TuS verliert in Klein Lukow

Meldung aus Stadt Neukalen
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Hallo Fangemeinde!

Für Euch jetzt unsere Sicht der Dinge zum Spiel der Ersten gestern in Klein Lukow.

Danke an Luisa für die Bilder zum Spiel.

22.Spieltag KOL

Klein Luckower SV : TuS Neukalen 2:1

Ja Luisa, du hattest recht. Lass uns das Hier und Heute feiern, alles andere machen wir morgen. Es ist zwar über Nacht nicht leichter geworden, aber wir konnten diesen Abend in der Ecke gemeinsam genießen. War das schön 

Aber die Geschichte holt ein am nächsten Morgen wieder ein. Das 892. Punktspiel des TuS Neukalen I war eben kein normales Spiel, es war geschichtsträchtig und das leider nicht nur im positiven Sinne.

Zweimal Rot, dreimal Gelb/Rot, gleich 5 Spieler bekamen die frühzeitige Duscherlaubnis. Hier gewinnt der TuS unrühmlich mit 1:4. So was ähnliches (4x) haben wir zuletzt 2016 in der Landesklasse gegen Teterow mal erlebt. Wir begeben uns nicht auf die Schuldsuche bei anderen. Nein, wir entschuldigen uns bei allen Beteiligten und bitten das mit dieser besonderen Situation zu erklären.

Saisonfinale in der Kreisoberliga. Die beste Auswärtsmannschaft, TuS Neukalen zu Gast bei der stärksten Heimelf, Klein Lukower SV. Die Gäste waren durch, hatten Lukow schon den Staffelsieg und den damit verbundenen Aufstieg gemopst. Nun sollte auch die "ungeschlagen" Serie durchs Ziel gebracht werden. Daraus wurde nichts. Mit 2:1 gewann Lukow verdient diese Partie und nahm dem Meister 4 der 6 möglichen Punkte in dieser Spielzeit ab. Glückwunsch.

So, irgendwie müssen wir jetzt auch mal ins Geschehen kommen. Gut und gerne 150 Fans der Gäste sowie viele Unterstützer der Gastgeber suchten vor Spielbeginn bei sommerlichen Temperaturen ein schützendes Schattenplätzchen. Diese waren heiß umgekämpft. Irgendwie klappte dies dann auch und auch die zahlreichen Frösche im nahen Gutsparkteich verstummten. Der Tanz konnte beginnen. Danke an den Stadionsprecher für die lobenden Worte an uns und auch die zur Verabschiedung von Peter Münzer. Alles Gute, dem schließen wir uns gerne an.

Auf dem gut gepflegten Grün ging es auch ohne großes Abtasten los. Neise auf Gültzow (7.), nein. Völker prüft Golenia (12.). Schon früh schlichen sich hüben wie drüben kleine Fouls und Nicklichkeiten mit ins Geschehen ein. Brenzlig wurde es dann für Disterheft, starke Parade nach einem Drawert-Schuss (12.). Gewusel im TuS-Strafraum, aus Gewusel wurde Gerangel, Asmus und Drawert, Konsequenz, Drawert kriegt glatt Rot, Völker bekommt Gelb. Rohde hat noch eine gute Szene für die Peenestädter (25.), dann gibt es die erste Getränkepause. Bei den Gastgebern kommt Strübing für den jetzt Fußballrentner Münzer.

Strübing ist gleich drin, hat zwei gute Dinger (30.,31.). Gegenüber bringt Gültzow Dennis Pfitzner in Stellung, die Latte steht im Weg und auch der Nachleger von Rohde findet nicht den rechten Weg (34.). Es wurde nicht wirklich ruhiger. Höfs bekommt Gelb und kurz darauf holte sich Völker den zweiten Karton ab, Gelb/Rot (42.). Es war wieder personell pari auf der Spielfläche, Halbzeit, ab in den Schatten und zahlreiche Gespräche geführt. Es war ja auch ein schöner Tag, ehrlich.

Echt schön war auch der Beginn des zweiten Partes. Der TuS kommt sehr gut aus dem Schatten der Halbzeitanalyse. Erst scheitert Dennis Pfitzner noch knapp (46.), kaum notiert ist er erneut zur Stelle und veredelt ein Ebert-Zuspiel mit seinem 32. Saisontor, 0:1 (47.). Diese Führung könnten sie gleich noch aus bauen, Gültzow sowie Rohde, nein (48.). Gültzow auf Pfitzner, nein (52.).

So peu à peu übernimmt danach der Gastgeber aber den Regiestuhl der Partie. Strübing scheitert an Disterheft (56.). Lukows Nr. 20 rettet gegen Pfitzner (62.). Neukalen lässt sich hinten reindrängen. Das wird bestraft. Ebel mit einem Treffer Marke Traumtor, starkes Ding, 1:1 (73.). Jetzt wurde es bunt, zum satten Grün kam innerhalb von 11 Minuten ganz viel Gelb und noch zweimal Gelb/Rot. Höfs (82.)und Schudek (86.) müssen runter. Wir lassen hier alle möglichen Debatten über Fingerspitzengefühl oder ähnliches.

Zehn Lukower gegen acht Neukalener, bei so viel Platz auf der Spielfläche geht doch noch was. Ja, ging es, doch es bedurfte einen Standard. Hesse markiert per Freistoß die Führung für den SV, 2:1 (86.). Das war’s, oder. Nein. Wolff mit dem klasse Abschluss aus der Distanz, da fehlte das Quäntchen Glück, Golenia pariert stark (92.). Unschöne Szene zum Schluss. Der TuS hat Freistoß, Lukow kann klären. Im Rückwärtsgang räumt Disterheft seinen Gegenspieler förmlich ab. Glatt Rot (93.). An dieser Stelle eine ganz große Entschuldigung im Namen von Lucas für diese Aktion.

Abpfiff, das beste was passieren konnte. Kurz schütteln, alles irgendwie einordnen und dann das feiern, was man gemeinsam erreicht hat.

Die Null ist weg. So behält die Elf von 1968/69 ihren Rekord. 22 Spiele, 20 Siege, 2 Remis.

Zu allem kommen wir später, jetzt musste die Partie erstmal ins Wortgefüge.

Lukow: Golenia, Schultz, Harz, Ebel, Drawert, Hesse, k.A., Röthemeier, Döscher, Nehls, Münzer, Strübing, Holzkamm, Witt

TuS: Disterheft, Schudek, Völker, Höfs, Rohde, Wolff, Gültzow, Dennis Pfitzner, Neise, Düvier, Asmus, Ebert, Paß, Denny Pfitzner, Zick, Chrenko