike Ernemann, Anke Kläre, Bärbel Lenz, Doris Mehl, Bodo Hecht und Volker Krüger in Dargun, während Antje Holz und Hermann Westenhoff nach Malchin wechselten.
Als Leiterin der Grundschule Neukalen wurde Monika Kroll eingesetzt. Gemeinsam mit Gudrun Fälchle, Gisela Heier und Karin Reetz unterrichtete sie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1 bis 4.
Am 16.12.2004 beantragte Bürgermeister Ronald Krüger beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M/V die Genehmigung zur Fortsetzung der „Kleinen Grundschule auf dem Lande“, welche auch für das Schuljahr 2005/2006 erteilt wurde.

An der Kleinen Grundschule in Neukalen werden die Schüler der 1. und 2. Klasse in mehreren Fächern auch gemeinsam unterrichtet (6.1.2005).
Nordkurier vom 6.1.2005:
„Neben der Umsetzung des neuen Konzeptes „Gesunde Schule“ gibt es an der „Kleinen Grundschule“ in Neukalen seit Wochen eigentlich nur noch ein weiteres aktuelles Thema: Wie kann der Bestand der Einrichtung gesichert werden? Geht es nämlich nach dem Entwurf für das neue Schulgesetz, dürften nach der Schließung der Haupt- und Realschule Neukalen 2004 nun auch die Tage der Grundschule gezählt sein. „Unser Knackpunkt bleibt die niedrige Schülerzahl“, erklärt die amtierende Schulleiterin Monika Kroll. Derzeit liege man mit 32 Grundschülern über dem geforderten Minimum von 28. Doch schon im kommenden Schuljahr rutsche die Schülerzahl unter die Mindestgrenze. „Erst für die Folgejahre zeichnet sich wieder ein leichter, aber stetiger Anstieg ab“, erläutert Monika Kroll die Situation. „Als erste Maßnahme zur Standortsicherung hat die Stadt die Weiterführung der Kleinen Grundschule auch nach 2006 beantragt“, berichtet Neukalens Bürgermeister Ronald Krüger. In dem Antrag seien aus Neukalener Sicht noch einmal die Vorzüge einer Kleinen Grundschule aufgezeigt worden. Ferner hält das Stadtoberhaupt weiter an seiner Vorstellung fest, Grundschüler aus Lelkendorf nach Neukalen zu holen. Seine Gedanken dazu habe er in einem kürzlich an die Gemeinde Lelkendorf gerichteten Schreiben dargelegt. „Schließlich besuchen Kinder aus Lelkendorf schon unsere Kindergärten. Warum sollten sie dann nicht auch bei uns zur Schule gehen“, betont Krüger.
Die amtierende Schulleiterin richtet ihren Blick indes nicht nur nach Lelkendorf, sondern auch nach Kämmerich. „Ich denke daran, dass sich Eltern aus beiden Orten einmal in der Schule umschauen und am Unterricht teilnehmen können. Gern erläutere ich ihnen auch unser Schulkonzept“, sagt Monika Kroll. Unterstützung bei den Bemühungen zum Erhalt der Schule erhofft man sich auch vom Schulelternrat sowie von der Schulkonferenz. Die Vorgehensweise soll laut Monika Kroll auf einer gemeinsamen Zusammenkunft beider Gremien noch im Januar beraten werden.“
Nordkurier vom 5.12.2005:
„Einen Tag der offenen Tür veranstaltet die Grundschule in Neukalen am morgigen Dienstag, dem 6. Dezember. Nach einer Mitteilung von Schulleiterin Monika Kroll beginnt der Tag um 9 Uhr mit der Aufführung eines Programms in der Sporthalle. Eine Ausstellung berichtet von den Aktivitäten an der Grundschule. Zu den erwarteten Gästen gehören unter anderem Eltern mit Kindern, die zurzeit noch einen der beiden Kindergärten in Neukalen besuchen und im kommenden Jahr dann eingeschult werden. Darüber hinaus könne morgen jeder, der möchte, die Grundschule besuchen.“
Der Schulentwicklungsplan des Landkreises Demmin für den Zeitraum von 2006/07 bis 2010/11 sah vor, die Grundschule in Neukalen zum Ende des Schuljahres 2005/2006 zu schließen und deren Schuleinzugsbereich dem der Nachbarstadt Dargun zuzuschlagen. Stadtvertretung und Eltern setzten sich gegen diesen Schulentwicklungsplan des Landkreises zur Wehr und lehnten ihn ab.
Im Nordkurier vom 28.1.2006 war zu lesen:
„Dass es nun mit der geplanten Schließung der Grundschule überhaupt keine Bildungseinrichtung mehr in ihrer Stadt geben soll, damit wollen sich die Abgeordneten nicht abfinden und fordern den weiteren Bestand der Grundschule.
Daher schlossen sich die Stadtvertreter der Stellungnahme sowie der Argumentation der Schulkonferenz an, die in der vergangenen Woche zur dieser Problematik tagte. „Darin heißt es, dass unsere Grundschule auf Grund der bislang vorliegenden 14 Anmeldungen insgesamt 41 Schüler im neuen Schuljahr haben wird“, erklärte Ronald Krüger. Für den Status einer „Kleinen Grundschule auf dem Lande“ – den die Neukalener Einrichtung besitzt – werde eine Mindestschülerzahl von 40 gefordert. „Und die wird erreicht“, so Krüger. Außerdem werde mit dem Schulentwicklungsplan der noch ausstehenden Entscheidung durch das Schweriner Kultusministerium um den Fortbestand der kleinen Grundschule in Neukalen vorgegriffen. „Der Antrag auf Verlängerung dazu wurde von der Stadt am 16. Dezember 2004 gestellt. Bis heute warten wir auf eine Antwort“, erklärte der Bürgermeister.
Nach Erhebungen der Schulkonferenz, die Ronald Krüger als Bürgermeister bekräftigte, steige die Anzahl der Grundschüler in Neukalen in den kommenden Jahren kontinuierlich bis auf 60. „Im Jahr 2011 wird es nach dem jetzigen Stand der Dinge dann sogar 70 Grundschüler geben“, so Krüger. Diese Zahl biete sogar den Anlass, dann wieder über eine weiterführende Schule in Neukalen nachzudenken. Ferner lädt die Schulkonferenz Landrat Frieder Jelen und Schulamtsleiterin Doris Koß zu einem Besuch der Neukalener Grundschule ein, um sich von den guten Bedingungen und dem Schulprogramm persönlich ein Bild machen zu können. Die Zukunft von Neukalens Grundschule steht auch im Mittelpunkt einer Elternversammlung am Montag, dem 30. Januar, um 19 Uhr im Rathaus.“

Das einstige Lehrerzimmer in der Neukalener Grundschule ist jetzt Lernwerkstatt und Pausenraum für die Zeit zwischen den Unterrichtsstunden. Dann ist es den Schülern hier gestattet, sich auch mit Dingen zu beschäftigen, die mit Buchstabieren und Rechnen lernen mal nichts zu tun haben (28.1.2006).
Nordkurier vom 8.2.2006:
„Ronald Krüger hatte an der kürzlich einberufenen Elternversammlung teilgenommen. Dabei interessierten das Stadtoberhaupt neben der Meinung der Eltern zu dieser Problematik vor allem auch weitere Hinweise aus der Elternschaft, wie im Falle Neukalens dem Schulentwicklungsplan entgegengewirkt werden könne. „Eine kleine Grundschule wird nur dann genehmigt, wenn die nächste Grundschule in einer für die Kinder nicht zumutbaren Entfernung liegt, das heißt, daß die Fahrzeit mit dem Schulbus nicht länger als 40 Minuten dauert“, sagt der Bürgermeister. Dies treffe für den Weg zur Darguner Einrichtung zwar zu, doch was nach Meinung des Bürgermeisters in der Schulplanung bisher völlig außer acht gelassen worden sei, wäre der Fußweg, den etliche Grundschüler aus Neukalens Ortsteilen bis zur Bushaltestelle zurücklegen müssten. „Da sind wir dann schon bei weit mehr als 40 Minuten“, betont Ronald Krüger. Eine der Forderungen von den Eltern laute daher, in der Schulentwicklungsplanung diesen Fußweg ebenfalls mit zu berücksichtigen. Die Position der Eltern gehe dem Landkreis zusammen mit der Stellungnahme der Schulkonferenz und der Stadtvertretung zu.“
Zum Erhalt der Grundschule in Neukalen richteten etliche besorgte Eltern ein Schreiben an den Landrat des Kreises Demmin:
“Sehr geehrter Herr Landrat Jelen,
aus den Medien erfuhren wir, dass im Bundesland Mecklenburg/Vorpommern zum Schuljahr 2005/2006 diverse Schulschließungen anstehen. Von dieser Maßnahme soll auch die Grundschule in Neukalen betroffen sein, da diese die erhöhte vorgeschriebene Mindest-schülerzahl für die Beschulung in jahrgangsgemischten Klassen im kommenden Schuljahr nicht erreichen kann. In den darauffolgenden Schuljahren ist nach Aussagen der amt. Schulleiterin und des Schulträgers wieder ein Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen, und somit wären in absehbarer Zeit die Voraussetzungen für den Erhalt des Schulstandortes in Neukalen gegeben.
Aus diesem Grunde setzen wir uns als Mitglieder des Schulelternrates und als Eltern der Schulkonferenz für den Erhalt der "Kleinen Grundschule" in Neukalen ein. Nach Auszügen der Schulchronik ist die Schule seit 1647 ein fester Bestandteil der Kleinstadt Neukalen.
Das Gebäude, in dem unsere Kinder heute noch unterrichtet werden, wurde im Jahre 1862 eingeweiht und der Schulbetrieb wurde seitdem aufgenommen.
Wir vertreten die Meinung, dass sich eine ansässige Schule im Ort positiv auf die weitere Entwicklung der Stadt auswirkt, um auch als Wohn- und Arbeitsort attraktiv zu bleiben. Durch eine Schulschließung würden viele Vereine des Ortes ebenfalls einen Mitgliederrückgang hinnehmen müssen.
Seit dem Schuljahr 2001/2002 wurde der Grundschule in Neukalen für den Planungszeitraum 2001 bis 2006 die Zusatzbezeichnung "Kleine Grundschule auf dem Lande" zuerkannt. Bei der Beschulung unserer Kinder in jahrgangsgemischten Klassen nutzen die Lehrerinnen bei ihrer pädagogischen Arbeit die Vorzüge kleiner Lerngruppen, die sich positiv auf die Leistungsentwicklung auswirkt.
Wir als Eltern sind der Meinung, dass die Schule in Neukalen beste Bedingungen hat, um die Bildungs- und Erziehungsziele nach den neuen Rahmenplänen optimal zu verwirklichen (Schulhaus mit Fachräumen, Computerkabinett, moderne Turnhalle auf dem Schulgelände, Verkehrsgarten, Schulgarten).
Seit dem 1.8.2004 begann die Eigenständigkeit der Grundschule Neukalen.
Um das Schulkonzept "Gesunde Schule" erfolgreich umsetzen zu können und um die Projekt- und Teamarbeit in der Schule voranzutreiben, wurden im vergangenen Jahr durch die Stadt vielfältige Investitionen getätigt, die das Arbeits- und Lernklima unserer Kinder verbessern (Einrichtung einer Küche in Verbindung mit einer Lernwerkstatt, die eine schuleigene Bibliothek beinhaltet). Außerdem erfolgt laut Haushaltsplanentwurf und der Zusage des Bürgermeisters sowie der Stadtvertreter in diesem Jahr der Ausbau des angrenzenden Schulsportplatzes.
Weiterhin bestehen von Seiten des Schulträgers Bestrebungen, den Einzugsbereich zu erweitern, um aus den Nachbargemeinden Schüler für die Beschulung in Neukalen zu gewinnen. Erste Verhandlungen dazu wurden aufgenommen.
Bei einer auswärtigen Beschulung geben wir als Eltern zu bedenken, dass die Sicherheit während der Fahrt mit dem Schülerbus und auch beim Ein- und Aussteigen nicht ausreichend für unsere jüngsten Schüler gewährleistet wird.
Mit großer Sorge sehen wir den längeren Wartezeiten auf den Schülertransport entgegen, die sich negativ auf die Bildung und Erziehung sowie auf den Lernerfolg unserer sechs- bis zehnjährigen Kinder auswirken.
Für unsere Grundschulkinder wünschen wir uns als Eltern, dass sie wohlbehütet und ohne Angst ihre Schule besuchen können.
Ein weiteres Argument gegen die Schulschließung wären die erhöhten Kosten für die Schülerbeförderung, die durch den Kreis Demmin getragen werden müssen.
Aus diesen Gründen haben wir als Elternvertreter eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der "Kleinen Grundschule" in Neukalen initiiert, die wir in der Anlage 2 beigefügt haben. Viele Bürger solidarisierten sich mit uns, denn was wäre die Stadt Neukalen ohne eine Schule!
Bei Ihrer Entscheidungsfindung bitten wir Sie, die Weiterentwicklung der Stadt Neukalen zu berücksichtigen. Ebenfalls bitten wir Sie ganz besonders, im Sinne unserer Kinder eine faire Entscheidung zu treffen.
Mit freundlichem Gruß
Der Schulelternrat und Eltern
Der Schulkonferenz
Frank Wolff
Dagmar Briese
Birgit Braß
Ines Galonska
Ellen Schmidt”
Angefügt waren 17 Listen mit 170 Unterschriften, die dem Landtagskandidat Marc Reinhardt (CDU) übergeben wurden.
Diese Intervention blieb aber ohne Erfolg. Gespräche in der Kreisverwaltung brachten dem Neukalener Bürgermeister Ronald Krüger die bittere Gewissheit: Die kleine Grundschule in Neukalen soll zum Ende des Schuljahres geschlossen werden.
„Wir können beim Landkreis nicht den Willen erkennen, etwas für den Erhalt des Schulstandortes Neukalen zu unternehmen“, zeigten sich Ronald Krüger und sein Stellvertreter, Willi Voß (CDU), enttäuscht. Die kreisliche Schulplanung betrachteten die beiden als abgekartetes Spiel. „Es wurde alles vom Schreibtisch aus erledigt, ohne sich vor Ort ein Bild zu machen“, spielte Ronald Krüger auf sein Angebot an Landrat Frieder Jelen und der Leiterin des Schul- und Kulturamtes Doris Koß an, Neukalens Grundschule einmal in Augenschein zu nehmen.
Die Stadt Neukalen hatte in den vergangenen Jahren in die Modernisierung ihrer Schule eine Menge Geld gesteckt. „Kosten, auf denen wir jetzt sitzenbleiben“, meinte Neukalens Bürgermeister Ronald Krüger (CDU). Die im Schulgebäude durchgeführten Sanierungsmaßnahmen waren bei der angespannten Haushaltslage teils mit zusätzlich aufgenommenen Krediten bewerkstelligt worden. „Kredite, die auch nach der Schulschließung weiterhin bedient werden müssen“, erklärte das Stadtoberhaupt. Wie zum Beispiel für jenes große Modernisierungsprojekt im Jahre 1999, bei dem mit einem Gesamtumfang von damals 380 000 Mark das Treppenhaus, die Flure und die Unterrichtsräume im Hauptgebäude erneuert wurden. Auch für die in den Jahren 1995/1996 mit einem Gesamtinvestitionsaufwand von einer Million Mark erbauten Sporthalle mußte die Stadt noch eine jährliche Tilgungsrate von rund 30 000 € zahlen.

Zum letzten Schultag, der gleichzeitig auch die Schließung der Neukalener Grundschule bedeutet, bringen die 33 Kinder ihren Eltern noch ein Ständchen. Rechts im Bild: Schulleiterin Monika Kroll.
Nordkurier vom 1.7.2006:
„Die Stadtvertreter demonstrierten auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend beim Thema „Grundschule“ Geschlossenheit. Das Gremium war angehalten, Neukalens letzte Schule aufzuheben - und stimmte komplett dagegen. Mit der Zeugnisübergabe in der kommenden Woche wird laut Schulentwicklungsplan des Landkreises Demmin diese Einrichtung geschlossen. Die Kinder sollen ab kommendem Schuljahr dann in Dargun unterrichtet werden.
„Ich kann das für meinen Teil nicht allein beschließen sagte Bürgermeister Ronald Krüger vor der Abstimmung. Eigentlich würde seine Entscheidung allein genügen, ein extra Aufhebungsbeschluss sei nicht erforderlich. Doch wie auch der Neukalener Kulturausschuss und die Schulkonferenz der Grundschule vertrete Krüger nach wie vor die Meinung, „dass der Landkreis Demmin im Falle unserer Schule bei der Berechnung der Schülerzahlen und der Fahrzeiten nicht korrekt gearbeitet hat“.
Dieser Intention folgte der Abgeordnete Klaus Kohls (PDS). „Auf die Gefahr hin, dass wir uns in einer Sondersitzung noch einmal mit dieser Vorlage befassen müssen und das zusätzliches Geld kostet“, so der Abgeordnete und fügte hinzu, dass in Sachen Neukalener Schule „alles vom grünen Tisch aus entschieden“ worden sei. Auch Rico Zoschke (CDU) erklärte, gegen die Schulschließung zu sein, wollte aber wissen, was die logische Konsequenz einer Ablehnung sei.
„Der Schulträger ist verpflichtet, die im Schulentwicklungsplan getroffenen Festlegungen umzusetzen“, zitierte daraufhin Malchins Bürgermeister und Leiter des Amtes Malchin am Kummerower See, Jörg Lange, aus einem Schreiben der Rechtsaufsichtsbehörde in Demmin. Lange erinnerte die Neukalener Abgeordneten daran, dass sie mit der Umsetzung des Schulplans für Neukalen doch schon begonnen hätten, als sie im Frühjahr dieses Jahres unter Beachtung einzuhaltender Fristen den Reinigungskräften in der Schule kündigten.“
Nordkurier vom 8.7.2006:
„Um 10.10 Uhr ertönte in Neukalens Grundschule das letzte Klingelzeichen. Die Stadt ist die erste im Land ohne eigene Schule.
Die ersten beiden Unterrichtsstunden gestern an der Grundschule glichen denen vorheriger letzter Schultage. In der ersten Stunde gab es für die Schüler die obligatorischen Belehrungen und Hinweise, in der zweiten dann die Zeugnisse. Dass dieser Tag dennoch ein besonderer ist, wurde anschließend bei der Abschiedsfeier im schattigen Schulgarten deutlich. Auf einem bereitgestellten Grill brutzelten Würste und den Kindern wurde der Tag noch mit einer stattlichen Menge leckerem Eis versüßt. Nicht so recht in dieses Bild passen wollten aber die herumgereichten Päckchen mit Papiertaschentüchern, um manch eine Träne zu trocknen. Mit dem gestrigen Tag endete ein Kapitel, das immerhin im Jahre 1647 mit der Gründung der ersten Schule in Neukalen begann. Jetzt wird die Schule geschlossen. Der kreisliche Schulentwicklungsplan verlangt es so.
„Wir waren in den beiden letzten Jahren wie eine große Familie“, bedankte sich Schulleiterin Monika Kroll bei den Kindern und Eltern für die gemeinsame Zeit. Besonders herzliche Worte richtete Frau Kroll an den Vorsitzenden des Elternbeirates, Frank Wolff, der sich nicht erst seit Bekanntwerden der Schulschließung für den Fortbestand der Einrichtung stark gemacht habe. Bei Frank Wolff ist indes die Enttäuschung immer noch groß.
„Kinder sind unsere Zukunft, heißt es immer so schön. Am Beispiel Neukalens sieht man aber, wie in Wirklichkeit mit unserer Zukunft umgegangen wird“, erklärte er im Namen aller Eltern. Nie würden die Neukalener vergessen, wie sie auf der entscheidenden Sitzung des Demminer Kreistages „abgebürstet“ worden seien - ohne Chance, den Abgeordneten ihre Argumente darzulegen. „Wir bleiben dabei: Noch ein Jahr Durststrecke, dann wäre die Schule wieder in ihrem Bestand gesichert“, so Frank Wolff.
Nun müssen die Kinder zum Unterricht nach Dargun. Gemeinsam mit den 33 Kindern wechseln auch Monika Kroll und ihre beiden Kolleginnen Karin Reetz und Gudrun Fälchle nach Dargun. Was mit dem 1862 eingeweihten Schulgebäude wird, sei derzeit unklar. „Das soll alles erst mal so bleiben“, gab der Elternbeirat eine Auskunft von Bürgermeister Ronald Krüger wieder, der, wie Frank Wolff berichtete, zum letzten Schultag nicht kommen wollte.“
Nordkurier vom 12.7.2006:
„Auch wenn mit der Zeugnisübergabe am Freitag vergangener Woche Neukalens kleine Grundschule auf dem Land offiziell als geschlossen gilt, hat die Einrichtung in Wirklichkeit noch bis zum 30. September geöffnet. Auf diesen Umstand wies die Schulsekretärin Brigitte Weinke hin. „Aus Gründen des Kündigungsschutzes läuft bis zu diesem Zeitpunkt noch mein Arbeitsvertrag“, erklärte die Sekretärin. Bis dahin werde sie auch noch in der Schule anzutreffen und danach wahrscheinlich dann auch diejenige sein, die das Schulgebäude endgültig schließt. Brigitte Weinke arbeitete in den zurückliegenden 23 Jahren als Schulsekretärin in Neukalen. Bereits vor zwei Jahren erlebte sie die Schließung der Realschule. Derzeit weiß Brigitte Weinke nicht, wie es anschließend für sie beruflich weiter gehen soll. „Ich bin dann erst einmal arbeitslos“, sagte sie. Schulleiterin Monika Kroll ist noch in den ersten beiden Ferienwochen in der Schule anzutreffen. „Die Zeit werde ich auch benötigen, um meine persönlichen Sachen auszusortieren. In 29 Jahren hat sich da einiges angesammelt“, sagte Monika Kroll.“
Am 21.8.2006, dem ersten Schultag für die Neukalener Grundschüler in Dargun, gab es viele Verwirrungen beim Schülertransport. Einige Schüler waren in den falschen Bus eingestiegen und statt nach Dargun nach Malchin gefahren, andere hatten überhaupt keinen Bus mehr erreicht und wurden von den Eltern zur Schule gebracht. Am nächsten Tag klappte der Schülertransport aber.
Die Stadt Neukalen mußte nun jährlich an Dargun einen Schullastenausgleich von 55 000 € zahlen.

Altes Schulgebäude.

Im Schulgarten.

Der Werkraum.

Im Werkraum.

Verkehrsgarten am Schulsportplatz.

Schulsportplatz.

Erntefest.

Erntefest.
Es folgen Fotos, die am 22.7.2011 im alten Schulgebäude kurz vor der Leerräumung gemacht wurden:




























