Wetteraussichten:
 
 
 
 
Schriftgröße:
 
normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
 
Peenestadt Neukalen Vernetzt
 
Suchfunktion:
 
 
 
Newsletter:
 
 
Teilen auf Facebook
 
Auch bei Neukalen gab es einmal ein Hünengrab!


   Folgender Bericht darüber ist im "Jahrbuch des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde", 1856, Jahrgang 21, S. 229 zu finden:

   "In dem Grenzgraben zwischen den Holzungen der Stadt Neukalen und des großherzoglichen Forsthofes Franzensberg lag ein kleines Hünengrab, welches im Jahre 1852 bei Gelegenheit des Baues der Chaussee von Neukalen nach Pisede abgetragen ward.
   Der Herr Bürgermeister Mau zu Neukalen, welcher den Arbeitern aufgegeben hatte, die beim Bau sich etwa findenden Altertümer an ihn abzuliefern, und der sich fast täglich auf der Baulinie befand, war gerade gegenwärtig, als dieses Grab, das zuerst als solches nicht erkannt ward, abgetragen ward. Die Decksteine waren nicht sehr groß, jedoch noch so groß, daß sie zum leichteren Transport einmal, jedoch nicht öfter, gesprengt werden mußten. Nach Abnahme der Decksteine fand sich, daß die Steinstellung ein heidnisches Grab war. In dem Grabe fanden sich die sehr verwitterten Gebeine einer menschlichen Leiche, welche nicht verbrannt war, und neben derselben ein nicht verziertes, glattes Gefäß aus hellbraunem Ton, ganz von der Gestalt, welche die Urnen der Steinperiode haben. Das Gefäß ist 7 Zoll hoch, nähert sich im Bauche der Kugelform und hat einen senkrechten, 2 1/2 Zoll hohen Hals, an dessen Anfange beim Bauche sich zwei ganz kleine Henkel oder durchbohrte Knötchen, von etwa 1 Zoll Höhe, zum Durchziehen einer Schnur, befinden. Das Gefäß hat die Gestalt, wie die in Jahrb. 10, S. 255, oben, abgebildete, zu Moltzow gefundene Urne, nur daß der Hals der Neukalener Urne niedriger und diese Urne ohne alle Verzierungen ist.
   Nach allen Umständen leidet es keinen Zweifel, daß dieses Grab der Steinperiode angehört.
   Der Herr Bürgermeister Mau hat diese Urne nebst Überreste von den Gebeinen an sich gebracht und dem Vereine geschenkt.
   G. C. F. Lisch"

 

 

Urne